Fehler und Überarbeitung der Kollegen sind vorprogrammiert?

... komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Du gehst leider nicht darauf ein, um was für ein Unternehmen es sich handelt. Ist es im Vertrieb, im Handel, im Handwerk, Industrie?

Jedenfalls kann man das ganze als sehr negativ sehen vom Chef.
Er weiss es, will aber nichts tun. Aber: Sehe es mal aus Unternehmersicht: Stelle dir vor, was die Grunde sein könnten, wieso man so handeln könnte. Heutzutage verlangen die Menschen Qualität und niedrige Preise. Und wehe es kostet nur 10 Cent mehr als beim Konkurrenz. Da muss der Chef alles ganz genau kalkulieren. Man kann seine Mitarbeiter ansonsten nicht mehr bezahlen, oder die ganzen Einrichtungen, oder die Miete usw. Was folgt dann? Genau, die Betriebsbedingte Kündigung. Wenn die Arbeitnehmer Probleme machen, werden die eben "ausgetauscht" (wenn sie kündigen). Irgendwer wird sich immer finden, für den Gehalt, für diese Arbeit - IMMER.

Wie würdest du nun weiter vorgehen? Wärst du eher der gute Freund und Kollege, oder würdest du nicht in gewissen Situation doch eher die autoritäte Führungsstil bevorzugen? Möglicherweise wäre er in einer Notlage, und will es nur nicht zugeben. Falls er überhaupt der Chef ist. Denn wenn du in eine Kette oder Betrieb arbeitest, in der du eine bestimmte Firmenzentrale unterstellst bist, muss dein Chef genau das tun, was die Zentrale verlangt. Dein Chef steht zwar da als ziemlicher Scheusal dar, aber er tut das auch nur, um nicht seinen Job zu verlieren, da er "seine Chefs" auch zufrieden stellen muss.

Diese "Fehler" und was da passieren könnte und wird mit deine anderen Kollegen, werden früher oder später ausgetauscht, die die Arbeit genauso gut oder sogar besser machen könnten. So, wie denkst du nun, wenn du aus Unternehmerische Sicht das ganze betrachtest? Schwarze Schafe ausgenommen. :)

Und aus Arbeitnehmersicht hast du eben zwei Alternativen zur Auswahl: Du bleibst, oder gehst. Auf dem ersten Blick sieht es zwar nach "Selbstzerstörung" aus. Hat aber immer ganz bestimmte Gründe. Das wirst du in vielen anderen Unternehmen auch haben. Aber du fragtest ja, was die Grunde sein könnten.

Gruß

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Vollhorst123
24.04.2016, 16:06

Danke für deine ausführliche Antwort :)

Wir sind eine Art Dienstleistungsunternehmen und nein, wir haben mit unserem " Produkt " keine Konkurrenz. Das Unternehmen bietet dem " Kunden " die "Produkte ", Räumlichkeiten, geräte und eben die Angestellten an. 

Wir bieten sehr gute Qualität, aber dem Kunden reicht es nicht und daher sagt uns unserer chef, wir müssen noch mehr schaffen, um dem Kunden sozusagen 120% Qualität zu bieten. Das ist auf dauer und bei dem Personalmangel  nicht machbar und dass merke ich an meinen Kollegen, die schon länger da sind. Die Steigerungen-abstände verkürzen sich immer mehr und somit der psychische Druck. 

Fachkräfte verlassen das Unternehmen nach und nach, dafür kommen "arbeitswillige " Hilfsarbeiter, die ne Chance sehen sich zu beweisen. Dieser ehrgeiz wird voll vom Unternehmen ausgenutzt und wenn die Menschen ausgelaugt sind, kommen die Fehler und der Austausch ( wie du schon schreibst ). 

Das schlägt sich natürlich auf das Mitarbeiter- chefklima / Kollegenklima aus. 

Nee, in dieser zerstörerischen Spirale möchte ich nicht gefangen werden. Andere sind von dem Job abhängig...ich nicht !

Klar hat der chef noch einen anderen chef über sich, aber alle tun nur das, dass der Kunde seinen Willen erhält. Wenn er steigerungen haben will, wird es umgesetzt, ohne zu gucken, ob es auf dauer mit den Kollegen und Räumlichkeiten funktioniert. ZB sind unsere Räumlichkeiten in den letzten Monaten knapper geworden, da wir mehr Produkte und Platz für Rotaton brauchen. 

Vernünftiges Arbeiten ist kaum möglich und das wird nicht beachtet, ...sieht man an den Diskussionen, dass wir unsere Arbeitsmaterialen im Raum verteilt lagern /zwischen- ablegen ( auf einem Stuhl, im Regal oder auf andere Gegenständen ) , da wird keine wirklichen abstellflächen haben. Aus unseren Notlösungen werden uns " Stricke " gezogen.

0