pippi60 am 09.03.2008 um 20:20 Uhr
Durch Streß hätte ich mal nach dem Tanken, am hellichten Tag und natürlich mit eigenem Kennzeichen und nicht vermummt, das Bezahlen fast vergessen. Habe es zum Glück noch vor dem Abfahren bemerkt, aber mich interessiert: was wäre auf mich zugekommen? Wäre ich mit der "Ausrede" Streß davon gekommen?

Wenn Du ansonsten nicht schon viele, viele Vorstrafen hast wohl eher gar nichts. Ich denke kaum, dass ein Staatsanwalt das weiter verfolgt hätte.

Das hängt davon ab, ob man Dir glaubt, oder nicht.
Da Betrug ein reines Vorsatzdelikt ist, scheidet er aus, wenn Du aus Versehen gehandelt hast. Glaubt man Dir das Versehen nicht, reicht der Strafrahmen bis fünf Jahre.
Kommt also darauf an, wie ehrlich Du wirkst. Kenne Fallausgänge in beiden Varianten.

mit einer Ausrede Stress nicht, sondern mit einer anzeige wegen Betrug, dazu wahrscheinlich eine fette Geldstrafe und Eintrag ins Vorstrafenregister..bei solchen Sachen kennt die Staatsanwaltschaft keinen Spaß... und das öffentliche Interesse ist in jedem Fall gegeben
DerAufbereiter am 9. März 2008 20:27 Da stimme ich Laika2003 zu. Ohne Vorstrafen, kommt da gar nichts. Man wird doch sofort ermittelt, erklärt das ganze, bezahlt, trägt die Kosten des Ganzen, und fertig.
das kommt darauf an ob der Tankstellenpächter Anzeige erstattet oder nicht! Erstattet er Anzeige wird auf jeden Fall ermitteln werden müssen

Ähm so etwas vergißt man doch nicht. Das ist doch ein Routineablauf. Man steckt die Zapfvorrichtung wieder in die Säule und geht zur Kasse.
Möglicherweise hätte die "Ausrede" funktioniert. Zum (strafbaren) Diebstahl (es handelt sich in diesem Fall meiner Ansicht nach nicht um Betrug, sondern um Benzindiebstahl) gehört auch die sogenannte Zueignungsabsicht. Die wäre in diesem Fall ja nicht gegeben. Darüber zu entscheiden, wäre aber im Zweifel die Aufgabe eines Gerichtes.

Also wen Du es "glaubhaft" rüberbringen kannst passiert meist oder oft gar nichts. Vorraussetzung ist natürlich auch das Du ein unbescholtenes Blatt bist. Also: Die Polizei hätte an Hand des Kennzeichens (falls es an der Tankstelle notiert oder von einer Überwachungskamera eingefangen wurde) Dein Anschrift ermittelt und Dir wäre eine Anzeige wegenTankbetrug ins Haus geflattert. Dazu kannst Du Dich ja dann äußern. Vor der Äußerung natürlich unbedingt die Tankrechnung (mit einer dicken Entschuldigung dazu) bezahlen. Mit der Quittung dann zur Polizei. Meist wird das Verfahren eingestellt weil kein öffentliches Interesse besteht. Der Pächter der Tankstelle hat ja auch sein Geld und meist hat auch er kein Interesse an einer weiteren Strafverfolgung.

Es währe zur Anzeige gekommen. Ob Dir die Ausrede jemand glauben würde möchte ich bezweifeln. Ich kenn aber von Fällen wo das genau wie Dir passiert ist. Man hat es dann zu Hause gemerkt und ist wieder zur Tankstelle gefahren um zu bezahlen. Damit war die Sache dann auch vom Tisch. Auf jeden Fall selbst etwas unternehmen und wenn es ein Anruf ist! Man kann sich möglicherweise auch eine Rechnung schicken lassen und diese dann bezahlen.

Danke für Eure Antworten! Da ich aber keine Vorstrafen habe und den Sachverhalt wirklich begründen könnte, wäre -hoffentlich- nichts Ernsthaftes passiert. Hätte mehrere Ärzte an der Hand, die bezeugen könnten, dass es wirklich Streß gewesen wäre. Und ich war selbst erschrocken, dass so etwas passieren kann! Mich hat nur interessiert: "was wäre wenn!"
HerrLich am 9. März 2008 20:56 Träum' weiter. Dann würde jeder Straftäter mit der Entschuldigung "Stress" und entsprechenden Ärtze-Aussagen verhindern können, dass er zur Rechenschaft gezogen wird.