Falle immer wieder in alte Verhaltensmuster zurück, was tun?

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2 Antworten

Wirf alle deine Zigaretten weg, nimm dir wohl möglich Nikotinpflaster oder andere Hilfen zur Hilfe um vom Rauchen weg zu kommen.
Schreib auf einen Zettel warum du aufhören willst zu rauchen/trinken, und nicht nur sowas wie "weil es gesünder ist", sonder mach dir wirklich Gedanken darüber, wenn es dir wirklich so wichtig ist.
Höre an den Wochenenden auf Feiern oder trinken zu gehen, lad dir lieber ein paar Freunde zu dir ein und kocht was gemeinsam oder geht ins Kino oder beschäftige dich mit dir selbst. Ablenkung ist immer wichtig.
Versuche das ganze 21 Tage durchzuhalten, man sagt immer, dass es 21 Tage dauert, bis man sich an eine neue Angewohnheit gewöhnt hat. Nimm deinen Zettel immer mit und schau drauf wenn du in die Gelegenheit kommst zu rauchen oder zu trinken, wenn du in einem Restaurant bist bestell erstmal Wasser, geh dann einen Moment raus und atme durch. Wenn du mit Freunden zusammen weg gehst werde der Fahrer, dann kannst du kaum bis gar nichts trinken. Erinner dich einfach immer dran, warum du aufhören willst.

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Kommentar von vonGizycki
25.09.2016, 17:10

Grüß Dich aidens!

Eine Übung hilft ganz gut, wenngleich das natürlich nicht alles ist.

Hast Du schon mal ausgerechnet wieviel Zeit zusammenkommst, wenn Du rauchst und trinkst? Über den Tag und dann über den Monat? Jede Zigarette braucht Zeit um sie zu rauchen und jedes Bier oder jeder Alkoholgenuss ebenso.

Du wirst Dich wundern, was da zusammenkommt unbd wieviel Zeit Du tatsächlich verplemperst.

Es geht um das Maß, das Du einhalten solltest. Aber Nikotin und auch Alkohol machen süchtig.

Nun gut, wenn Du nichts rauchst und nichts trinkst (Alkohol) tust, hast Du plötzlich Zeit und dann musst Du sie mit etwas füllen. Alle Handbewegungen und Rituale beim Rauchen wie Geld suchen, der Einkaufsweg, das öffnen der Schachtel, das Entnehmen der Zigarette, das Suchen nach dem Feuerzeug, das Anzünden, das suchen nach dem Aschenbecher, das abstreifen der Asche und das ausdrücken der Zigarette und die Gelegenheiten, bei denen man raucht, alles ist ritualisiert und derart verinnerlicht, das einem was fehlt, wenn mans nicht mehr tut.

Deshalb muss Du beim Unterlassen etwas anderes tun und die Zeit füllen. Und das solange, bis Du keinen Drang mehr verspürst. Das hat zur Folge, das sich Dein Lebensablauf völlig verändert. Und es istz dann klar, das diese freigewordene Zeit mit Sinnvollem gefüllt wird.

Für das Rauchen gilt dann auch, das man dann bis man keinen Drang mehr verspürt, früh ins Bett geht, kein Fernsehen mehr guckt oder am PC hantiert und auch am besten die Gesellschaft vermeidet, die einen zum Rauchen verleitet. Das sind alles Auslöser dafür.

Und was ganz wichtig ist. Viel trinken, mindestens 3 Liter am Tag, wenn nicht noch mehr, denn das Nikotin ist wasserlöslich und muss ausgeschwemmt werden.

Und wenn Du alles das 6 - 8 Wochen durchhältst, dann hast Du die anderen Verhaltensweisen in ähnlicher Form verinnerlicht, wie das Rauchen oder das Trinken. Bei Alkohol glit aber: Das erste Glas stehen lassen und das zweite Glas wird dann auch zum Ersten, das dann wieder stehegelassen werden muss, usw.

Beim Rauchen kann auch eine schrittweise Reduzierung des Nikotins durch Nikotinpflaster zusätzlich helfen.

Natürlich bekommst Du Entzugserscheinungen, aber die sind überwindbar. Dabei wäre es durchaus sehr hilfreich, sich in psychologische Beratung zu begeben, damit der Wille zum Durchhalten gestützt wird.

Du Dein Leben verändern wollen, sonst geht es nicht.

Ein Satz von Albert Schweitzer kann da auch mental helfen:

Ich bin Leben das leben will, inmitten von Leben, das leben will.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

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Ja- hole Dir professionelle Hilfe um Dein Suchtverhalten zu verändern. Du kannst traurigerweise auch so lange warten, bist Du richtig tief unten bist. Dazu verführt Dich Dein innerer Schweinehund sehr gerne.

Extrem hilfreichist es auch, sein Umfeld radikal zu verändern.

Alles Gute!

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