Brittchen am 03.06.2008 um 7:12 Uhr
Mein Mann und ich gehen beide in 3 Schichten arbeiten,ich erst seit ein paar Monaten,wir haben einen Sohn (4 1/2 Jahre) und mir wächst momentan alles über den Kopf. Die Arbeit macht mir riesig Spaß,aber wenn ich zu Hause bin,bin ich zu nichts mehr zu gebrauchen. Mein Sohn steht überalles und ich habe angst,ihn durch die Arbeit usw.zu vernachlässigen,weil er dadurch sehr oft bei den Oma´s ist. Mein Mann ist beruflich auch sehr ein gespannt und nun bin ich ernsthaft am überlegen,ob ich den Job an den Nagel hänge. Was meint Ihr dazu???
Besser Du spielst mit dem Jungen eine Stunde am Tag richtig, als das unmotivierte "ich-lasse-mein-Kind-8-Stunden-täglich-coexistieren", dass die meisten Mütter machen.
Wenn es Dir gut geht, geht es auch Deinem Kind gut. Wenn Du zu Hause bleibst, weil das die Allgemeinheit von Dir verlangt, bist Du unglücklich und automatisch eine schlechtere Mutter. Lass Deinen Sohn an Deinem Gehalt partizipieren. Lege jeden Monat mindestens 50 Euro für Ihn weg (am Anfang tuts ein Fondsparplan für einen erfolgreichen Fonds, nicht für einen, bei dem die Bank das meiste verdient).
Andere Möglichkeit: Arbeite für mehr Geld. Jeder von uns hat 24 Stunden Zeit. Einige verdienen nicht mal 1€, andere 100.000 und mehr pro Stunde. Nutze die Zeit im Internet um eine Möglichkeit zu finden, wie Du das gleiche Geld in weniger Zeit kriegst.
Zum schlechten Gewissen: Hör auf zu schreiben, dass Du ein schlechtes Gewissen hast. Ich verstehe, was Du meinst, ich arbeite wöchentlich über 100 Stunden und habe kaum Zeit für die Kinder. Die Entscheidende Frage ist aber nicht, ob wir uns damit wohl fühlen!! Die Frage ist, wie geht es Deinem Sohn? Vielleicht findet er das super, dass er so viel Zeit mit Oma verbringen kann!
Richte Dich nicht nach dem, was andere von Dir erwarten, richte Dein Leben so ein, wie es passt! Du zeigst wesentlich mehr Engagement als 90% der Restbevölkerung, die sich auf den passiven "ich-würde-ja,wenn-mich-jemand-lassen-würde"-Standpunkt zurückzieht. Ich finde das super! Das wichtigste ist: Niemals aufgeben! Nie! Wenn Deine Situation nicht optimal ist, optimiere Sie! Wenn Du mehr als 10 Euro in der Stunde verdienst, such Dir eine Putzhilfe, die weniger als 10 Euro verdient und lasse diese den Haushalt machen! Unterm Strich hast Du was verdient und Dich vom Haushaltmachen befreit! Und was für die Allgemeinheit getan!

Mein Rat:
Bleib daheim. Der Junge ist noch so klein, und du selber merkst, dass es nicht so ganz richtig ist, denn es geht dir nicht sehr gut dabei.
Familie ist wichtiger als Job und Geld.
Die Möglichkeit, dort auf halbtags nur in die Morgenschicht zu gehen besteht nicht? Sprich doch mal mit deinem Vorgesetzten.
LG
Wieselchen
Taraa am 3. Juni 2008 08:19 So sehe ich das auch! DH!

Versuche einen Job zu finden, mit geringerer Stundenzahl. KEIN Mensch kann alles auf einmal gut machen. Und dein Sohn ist nur einmal Kind...alles gute für euch LG

Moin! Wenn Du selbst das Gefühl hast, daß dir die momentane Situation über den Kopf wächst, würde ich, sofern das finanziell tragbar ist, lieber zu Hause bleiben; vorausgesetzt, der Grund für das momentane "Ich schaf das nicht"-Gefühl ist nicht von kurzer Dauer(zB Streß im Job wg. eines neuen PC-Programms oder so..)Wenn Du seit ein paar Monaten alles unter einen Hut zu bringen versuchst, das aber nicht schaffst, dürfte es ja auch weniger an Anlaufschwierigkeiten liegen, sondern scheint was Generelles zu sein und dann würde ich auf meine innere stimme hören BEVOR du wirklich nicht mehr kannst- indirekt profitiert davon auch dein Sohn, denn wenn die Überforderung nichts vorübergehendes ist, wird sie vermutlich schlimmer, dein schlechtes gewissen auch und letztendlich kämpfst du dich sicher durch, aber zu welchem Preis!? Alles Gute und hab' einen schönen Tag!
Ist es denn in deinem Job nicht möglich, nur die Frühschicht zu machen? Dann wärst du am Nachmittag für dein Kind da. Ich würde dies mal beim Arbeitgeber vortragen und nach einer Lösung suchen. Ich denke mal, dass dein Einkommen gebraucht wird und jeder ist froh, wenn er Arbeit hat. Ist ja auf jeden Fall toll, dass die Oma sich kümmert. Viele Mütter haben nicht die Möglichkeit, dass ihnen jemand aus der Familie hilft.
Versuche einfach mal, die positiven Seiten zu sehen:
Vielleicht wird Dein Kind durch die jetzige Situation einfach selbständiger - und das ist doch wunderbar!
Sicherlich liebt er seine Omas auch. Freu Dich darüber, daß er die Chance hat, seine Omas so gut kennenzulernen! Nicht jedes Kind hat diese Möglichkeit, entweder, weil sie zu weit weg wohnen oder weil sie schon gestorben sind. Dein Kind hat es also richtig gut!
Dein Job macht Dir Spaß? Dann genieße doch diese Zeit auch - und da Du in dieser Zeit Dein Kind gut aufgehoben weißt, brauchst Du Dir auch keine Sorgen zu machen.
Das einzige, was ich an Deiner Stelle ändern würde: ich würde versuchen, eine Stelle zu finden, bei der ich in maximal zwei Schichten arbeiten müßte. Vielleicht geht das ja sogar an Deinem jetzigen Arbeitsplatz. Ich weiß ja nicht, was Du von Beruf bist, aber meistens ist das doch möglich. Du hast einen geregelteren Tagesablauf, das streßt Dich weniger, und Du bist auch zu Hause wieder zu was zu gebrauchen.
Guten Morgen Brittchen, wie nimmt der Kleine das auf, dass ihr beide viel arbeitet? Wenn Du merkst, dass es nicht funktioniert und es Dir schlecht geht und ihr auch mit einem Gehalt zurecht kommt, dann würde ich das mit dem Arbeiten ändern. Ich denke manchmal ist es einfach klüger früher die Reißleine zu ziehen und nicht zu warten bis man nicht mehr kann. Alles Gute, Lorelai!
Brittchen am 3. Juni 2008 08:11 Ich weiß es bei dem kleinen nicht ein zu schätzen,sein Verhalten hat sich sehr verändert,allerdings nicht unbedingt zum negativen.Das Problem ist einfach das Geld,mit einem Gehalt ist es schwierig hin zu bekommen,deshalb habe ich mich entschieden,wieder arbeiten zu gehen.Aber ich Persönlich fühle mich ganz und gar nicht gut dabei.Ich habe dem kleinen gegenüber ein schlechtes Gewissen
Glaube mir, man selbst liegt meist richtig mit seinem Gefühl und darauf solltest Du hören. Vielleicht gibt es eine andere Möglichkeit, wenn Du etwas hinzuverdienen musst, wie z.B wie Wieselchen heschrieben hat, dass es nur ein paar Stunden sind. Zur Not nach einem anderen Job schauen, wo das einfacher ist.
Brittchen, daß sich das Verhalten des Kindes ändert, ist total normal. Es würde sich auch ohne Deinen Job verändern - er ist ja erst 4 1/2 und entwickelt sich immer weiter.

Überlegt doch mal, wieviel Geld Ihr wirklich braucht, und ob es andere Möglichkeiten gibt.
Viele Ideen dazu: www.klicktipps.de/geldtipps-haushalt.php
Guten morgen und DH! FG Seelenlos
dh
Wow! DAS nenne ich eine gute Antwort.