Falscher Kündigungstermin vom Arbeitgeber. Wie vorgehen?

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2 Antworten

Bis längstens zum 08.01.2016 hast Du Gelegenheit, gegen die Nichteinhaltung der Kündigungsfrist zu klagen (die Frist beträgt 3 Wochen ab Zugang der Kündigung), denn ohne Klage würde das Arbeitsverhältnis am 28. enden und nicht am 29.

Wenn der Arbeitgeber in der Kündigung nicht den Zusatz benutzt hat "... oder zum nächstmöglichen Datum" (was dann der 29.02. wäre), müsste er bei erfolgreicher Klage neu kündigen (oder sollte es tun, wenn er erst im Januar Kenntnis von Deiner Klageeinreichung erhalten hat), was wegen der 2-monatigen Kündigungsfrist dann erst wieder zum 31.03. möglich wäre, so dass Du 1 Monat "gewonnen" hättest.

Für die Klage brauchst Du in dieser Instanz noch keinen Anwalt (der auf jeden Fall selbst zu bezahlen wäre); sie ist bei der Rechtsantragstelle des Arbeitsgerichts einzureichen, diese nimmt sie auch zur Niederschrift entgegen und hilft dabei kostenlos bei der Formulierung der Klage.

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Kommentar von Flixilotte
25.12.2015, 14:32

Hallo, das hätte ich mir auch bereits ähnlich gedacht. Es mach sicherlich Sinn, mal nächste Woche bei der Gewerkschaft anzurufen. 

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Das ist ein Versehen, das vorkommen kann. Wahrscheinlich hat es nicht mal der Arbeitgeber selbst zu vertreten. Die Kündigung ist trotzdem gültig, wirkt aber erst zum 29.2. Du wirst also einen Tag länger dort arbeiten müssen und bekommst diesen Tag auch bezahlt.

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Kommentar von Familiengerd
25.12.2015, 14:03

Dieser Tippfehler ist aber trotzdem von Bedeutung in diesem Fall hier!

Denn wenn der Arbeitnehmer sich nicht mit Klage wehrt, endet das Beschäftigungsverhältnis tatsächlich am 28. und nicht am 29.02.

Es sähe anders aus, wenn irrtümlich zum 28.02.2015 gekündigt worden wäre, dann kann davon ausgegangen werden - das dieser Kündigungstermin praktisch nicht zu halten ist -, dass tatsächlich der 29.02.2016 gemeint wäre!

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