
Ich würde mich immer für die Arbeit entscheiden. Alles andere fände ich unverantwortlich.
Dieses ganze "hör auf dein Herz"-Gequatsche ist doch Quark: Eine Beziehung und Liebe gehen ruckzuck den Bach runter, wenn man sich mit Existenzängsten quälen muss und nicht weiß, wie man das Notwendigste bezahlen kann. Der Mensch lebt nun mal nicht von Luft und Liebe allein. Das Dach über dem Kopf, die bezahlten Rechnungen und der ausreichend gefüllte Kühlschrank müssen immer Priorität besitzen über täglichem Händchenhalten.
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Außerdem muss eine Fernbeziehung keine Dauerlösung sein. Mittel- bis langfristig gibt es meistens eine Möglichkeit, die Entfernung wieder zu verringern. Und ich weiß, wovon ich rede: Ich habe schon öfter Fernbeziehungen geführt. Im Moment lebt mein Partner 2.000 (!) Kilometer weiter nördlich. Dennoch sehen wir uns ca. 10 Tage pro Monat, telefonieren und mailen täglich, schicken Briefe und Päckchen hin und her und arbeiten darauf hin, im Herbst wieder zusammenzuziehen. Aber die Arbeit, die ja nun mal die Grundlage für unser gesamtes Leben darstellt, hat eindeutig Priorität über romantischen Tete-à-tetes. Und wenn wir das mit 2.000 Kilometer Distanz hinbekommen, dann kann man so ein bisschen Entfernung in Deutschland mit den hervorragenden Bahnverbindungen etc. wohl auch hinbekommen.
Kannst Du das mal genauer erläutern? Meinst Du, ob ich Job oder Beziehung bevorzugen würde? Oder welche Prioritäten ich bei einer Fernbeziehung setze?
Naja, wenn man (wie in meinem fall) ein Jobangebot hat in einem Dorf, dessen namen ich noch nicht mal aussprechen kann und der Job zwar ansich wohl nicht schlecht ist, aber ich ihn nur aus dem grunde annehmen würde, weil ich dann einen job habe und nicht weil er mir spaß machen würde (wäre ja möglich, aber das weiß ich eben nicht). Vernünftig wäre es wohl ihn zu machen, aber ich bin ein sehr beziehungsintensiver mensch, liebe meinen partner sehr und eine fernbeziehung würde sehr auf meine Lebensqualität schlagen...

erfahrungsgemäss muss es jeder selber wissen... ich hatte es und es muss nicht erneut sein
ich würd denn job nehmen perle kriegst du überall ein job nicht
bei mir hat auf jeden fall mein privatleben priorität....ich lebe ja nicht um zu arbeiten sondern geh arbeiten um zu leben!
...schön, wenn man/frau sich das so aussuchen kann, beneidenswert....
Floeckli am 16. Januar 2009 14:17 das kann sich jeder aussuchen! Man ist seines eigenen Glückes Schmied! Kommt halt auf den Lebensstandard an!
hab gottseidank nen job gelernt der momentan sehr gefragt ist
was ist das für einer, kann ich den auch machen? ;-)
erzieherin?! ....aber ich studier grad noch weil man da so schlecht verdient....
ja, leider... leider ist das ja bei fast allen sozialen berufen so :-/
Urbanessa am 16. Januar 2009 20:38 Also, wenn Du gerade sowohl Vollzeit arbeitest als auch studierst, dann klingt das nicht gerade danach, als wenn das Privatleben grade Vorrang hätte oder als wenn Du arbeiten würdest, um zu leben...
Just sayin' ...

Ich führte mit meinem Mann zwei Jahre lang eine Fernbeziehung. Wir sahen uns nur am Wochenende. Es tat unserer Beziehung gut, allerdings muss ich dazu sagen, dass wir davor schon 10 Jahre verheiratet waren.
Heute würde ich das nicht mehr machen wollen

Wenn es ein guter und auch gut bezahlter Job, würde ich eine Fernbeziehung in Kauf nehmen! Aber nicht für einen 08/15 Job, z. B. unterbezahlt oder gar befristet!
HÖR AUF DEIN HERZ - denn nur du kennst die Antwort am besten

ich mag keine Fernbeziehungen - zu anstrengend und stressig... und dann kommt es auch immer drauf an, wie wichtig mir die Beziehung ist! Wenn es eh nur noch lau ist und ich nen super tollen Job an Land ziehen könnte, dann würd ich mich für den Job entscheiden! Ich hab aber auch schon Jobs sausen lassen, weil mir die Beziehung wichtiger war!
Das gibt mir mut. Vom Gefühl her möchte ich nämlich im prinzip auf keinen fall weg, aber man hat ja heute das gefühl, dass man flexibel sein MUSS und man kriegt ja direkt ein schlechtes gewissen, wenn man sich für die Liebe entscheidet...
Urbanessa am 16. Januar 2009 20:39 Aus reiner Neugierde: Hat diese Beziehung, für die Du diese guten Jobangebote hast sausen lassen, noch immer Bestand?
Ja, natürlich...
seichewatan am 21. Januar 2009 16:49 @urbanessa... nein die Beziehungen haben heute keinen Bestand mehr... aber ich habe es dennoch nie bereut die Jobs sausen gelassen zu haben, denn mit dem einen bin ich immerhin 7 schöne Jahre zusammen gewesen und allein für die schöne Zeit hat es sich schon gelohnt!
Ich schließe mich der Urbanessa an. Mein Liebster arbeitet in Südtirol (Norditalien) und wohnt in Sachsen, ich in NRW. Uns trennen 946km, wenn er unten ist und 670km, wenn er zu Hause ist. Er kam auch schon auf die Idee, seinen Job zu schmeißen, um in meiner Nähe zu sein. Ich konnte es ihm gerade noch ausreden, mit der Begründung, dass er sich erst ein Job in NRW suchen soll, bevor er seinen dort schmeißt.
Natürlich ist es einfacher, den Job zu schmeißen und umziehen, aber was hat man davon? Von Liebe allein kann man nicht leben und wenn man bedenkt, wie mager der Arbeitsmarkt z.Zt. ist, würde es mir nicht mal in den Sinn kommen, zu kündigen und umzuziehen, ohne mich vorher um eine Stelle zu kümmern!!!
Wenn du die Stelle annimmst, Hanna83HH, dann hast du immer noch 3 Monate Probezeit, während der du dich entscheiden kannst, ob du den Job behälst oder kündigst. Ich würde es an deiner Stelle versuchen.
Einige von uns haben Dich gefragt, wie weit ihr dann voneinander wärt. Leider hast du darauf nicht geantwortet. Wäre schön, wenn du darauf antwortest. LG Vicki
Ich habe mich ja bereits entschieden. Wenn man es genau betrachtet ist es nicht wirklich eine entscheidung zwischen Job und Liebe...denn, da habt ihr ja recht, eine gute Beziehung sollte sowas überstehen, zumindest eine gewisse Zeit lang. Ich habe alle pro und contras dazu abgewägt und mich eben dazu entschieden. Natürlich hab ich mir schon gedacht, dass wohl die meisten zum Job tendieren, weil es ja auch faktisch gesehen "vernünftiger" ist, keine Frage. Aber zum einen entscheide ich mich ja nicht gegen den Job, ich suche natürlich weiter und trage dafür ja auch die KOnsequenzen, nämlich erstmal auf sparflamme (nicht vom Staat) zu leben. Zum anderen muss man auch beachten, dass jeder Mensch eine andere Persönlichkeitsstruktur hat. Für mich kommt das "immer für die arbeit entscheiden" nicht in Frage. DAS find ich nämlich verantwortungslos, und zwar mir gegenüber. Dass ich meine Miete zahlen muss und mein Essen ist klar. Aber man findet immer einen Job mit dem man das kann, zumindest wenn man bescheiden lebt. Aber die Entscheidung muss jeder für sich selber wissen und tragen, weil jeder verantwortlich für seine Lebensqualität ist, zumindest in gewissem Rahmen. Und der Job wäre ca. 500 km weit weg gewesen. Natürlich ist das machbar, aber zu einem Preis den ich momentan nicht zahlen möchte.
Ich habe selber eine Fernbeziehung geführt! Da stand auch Job und Liebe auf der Probe. Nur ich war/bin in einer Ausbildung drin, er war das zu diesem zeitpunkt noch nicht... Er kam aus Berlin und ich hier aus Köln. Er war bereit hier her zu ziehn und hat sich für eine Ausbildung in Köln beworben. Er hätte die Stelle hier bekommen aber entschied sich denoch für eine Ausbildung bei sich weil das sein Traum war! ICh musste damit klar kommen, aber das hielt eine ganze weile!Glaub mir bei einer wirklichen tiefe und feste Liebe spielt entfernung keine große rolle.
ist doch wichtiger als Karriere!
Sehe ich anders. Eine Entscheidung für den Job ist eine Entscheidung für Miete, Essen, Strom, Kleidung, Versicherung - sprich, die Arbeit sorgt für die Absicherung der wichtigsten Grundbedürfnisse. Die Liebe kann diese Bedürfnisse nicht decken, und wer hungern muss oder sich ängstigt, weil er seine Rechnungen nicht bezahlen kann, der entliebt sich auch ruckzuck.
Außerdem ist eine Fernbeziehung keine Entscheidung gegen die Beziehung. Es ist lediglich eine geografische Veränderung der Beziehung. Man wirft ja nicht die Liebe weg, weil man ein paar Kilometer weit weg zieht. Eine stabile Beziehung hält das aus - und eine instabile Beziehung es sowieso nicht wert.