Frage von mattias83bw, 71

Feministinnen Männerfeindlichkeit?

Hi, ich habe in unserem Verein Frauenrechtlerinnen (Hardcore Feministinnen). Gestern hatten wir die Diskussion um Freuenwuoten im Vorstand. Wir haben aber nur 3% Frauen im Verein, deswegen bin ich gegen 50% Frauen im Vorstand.

Ich hab es auch sachlich begründet. Auf einmal meinte eine der Feministinnen ich sei Frauenfeindlichund Männer sind generell potentielle Vergewaltiger und Frauen Opfer.

Hat jemand Erfahrungen mit Feministinnen?

Vg Mattias

Antwort
von Janiela, 17

Allgemein sind Quoten nicht die Lösung für das Emanzipationsproblem, denn beispielsweise kann es vorkommen, dass in einem Unternehmen gar nicht "genug" Frauen arbeiten wollen. Oder es kann sein, dass eine schlecht qualifizierte Frau einem gut qualifizierten Mann vorgezogen wird, weil sie für die Erfüllung der Quote gebraucht wird. Ich denke, dass das eher die Abneigung gegen Frauen stärkt als ihnen zu helfen. Es ist nichts gegen 50% Frauen im Vorstand einzuwenden, sofern sich diese 50% für die Stelle eignen. Eine Quote pflichtmäßig auf 50% festzulegen, wäre aber meines Erachtens falsch, weil es a) nicht repräsentativ für den Verein mit 3% Frauenanteil ist und b) weil es eine Quote ist, die die o.g. Nachteile von Quoten allgemein mit sich bringt. Am besten wäre es doch, wenn genau diejenigen in den Vorstand aufgenommen werden, die sich am ehesten für den Aufgabenbereich des Vorstandes eignen. Vollkommen egal, welches Geschlecht sie haben.

Wenn du von Feministinnen unfair angefeindet wirst, dann zieh dich rechtzeitig aus dem Gespräch zurück. Wenn du nämlich fair bleiben willst, aber unfair auf dich reagiert wird, kannst du nichts erreichen. Unfair zu werden, würde es nicht besser machen, sondern die Situation zur Eskalation bringen. Zum Glück weißt du es besser und deine Freundinnen, ggf. Schwestern, Cousinen, Mutter, Tanten etc. wahrscheinlich auch. Du brauchst nicht das "kein Frauenfeind"-Zeugnis einer Feministin, um zu wissen, dass du kein Frauenfeind bist.

Dass Frauen häufiger Opfer sexueller Gewalt werden als Männer ist ein Fakt, ebenfalls dass Täter häufiger Männer sind als Frauen. Aber das hat nichts mit der Quotendiskussion zu tun und gehört nicht in den Verein, außer ihr seid ein Verein, der sich um Missbrauchsopfer kümmert (und dann würde ich die 3% Frauenanteil bezweifeln). Ganz nebenbei ist es ja nicht so, als ob das eine Aussage darüber erlauben würde, ob die Männer in eurem Verein zu Vergewaltigern werden oder nicht. Es tut einfach nichts zur Sache.

Feministinnen sind nicht unbedingt alle schlecht. Es gibt welche darunter, die differenziert denken und in Diskussionen fair bleiben. Wenn du mit solchen zu tun hast, wirst du dich wahrscheinlich blendend mit ihnen verstehen. Wenn du allerdings mit radikalen Feministinnen zu tun hast, kannst du mit denen als Mann genau so gut diskutieren wie als Schwuler mit Hooligans oder als Schwarzafrikaner mit einem Neonazi oder als Prostituierte mit einem Salafisten.

Du könntest natürlich versuchen, humorvoll sarkastisch zu werden ("Oh sorry, dass ich dich letzte Woche vergewaltigt habe, hatte ich ganz vergessen. Da hab ich wohl mal wieder nur mit dem Schwanz gedacht.") oder ernsthaft darauf einzugehen ("Meinst du nicht, dass deine Argumentation ein wenig den Rahmen der Fairness und der guten Gesprächskultur verlässt? Ich finde das unverschämt. Geh bitte auf meine Argumente ein oder lass es bleiben, aber ich brauche mich von dir nicht beleidigen lassen."), aber im Endeffekt kann das auch alles nach hinten losgehen.

Beim aktuellen Vorstand des Vereins solltest du -meiner Meinung nach- über den Konflikt berichten und darüber, dass du möchtest, dass die besagte(n) Frau(en) sich bei dir dafür entschuldigen. Bloß weil sie Brüste haben, erlangen sie dadurch nämlich nicht das Recht, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen Männer anzugreifen. Dagegen wehren solltest du dich also schon, aber nimm die Tür zum Vorstand dafür, anstatt gegen die Steinmauer der Feministin zu rennen.

Antwort
von BBTritt, 30

Ja, ja, die lieben Vorurteile. Die Dame war unsachlich, denn solche Verallgemeinerung sind nicht nur sachlich falsch, sie helfen auch keinem in irgendeiner Angelegenheit.

Quotenregelungen sollen eine Benachteiligung verhindern, soweit so gut, sind aber nicht immer sinnvoll umsetzbar. Die Eignung für eine Stelle sollte meiner Meinung nach im Vordergrund stehen, nicht die Zugehörigkeit zu einem Geschlecht.

Ich finde solche Formulierungen wie "Frauen werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt" in Stellenanzeigen auch schon wieder fast diskriminierend, widersprechen sie doch dem Gleichbehandlungsgrundsatz. 

Alle sollten die gleichen Rechte haben. Und ein Vorstand sollte ohne Vorgaben gewählt werden von den Mitgliedern nach besten Wissen und Gewissen zum Wohle des Vereins - nicht zur Einhaltung von Quotenregelungen.

Antwort
von Francescolg, 11

Hallo Matthias, hier haben wir einen Klassiker! Sogar wenn alle Fakten dagegen sprechen (3% Anteil), wollen sie 50% im Vorstand. (Es gibt aber sicherlich auch solche Fälle) Hier hilft es enorm wenn du weitere Fakten zum Thema Feminismus kennst:

Z.B.: Der Posten der Schulleitung! Ein undankbarer Job, keiner will ihn machen und man verdient nur ein bisschen weniger in einem Beruf, der jedoch von Frauen dominiert wird (insb. Grundschulen, Förderschulen). Wie viele Manager Posten ist der Job des Schulleiters unbeliebt, wird zu schlecht bezahlt und es bedeutet große Einschnitte im Privatleben, usw. usf...

Trotzdem gibt es Schulen mit 70, 80% und mehr Frauenanteil im Kollegium, bei denen ein Mann Schulleiter ist. Dies wird damit begründet, dass Frauen häufiger nur in Teilzeit an Schulen arbeiten, also keine Vollzeitstellen und dass man den Schuldirektor-Beruf eben auch diesen Teilzeit-Kräften ermöglichen soll. Selten hört man die Begründung, dass "er" der beste Mann dafür war.. haha

Die Wahrheit ist aber, dass den Job des Schulleiters niemand machen will, auch nicht die Vollzeit-Lehrerin und das ganze andere Faktoren, als etwa das Geschlecht der Person, bei der Ergreifung dieses Postens eine Rolle spielen, in einem Beruf, der durch Frauen dominiert wird.

Ich kann zu diesem Thema nicht solange googlen, aber ich bin mir sicher, wenn du jeden Abend eine halbe Stunde nach Material suchst, dann wirst du interessante Entdeckungen machen (Presse, usw.).

Für mich ist das Ergebnis, dass die Führung einer Schule einfach die Person übernimmt, die am meisten Zeit hat (Regenbogen-Fächer Lehrer: Musik, Kunst, Sport,..) und die Person, welche am ehesten bereit ist, ihr Privatleben für "das große Ganze" zu opfern, auch wenn es "hier" kaum finanzielle Vorteile mit-sich-bringt. Der Lehrerberuf eignet sich am besten als Beispiel, weil a) hier den Frauenanteil größer ist (insb. Grundschulen) und b) der Gehaltsunterschied nicht so enorm, wie etwa in einer Bank ist und c) die meisten Lehrer die gleichen "Startbedingungen" mitbringen, gleiche Qualifikation, gleiche Ausbildung, gleiches Gehalt, etc.. Aber damit, wer bereit ist, diesen "schmutzigen Job" zu machen, damit kannst du sehr gut argumentieren. (Presserecherche: "Frauenanteil Schulleitung Grundschule) Das Ergebnis ist für mich: Anti-Feministisch!

Wenn du etwas lachen willst, empfehle ich dir außerdem, dich über Germaine Greer zu informieren. Sie war eine weltbekannte Frauenrechtlerin (Ein "Flaggen-Buch" der ganzen Bewegung, Bestseller: "Der weibliche Eunuch"), wurde dann Schulleiterin einer Frauen-Schule/Uni. in England und später unehrenhaft entlassen. Wieso, das musst du selbst herausfinden (Achtung, viele Quellen sind zensiert, richtig googlen!)

Kommentar von Francescolg ,

Ob sie unehrenhaft entlassen wurde, kann ich nicht 100% sagen. Hatte es so von einem Artikel in Erinnerung. Selber googlen! Gibt da 2-3 Kontroversen und ihre Äußerungen zu einem gewissen Thema.. selber googlen!

Antwort
von staffilokokke, 31

Kopf einziehen...

Der Hebel, den Frauenrechtlerin einsetzen, sind häufig Kriminalstatistiken. 

Lass (D)eine Frau Deine Interessen vertreten. 

Antwort
von Schwoaze, 22

Was sind Freuenwuoten?... etwa Frauenquoten? Was ist denn das für ein Verein, würde mich interessieren.

Kommentar von mattias83bw ,

Wir züchten verschiedene Sorten von Rosen

Kommentar von Schwoaze ,

Das ist ja mal was anderes! Stell ich mir recht interessant vor. Aber zurück zum Thema: 

 Es gibt kluge und weniger kluge  Frauen. Es gibt kluge und weniger kluge Männer. Und es gibt kluge Frauenrechtlerinnen und weniger Kluge....  Das ist Fakt und lässt sich auf alle Berufsgruppen und Glaubensrichtungen und überhaupt auf alles übertragen.

Und weil das eben so ist, hast Du mit den Prachtexemplaren in Eurem Verein gewisse Probleme. Ich weiß ja nicht, ber gibt's da nix in den Satzungen, dass Dir helfen könnte? 

Antwort
von Chiarissima, 40

Hardcore Feministinnen / Frauenrechtlerinnen haben andere Sachen zu tun, als sich mit Männern in einem Verein (Schrebergarten e.V. ?) herumzutreiben ^^ Also erzähl hier keine Märchen.

Kommentar von mattias83bw ,

Ah stimmt. Hab ich vergessen. Als Batman die Welt retten. Oder Batmanine ;)

Antwort
von Aktionaer0010, 43

Die wollen nur aus der Küche und denken sie haben das Recht etwas zu sagen.

Kommentar von Schwoaze ,

Siehst Du - und sowas ist einfach provokant!

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