Frage von Jibsy, 81

Sollte ich den Familienstreit nur wegen Weihnachten "vergessen"?

Mein Text wurde gelöscht -.- 

Meine Stiefmutter hat mir und meiner Schwester das Leben zu Hölle gemacht.. Hat uns ständig angeschrien, kontrolliert und war immer gegen uns. Mit 16 bin ich zuhause ausgezogen. Heute bin ich 27 und habe den Kontakt aufrecht erhalten da ich meinen Vater nicht verlieren wollte..

Nachdem ich mich von meinem Freund getrennt habe hagelte es Vorwürfe "wie kannst du nur? Er hatte doch Geld, jetzt hast du garnichts mehr"

Sie hatte recht ich hatte nichts mehr und habe mir deshalb halt in der Familie gewünscht.. Es gab nichts als Vorwürfe , sie war sehr gemein.. Jedenfalls steht jetzt Weihnachten vor der Türe und mein Vater wünscht sich ein tolles Weihnachtsfest zu 4. 

Ich empfinde nichts als Hass dieser Frau gegenüber und seitdem der Kontakt zu ihr abgebrochen ist geht es mir besser..

Sollte ich jetzt "einknicken"? Sie meckert sowieso nur rum wie aufwendig es wäre für uns zu kochen usw.. Ich habe keine Lust mir das "anzutun". Ich würde mich selbst verraten. So fühlt es sich jedenfalls an..

Denkt ihr ich bin zu "stur" wenn ich nicht hinfahre? Danke im Voraus 

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von hertajess, 16

Ich wusste nicht dass Geld = Charakter bedeutet. Aber gut: In der Beziehung bin ich lernunwillig. 

Mein letztes Weihnachtsfest "im Schoss der Familie" hatte ich ganz unerwartet als ich 18 war. Mein Bruder kam mich abholen. Er bestand darauf dass ich mitkomme. Da ich keine Lust darauf hatte zu erleben wie er mich mit der angedrohten Gewalt mitnimmt - habe ich ihm zugetraut - bin ich halt mit. Im Jahr darauf wohnte ich an einem Ort an dem allen männlichen Wesen der Zutritt verweigert wurde. Damit war das Thema erledigt für mich. Und ich lebe seither in Frieden seit einigen Jahrzehnten. 

Dem Vater würde ich die Gründe schriftlich per Einwurfeinschreiben mitteilen. 

Du hast ein Recht darauf Deinen Vater zu lieben. Liebe ist aber nicht gleichbedeutend mit Blindheit. Zur Liebe gehört auch die Schattenseiten ehrlich anzusehen und dann gut für sich selbst zu sorgen. Denn ohne Selbstliebe geht Liebe zu anderen Wesen nicht. 

Ich habe meiner Mutter mal vor meinem Auszug gesagt dass ich sie immer lieben werde, selbst wenn sie mir Beine und Arme abtrennt. Meine Liebe zu ihr mache mich aber nicht blind und hindere mich nicht daran auch mich zu lieben, gut auf mich aufzupassen. Danach hat sie ihre Entscheidung getroffen und ich habe sie akzeptiert. Auch das ist Liebe. Liebe die Mühe macht. 

Antwort
von tuedelbuex, 23

Ich wäre nicht gefahren....hätte aber meinem Vater die Gründe dafür (schriftlich) mitgeteilt......

Antwort
von Tragosso, 20

Ich würde mich davon fernhalten. Auch vom Vater, wenn der nichteinmal sieht, wie sie mit dir umgeht.

Antwort
von Maxipiwi, 81

Und warum nicht.Ist doch besser,als nur mit mieser Laune rumzusitzen.

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