Frage von linlin9090, 112

Feminismus und Gleichberechtigung?

Hallo!

Für unseren Deutsch-Unterricht haben wir das Thema Feminismus und Gleichberechtigung aufgegriffen. Die Materialien, die wir dafür bekommen haben, beschreiben die Sachverhalte zu wissenschaftlich und theoretisch. Ich bin eher daran interessiert, wie das allgemeine Volk darüber denkt. Ich bin daher neugierig, welche Ansichten und Meinungen ihr bzw. welche Stellungen Pro-Feministen zu den folgenden Punkten haben oder aktuell vertreten:

  1. Frauen und Kinder zuerst z. B. Untergang der Titanic: Hätte man aus Sicht von Feministen sagen sollen: ,,Kinder zuerst, dann Frauen und Männer 50/50"? War diese Rettungsaktion ein Schlag für den Feminismus? Und sollte auch unter den Kindern das Prinzip 50/50 gelten?

  2. ,,Ladies first": Ist diese ,,männliche Manier" jedesmal automatisch als Diskriminierung, Frauenfeindlichkeit und Sexismus zu werten?

  3. Wie steht der Feminismus zur Anrede: ,,Sehr geehrte Damen und Herren". Ist das nicht automatisch falsch, weil Damen vor den Herren kommt, wie im Beispiel 1) und 2)?

  4. Frauen darf man nicht schlagen: Was ist wenn Frauen zuerst schlagen?

  5. Wehrdienst und Kriegsfall: Muss ein Gleichgewicht zwischen Männer- und Frauenquote von 50 zu 50 hergestellt werden? Müsste ein ebenso großer Anteil an Frauen an die Front gehen, falls es zum Krieg kommt?

  6. Kein Eingreifen bei Vergewaltigung: Es gab letztens eine Bitte oder Forderung von schwedischen Feministinnen, die sich keine außenstehende Hilfe wünschen, wenn sie vergewaltigt werden. Wie steht es dazu, ist es nicht etwas zu extrem!?

  7. Gilt im Feminismus generell für alles das Prinzip 50/50, um Gleichberechtigung herzustellen?

  8. Schließlich noch eine persönliche Frage bezüglich der deutschen Sprache: Muss ich auf das Geschlecht achten? Ich weiss nicht wie ich es erklären soll, ich mache Beispiele:

Sehr geehrte Frau Professorin Müller und sehr geehrter Herr Professor Neuberg Frau Doktorin Bauer und Herr Doktor Lieboldt

Ich freue mich auf Antworten und bedanke mich für die Bereicherung an Wissen!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von MrHilfestellung, 57

1. Ja, Feminismus bedeutet Gleichberechtigung der Geschlechter. Die Kinder hätte ich aber trotzdem zu erst gerettet. Also Kinder würde ich vorziehen. Frauen nicht.

2. Nein, das kann auch einfach nur Höflichkeit sein. Wenn aber ein Mann oder eine Frau zu viel in Rollenklischees denkt (Mann muss zahlen, Frau muss in der Ehe weniger arbeiten als der Mann) dann ist das Sexismus. Die Grenze kann hier aber sehr variabel und für jede*n individuell sein. 

Ich würde sagen, wenn sich beide Partner und Geschlechter ab und zu beim Türen aufhalten abwechseln, ist das am besten.

3. Nur, weil etwas zuerst genannt wird, ist es keine Bevorzugung. Irgendetwas muss man ja zuerst nennen. Ich hab eher ein Problem damit, dass die Anrede nicht alle existierenden Geschlechtsidenitäten, wie zum Beispiel intersexuelle und genderfluide Menschen mit einschließt.

4. Hier ist die Antwort, dass weder Frauen, noch Männer, noch irgendwer sonst geschlagen werden soll. Wenn eine Frau mich schlägt, kann ich natürlich mich verhältnismäßig wehren, wenns eine Frau ist, die in etwas so stark ist wie ich oder stärker, schlage ich zurück. Genauso wie bei Männern.

5. Erstens lehne ich und alle Feminist*innen, die ich kenne sowieso Wehrpflicht ab und bei Freiwilligkeit lässt sich schlecht eine 50/50 Quote herstellen. 

Zweitens müsste falls wir in einem wehrpflichtigen Staat leben würden, und da kommen wir zum Punkt, auch Frauen in den Wehrdienst. Israel machts vor, wenn auch nicht zu 100% gleichberechtigt.

6. Bei einer Vergewaltigung, sollte man Frauen, Männern und allen anderen helfen.

7. Bei allem 50/50 wäre unrealistisch. Der Feminismus, den ich vertrete setzt sich außerdem nicht nur für die Gleichstellung von Mann und Frau, sondern auch für Menschen, die sich nicht ins binäre Geschlechtssystem einordnen wollen.

8. Müssen ist vielleicht das falsche Wort, aber es wäre schön ja. Man kann natürlich in einigen Fällen auch Partizipformen wie Studierende verwenden. Ich bevorzuge aber das Gendersternchen *, da dies mit dem Stern auch andere Geschlechtsidentitäten symbolisieren soll.


Kommentar von linlin9090 ,

Was 7) anbelangt, was halten Sie als Feminist von der Meinung dieser schwedischen Feministinnen?

Zu 8) Sehr interessant. Ich habe gleich dazu recherchiert und habe folgenden Artikel gefunden:

http://feministisch-sprachhandeln.org/leitfaden/kapitel4/

Da gibst ein Beispielsatz, der lautet:

,,Dix Studierx hat in xs Vortrag darauf aufmerksam gemacht, dass es unglaublich ist, wie die Universität strukturiert ist, dass es nur so wenige Schwarze /PoC Professxs gibt."

Meine Frage ist eher, ob meine Dozenten das verstehen würden, wenn ich so schreibe. Würden Sie bei der Notenvergabe diesen Stil neutral bewerten? Und wie kann man dieses x oder * im Mündlichen vorsprechen?

Kommentar von MrHilfestellung ,

7. Find ich nicht gut.

8. Nein, würden sie wahrscheinlich nicht verstehen. Dann schreibst du halt in deiner Hausarbeit anders, aber das ist Ziel ist, dass man das versteht (wobei ich das mit den x unschön finde, gibt ja _ und *) und bestenfalls auch so schreibt.

Im Gesprochenen kenne ich das so, dass man zumindest bei politischen Reden o.Ä. zwischen "Professor" und "innen" eine Sprechpause macht.

Kommentar von DreiGegengifts ,

Kann mich da in allen Punkten MrHilfestellung anschließen.

Kommentar von kath3695 ,

Wirklich sehr gut und schön ausformuliert! Besser hätte man es kaum sagen können.

Kommentar von RudolfFischer ,

"Der Feminismus, den ich vertrete setzt sich außerdem nicht nur für die Gleichstellung von Mann und Frau, sondern auch für Menschen, die sich nicht ins binäre Geschlechtssystem einordnen wollen."

Die sollen natürlich nicht benachteiligt werden, soweit das praktisch möglich ist, aber andererseits ist die Gesellschaft auch nicht dafür da, wegen der persönlichen Einstellung des Einzelnen deshalb unzumutbaren Aufwand zu treiben.

Es gibt ja schließlich auch noch andere soziale Kriterien, die traditionell binär angewendet werden, die bei Einzelmenschen aber durchaus graduell ausgeprägt sein können: behindert/nicht behindert, Kind/Erwachsener,  weißhäutig/farbig, arm/reich, dumm/schlau usw.

Alle diese Parameter kann man nicht in der Alltagssprache abbilden, indem man irgendwelche Sternchen und Kreuzchen einführt.

Und auch in der sonstigen Praxis führt das zu unlösbaren Problemen, etwa bei Schlafsälen, bei Toiletten, bei Gastzimmern allgemein, usw. Man stelle sich, ein Herbergsvater fragt einen Gast: "Sind Sie behindert? Dann können Sie in ein Behindertenzimmer, sonst in einen normalen Schlafsaal." Und dann sagt der Gast: "Wissen Sie, ich bin gegen diese binäre Einteilung. Für das Behindertenzimmer fühle ich mich nicht behindert genug, für den Schlafsaal aber zu behindert. Da schauen Sie mal zu, wie Sie das Problem lösen, ohne mich zu diskriminieren." 

Kommentar von RudolfFischer ,

"Man kann natürlich in einigen Fällen auch Partizipformen wie Studierende verwenden."

Sprachlich führt das nicht zu einer Gleichbenennung von Mann und Frau, denn schon im Genitiv "des Studierenden"/"der Studierenden" gibt's wieder Ungleichheit.

Tatsächlich sind solche Partizipien Kurzformen, im vorliegenden Beispiel für "der studierende Mann" und "die studierende Frau", daher die scheinbare Genusvariation.

Im Übrigen bedeutet "der Studierende" keineswegs "Student", hier wird die Sprache auch auf der Bedeutungsebene verbogen: Als Wissenschaftler im Ruhestand bin ich noch täglich ein Studierender, aber natürlich kein Student: Das Partizip nennt die Tätigkeit, die gerade ausgeübt wird. "Student" ist dagegen eine Berufsbezeichnung.

Bei allen respektablen Bemühungen um die Gleichberechtigung (ich bin selbst Feminist) sollte man aber von (unsachlich begründeten) Sprachveränderungen die Finger lassen. Das Deutsche ist nicht dazu geeignet, sich geschlechtssymmetrisch auszudrücken. Ohnehin sind Taten für die Gleichberechtigung wirksamer als "Gendersprech". 

Kommentar von RudolfFischer ,

Eigenzitat: "Sprachlich führt das nicht zu einer Gleichbenennung von Mann und Frau, denn schon im Genitiv "des Studierenden"/"der Studierenden" gibt's wieder Ungleichheit."

Da muss ich mich selbst verbessern, denn im Genitiv sind die Formen des Partizips ja doch gleich. Ich hätte den Akkusativ nehmen sollen:

"den StudierendeN"/"die Studierende"

Die Kritik war also richtig, nur falschen Kasus erwischt.

Kommentar von linlin9090 ,

"Wissen Sie, ich bin gegen diese binäre Einteilung. Für das Behindertenzimmer fühle ich mich nicht behindert genug, für den Schlafsaal aber zu behindert. Da schauen Sie mal zu, wie Sie das Problem lösen, ohne mich zu diskriminieren." 

Sehr interessant! Wie könnte man sowas lösen, wenn es tatsächlich so einen Fall geben sollte? Wie würden Sie es persönlich lösen?

Antwort
von kath3695, 39

Feminismus ist für Gleichberechtigung, wobei die Wortherkunft für manche irreführend wirken kann. Man setzt sich dafür ein, dass sich sexistische Dinge im Alltag ändern. Es geht nicht darum, jeden Mann zu unterdrücken und ihm im besten Fall das gute Stück abzuschneiden. Es geht nur darum, Frauen und Männer gleich zu behandeln.

Beispiele:
Frauen verdienen durchschnittlich 7% weniger als Männer, selbst wenn man Faktoren wie Schwangerschaft vernachlässigt. Wenn man Schwangerschaft mit einfließen lässt, steigert sich diese Zahl sogar auf 22%. Das schlägt sich natürlich auch in der Rente nieder.
Frauen werden im Gegensatz zu Männern in jeder Werbung zu einem sexuellen Objekt der Begierde gemacht. Putzwerbung stellt nur Frauen dar, die putzen.
Erotikstores verdeutlichen das auch.
Männer gelten als "unmännlich" und "schwach", sobald sie sich wie Frauen benehmen. Ist Weiblichkeit denn schlecht oder wie ist das gemeint?
Sobald ich einen Schraubenschlüssel in die Hand nehme, gucken mich die Leute komisch an.
Wenn mal eine starke Person benötigt wird, fragen die meisten Menschen nach einem starken Mann. Warum fragen sie nicht einfach nach einer starken Person? Kann eine Frau nicht stark sein? (Ich will damit keine Diskussion anfangen, ob Männer nun biologisch gesehen stärker sind oder nicht. Frauen können trainiert sein und genauso stark sein. Der prozentuale Anteil von Frauen, die so stark wie Männer sind, verharmlost das Beispiel und ist nicht gefragt.)

Feminismus kämpft dafür, dass zum Beispiel der Ehemann seiner Frau den Arbeitsvertrag ohne ihre Zustimmung kündigen kann und sie somit zur Hausfrau macht. Das war lange Zeit der Fall und ist auch noch nicht sehr lange Zeit verboten.

Als meine Eltern etwa 2002 nach Baden-Württemberg gezogen sind, fragte der Bankangestellte meinen Vater, ob meine Mutter auch eine Karte haben dürfe. Scheint meine Mutter zu blöd, selbst zu antworten? Soll mein Vater über sie bestimmen? Scheint meine Mutter unfähig, eine eigene EC-Karte zu bekommen, nur weil sie eine Frau ist? Mein Vater hat zum Glück meiner Meinung nach vollkommen richtig reagiert und dem Herrn mitgeteilt, dass er sie ja selbst fragen könne.

Auch wenn das natürlich schon etwas länger her ist und sich in dieser Zeit vielleicht auch an den meisten Orten geändert hat, ist das Denken weder aus den Köpfen noch (zumindest teilweise) aus dem Handeln der Menschen verschwunden.

Leider radikalisieren viele den Feminismus und ziehen ihn ins Lächerliche. Dank der Medien hat das Wort Feminismus einen negativen Beigeschmack. Wenn man aber die Idee dahinter einmal versteht, fragt man sich auch, warum das so ist.

Weitere Anregungen gibt es auch in diesem Video:

Antwort
von RecklessBambii, 4

    1.Wenn ein Schiff sinkt, juckt das glaube ich echt niemanden :D Meiner Meinung nach sollten theoretisch von jedem Geschlecht gleich viele gerettet werden und nicht erst das eine Geschlecht und dann das andere. In so einer Situation ist das aber nicht wirklich möglich, denke ich? 

    2. Ladies first, tja. Das ist eine schwere Sache, denn oft möchte die "Lady" gar nicht zuerst etwas machen (zumindest war das bei mir immer so). Ein nett gemeinte Geste ist dann also gar nicht so nett. Was aber die Sache mit "Gentleman" angeht, sehe ich das so, dass jeder Türen aufhalten sollte und so weiter. Das ist ja reine Freundlichkeit! Ladies First würde ich aber nicht als frauenfeindlich oder so werten, ist ja eher eine nett gemeinte Geste bzw fast schon ein Sprichwort?

    3. Wenn man mehrere Personen anredet, muss man eine eben zuerst nennen. Da ist es mir egal, ob Mann oder Frau. Ob man also die Frau zuerst anspricht, ist total egal. 

    4. Wenn man geschlagen wird, darf man sich auch wehren. Dabei sollte man meiner Meinung nach aber immer nur soweit gehen, dass der andere einem nichts mehr tun kann. Im schlimmsten Fall ist er bewusstlos oder bei Notwehr (wenn es extrem eskaliert^^) eben tot. Das sehe ich aber bei Männern und Frauen genauso. Wenn sie/er am Boden liegt und nichts mehr machen kann, ist definitiv Schluss.

    5. Wenn es Pflicht ist, dann ja. Wenn nein, dann eben nicht. Dabei sollte man aber auch darauf achten, dass man qualifiziert ist. Es nützt doch niemandem etwas, wenn man unqualifizierte Soldaten an die Front schickt, nur damit die dann sterben! 

    6. Die können sich ja gerne Aufnäher auf die Kleidung machen lassen, dass sie keine Hilfe erwünschen, aber wenn ein Verbrechen begangen wird (egal welches) sollte man definitiv einschreiten. Solche Forderungen sind total daneben und haben mich Feminismus nichts zu tun.

    7. Ich bin mir nicht sicher, wie ich das verstehen soll, aber ich finde, dass jeder gleichberechtigt sein soll. Dazu fällt mir ein Bild ein, das ich erst vor kurzem gesehen habe. Mehrere Personen befinden sich hinter einem Zaun und alle können auf gleicher Höhe über ihn hinüber sehen. Person 1 braucht dazu keine Leiter, weil sie groß genug ist. Die anderen Personen brauchen je nach Größe eine höhere Leiter, um auf das gleiche Level zu kommen. Um die Gleichberechtigung zu erlangen, gilt also nicht 50:50. 50:50 sollte aber eigentlich das Ziel sein (außer wenn es um Qualifikationen geht).

    8. Das möchte jeder anders. Ich passe das Geschlecht je nach Situation an oder eben nicht. Das nimmt einem aber eigentlich niemand übel. 

Antwort
von atzef, 42

Das ist aber eine sehr antiquierte, sehr vom Patriarchalismus geprägte Herangehensweise an das Thema, völlig unhistorisch und hochgradig nebensächlich.

Solche Höflichkeitskonventionen sind doch nur die spätfeudale und herrenmenschliche Zuckergalsur auf soziale Verhältnisse, in denen die Ehefrau laut Gesetz dem Eheman Gehorsam als eheliche Hauptpflicht schuldete und diesem bei Zuwiderhandlung das körperliche Züchtigungsrecht zustand...:-/

Antwort
von voayager, 39

Ich versuch`s mal zu beantworten, ob es mir gelingt ist ne andere Frage:

1. Kinder würde ich bei einer Rettung allemal bevorzugen, wüßte nicht warum da einen Sonderbonus bekommen sollten

2. "ladies first" ist archaisch und antiquiert, also weg damit

3. statt sehr geehrte Damen und Herrn - welch ein feudales und bürgerliches Ge wichse vielmehr Hallo allerseits oder nur Halllo

4. wenn eine Frau mich schlägt, bekommt sie einen Gong, also einen auf den Ballon von mir- ist in meinem Leben schon 2X vorgekommen einmal als Jgdl., einmal als Erwachsener

5. ist mir völlig egal, das sollen die Geschlechter untereinander ausbaldowern

6. bei Vergewaltigung auf jeden Fall eingreifen, das ist ja nun wirklich das Allerletzte auch noch womöglich gaffend danebenzustehen

7. nein, der Feminismus in seiner radikalern Form will keine Gleichberechtigung sondern die volle Macht, daher ist er im Bedarfsfall in die Schranken zu weisen

8. das Geschlecht ist bei der Anrede auf jeden Fall zu beachten, das wäre ja noch schöner als schön das wegfallen zu lassen oder gar alles zu feminisieren, so geschehen an der Uni in Leipzig ("Herr Professorin") Auch übsspitzte Gendereien sind zurückzuweisen etwa "Herr BusfahrerIn hinten im Bus sitzt noch eine Fahrgästin" usw.

Kommentar von linlin9090 ,

1) Ist der Feminismus nur auf Frauen beschränkt? Was ist mit den Mädchen? Würde man den Feminismus auf Mädchen anwenden, müsste man auch unter Kindern Feminismus beachten?

3) Auch bei formalen Geschäftsbriefen oder Dokumenten weglassen und stattdessen ,,Hallo allerseits"!?

Kommentar von voayager ,

zu 1) ich würde den Feminismus nur auf Erwachsene anwenden

zu 3) ja auch in Geschäftsbriefen, lieber ein Hallo , als ein verlogenes "sehr geehrt/e...." seltenst existiert solch eine ehrung auch tatsächlich, mithin bloßes Gesülze

Antwort
von spiegelzelt, 42

Feminismus ist nicht für die Gleichberechtigung wenn du mich fragst. Er wurde dazu erfunden um Frauen in allen Punkten zu bevorteilen. Ein Beispiel: "Frauen wurden Jahrhundertelang von Männern unterdrückt warum sollten wir den Spieß nicht mal umkehren?" Sagte einst eine berühmte Feministin. Heutzutage wird versucht den Feminismus zu entradikalisieren aber ich finde immer noch dass die Frauen manchmal zu sehr zu ihrem Vorteil diskutieren. Wenn du mich fragst sollte es die absolute Gleichberechtugung geben. Gleicher Gehalt, aber dann auch Wehrpflicht für alle. Im Falle einer Rettung sollten natürlich die schwächsten zuerst evakuiert werden. Allerdings ist in so einer Situation oft nicht zu klären wer das nun eigentlich ist. Zur Sprache kann ich bloß sagen dass es totaler Schwachsinn ist sie zu feminisieren. Denn denn die Bezeichnungen für Berufe sollen nicht den Menschen beschreiben sondern den Beruf und diese Bezeichnung ist nun mal männlich. Wenn ich den feminisiere muss ich auch alle anderen Begriffe so grammatisch veröndern. Der Bleistift!!! Die Bleistiftin!!! Klingt seltsam ist aber der logische grammatikalische Schluss daraus

Kommentar von linlin9090 ,

Aber im Falle von ,,Bleistift" wird das Geschlecht doch bereits durch den bestimmten Artikel definiert, oder? Also ist es in Ordnung, wenn ich meine Professorin als Professor oder meine Ärztin als Arzt anspreche?

Kommentar von MrHilfestellung ,

Der Unterschied ist, dass ein Bleistift als lebloses Objekt kein Geschlecht haben kann. Zweitens sie die Wörter "Ärztin, Schülerin, usw." ja in unserer Sprache vorhanden. Also warum nicht benutzen?

Kommentar von DreiGegengifts ,

Er wurde dazu erfunden um Frauen in allen Punkten zu bevorteilen.

Grob falsch.

Der Feminismus entstand aus dem Protest gegen die Unterdrückung. Bitte erst recherchieren, bevor man irgendwelche Märchen erzählt.

.

"Frauen wurden Jahrhundertelang von Männern unterdrückt warum sollten wir den Spieß nicht mal umkehren?" Sagte einst eine berühmte Feministin.

Gib bitte Name der Person und Quelle dieses Zitats an.

Kommentar von spiegelzelt ,

MrHilfestellung wir können auch der Vogel nehmen. dieses Objekt lebt sehr wohl und keiner sagt Vögelin. Natürlich kannst du die vorhandenen Begriffe nutzen aber ich persönlich möchte nicht ständig Korrigiert werden wenn ich sage ich gehe zum Arzt... das heißt aber A*Ärzt*innen*dies*das... sowas gibt es in der Sprache nicht deshalb finde ich es Schwachsinn

Kommentar von linlin9090 ,

Der Vogel ist doch nur laut Gesetz ein Objekt, oder? Für mich ist es ein Lebewesen. Wäre es sprachlich ebenfalls falsch Vögelin zu sagen?

Kommentar von spiegelzelt ,

DreiGegengifts hier haben wir wohl eine Waschechte Feministin oder einen Gendermainstreamtypen, der die Wahrheit nicht vertragen kann. Eines solltest du dir merken: Gründer einer neuen Strömung sind immer radikal. Schließlich müssen sie Anhänger anlocken. was das Zitat angeht muss ich im Internwet suchen wo ich es gelesen hatte. Bis dahin eine schöne Zeit

Kommentar von spiegelzelt ,

linlin9090 vielleicht ist es nicht Falsch aber es ist nicht gerade Üblich. ich hab sowas jedenfalls noch nicht gehört

Kommentar von spiegelzelt ,

des weiteren regt mich auf dass es jetzt ständig Dokus über das Wunder des weiblichen Körpers gibt. "Er ist ja so viel toller als der männliche"... woher will das eine Geschlecht wissen dass das andere schlechter ist...so ein Quatsch

Kommentar von atzef ,

Frauen waren über Jahrtausende hinweg von Männern unterdrückte Menschen 2. Klasse mit entsprechender auch juristisch fixierter Subordiation unter männlichen Herrschaftsanspruch.

Sprache als Kommunikationsmittel erfüllt seine Funktion zum Informationsaustausch natürlich nur, wenn er auch die sich verändernden gesellschaftlichen und sozialen Verhältnisse abbildet.

Insofern liegt es in der sprachlichen Entwicklungslogik, nach Möglichkeiten und Wegen zu suchen, die veränderte, gleichberechtigte Rechtsstellung von Frauen in modernen Gesellschaften auch sprachlich angemessen zu behandeln - und gleichermaßen liegt es in der Beharrungslogik rückwärtsgewandter Realitätsverweigerer, diesen sprachlichen Veränderungsprozess "zu monieren".

Tatsächlich war die Feminisierung von Berufsbezeichnungen in den 70er Jahren ein großes Thema - heutzutage ist sie eine weithin akzeptierte Selbstverständlichkeit.

Die sprachliche Reflexion einer zunehmenden faktischen Gleichberechtigung der Geschlechter mag mitunter auch sperrige Stilblüten treiben, wird sich aber auf lange Sicht erfolgreich in praktikablen Formen durchsetzen.

Kommentar von DreiGegengifts ,

DreiGegengifts hier haben wir wohl eine Waschechte Feministin oder einen Gendermainstreamtypen, der die Wahrheit nicht vertragen kann

Keine Sorge. Ich bin es gewohnt, dass man nach der Forderung von Quellen pampig und ausfallend wird.

Gründer einer neuen Strömung sind immer radikal.

Nope. Und deine Begründung ist auch reichlich albern.

was das Zitat angeht muss ich im Internwet suchen

Ja brauchst du nicht zu erwähnen, dass du das aus dem Internet aufgegabelt hast. Mich interessiert nur Name der Person, Quelle des Zitats und der Kontext. Nach einer Stunde googeln dürfte ja bald schon ein Ergebnis zu erwarten sein?

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