Frage von mago125, 78

Fahrzeug von der Straße fahren?

Hallo Leute, Wollte mal wissen ob ein Jugendlicher bei Gefahr in Verzug ein Fahrzeug von seiner Mutter ect. Ohne fahrerlaubnis Wenn diese aus driftigen gründen verhindert ist dass auto von der straße fahren darf weil sonst noch jmd rein krachen könnte .. (Bei einem Unfall)

Antwort
von peterobm, 71

Nein, dafür gibt es die Warnblinkanlage und das Warndreieck. Du darfst max. Schieben.

Kommentar von blackhawk2014 ,

Naja, wenn es ein z.B. medizinischer Notfall ist und das Auto mitten auf der Autobahn liegen bleibt?

Dann würde ich nicht aussteigen und das Warndreieck aufstellen wollen, wenn Autos mit 150 an mir vorbeirauschen. Dann lieber versuchen umzusteigen und das Auto beiseite fahren, wo dann auch richtig geholfen werden kann.

Einfach mal weiter denken.

Da würde einen nach niemand für verurteilen, wenn da ein 15 jähriger fahren würde

Kommentar von imager761 ,

Einfach mal weiter denken.

Das tun wir: Wenn du dich außerstande siehst, auf einer Autobahn die Geschwindigkeit der heranrasenden Fahrzeuge einzuschätzen, um am Rand ein Warndreieck aufzustellen, zu unbedarft, den deutlch erkennbaren Schalter der Warnblinker einzuschalten, bist du garantiert  außerstande, dies im Rückspiegel zu können oder ein Fahrzeug zu führen :-O.

Und kein "medizinischer Notfall" ist so akut, dass man mitten auf dem Fahrstreifen hält, statt rechts rauszulenken.

Du spinnst dir hier was zusammen, um Fahrstunden nehmen zu dürfen.

Expertenantwort
von imager761, Community-Experte für Recht, 58

Nein. Er darf die Warnblinkanlage einschalten, ein Wandreieck zur Absicherung der Gefahrenstelle aufstellen, einen Führerscheininhaber um Hilfe bitten oder bis dahin auf das Eintreffen von Befähigten warten, so er es denn nicht mit Muskelkraft von der Strasse schieben könnte :-O

G imager761

Antwort
von Nordseefan, 78

Nein, auch dann nicht. Eigentlich. Wenn aber wirklich nur der Jugendliche da ist und es sonst um Leben oder Tod geht oder um eine echte Gefahr, dann wird dir niemand einen Strick daraus drehen.

Diese Situation dürfte aber eher kaum eintreten.

Antwort
von Niedersachse74, 51

Und aus "driftigen" Gründen schon gar nicht. Driften ist verboten *Ironie off*

Kommentar von Niedersachse74 ,

👍

Antwort
von pilot350, 65

Ja genau und wenn er es fährt und es kracht genau dann jemand rein? Ohne Fahrerlaubnis darf niemand ein Fahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr bewegen.

Kommentar von claushilbig ,

Oh, gut zu wissen, dann werde ich meinen Kindern kein Mofa kaufen - das dürfen sie ja nicht mal schieben, denn das wäre ja auch "Bewegen" ...
;-)

Antwort
von Meandor, 35

Ein Auto von der Straße fahren, weil "eventuell" jemand reinknallen könnte, ist NIE Gefahr im Verzug, sondern Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Wer keinen Führerschein hat, führt im öffentlichen Verkehr kein Fahrzeug. Punkt.

Kommentar von ginatilan ,

Wer keinen Führerschein hat, führt im öffentlichen Verkehr kein Fahrzeug.

selbstverständlich gibt es Fahrzeuge die keinen Führerschein benötigen, z.B ein Mofa

PUNKT

Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Recht, 67

Grundsätzlich geht es.

Er könnte sich auf eine Notstandshandlung (§ 34 StGB) berufen. Danach könnte man zum Schutze eines Rechtsgutes ein minderes Rechtsgut verletzen, soweit es nicht anders geschützt werden könnte.

Allerdings würde er sich  in deinem Beispiel nicht darauf berufen können, denn zur Abwehr einer abstrakten Gefahr ("es könnte jemand reinkrachen") ist die Notstandshandlung nicht zulässig.

Zulässig wäre es m.E., wenn z.B. der Fahrer des Kfz ohnmächtig würde und der Jugendliche Beifahrer das Fahrzeug an den Straßenrand lenkt.

Kommentar von imager761 ,

Grundsätzlich geht es. Er könnte sich auf eine Notstandshandlung (§ 34 StGB) berufen.

Rechtsirriger Blödsinn. Ein Blick in das Gesetz vermeidet Geschwätz und dient der Rechtsfindung :-O

Vlt. solltest du die herangezogene Rechtsnorm erst einmal lesen und verstehen, bevor du solch einen hanebüchenden Quatsch verbreitest :-O
§ 34 StGB beginnt mit "Wer in einer gegenwärtigen, nicht anders abwendbaren Gefahr ..." was hinlänglich ausführt, dass der Fragesteller ein halbes Dutzend anderer Möglichkeiten zur Gefahrenabwendung einsetzen kann, damit muss, bevor er sich darauf berufen könnte :-O

G imager761

Kommentar von furbo ,

Du scheinst meinen Merksatz"...Text lesen, bemühen ihn zu verstehen und dann erst antworten..." nicht verstanden haben. 

Aber auch wenn du ihn nicht verstehst oder nicht beherzigen willst, solltest du eine gewisse Höflichkeit an den Tag legen. Das gebietet einfach der Anstand. 

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Anstand

Kommentar von imager761 ,

Leider ist dies nicht dein erster Beitrag, der scheinbar substantiierte Rechtskenntissse beinhaltet, die den Eindruck erwecken, du würdest etwas von Recht verstehen oder helfen wollen.

Hier solte man nur antworten, wenn man sich beim Schreiben in den Fragesteller hineinversetzen will: „Würde mir diese Antwort an seiner Stelle wirklich weiterhelfen?"  oder Kommentare verfasst, die den Fragestellern wie Nutzern dieses Forums wirklich weiterhelfen.

Kommentar von AalFred2 ,

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. In Anbetracht der Tatsache, dass deine falschen Antworten im Rechtsbereich im deutlich zweistelligen Prozentbereich liegen, bist du wohl der falsche, um andere zu ermahnen.

Kommentar von franneck1989 ,

§ 34 StGB beginnt mit "Wer in einer gegenwärtigen, nicht anders abwendbaren Gefahr ..." was hinlänglich ausführt, dass der Fragesteller ein halbes Dutzend anderer Möglichkeiten zur Gefahrenabwendung einsetzen kann, damit muss, bevor er sich darauf berufen könnte :-O

Hat furbo hier denn etwas anderes behauptet?

Er führt ja aus, dass es grundsätzlich die Möglichkeit einer Notstandshandlung gem. §34 StGB gibt, dies aber in diesem Falle allein schon dadurch nicht zur Anwendung kommen kann, da keine konkrete Gefahrenlage vorliegt.

Ich finde daran nichts auszusetzen

Kommentar von claushilbig ,

Ich weiß nicht, worüber Du Dich hier aufregst? Genau das steht doch in furbos Beitrag! Hast Du mehr als die ersten zwei Sätze gelesen? 

Er schreibt doch, man dürfe "zum Schutze eines Rechtsgutes ein minderes Rechtsgut verletzen, soweit es nicht anders geschützt werden könnte", und das dies im geschilderten Fall wohl nicht gegeben ist.

So unwahrscheinlich ist übrigens seine "fiktive" Situation gar nicht - es lief neulich ein Video durchs Internet: Ein Busfahrer ist am Lenkrad zusammengebrochen, ein Jugendlicher ist aufgesprungen und hat den Bus an den Fahrbahnrand gelenkt und zum Stehen gebracht. Der Jugendliche wurde sicherlich nicht für seine Handlung belangt, sondern sogar ganz im Gegenteil als "Held des Tages" gefeiert.

Kommentar von furbo ,

Danke für deinen Beitrag. 

Ich hab mir zur Verdeutlichung ein Beispiel aus den Fingern gesaugt, aber nie vermutet, dass meine Fiktion so nahe an der Realität ist. 

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