sturmei am 03.12.2007 um 16:22 Uhr
Feiern die menschen, die nicht an Gott und Jesus glauben auch Weihnachten? wäre ja eigentlich nicht berechtigt

Es ist nicht berechtigt, dass sich die Christen unseren Feiertag ausgesucht und die alten Religionen hübsch überwalzt haben, um ihre Story besser vermarkten zu können. Und sogar danach zu sagen, dass wir kein Anrecht mehr zu feiern hätten, nur weil wir die Jesus-Story nicht abgekauft haben, ist erst recht eine Frechheit.

Seit wann gibt es soetwas wie eine Feierberechtigung für Weihnachten? Das klingt mir doch arg nach einer anmaßenden Christenaussage. Weihnachten ist in der heutigen Zeit vielmehr ein Fest von Kommerz und Familie, als ein Fest bei dem die Religion im Vordergrund steht. Sicher gehen viele Menschen Weihnachten in die Kirche. Tun sie das aus religiöser Überzeugung? Ich denke nicht. Es ist eben ein netter Brauch. Wenn man jemanden schon die Berechtigung entziehen möchte, dann den Leuten, die zwar brav in die Kirche latschen, sich als religiös bezeichnen, aber keinen blassen Schimmer von ihrer Religion haben. Das sind nämlich schlicht Heuchler. Als Atheist mache ich zumindest keinen Hehl draus, sondern vertrete meine Position bewußt. Zudem erachte ich Weihnachten als hochgradig überflüssig, genau wie auch Ostern.
nein, die feiern kein Weihnachten, genausowenig wie die, die behaupten, daß es einen Gott gibt.
Was alle feiern ist, daß die dunkelsten Tage des Jahres vorbei sind und die Sonne sich wieder zeigt.
Die Christen haben dieses Fest nur anders benannt und glauben, es gehöre jetzt ihnen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Wintersonnwende
pj
Wolfgang Joost am 3. Dezember 2007 16:28 Sommersonnenwende und Wintersonnenwende wurden früher immer gefeiert!
Kabark am 3. Dezember 2007 16:30 Das waren noch Zeiten, was?
das sind ja auch relevante Tage, anders als die Geburt eines unehelichen Sohnes in Palästina, dessen Geburtstag von einem Vatikanischen Konzil auf das Datum der Wintersonnwende festgelegt wurde. 813 war das glaubich. Weihnachten. Unfug!
Wolfgang Joost am 3. Dezember 2007 16:35 Da gab es noch nicht so viel Probleme wie jetzt!!!
Kabark am 3. Dezember 2007 16:38 Wann? 813? ^^
dreckfuhler! 318 war das
na, in den dunklen Jahren der Kirchenherrschaft hätt ich nicht leben wollen.. und vermutlich auch nicht lange gelebt. Wer weiß, vielleicht wär's mir gegangen wie Giordano Bruno (was aber, wie mir bewusst ist, viel später war)
El loco Kaffeesatz (des wahnsinns fette beute) am 3. Dezember 2007 16:51 Dafür verteil ich noch ein DH.
DH, pj!

Ich denke schon das ungläubige Menschen Weihnachten feiern. Wer darf darüber urteilen, ob es berechtigt ist? Jedem das seine.

Es sollte jedem Menschen selbst überlassen bleiben, wie er Weihnachten feiert oder auch nicht, ob religiös oder nicht. Wo bleibt hier die Toleranz?
klar feiern die auch - und huldigen ihrem "gott" - dem "schnöden mammon"
Selbstverständlich tun die (wir) das, nur ohne Kirche und fromme Andacht. Stell dir vor, die ganzen Nicht-Christen würden Weihnachten komplett ignorieren, dann würde der ganze weihnachtliche Konsum zusammen brechen.
Es ist keinem verboten vom 24. - 26.12. irgendwas zu feiern, sei es Wintersonnenwende, Julfest, Kaufrausch, Schenk-mir-was oder einfach nur fette Party mit Saufen und Fressen. Oder eben die Geburt unseres Herrn und Erlösers, für die, die an IHN glauben.

weihnachten ein fest der gläubigen? in meinen augen ist es nur noch kommerz.
Wolfgang Joost am 3. Dezember 2007 16:36 Man darf sich nicht vom Kaufrausch anstecken lassen. Deswegen kaufe ich meine Weihnachtsgeschenke schon im Frühjahr!
vollimleben am 3. Dezember 2007 16:58 ach so und weihnachten verschenken!irgendwie doch paradox oder?
ist es heute, wo viele Sachen auf Kredit gekauft werden nicht eher das Fest der Gläubiger?

Guck mal nach Japan - dort gibt es zwei ganz andere Grundreligionen - Und es wird trotzdem Weihnachten gefeiert, weil besonders die jungen Leute das lustig finden und einfach nur schön.
Und - wie schon von anderen geschrieben, warum soll ein Fest der Wintersonnenwende, dem nur die Kirchenobersten zum Erleichtern der Missionierung das "Jesus-Geburts-Syndrom" aufgepfropft wurde, nicht von Menschen aller Glaubensrichtungen gefeiert werden - sie sind alle Teile der Natur. Ausserdem heisst feiern ja nicht ausschlieslich, dass man an den "Auslöser" der Feier "glaubt" - sondern man feiert weil es Brauch, Spass und Freude bedeutet.

Moslemische Familien "feiern" mit Freude Weihnachten. Ihre Kinder bringen die Bräuche aus der Schule mit nach Hause. Die Wohnungen strotzen nur so von bunt geschmückten Tannenbäumen, Lichtern überall, Plätzchen und natürlich Geschenken im Übermaß. Für die Kinder ein gefundenes Fressen.
"man muss die Feste feiern, wie sie fallen" (Sprichwort)
Nun ist Jesus und Gott und dessen Definitionen etwas Anderes. Historisch gesehen könnte Jesus durchaus gelebt haben, wogegen Gott so eine Sache ist. Nicht als Ding gemeint. Und Menschen dir nicht an die Doktrin der Kirche glauben, haben trotzdem Werte und die Meisten von Ihnen werden auch Weihnachten feiern, wenn vielleicht mit etwas Anderen Gefühlen. Aber der Punkt der Liebe und der Brüderlichkeit wird mit Sicherheit von Allen gerne aufgenommen. Was mich dabei immer etwas verwundert, das nach den Festtagen Schluss ist mit der Liebe.
DH!
noch eins!
War ja klar. Wandsatz und Kaffeepilz, das Duo Infernale des Atheismus. ;-)
Auch von mir einen hinterher!