Frage von racing01, 79

Fahrzeug gekauft am nächsten Tag liegen geblieben vieles kam nachhinein raus.?

Hallo Zusammen,

seit Gestern mache ich die Hölle durch und brauche dringend euren Rat da ich wirklich nicht mehr weiter weiß. Angefangen hat das ganze Spiel, als ich mir vorgestern ein gebrauchtes Fahrzeug gekauft habe.

Angekommen bei der Privatperson stand das Auto vor einer Werkstatt. Dem "eigentlichen" Verkäufer des Fahrzeugs bin ich nicht begegnet, stattdessen kam der Werkstattbesitzer raus und sagte zu mir das der Verkäufer auf der Arbeit ist und er aber soweit alle unterlagen bereit gelegt hat sowie den Kaufvertrag bei sich im Büro liegen hat der bereits vom Verkäufer komplett ausgefüllt und Unterschrieben ist.

Der Werkstattbesitzer hat mir gesagt das dass Auto von Moos übersät war, und aus diesem Grund die Scheinwerfer und die Frontscheibe ausgetausch wurden. Probefahrt und die Besichtigung habe ich gemacht, wo alles in Ordnung war weswegen ich das Auto natürlich auch gekauft habe. Am nächsten Tag wollte ich zur Arbeit fahren da ich noch die Kurzkennzeichen drauf hatte Keine 10 Minuten gefahren hat es gequalmt und der Keilriemen ist gerissen. Habe natürlich das Fahrzeug heute zur meiner Werkstatt abschleppen lassen, und es stellte sich heraus das der Klimakompressor defekt ist und ein schaden von ca. 800 Euro. Außerdem ist der Turbolader undicht, das Getriebe undicht, und die Manschetten defekt und das ganze bei 30.000 km wobei der Werkstattbesitzer von dem ich das Auto gekauft habe, gesagt hat, es befindet sich in wie in einem neuen Zustand und würde von unten noch wie Neu aussehen, da er die letzten Inspektionen von dem Fahrzeug gemacht hat wovon ich auch die Rechnungen erhalten habe. Meine Werkstatt hat das ganze überprüft und hat gesagt das dieses Fahrzeug niemals die 30.000 km gelaufen ist, da die abnutzen am Lenkrad und der allgemeine Innenraum Zustand komplett abgenutzt ist sowie der Motorraum nicht aussieht wie es bei 30.000 km aussehen sollte.Daraufhin hat er das Auto genau unter die Lupe genommen und die ganzen Defekte wie oben schon erwähnt, festgestellt.

Mir sind jetzt nun noch ein paar sachen aufgefallen die mir ein wenig seltsam vorkommen und mir grosse Sorgen bereiten.

  1. Im Kaufvertrag steht der name von dem eigentlichen Verkäufer allerderdings die adresse von dem werkstattbesitzer wo ich mir ja das auto angeschaut und gekauft habe. im Fahrzeugbrief +Fahrzeugschein steht zwar der selbe Name vom Verkäufer allerdings wieder eine andere Adresse, ich schätze mal seine richtige Adresse.

2.Die telefonnumer wo die ganze zeit kommuniziert wurde (Whatsapp), wo ich dachte es handelt sich um den Verkäufer ist wohl aber nach allem anschein die Telefonnummer von dem Werkstattbesitzer wobei er zu mir sagte es sei die nummer vom verkäufer.

  1. Die Rechnungen (Kopie) von der Werkstatt die ich bekommen habe, sind auch im Scheckheft eingetragen, aber mit komplett anderem KM Stand sowie anderen Zeitpunkten.

Jetzt meine Frage was kann ich machen in so einem Fall, habe ich Chancen das Fahrzeug zurück zu geben? Ich brauche eure Hilfe.

Antwort
von Interesierter, 46

So wie ich die Sache sehe, ist zumindest rechtlich gesehen, ein Privatverkäufer dein Vertragspartner. Weiter gehe ich mal davon aus, dass die Gewährleistung per Vertrag ausgeschlossen wurde. Das macht die Sache schwieriger. 

Als zielführendsten Ansatzpunkt sehe ich den Kilometerstand an. Steht der Kilometerstand im Kaufvertrag und dieser ist nachweislich nicht korrekt, handelt es sich um das Fehlen einer vertraglich zugesicherten Eigenschaft. 

Dies ist Grund genug für eine Rückabwicklung des Kaufvertrages. Im Raum steht hier auch der Vorwurf des Betruges. 

Deswegen wäre es wohl das Sinnvollste, den Verkäufer schriftlich (Einwurf-Einschreiben) mit dem Vorwurf zu konfrontieren und unter Fristsetzung von einer Woche Rückabwicklung zu fordern. Eine Anzeige wegen Betruges kannst du dir in dem Schreiben gleich vorbehalten. Das erzeugt ein gutes Maß an Druck. 

Dann musst du abwarten was passiert. Wenn du Glück hast, lenkt der Verkäufer ein. Wenn du Pech hast, musst du den Rechtsweg beschreiten, der dauert und nicht unbedingt dein Geld wieder bringt. Wenn du Pech hast, gibt es den ominösen Verkäufer gar nicht oder dieser hat das Geld nicht mehr. Um etwas Sicherheit in die Sache zu bringen, wäre es gut, gleichzeitig auf die Suche nach dem "Verkäufer" zu gehen, diesen ausfindig zu machen und seinen Hintergrund etwas zu durchleuchten. 

Antwort
von franneck1989, 45

Du hast zwei große Probleme:
1. Wahrscheinlich stimmen ja die Daten des Verkäufers nicht. Hast du dir einen Ausweis zeigen lassen? Das sollte man immer machen. Gegen wen willst du jetzt also deine Forderung stellen? Warst du alleine?
2. Du müsstest dann auch nachweisen dass du absichtlich getäuscht wurdest. Wenn der Verkäufer das abstreitet bliebe nur ein teures Verfahren inklusive Gutachten, mit ungewissem Ausgang.
Ich vermute du wurdest hier über den Tisch gezogen. Du kannst natürlich auch eine Anzeige wegen Betrugs probieren, aber viel wird dir das erst mal nicht bringen

Kommentar von Interesierter ,

Der beste Ansatzpunkt dürfte der Kilometerstand sein. Hoffentlich steht dieser im Vertrag. Wenn ja, dürfte unschwer zu erkennen sein, dass dieser getürkt ist. Das wäre das Fehlen einer vertraglich zugesicherten Eigenschaft. Hiermit könnte der schwierige Beweis der "arglistigen Täuschung" umgangen werden.

Die Mängel an sich sind bei einem Privatverkauf immer ein steiniger Weg, der selten wirklich zum Ziel führt, da der o.g. Nachweis der arglistigen Täuschung nur schwer zu führen ist. Deswegen würde ich vorschlagen, dass der Fragesteller sich mit diesen nicht allzu lange aufhalten sollte. 

Antwort
von racing01, 38

erst einmal bedanke ich mich für die schnellen Antworten.

Da ich die Handynr. des Werkstattbesitzer habe werde ich mich mit ihm in Verbindung setzen und die Telefonnr des "eigentlichen Besitzer" verlangen. Durch den Fahrzeugbrief habe ich zumindest schonmal die richtige Adresse von dieser Person.

Wie sieht es denn aus mit den Inspektionen die falsch angegeben wurden entweder sind diese im Serviceheft falsch angegeben oder auf der Rechnung ist dies auch nicht ein fall von Betrug? Denn z.B der Zahnriemen ist laut Serviceheft letztes Jahr gemacht worden, aber auf der Rechnung steht das dieser vor 2 Monaten gemacht wurde.

Natürlich wurde der KM Stand im Kaufvertrag angegeben.

Antwort
von racing01, 14

mir ist da noch was aufgefallen und zwar, im Kaufvertrag steht 1 Vorbesitzer aber im Fahrzeugbrief sind 2 Eintragungen von 2 verschiedenen Personen, habe ich dadurch bessere Chancen das Fahrzeug zurück zu geben?

Antwort
von JollySwgm, 43

Auch dir am besten einen Anwalt!

Der kann dich beraten ob du evtl eine Chance hast den Kaufvertrag für nichtig zu erklären. Oder ob du vielleicht die Werkstatt dazu bringen kannst, das sie dir eine Garantie geben kannst.

Das ist aber alles nicht wirklich klar. Darum auch die rechtliche Hilfe!

Antwort
von Floddi, 50

Nein, bei Privatverkauf ist der Umtausch ausgeschlossen. Da der werkstattbesitzer dir kein rechtliches Gutachten ausgestellt hat, hast du nichts worauf du dich berufen kannst. Versuch es vielleicht mit einem Anwalt zu bereden, vielleicht weiß der noch ne Möglichkeit

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