Frage von SoLovely, 58

Familiendrama-glauben oder nicht?

Guten Morgen an alle :-) Ich hätte mal eine Frage:Wenn euch eine Person erzählt dass die familiäre Probleme zuhause hat,schenkt ihr dieser Person glauben? Mit "Person" meine ich in dem Fall keine Freunde,Verwandte,etc (also keine Leute die euch richtig nahe stehen) sondern eher Bekannte oder Freunde von Freunden (also Leute die ihr eigentlich nur vom sehen kennt). Mit familiären Problemen ist alles gemeint,von Geldproblemen bis zu extremen Dingen wie Missbrauch,etc. Und bevor jemand fragt:"Wie kann man sowas nicht glauben?was bist du für ein Mensch?" Die Antwort darauf:1)es gibt viele Leute die sowas nur zum Spaß behaupten oder um Aufmerksamkeit zu bekommen (traurig aber wahr) und 2)wurde ich was solche Dinge betrifft schon des Öfteren angelogen. Zu diesem Fall kann ich folgendes sagen:Die Person um die es sich handelt,die mir das erzählt hat,ist für mich eine Bekannte,jedoch ist sie mit zwei Freunden von mir befreundet.Ich kenne ihre Familie gar nicht,bzw ihre Mutter nur vom sehen.Allgemein wirkt aber die Person eher fröhlich und nicht so,als hätte sie schwere Probleme zuhause (ich weiß:viele lassen sich das ja nicht anmerken). Ich bin allerdings etwas skeptisch,wegen den oben genannten Gründen.Ich will wirklich nicht vorschnell urteilen,wurde aber in solchen Dingen eben öfters schon angelogen (auch von ehemaligen guten Freunden).Ich weiß auch dass man nicht alle Leute in einen Topf werfen soll,aber ich bin einfach misstrauisch.Ob sie das sonst jemandem erzählt hat weiß ich nicht,fragen möchte ich auch nicht,da ich nichts ausplaudern will. Was meint ihr dazu?

Antwort
von LuzifersBae, 22

Ich erkläre es mal so; das ist ein typisches Verhalten von Menschen die verzweifeln, sich innerlich einsam fühlen und ständig im Selbstmitleid ertrinken.  

Mein altes ich war auch so und ich habe auch ständig meine Probleme jeden erzählt - sogar Menschen die ich erst seit einer Stunde gekannt habe. Einfach aus pure Verzweiflung und Einsamkeit. Selbstmitleid natürlich nicht vergessen, ich war immer die naive unschuldige, alles andere böse und schuldig... :'D 

Antwort
von LokiRockOfAges, 13

Ich bin ein Mensch, der bei solchen Dingen lieber einmal zu viel glaubt, als dass er der Person einmal zu wenig glaubt.

Fröhlichkeit hat übrigens überhaupt nichts zu bedeuten. Es gibt viele Menschen, die nach außenhin fröhlich sind und dabei schon seit Jahren irgendwie missbraucht werden und leiden.

Im Endeffekt musst du aber mit dir selbst und deinem Gewissen vereinbaren, ob du etwas tun willst oder nicht - aber selbst wenn du es nicht glaubst, dann sag diesem Menschen nicht offen ins Gesicht, dass du ihn für einen Lügner hältst. Wenn es nämlich doch stimmt, dann wird das ein Grund mehr sein, für ihn, niemals zur Polizei zugehen, weil ihm ja doch niemand glaubt.

Antwort
von chumchumi, 11

Naja also ich gehöre zu den Personen die wirklich nicht alles glaubt. Ich helfe gerne-ja! Aber es ist eine "fremde" Person und ich würde der erstmal glauben aber vorsichtig sein(Ich wurde schon öfter mit dem Trick verarscht) Und erst so 100% glauben würde ichs wenn es wirklich Beweise dafür gibt, die ich selber verstehe und miterlebt habe.

Antwort
von bekind, 21

ich glaube es. wie schlimm muss es denn sein wenn eine person wirklich probleme hat, sich jemandem anvertraut und ihr das nicht geglaubt wird. wenn mich jemand deswegen anlügen sollte ist mir das eigentlich relativ egal

Kommentar von TerminatorCat ,

So lange keine Gegenleistungen abverlangt werden, kann man sich alles anhören.

beginnt aber der erzähler mit: Kannste mir mal geld geben oder man soll ihn bedauern, dann würde ich sagen, derjenige will aufmerksamkeit bzw nutzt die situation aus.

Kommentar von bekind ,

es ging ja um bekannte oder freunde von freunden, dass die mich einfach um geld bitten ist ja unwahrscheinlich. jemanden zu bedauern würde mich nicht stören und aufmerksamkeit zu wollen ist auch nichts schlimmes.

Kommentar von SoLovely ,

Moment:Dir wäre es egal wenn dir jemand lügen auftischt wie "mein vater hat mich geschlagen",etc?sehe ich das richtig?? 

Kommentar von bekind ,

wie gesagt, es ging ja um bekannte und freunde von freunden. wenn mich eine person die mir nicht nahe steht mit etwas belügt was mich eh nicht betrifft wäre mir das egal, warum auch nicht

Antwort
von nutzernaemchen, 23

Guten morgen. Skepsis ist immer gut, zumal es sich um entfernte Bekannte handelt. Ich sehe da auch keinen Handlungsbedarf. Leider gibt es sie, die Aufmerksamkeitsheischer, und die Geldbettler.

 Andererseits könnten die Geschichten auch stimmen, aber auch dann solltest du diese Probleme nicht an dich ranlassen. Hilfsbereite und empathische Menschen werden oft ausgenutzt und ziehen dann den kürzeren.

Antwort
von TerminatorCat, 35

Das ist schwer zu sagen, aber so lange du keine Gegenbeweise hast, dass die Story nicht stimmt, würde ich es schon glauben.

Aber glauben heißt jetzt nicht die Person bedauern oder ihm Geld zu geben. Nein, biete ihm deine Hilfe an, wenn sie sie braucht.

PS: Ich denke ein bißchen Menschenkenntnis sollte man schon haben. Mir hatte zB jemand etwas von einem schweren Vorfall in seiner Familie erzählt ( sein Neffe -eine Person X - wurde damals umgebracht ). Ich hab weder Beweise dafür und so kommt er auch "fröhlich " rüber. Lernt man aber jemand besser kennen, vertraut man darauf, was er sagt und sieht auch die Traurigkeit....ich denk, mit solchen stories wie Geldnot oder Verbrechen macht niemand wirklich Spass.

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