Frage von kalio, 97

Familienbett mit 2 Kleinkindern-eine abendliche Katastrophe, wie macht ihr das?

Meine Frage richtet sich an Eltern mit mind. 2 Kindern, die Familienbett oder begleitetes Einschlafen praktizieren. Meine Töchter sind 2 und 4 Jahre alt und schlafen im Familienbett (bzw anfangs Beistellbett) von Geburt an, weil ich das grundsätzlich, vor allem bei kleinen Kindern, gut finde. Ich will hier nicht die Vor- und Nachteile vom Familienbett diskutieren (da gibt es jetzt eh kein Zurück, zumindest nicht so schnell, wir haben vor, sie im Laufe des kommenden Jahres gemeinsam nach nebenan auszuquartieren, aber momentan ist es noch so, dass sie bei uns schlafen). Einer von uns geht abends mit den beiden ins Bett (wir wechseln uns damit ab). Jeden Abend gibt es ein großes Geschrei und Theater trotz bestimmter Rituale z.B. Buchvorlesen. Wir bringen sie immer zur gleichen Zeit ins Bett, auch so dass sie genug Schlaf haben aber auch nicht zu wenig (zumindest hätten sie genug Schlaf, wenn sie nicht ewig bräuchten, um in den Schlaf zu kommen). Sie halten sich gegenseitig wach. Sobald einer dahindämmert, fängt der andere an z.B. einfach mal ganz laut zu singen. Sie hüpfen herum, provozieren und tuen alles, um uns an unsere Grenzen zu bringen. Nach ein zwei Stunden schlafen sie dann und ich bin fix und fertig. Kennt ihr sowas auch? Habt ihr ne Lösung gefunden?

Antwort
von Steffile, 51

Unsere Kinder sind zu verschiedenen Zeiten schlafengegangen, der Grosse durfte ein bisschen laenger aufbleiben. In dem Alter waren sie allerdings schon in ihren eigenen Betten (wollten sie). 

Ich halte nichts von langen Enschlafrituallen - Schlaf-Kindlein-Schlaf, Kuesschen und gute Nacht. Kuerzt die ganze Sach doch ab, und trau den Kindern zu, allein eizuschlafen.

Antwort
von hourriyah29, 37

Hallo Kalio,

unsere Tochter war bis zum 3. Geburtstag in unserem Zimmer, ab dem ca. 2. LJ im eigenen Bett - vor allem weil sie sehr unruhig geschlafen und uns oft getreten hat. Zum 3. Geburtstag hat sie als Geschenk ihr eigenes, eingerichtetes Zimmer bekommen und das Bett ist umgezogen. Wir sind die ersten Abende noch bei ihr geblieben, haben manchmal auch dort auf der Matratze geschlafen. Ungefähr zu dieser Zeit ging es los, dass sie nicht mehr einschlafen konnte, solange einer von uns dabei war, sondern dann immer noch erzählen und Quatsch machen wollte, so dass wir angefangen haben rauszugehen und sie durfte noch ein Nachtlicht mit Musik anmachen, das nach ca. 20 Minuten von selbst ausschaltet.

Das hat eine Weile fabelhaft funktioniert. Wir hatten dann immerwieder Phasen des schlecht Einschlafen könnens - in Entwicklungsschüben oder nach aufregenden Tagen oder in aufregenden Zeiten.

Wir haben dann eine kleine Trickkiste...noch mal reingehen und beruhigend sprechen - vielleicht gibt es noch etwas, das sie los werden muss...noch mal reingehen und ein Lied vorsingen...eine Gute Nacht Geschichte mit dem CD-Player hören

Von Übernachtungsbesuch kenne ich das auch so, dass sich die zwei gegenseitig wachhalten. Da musste ich dann auch schon mal die Freundin raus holen aus dem Zimmer, nachdem sie beide sich abwechselnd wach gehalten hatten und nach ca. 2 Stunden alle völlig genervt waren. Dann konnte meine Tochter im Zimmer einschlafen und die Freundin habe ich in meinen Armen einschlafen lassen und dann zurück getragen.

Bei zwei eigenen Kindern würde ich das Kleinere früher hinlegen. Das wird am Anfang wohl schwierig werden, aber wenn sie sich daran gewöhnt haben sollte es leichter werden. Es ist ja auch für das ältere gerechter, wenn es bischen länger wach sein darf und noch einmal die Zeit mit den Eltern alleine geniesen kann. Vielleicht kann man es dem kleinen Kind mit einem Geschenk leichter machen (z.B. ein Schlaftier von Cloud B). Und vielleicht könnte das größere Kind schon einmal ins eigene Bett im Elternzimmer umziehen. So könnt ihr langsam und schrittweise den Auszug vorbereiten.

Liebe Grüße und alles Gute!

Hourriyah

Antwort
von Goodnight, 31

Bringt das kleinere Kind zuerst ins Bett und später dann das grössere. Auch in einem Familienbett müssen die Eltern sich nicht diktieren lassen sich auch ins Bett zu legen.

Trotz deinem Einwand rate ich dir die Kinder im eigenen Bett einschlafen zu lassen und erst wenn sie in der Nacht erwachen bei euch unterkriechen zu lassen.

Zudem kann man Kindern durchaus sagen, dass jetzt Nachtruhe ist und keiner mehr singt oder Quatsch macht. Eure Kinder beschäftigen euch, das ist genau so lustig wie Licht an uns aus knipsen. Ihr seid das abendliche Spielritual.

Antwort
von eostre, 37

Wenn alles so eine Katastrophe ist, dann ist Familienbett für euch nicht das richtige oder euer abendritual bringt nichts. Also testen, ob eine ganz andere Lösung besser wäre. Eventuell würden die Kinder sich im eigenen Zimmer besser beruhigen? Ich selbst bin vom familienbett überzeugt aber nur so lange, wie alle Beteiligten damit zufrieden sind.

Meine Kinder zogen mit etwa 2 immer ins eigene bett, was regelmäßige nächtliche besuche natürlich nicht ausschließt. Ohne Übergangsphase und völlig problemlos.

Antwort
von Volkerfant, 28

Wir hatten kein Familienbett, weil ich sowas gar nicht kannte. Unsere Kinder hatten jeder ein eigenes Zimmer und eigene Betten, von Geburt an. Sie haben sehr gut geschlafen und wurden von niemandem aufgeweckt.

Was ich gemacht habe, dass sie abends schön müde waren und das immer und immer um die gleiche Uhrzeit: immer lange Spaziergänge oder Austoben auf dem Spielplatz, dann gab es Abendessen, Sandmännchen, Toilette, Bett mit Geschichten vorlesen bis zum Eischlafen. Jeder ging in sein Zimmer und schlief anstandslos in seinem Bettchen ein, bis zum nächsten Morgen. Manchmal gab es auch eine CD mit Geschichten drauf zum Anhören, hat auch gut funktioniert.

Ich würde es in deinem Fall folgendermaßen machen: Ich würde das Kind zum Bettkaufen mitnehmen, so dass es sich eines aussuchen kann. Dann wenn es groß genug ist, "darf es" in seinem eigenen Bett schlafen, nicht "muss es ". Ich würde das alleine schlafen ganz gemütlich machen, mit abgedunkeltem Licht Vorlesen, Kuscheln, noch etwas dabei bleiben, Gutenachtkuss, Türe auflassen und gut ist.

Sobald es geklappt hat, belohnen. Überall erzählen, dass das Kind ganz alleine geschlafen hat und es kräftig loben. So ist das für das zweite Kind auch gleich ein Ansporn.

Antwort
von nicinini, 49

Die Kinder nicht direkt nebeneinander liegen lassen und tagsüber mehr Bewegung damit die abends auch richtig müde sind. Dan sind sie zwar auch quälelig aber halt nicht so lange weil sie im bett dan direkt schlafen

Antwort
von maulmau, 49

Ich hab zwar nur ein Kind, würde aber in deiner Situation probieren, die Kinder getrennt ins Bett zu bringen, erst das jüngere dann etwas später die größere. Wenn das zeitlich nicht passt, in verschiedenen Zimmern und die schlafenden Kinder dann ins Finale Bett tragen. Vielleicht passt auch euer Ritual nicht mehr zu den Kindern, vielleicht hilft stattdessen ein Hörspiel oder Einschlafmusik?

Kommentar von kalio ,

mh, Hörspiel klingt gut, das werden wir versuchen

Antwort
von Belleisamih, 9

Wir schlafen auch im gemeinsamen Familienbett von Anfang an. Der große ist bald 5 und der kleine bald 2 Jahre alt. Es hat von Anfang an alles prima geklappt. Wir haben ein großes 270 cm Familienbett und für alle ist genügend Platz vorhanden. Doe Geschwister schlafen direkt nebeneinander und haben eine extrem starke Bindung zueinander.

Das hier ist unser Familienbett

http://familienbetten.net/bauanleitung-familienbett-otto/

Antwort
von ListigerIvan, 25

hab keine kinder. und gott sei dank auch keine geschwister.
aber ich würd die den ganzen tag auf trab halten - das hat schon immer geholfen. wer den ganzen tag rumrennt und tobt, der ist abends auch bumsmüde.
ansonsten...
nudelholz. ;-)

oder halt getrennte zimmer.
ohne alberne "eingewöhnungsphase".

Antwort
von Akka2323, 43

Die ich rief, die Geister, werde ich nun nicht los, sagte Goethe. Leider lassen sich falsche Entscheidungen oft nicht mehr korrigieren. Da müßt ihr jetzt durch bis sie sich andere Partner für ihr Bett suchen.

Kommentar von kalio ,

Ich würde es immer wieder so machen und dass man sie an ein eigenes Bett gewöhnen kann, wenn sie älter werden, wurde schon mehr als genug bewiesen.

Kommentar von Akka2323 ,

Dann viel Glück und durchhalten, bis es soweit ist.

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