Familienversicherung bei Schülerin ohne leiblichen Vater?

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7 Antworten

Eine kostenfreie Familienversicherung besteht dann, wenn dein Stiefvater dich überwiegend unterhält. Das bedeutet, dass er den größeren Anteil an deinen Lebenshaltungskosten bezahlt. Da deine Mutter wenig verdient, hast du durch deinen Minijob den Anspruch wohl verwirkt. wie viel verdient dein Stiefvater netto? Dann kann ich es dir berechnen. Du wirst wohl deinen Minijob reduzieren müssen.

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Hierzu habe ich Folgendes gefunden:

Krankenversicherungsschutz von Trennungskindern in der - Anwalt.de

https://www.anwalt.de/.../krankenversicherungsschutz-von-trennungskindern-in-der-g...

Eine Familienversicherung über den neuen Ehemann der Mutter kommt
in Betracht, wenn der Stiefvater und nicht der leibliche Vater das
Kind überwiegend unterhält. Die Familienversicherung nach § 10 Abs.
1 Sozialgesetzbuch V erfasst den Ehegatten und die Kinder von
Mitgliedern. Mitglied ist der neue Ehemann der Mutter. Deren Sohn
ist zwar nicht das leibliche Kind des neuen Ehemannes. Als Kinder
im Sinne der Familienversicherung gelten jedoch auch Stiefkinder
und sogar die Kinder des Lebenspartners eines Mitglieds, wenn das
Mitglied (also der Stiefvater) diese Kinder überwiegend unterhält. (§
10 Abs. 4 SGB V)

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"dass ich jeden Monat 170€ für die Krankenversicherung zahlen muss, weil ich nicht über meinen Stiefvater versichert sein kann"

Diese Aussage ist zu pauschal gehalten, denn auch Stiefkinder können familienversichert werden wenn der Stiefvater/Stiefmutter den überwiegenden Lebensunterhalt für das Stiefkind übernehmen. Dazu zählt nicht nur Bares, sondern auch Naturalleistungen wie wohnen und ernähren.

Erkundige dich bei der KK deines Stiefvaters wie eine Familienversicherung als Steifkind möglich ist. Die Begründung, das geht nicht weil du kein leibliches Kind bist, reicht nicht aus.

Vorsicht noch wegen des Verdienstes, denn als Volljährige darfst du nicht mehr als 450 € pro Monat verdienen, ansonsten erlischt der Anspruch auf Familienversicherung.

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Kommentar von sassenach4u
17.06.2016, 14:42

Da zählt nur Bares, wie soll es sonst berechnet werden? Es gibt Berechnungsgrundlagen, siehe mein Beispiel, das haben Krankenkassen täglich zu machen.

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Beispielrechnung:

Stiefvater verdient 1.750,-- Euro netto

Mutter 450,--

du 450,--

Gesamteinkommen 2.650,-- Euro : 3 (3 Personen) = Unterhaltsbedarf je Person: 883,33 Euro.

Davon geht dein Einkommen von 450,-- Euro ab= dein Unterhaltsbedarf (Fehlbetrag)  liegt noch bei 433,33 Euro.

Dein Stiefvater unterhält dich überwiegend, wenn er mehr als die Hälfte des Unterhaltsbedarfes, den du nun noch hast, für dich aufbringen würde.

883,33 Euro : 2 = 441,67 Euro. Da dein Bedarf, durch deine Beschäftigung nur noch bei 433,33 Euro liegt, unterhält er dich nicht überwiegend. Läppische 8,34 Euro zu wenig!!!

Kürze dein Einkommen bei meiner Berechnung auf 375,-- Euro, dann hast du Anspruch denn dann:

Gesamteinkommen 2.650,-- - 75,-- (weniger Einkommen bei dir) = 2.575,--

Unterhaltsbedarf 858,33 - 375,-- (dein Einkommen) = 483,33 Fehlbetrag

858,33: 2 =429,17, diesen Betrag leistet dein Stiefvater dann zu deinem Unterhaltsbedarf und damit hast du Anspruch. Hier sind es 54,16 mehr und damit bist du berechtigt.

Könnt ihr nun selbst ausrechnen.

gesamtes Netto durch 3 = Unterhaltsbedarf, davon die Hälfte = halber Unterhaltsbedarf. Dein Unterhaltsbedarf - dein Einkommen, das muss unter dem halben Bedarf liegen.

Bedeutet, derzeit musst du dich freiwillig versichern für ca. 170,-- Euro/ Monat. Kürze dein Einkommen entsprechend hast du trotzdem mehr, wegen der sonst anfallenden Beiträge.

Nach meinem Beispiel könntest du sogar 430,--Euro verdienen, dann sind es 438,33 Bedarf, Zuschuss des Stiefvaters 446,67- passt!

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Kommentar von PrinzessinJo
17.06.2016, 14:45

Hey, danke dir erstmal !

Ich verdiene aber nicht die vollen 450. es ist immer unterschiedlich .

Außerdem bekomme ich keinen unterhalt von niemanden . 

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warum bist du nicht bei deiner mutter familienversciehrt?

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Kommentar von PrinzessinJo
17.06.2016, 13:52

Meine Mutter ist ja über meine. Stiefvater versichert und die Krankenkasse möchte mich aber nicht mit drauf versichern, weil mein Stiefvater nicht mein leiblicher Vater ist . Es ist ihre Begründung 

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Kommentar von ProfFarnsworth
17.06.2016, 13:53

Weil die Mutter als Minijobberin nicht Pflichtmitglied einer Krankenkasse ist sondern über ihren jetzigen Ehemann, den Stiefvater, ebenfalls familienversichert ist. Und eine Familienversicherung über eine bereits Familienversicherte gibt es nicht (Ausnahme: Kinder von Familienversicherten die nicht über den anderen Elternteil familienversichert sind, "Enkelversicherung").

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auch Stiefkinder können beim Stiefvater familienversichert werden. aber nur dann, wenn der überwiegende Unterhalt für dich von ihm getragen wird - also Lebensmittel, Wohnen usw.

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Kinder und junge Erwachsene, die keinen Elternteil (oder Ehepartner) haben, der selbst versichert ist, können keine Familienversicherung in Anspruch nehmen.

So geht es sehr vielen, nicht nur dir.

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