Frage von PeterGr 24.01.2012

Fehlerstromschutzschalter G und AC

  • Antwort von Sorbas48 24.01.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Für übliche Haushalts-Unterverteiler kommt typisch der Typ A Fehlerstromschutzschalter (RCD) in Betracht.

    Wikipedia ist zwar bezüglich RCD sehr umfangreich ausgearbeitet, aber die Aussage: Es gibt in der Summe drei wesentliche Typen von Fehlerstromschutzschaltern ist nicht ganz richtig.

    Es gibt zusätzlich zu den Typen AC, A und B Typen auch noch die kurzzeitverzögerten Geräte Typ G bzw. AP-R und den selketiven Typ S.

    Kurzeitverzögerte Geräte setzt man in Anlagen ein, wo Fehlauslösungen besonders nachhaltige Folgen haben können (z.B. EDV Systeme). Selektive Geräte kommen in komplexeren Verteileranlagen zur Anwendung.

  • Antwort von AmpMan 24.01.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    hier aus Wikipedia:

    Typen nach Art des Fehlerstroms

    Unterschiedliche Fehlerströme und Typen von FI-Schaltern zur Erkennung

    Es gibt in der Summe drei wesentliche Typen von Fehlerstromschutzschaltern, welche je nach Art des Fehlerstroms den sie erfassen können, wie laut nebenstehender Abbildung unterschieden werden: Typ AC erfassen nur rein sinusförmige Fehlerströme. Bei Fehlerströmen, welchen ein Gleichstrom zufolge einer Gleichrichtung überlagert ist, kommt es aufgrund der magnetischen Sättigung im Kern des Stromwandlers zu keiner Auslösung. Diese Typen werden daher kaum eingesetzt und sind nach VDE 0100-530 in Deutschland nicht als FI-Schalter zugelassen. Typ A umfassen die handelsüblichen, pulsstromsensitiven Fehlerstromschutzeinrichtungen. Dieser Typ erfasst sowohl rein sinusförmige Wechselströme als auch pulsierende Gleichfehlerströme. Die zusätzliche Empfindlichkeit wird durch spezielle Magnetwerkstoffe für die eingesetzten Ringbandkerne und Resonanzschaltungen zur Beeinflussung des Frequenzgangs erreicht. Pulsstromsensitive Fehlerstromschutzeinrichtungen arbeiten netzspannungsunabhängig. Typ B sind allstromsensitive Fehlerstromschutzschalter, welche neben Wechselfehlströmen auch glatte Gleichfehlströme erfassen können. Diese FI-Schalter enthalten einen zweiten Summenstromwandler und eine Elektronikeinheit. Die Überwachung auf Gleichfehlerströme erfordert eine Stromversorgung und ist somit netzspannungsabhängig. Der wechsel- bzw. pulsstromsensitive Schalterteil ist davon unabhängig und arbeitet wie bei Typ A netzspannungsunabhängig.

    Der Einsatz von Typ B ist insbesondere bei Wechselrichtern und Frequenzumrichtern, welche im Bereich des Zwischenkreises mit Gleichrichtern arbeiten, wesentlich. Herkömmliche RCD vom Typ A würden bei einem Erdschluss hinter der Gleichrichterbrücke durch den dann vorhandenen Gleichfehlerstrom vormagnetisiert und funktionsunfähig.

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