Frage von chandelierex, 70

Fall 6 ist die Kündigung nach Widerruf noch wirksam?

Siehe Anhang

Expertenantwort
von uni1234, Community-Experte für Recht, 27

Ich würde sagen, dass die Kündigung wirksam ist. Eine Willenserklärung kann nur widerrufen werden bis sie der anderen Partei zugeht (§ 130 Abs. 1 BGB).

Die Kündigung ist spätestens am Morgen nach dem Einwurf zugegangen. Zu diesem Zeitpunkt war mit der Kenntnisnahme zu rechnen. Daher war ein Widerruf nicht mehr möglich.

Der Widerruf geht daher ins Leere.

Arbeitsrechtlich würde man ihn allenfalls als Angebot zum Abschluss eines neuen Arbeitsvertrags umdeuten. Aber ich denke dass Dich das an dieser Stelle nicht interessiert ;)

Antwort
von TheAllisons, 42

Man kann sehr wenig lesen, da sieht man nur die halben Sätze. Kann man nichts sagen

Kommentar von chandelierex ,

A wirft den Widerruf erst  nächsten Tag (1.Februar) um 15 Uhr bei B ein. Dieser leert seinen Briefkasten ausnahmsweise erst um 16Uhr.Dabei liest er den Widerruf.Ist die Kündigung wirksam?

Kommentar von chandelierex ,

'Er liest den Widerruf zuerst

Antwort
von qugart, 17

Im Zweifel würde ich den Lehrer/Professor fragen.

Antwort
von Bartstoppel1902, 22

Hallo chandelierex, 

eine Kündigung kann nicht wiederrufen werden. Ich kann dir leider auswendig keine Paraghaphen nennen. Für was lernst du da? 

Kommentar von uni1234 ,

Eine Kündigung ist eine Willenserklärung. Willenserklärungen können widerrufen werden bis sie der anderen Partei zugehen.

Daher kann auch eine Kündigung widerrufen werden.

Kommentar von Bartstoppel1902 ,

Ganz sicher nicht. Ich habe keine Gesetzestexte zur Hand um dir diese zu zeigen, aber mit der Frage wurde sich ja schon oft beschäftigt: 

Weil ei­ne Kündi­gung da­durch recht­lich wirkt, daß sie dem an­de­ren ge­genüber erklärt wird, kann sie nach Zu­gang beim an­de­ren nicht ein­sei­tig "zurück­ge­nom­men" wer­den. Der­je­ni­ge, der die Kündi­gung ein­mal rechts­wirk­sam aus­ge­spro­chen hat, kann ih­re recht­li­chen Wir­kun­gen (Ver­trags­be­en­di­gung) da­her nicht nachträglich durch Rück­nah­me be­sei­ti­gen.

Die Rück­nah­me ei­ner Kündi­gung ist viel­mehr recht­lich als ein An­ge­bot zu wer­ten, das durch die Kündi­gung be­en­de­te Ar­beits­verhält­nis ein­ver­nehm­lich fort­zu­set­zen. Die­ses An­ge­bot muß der gekündig­te Ver­trags­part­ner aber (selbst­verständ­lich) nicht an­neh­men.

Kommentar von franneck1989 ,

Weil ei­ne Kündi­gung da­durch recht­lich wirkt, daß sie dem an­de­ren
ge­genüber erklärt wird, kann sie nach Zu­gang beim an­de­ren nicht
ein­sei­tig "zurück­ge­nom­men" wer­den.

Etwas anderes hat uni1234 auch nicht behauptet - lies nochmal genau

Kommentar von Maximilian112 ,

Nach § 130, Absatz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) wird eine Willenserklärung dann nicht wirksam, wenn der Widerruf dem Vertragspartner vor dem Erhalt des Kündigungsschreibens oder gleichzeitig zugeht. So kannst du die Kündigung noch widerrufen, wenn du sie beispielsweise als Brief verschickt hast und dieser den Empfänger noch nicht erreicht hat. 

https://www.volders.de/ratgeber/widerruf/kuendigung#wann

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