Frage von alraC,

Feiertagsbezahlung bei Minijob

Hallo, ich habe einen Minijob auf 400 €-Basis und arbeite auf Abruf. Meistens aller 2 Wochen an 3 Tagen (Di, Mi, Do jeweils 8,25 Std.), sowie einen Tag irgendwann im Monat. Aber ich habe auch schon mal Freitags, Samstags oder Sonntags gearbeitet.

Nun war eine Kollegin in Urlaub. Ich habe für sie die Vertretung gemacht und da in Vollzeit gearbeitet. (Wo 46 09.11.09 - 13.11.09 und Wo 47 16.11.09 - 20.11.09), dann also jeweils 40 Stunden in der Woche. Der 18.11.09 ein Mittwoch war jedoch ein Feiertag (Buß- und Bettag). Ich bin der Meinung, dass ich den Feiertag bezahlt bekommen müsste, denn wenn es kein Feiertag gewesen wäre, hätte ich da ja auch gearbeitet.

Mein Chef meinte, dass ich als Minijobberin diesen Feiertag nicht bezahlt bekomme, weil ich da ja auch nicht gearbeitet habe.

Im Internet (minijob-zentrale.de und minijob-anzeigen.de) sind mir die Angaben zu ungenau. Ich möchte es gerne meinem Chef vorlegen, damit er es sich alles nochmal durchlesen kann und ich somit Streit vermeide. Denn ich würde mir sonst in Zukunft den Kalender genauer ansehen und eine Vertretung ablehnen.

Vielen Dank für Eure Antworten. Vielleicht kann mir auch ein Rechtsanwalt für Arbeitsrecht einen Rat geben.

Antwort von fleppenweg,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Dein Chef hatt Recht!

Antwort von BigKingXXL,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Kann sein das ich mich irre, aber bekommt man bei einem GV Job nicht nur die tatsächlich geleisteten Stunden bezahlt?

Kommentar von alraC,

Diese Antwort habe ich mir aus dem Internet rausgesucht (bei Minijobzentrale), ist mir aber zu ungenau bzw. zu unverständlich.

Feiertage Wenn wegen eines gesetzlichen Feiertags Arbeit ausfällt, bleibt der Gehaltsanspruch bestehen. Bei geringfügig Beschäftigten gibt es dabei zwei Problemfälle:

Sind feste Arbeitstage vereinbart, zählen nur die Feiertage an diesen Wochentagen. Wer z.B. laut Vertrag "Montag und Dienstag von 8.00 bis 12.00 Uhr" arbeitet, hat am Ostermontag bezahlt frei. Der Karfreitag nützt ihm nichts - er bekommt dafür auch keinen Ausgleich. Arbeitet er am Ostermontag trotz Feiertag, ist das zusätzlich zu bezahlen oder in Freizeit auszugleichen. Sofern vereinbart (z.B. im Tarifvertrag) oder betriebsüblich, muß auch ein Feiertagszuschlag gezahlt werden. Schwierig ist es, wenn keine festen Arbeitstage vereinbart sind, sondern z.B. nur "8 Stunden wöchentlich". Dann könnte der Arbeitgeber z.B. in der Osterwoche diese 8 Stunden eben so legen, daß sie nur auf Werktage fallen. Wenn er auf diesem Weg grundsätzlich jeden Wochenfeiertag umgeht, wäre es rechtsmißbräuchlich, aber schwer nachzuweisen. Eine gerechte Lösung wäre es, bei einem Feiertag und einer Fünf-Tage-Woche für Teilzeitbeschäftigte ein Fünftel der Soll-Arbeitszeit als erfüllt zu betrachten: statt z.B. 8 Stunden müßte man dann in dieser Woche nur 6,4 Std. arbeiten bei vollem Entgelt. Gesetzlich vorgeschrieben ist diese Rechenweise aber nicht.

Antwort von schokoliblume,

Hallo, habe das selbe Problem wie du. Möchte dir aber einen Hinweis geben....du Arbeitest auf Abgebe doch bei google mal ein,, Arbeit auf Abruf "...du wirst staunen....und natürlich hast du Recht auf Feiertagsbezahlung !!! Ich verklage meinen Arbeitgeber gerade dazu. Wünsche dir viel Erfolg !!

Antwort von moon73,

Du wirst nur für die Tage bezahlt, an denen du auch im Einsatz warst. Da du ja nach gearbeiteten Stunden dein Geld bekommst und kein Festgehalt pauschal für den Monat. Du wirst ja auch flexibel eingesetzt.

Antwort von honoria,

Ich kenne es nur so, dass bei einem Minijob nur dann gezahlt wird, wenn man auch gearbeitet hat. Feiertag ist einfach Pech.

Kommentar von fleppenweg,

wieso Pech,da haste doch frei

Kommentar von honoria,

ja aber auch kein Geld

Kommentar von alraC,

Ich habe eine weitere Antwort dazu im Internet gefunden. Ich glaube, Ihr habt alle nicht recht. Meine Frage wird damit wohl beantwortet sein.

http://www.bwr-media.de/themen/lohn-gehalt/minijobs/

Haben meine Minijobber Anspruch auf Feiertagsvergütung?

Der Mitarbeiter ist der Ansicht, ich müsse ihm diese Feiertage wie allen anderen Mitarbeitern auch bezahlen. Dies ergebe sich schon aus dem Diskriminierungsverbot. Jetzt bin ich verunsichert. Hat er Recht?

Minijobs: Minijobber hat Anspruch auf Feiertagsvergütung

Antwort: Grundsätzlich haben auch geringfügig entlohnte Teilzeitkräfte Anspruch auf die ihrer Arbeitszeit entsprechende anteilige Feiertagsvergütung nach § 2 Entgeltfortzahlungsgesetz. Arbeitnehmer erhalten aber nur die Vergütung, die sie bekommen hätten, wenn dieser Tag für sie ein Arbeitstag gewesen wäre. Das bedeutet konkret für Ihren Minijobber: Fällt ein Feiertag auf Montag, Dienstag oder Mittwoch, bekommt er das, was er für 4 Stunden Arbeitszeit erhalten hätte. Ist der Feiertag später in der Woche, gibt es keine Feiertagsvergütung.

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