Frage von LillyTheKing, 26

Familienprobleme... ich kann nicht mehr! Brauche ich Hilfe?

Hey...

Ich lebe zuhause gemeinsam mit meiner Mutter [47 Jahre, MS-Patientin, unter starken Medikamenten], und meinem Vater [56 Jahre, fährt zur See, 3 Monate zuhause, 3 Monate weg]. Außerdem haben wir zwei Katzen und einen Hund, der mir gehört.

Da beginnt das Problem.

Meine Mutter hat MS seit ich 2 Jahre alt bin, also schon seit 13 1/2 Jahren. Mittlerweile sitzt sie im Rollstuhl, nimmt starke Medikamente und weint sehr oft. Ich habe mit Bekannten gesprochen, die mir erzählt haben, dass sie mit Absicht all ihren Frust an mir auslässt, da sonst keiner zum Anschreien und Frust auslassen da ist. Sie schreit mich nur an, behandelt mich wie einen Sklaven und dreht komplett ab. Außerdem entwickelt sie eine regelrechte Eifersucht auf andere.

So war ich gestern bei oben besagten Bekannten, den ganzen Tag, da der Mann [es ist ein Ehepaar im Alter meiner Eltern] eine etwas schwerere Kindheit hatte und mit mir über meine reden wollte. Wir haben auch sehr viel geredet, sie haben mir für den Notfall ihre ungenutzte Ferienwohnung angeboten. Auf jeden Fall hatte der Mann, M., meine Mutter vorher gefragt, ob es ok sei, wenn ich zu ihnen gehen würde. Meine Mutter sagte ja. Später hat meine Mutter dann bei den Bekannten angerufen und die Frau, S., richtig angemacht und beleidigt, was ihr einfalle, ihr die Tochter wegzunehmen.

Das war schon komplett übertrieben. Ich musste dann natürlich sofort nach hause. M. hat mich gebracht, und noch mit meiner Mutter geredet, wobei ich zuhören musste. Sie hat geweint und ihm erzählt was für ein [wörtlich] "Ar+++loch" ich bin und wie schrecklich und was ich alles blöd mache und dass ich ja gar nichts mache...

M. ist dann gegangen und ich bin hoch in mein Zimmer, zwei Treppen hinauf in den Dachboden, wo sie, aufgrund des Rollstuhls, nicht hochkommt. Dann, heute morgen [ich hatte frei wegen eines beweglichen Ferientags] mein Vater, der gerade auf See ist, hat angerufen weil er wissen wollte, was hier eigentlich los ist. Er tut immer so, als wäre eigentlich alles ganz gut und ist dann ganz geschockt, wenn hier etwas anders läuft als bei einer 'normalen' Familie.

Bevor ich den Anruf entgegengenommen habe, hat meine Mutter mich total angeschrien, gesagt, ich könne ja zu meiner 'neuen Familie' [damit meinte sie M. und S.] gehen und sie in Ruhe lassen. Außerdem hat sie mir die ganze Zeit beim Telefonat zugeschrien ich solle aufhören zu heulen und keine Sch++ße erzählen. Ich habe ihr dann später den Hörer geben müssen. Sie hat dann selbst angefangen total zu heulen und regelrecht Rufmord über mich betrieben. Außerdem hat mein Vater sie dann anscheinend gefragt, wie man das ändern kann. ihre Antwort war [geschrien]: Ich will nichts ändern, es ist doch sie, die so sch++ße ist!

Meine Mutter redet außerdem nicht unbedingt nett mit mir. Sie fängt immer an zu schreien, woraufhin ich, auch wenn es falsch ist, beginne zu provozieren. Ich habe sie vor ein paar Tagen gefragt, was ihr Problem ist, [Zeichen zueende]

Antwort
von LillyTheKing, 17

[Weiterführung der Frage:] als Antwort sagte sie: "Du bist mein Problem." Außerdem ruft sie mir Sachen zu wie: "Dann hau doch ab!" 

Meine Mutter versucht auch manchmal mich zuschlagen, oder fährt mich extra mit ihrem Rollstuhl um.

Das ganze geht seit Jahren so...

Ich wäre auch schon längst abgehauen, zum Jugendamt, oder auf ein Internat oder so gegangen, dass Problem ist nur mein Hund. Ich liebe sie, sie ist das Wesen, dem ich alles anvertraue, und ich will sie auf keinen Fall bei meinen Erzeugern zurücklassen.

Gleichzeitig will ich, wenn ich mit ihr draußen bin, eigentlich nie wieder in unser Haus, weil ich damit so viel schlechtes verbinde. Meine Mutter wollte mir den Hund auch schon einmal wegnehmen...

Ich weiß einfach nicht mehr weiter, aber kann man mir dabei überhaupt übers Internet helfen?

Antwort
von aribaole, 13

In deinem eigenen Interesse: geh zum Jugendamt, und bitte um Hilfe. Evtl. kommst du in eine Pflegefamilie, wo du deinen Wuffi mitbringen darfst.

Antwort
von abibremer, 6

Erfahrung VIELER Menschen, die mit EXTREM pflegebedürftigen Leuten zu tun haben: Wenn SOWAS in der eigenen Familie (ohne Kräfte eines Pflegedienstes) stattfindet, wird "schnell mal das Kopfkissen auf dem Gesicht des Pflegebedürftigen vergessen", um dem Elend ein Ende zu machen. Deshalb raten ALLE Fachkräfte im Pflegebereich DRINGEND davon ab, die häusliche Pflege von Familienangehörigen vornehmen zu lassen.

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