Frage von schwinidibini, 73

Familienversicherung, Schüler, Nebenjob?

Hallo, ich bin 23, mache mein Abitur (habe bereits Fachabitur, ein BFD gemacht und eine Ausbildung agebrochen) und habe nebenbei einen Nebenjob, bei dem ich unter 450€ monatlich verdiene. Nun habe ich von der Krankenkasse einen Brief bekommen, der mich auffordert für einen Zeitraum von 5 Wochen, hatte erst im Januar Geburtstag, 950€ nachzuzahlen, da ich seit meinem Geburtstaf freiwillig versichert sei. Kurzerhand habe ich das Internet etwas erforscht und habe in Erfahrung gebracht, dass man, wenn man erwerbstätig ist, nur bis zum 23. Lebensjahr versichert ist und als Schüler/ Stunden/ Bufdi etc. eine Verlängerung bis zum 25. Lebensjahr möglich ist.

  1. Hätte sich die Versicherung nich vorher melden müssen, bevor eine Änderung der Krankenversichrung in Kraft tritt? Das hat sie nämlich nicht getan

  2. Ist der Betrag von 950€ überhaupt vertretbar? Wie soll ich als Schüler an so viel Geld kommen bzw. regelmäßig so viel zahlen?

  3. Kann ich mich wieder familienversichern lassen, wenn ich einen Nebenjob habe(Erinnerung: unter 450€), aber trotzdem Schüler bin? Und die dringende Frage: Was wenn nicht? Wie soll ich vorgehen, um nicht selber für die entstehenden Kosten aufkommen zu müssen? Ich habe den Bangel, dass ich mein Abitur (Prüfungen für mich 2017) abbrechen muss, mir eine Ausbildung suchen muss, nur um nicht in die Schuldenfalle zu geraten.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von eulig, 44

der Betrag den du nennst ist der Höchstbetrag. den fordert die Kasse dann, wenn der Versicherte, also du, schon mehrfach angeschrieben wurde, er aber nicht reagiert, es ignoriert oder anderweitig sich einfach nicht melden will.

die Beiträge darf die Kasse erheben, zum einen eben weil du keinen Anspruch mehr auf Familienversicherung hast, aber auch, weil es von gesetzeswegen so vorgegeben ist. eine Willenserklärung von dir benötigt die Kasse nicht, da es in Deutschland Versicherungspflicht gibt. die Versicherung in der du jetzt bist, ist eine obligatorische Anschlussversicherung.

Anspruch auf Familienversicherung nach dem 23. Geburtstag hast du erst wieder (bis zum Tag vor dem 25. Geburtstag), wenn du der Kasse eine aktuell gültige Schulbescheinigung einreichst. woher sollen sie es denn sonst wissen. dies ist unter Umständen auch rückwirkend möglich, wenn du belegen kannst, dass du auch schon seit Januar Schüler bist.

Kommentar von schwinidibini ,

Siehe Kommentar an N. Uhrig

Kommentar von eulig ,

der Kasse wurde gesagt, dass du zur Schule gehst. wurde es auch nachgewiesen? ohne einen schriftlichen Nachweis gibt es keine Familienversicherung. der Hauptversicherte, also deine Mutter oder der Vater, muss den Nachweis einreichen. ohne den geht nichts. mündliche Aussagen könnte ja dann jeder machen. im kaufmännischen gibt es den Spruch: "keine Buchung ohne Beleg". und hier ist es genauso. keine Familienversicherung ohne Nachweis der Voraussetzung.

Kommentar von schwinidibini ,

Aber warum wurde das dann von der Versicherung so hingenommen und nicht gesagt, dass ich doch eine Schulbescheinigung vorbeibringen muss? Ich meine, dass stellt ja gar kein Problem dar.

Naja gut, velleicht lässt sich ja noch rückwirkend etwas an den ausstehenden Betrag ändern. Sonst muss ich da in den sauren Apfel beißen. Das größere Problem ist, ob ich wieder famileinversichert werde, wenn ich nachweisen kann, dass ich noch Schüler bin (zu beachten: mein geringfügiges Einkommen von unter 450 € im Monat)

Kommentar von eulig ,

solange du das nachweisen kannst, das du die Schule als Vollzeitschüler besucht, dürfte eine rückwirkende Abwicklung kein Problem sein. wenn du eine Abendschule besuchst, könnte es allerdings problematisch sein.

die Anforderung der Schulbescheinigung müsste eigentlich an deine Eltern gegangen sein, da sie die Hauptversicherten sind.

Kommentar von schwinidibini ,

Morgen gehe ich direkt mit meinem Vater zur Versicherung und ich denke, dass sich das dann klären lässt, da ich ein Vollzeitschüler einer Ganztagsschule bin. Aber komischwerweise ist nie ein Brief wegen der Sache bei uns im Briefkasten angekommen. Kann aber auch gut möglich sein, dass sie dazu gar nicht verplfichtet ist.

Vielen Dank auf jedenfall für die Antworten!

Antwort
von turnmami, 37

Du kannst evt. bis 25 familienversichert werden, wenn du noch Schüler und ohne Einkommen bist. 

Allerdings ist es deine Pflicht, dies der Krankenkasse mitzuteilen und nachzuweisen. Das hättest du schon tun sollen, bevor du 23 geworden bist.

Die Krankenkasse meldet sich nicht vorher bei dir und bittet um weitere Unterlagen. Hier bist du in der Bringschuld!

Ruf einfach deine Krankenkasse an und kläre die Sachlage

Antwort
von Apolon, 35

 Hallo, ich bin 23, mache mein Abitur (habe bereits Fachabitur, ein BFD gemacht und eine Ausbildung agebrochen) und habe nebenbei einen Nebenjob, bei dem ich unter 450€ monatlich verdiene.

Ich vermute mal, dass diese Änderungen der Krankenkasse nie gemeldet wurden.

Die letzte Information dürften sie von deinem Arbeitgeber bekommen haben, als du deine Ausbildung abgebrochen hast.

Bedeutet, dass sie deinen Vertrag dann in eine freiwillige KV umgestellt haben. mtl. Mindest-Beitrag dürfte so bei ca. 185 € liegen.

Du solltest einfach bei der Krankenkasse vorsprechen und mit denen eine Lösung besprechen. Evt. den geforderten Betrag in Raten zurück zahlen.

Gruß N.U.

Kommentar von schwinidibini ,

Doch, noch bevor ich die Ausbildung abgebrochen habe, war ich bei der Versicherung und habe direkt nach dem Abbruch der Ausbildung (jetzt fast ein Jahr her) in die Familienversicherung gewechselt.

Bei dem Gespräch hat mir niemand gesagt, dass ich mich nochmal melden muss, bevor ich 23 Jahre alt werde noch habe ich einen Brief bekommen, der mich dazu aufgefordert hat. Da geklärt war, dass ich bis zum Sommer 2017 das Abitur mache, (Das habe ich bei der Versicherung beim Wiedereintritt in die Familienversicherung ausdrücklich gesagt) sind meine Eltern und ich davon ausgegangen, dass das alles geklärt ist.

Im Brief steht außerdem, dass ich freiwillig versichert sei, "wie angekündigt". Doch ich habe von der Versicherung keinerlei Briefe oder anrufe diesbezüglich bekommen. Das ich verpflichet bin, versichert zu sein, ist mir bewusst. Die Versicherung hat mich einfach unwissend gelassen, da ich, wie gesagt, der Annahme war, das alles geklärt ist, da die Versicherung weiß, dass ich zur Schule gehe.

Kommentar von Apolon ,

Egal durch welche Tatsache diese Änderung durchgeführt wurde, hilft nur eins.

Kontakt aufnehmen mit der GKV und die Sache klären.

Gruß N.U.

Antwort
von Allexandra0809, 40

Wie soll sich die Krankenkasse vorher melden? Die können ja nicht wissen, ob Du ab Januar einer versicherungspflichtigen Arbeit nachgehst?

Der Betrag ist jedoch sehr hoch. Ich meine, es sind etwa 150 Euro im Monat.

Melde Dich doch einfach mal bei der Krankenkasse und frag dort nach.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community