Frage von ButterflyDreamq, 216

Fast vergewaltigt worden, Auswirkung?

Hallo, ich habe mich hier registriert, weil ich einem Rat brauche.

Also, ich bin 19 und habe Depressionen und Borderline seit ich 14 bin. Letztes Jahr wollte ich mir das Leben nehmen. Ich wollte mich vorm Zug werfen.. Vielleicht wollte ich das nicht wirklich, aber ich sah einfach keinen Ausweg mehr. Man könnte es auch als Hilfeschrei von mir bezeichnen.

Naja, ich ging betrunken zum Bahnhof, da stand ein junger Herr, der Hilfe brauchte sich ein Ticket zu kaufen, da er kein Deutsch konnte. Ich habe ihn geholfen und er hat dann gesagt was ich für ne hübsche bin und was ich so spät noch hier will. Ich war ziemlich abweisend und bin weg gegangen und er folgte mir. Ich saß mich auf die Treppe und dachte nochmal nach, ob ich es wirklich tun sollte. Er saß sich zu mich und legte seine Hand auf mein Bein.

Ich war ziemlich betrunken, deshalb war ich manchmal ziemlich "wackelig".. also ich konnte mich nicht mehr richtig bewegen, deswegen lehnte ich mich an die Wand und war kurz davor einzuschlafen, da hat er versucht mich auszuziehen und befummelte mich. Ich hab versucht ihn wegzustoßen, aber nicht geschafft und irgendwann lag er auf mich. Ich hatte noch alles an. Irgendwann hielt ein Zug wo Leute aussteigen und er stand auf und ging einfach weg. Die Ecke war ziemlich dunkel und unübersichtlich, deswegen hat mich keiner gesehen. Naja. Ich bin dann nach hause gegangen und am nächsten Tag wurde ich mit einer Alkoholvergiftung (knapp 3 Promille) ins Krankenhaus eingeliefert und musste in die Klinik.

Bisher hab ich diese Geschichte keinen erzählt weil ich dachte "ach ist ja nichts passiert, was soll daran schon schlimm sein?" Mein Therapeut weiß das auch nicht.

Aber letztens hab ich mich daran erinnert und dachte ich breche zusammen, ich musste hyperventilieren, heulen und ich war nicht mehr wirklich ansprechbar glaub ich. Ich war zum Glück alleine, also hat das keiner mitgekriegt.

Dann hab ich letztens überlegt ob das wirklich daran liegen kann.. Aber eigentlich kann ich sagen dass das nicht so schlimm war, es war zwar nicht schön und echt eklig, aber umbringen würde ich mich deswegen jetzt nicht. Aber kann das unterbewusst für mich "schlimm sein"? Weil bisher hatte ich das nie.

Die Geschichte ist mir ziemlich unangenehm und peinlich, bitte keine blöden Kommentare.

Ich musste nur was von der Seele reden Schönen Tag euch noch und danke!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von HalloMerida0815, 35

Ich war damals 16 Jahre alt als mich ein Busfahrer fragte, ob ich mit ihm am See spazieren gehen möchte. Ich freute mich und sagte zu, wir fuhren den Bus in den Abstellplatz gingen zu seinem Auto und fuhren zum See.

Danach begann alles, er packte eine Decke aus und ich dachte noch oh toll ein Picknick! Danach legte er mich auf die Decke und zog mich aus, ich war wie erstarrt und konnte weder mich bewegen noch schreien. Selbst als ein Auto an die Stelle kam, konnte ich nicht um Hilfe rufen, die fuhren auch gleich wieder weg als sie sahen, das dort 2 Nackte waren!

Er drang in mich ein und flüsterte mir ins Ohr ob ich die Pille nehmen würde, ich konnte nichts sagen und schüttelte nur den Kopf, danach meinte er dann das er IHN rechtzeitig wieder raus ziehen würde. Er hat auf meinen Bauch gewixxt. Ich war noch Jungfrau und fing stark an zu bluten!

Er setzte mich danach in der Stadt ab und verschwand, ich sah ihn noch als ich zum Kommunionunterricht für meinen Bruder ging, seine Tochter hatte wohl auch Kommunion. Danach hab ich ihn nie wieder gesehen.

Ich habe es auch nie jemanden erzählt, bis auf meinen Mann! Jetzt wo meine Depressionen nicht mehr so schlimm sind, würde ich ihn gerne anzeigen, doch ich bin ca. 7 Jahre zu spät, man kann wohl nur bis zum 40. Geburtstag jemanden anzeigen, der einen in der Kindheit vergewaltigt hat.

Ich weiß wie schwer es ist solche Geschichte zu erzählen, vor allem wenn man sich selbst die Schuld dafür gibt, man hat Angst davor dass man abgestempelt wird oder so. 

Es gibt eine Hotline (Telefon: 033203 22674 von 9-19 Uhr besetzt) dort kann man anrufen und auch anonym Hilfe bekommen. Das ist vielleicht besser als es jemanden zu erzählen, der einem gegenüber sitzt.

Mir wurde nach so vielen Jahren noch geraten eine Traumatherapie deswegen zu machen, ich bin noch am überlegen, habe auch Angst das wieder alles hoch kommt!

Antwort
von Kleinlok, 27

Liebe  ButterflyDreamq,

am Ende deiner Frage schreibst du, dass du dir was von der Seele reden  musstest. Schon von daher macht deine Frage sicher einen guten Sinn für dich. Du schreibst ja auch, dass diese Geschichte dir ziemlich unangenehm und peinlich ist und angesichts dessen, was du da berichtest ist ds verständlich. Es war vermutlich/hofentlich keine Vergewaltigung im enegeren Sinne, was der Typ da mit dir veranstaltet hat, aber es scheint in jedem Fall eine Form von sexuellem Übergriff gegeben zu haben und so einer ist eine Sauerei und kann zu negativen, teil sehr negativen Folgeerscheinen führen.

Jeder Mensch hat ein Recht auf sexuelle Selbstbestimmung, genau dieses Recht wird durch eine Vergewaltigung oder sonstige Form von sexueller Nötigung (das war es vermutlich in deinem Falle) verletzt. Du hast durch dein ablehenendes Verhalten (weggehen, westoßen) deutlich gemacht, dass du an einem Kontakt, besonders an einem sexuelen Kontakt kein Interesse hast, das hat aber diesen Mann nicht interessert, er hat also klar gegen deinen Willen gehandelt nur um seine egenen Interessen zu befriedigen. Er hat versucht deine weitgehend wehrlose Situation auszunutzen und er hat dich als Objekt und nicht als einen eigenständigen mit Rechten ausgestattenen Menschen behandelt.

So eine Erfahrung kann schmerzen, damit sie das nicht mehr tut, wird es vermutlich am besten sein, wenn du das Erweignis auarbeitest. Den Tip den andere dir hier gegeben haben, dass du dich an deinen Therapeuten weden sollst, den finde ich auch gut.

Mit solch nguten Erfahrungen umzugehen kann sehr schwer fallen, da ist eine professionelle Unterstützung meist geraten. Die Erfahrungen zu verdrängen, kann auf Dauer schaden, sie nbegleitet aufzuarbeiten kann unnötig stark schmerzhaft sein. Ein guter Therpeut wird Grenzen erkennen und einhalten, so dass das Thema langsam und schonend erbaeitet werden kann und du damit nicht übefordert wirst.

Allgemein ann dir vielleicht das ein wenig helfen:

Dieser Übergriff richtete sich vermutlich nicht gezielt gegen dich als Person, der Typ wollte ohne Rüksicht auf dich seinen Vorteil aus der Situation ziehen und deine Wehrlosigkeit (depressiv, betrunken) schamlos ausnutzen. Er ist wenigstens nicht massiv agressiv vorgegangen (dann wäre es vermutlich leider zur Vollzogenen Vergewaltigung gekommen), es hat aber sich selber nicht  steuern können und wollte vermutlich aus der Situation als Gelegenheitstäter für sich Gewinn schlagen.Das beonders gemene daran ist, dass es dir ohnehin schon mies ging und du deswee vermutlich nicht ausreichend in er Lage st energisch stop zu sagen und dch zur Wehr zu setzen.

Da deine Depression mit in einem Zusammenhang mit dieser sexuellen Nötigung steht, macht es nochmal zusätzlichen Sinn das mit deinem Therpeuten im Rahmen deiner Therapie zu besprechen.  Wichtig könnte dann z.B. eine Art Training sein, wie du dch küntig effektiv gegen solche Übergriffe wehren kannst, sollte blöderwese mal wieder eie Amache in dieser Richtung kommen. So könnte die Aufarbeitung des Vergangenen mit einer auf die ukunft gerichteten Prävention sinnvoll zusammenkommen.

Ich wünsche dir alles Gute, liebe Grüße, Thomas

Antwort
von conelke, 40

Dass Du dieses schlimme Erlebnis fünf Jahre ungesagt mit Dir rumschleppst kann schon zu so etwas führen. Vermutlich hast Du es verdrängt. Du sollltest Dich auf jeden Fall Deinem Therapeuten anvertrauen, dass ist ein wichtiger Punkt, den Du innerhalb der Therapie ansprechen musst. Das kann für Vieles eine Erklärung sein.

Antwort
von xxdarknessx, 56

Sexuelle Belästigung kann vielfach von denn Opfern nicht verarbeitet werden..es kann zu Essstörungen, Waschzwang, Depressionen zu Svv oder zu Selbstmordgedanken oder sogar zu Suizidversuchen kommen..Bitte rede mit deinem Therapeuten darüber..ich weiss das ist schwierig aber mach das.. Bei mir ist das jetzt ein halbes jahr her also juli 2015 aber ich kann nachts immer noch nicht schlafen
Diese Anzeichen können gut davon sein meiner Meinung nach. Rede mit einer Vertrauens Person.. Ich wünsch dir alles alles gute für die Zukunft 💘und bleib Stark  

Antwort
von JuviaxXxLockser, 70

Sprich auf jeden Fall mit deinem Therapeuten darüber. Es kann gut sein das du ein unterbewusstes Trauma hast (oder wie das heißt) und vtl kommt auch die Reaktion daher. Sicher ist sicher, also lieber mal erzählen. Kann ja auch sein dass es nicht so ist aber dann hat man die Möglichkeit ausgeschlossen.
Viel Glück! ♡
Lg, Juvia ^-^

Antwort
von anaandmia, 91

Hallo :)
Erstmal tut mir das unglaublich leid für dich ! Aber hier kann dir niemand helfen, du musst mit deinem Therapeuten darüber reden sonst wirst du das nie verkraften. Wirklich es ist wirklich wichtig das du, dass tust damit es dir besser geht.
Ich wünsch dir echt alles gute !!

Kommentar von ButterflyDreamq ,

Ich Dank dir! Leider kann ich das nicht gut, weil mir das unglaublich peinlich ist. 

Kommentar von anaandmia ,

Auch wenn es sich dumm anhört das es dir peinlich ist, ist normal obwohl du keinen grund dafür haben musst. Vieleicht fällt es dir leichter es zu schreiben als "zu sagen"? Evtl. kannst du deinen therapeuten ja eine art brief schreiben wo du es ihm so erzählst wie uns ....

Antwort
von Lilly2332, 90

Das was dir passiert ist tut mir sehr leid.
Du solltest dich unbedingt jemandem anvertrauen, manches kann man einfach nicht alleine stemmen, je nachdem wie lange es her ist kann man vielleicht auch noch eine Anzeige schalten. Aber da musst du ja nicht alleine durch.

Antwort
von AppleTea, 118

Rede doch mit dem Therapeuten darüber. Er ist der Fachmann. Es klingt ja nicht so als hättest du es einfach weg gesteckt

Antwort
von wolf97, 50

wie schon alle hier geschrieben hatten, spricht unbedingt mit deinem Therapeuten , dafür hast du ihn ja .

Mein Sohn hatte auch jahrelang einen Therapeuten, zwar für eine andere Sache.

Also erzähl es ihm, sonst kommst du nie auf die Beine.

Alles Gute für dich.... wünsch ich dir echt. LG

Antwort
von Allfkdkdbyk, 40

Ich würde erst einmal deinem Therapeuten davon erzählen, er ist Experte in so etwas und kann dir bestimmt helfen

Ich hoffe, du überwindest deine Krise ;)

Antwort
von Questi1, 52

Du könntest eine PTBD haben, das zeigt auch solche Auswirkungen -> Rede mit deinem Therapeuten darüber.

Antwort
von giz123, 21

Du arme :( ich würde sofort mit jemanden darüber reden, den ich auch wirklich vertraue. Pass auf dich auf!

Antwort
von xnihc, 28

Hast du kik? Ich habe ähnliches erlebt und würde gerne mit dir darüber schreiben...

Kommentar von ButterflyDreamq ,

Ja, cinnamon.doll

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