Frage von Sunnycat, 156

Fahrradunfall und ein paar Fragen dazu?

Mein Sohn (13) ist gestern mit seinem Fahrrad auf ein vor ihm bremsendes Auto (er meinte das Auto hätte eine Vollbremsung gemacht?) aufgefahren, Polizei war nicht da.

  1. Er hat sich dadurch eine kleine Platzwunde (1 cm) an der Hand zugezogen, diese ging gestern Abend nochmal auf und hat stark geblutet, die Blutung konnte aber erfolgreich gestillt werden, desweiteren hat er Prellungen an den Oberschenkeln, angeblich hat er keine Schmerzen, sollten wir dennoch zum Arzt/ins Krankenhaus?

  2. Bei dem Unfall wurde das Auto beschädigt, sind wir nun voll haftbar, oder haben nur eine Teilschuld wegen der (angeblichen?) Vollbremsung?

  3. Am Auto ist "nicht viel" es ist wohl "nur" das Rücklicht kaputt, was meint ihr, was das an einem Fiat Punto kostet? Wobei man evtl. Lackschäden nicht ausschließen kann..., ich war nicht dabei und habe es nicht gesehen.

  4. Übernimmt den Schaden die Haftpflichtversicherung (degenia premium)?, hat jemand schon Erfahrung mit diesem Versicherer gemacht?

  5. Könnte es u.U. sinnvoll sein, wenn es wirklich nur ein Bagatellschaden (max. 150 Euro) ist , diesen selbst zu regulieren, wegen evtl. Kündigung seitens der Versicherung, falls noch einmal was passiert.....?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von LiselotteHerz, 94

Die Polizei nicht zu holen, war hier ein Fehler.

Aber die Haftpflichtversicherung übernimmt solche Schäden, dafür hat man sie ja. Ein Rücklicht kann unmöglich soviel kosten und wenn ihr eine Versicherung mit Eigentanteil habt, ist es weit sinnvoller, das einfach zu zahlen, statt in der Versicherung hochgestuft zu werden.

Gekündigt werdet ihr da nicht, aber ihr müsst - wenn ihr die Versicherung in Anspruch nehmt - künftig höhere Versicherungsbeiträge zahlen müssen.

Wegen der Teilschuld steht jetzt hier Aussage gegen Aussage, ihr könnt es natürlich darauf ankommen lassen, und einfach nicht zahlen. Aber dann braucht ihr früher oder später evtl. einen Anwalt und der will auch Geld haben.

Ich würde vorsichtshalber mit meinem Sohn mal zu einem Unfallarzt, nicht dass er noch irgendwelche Verletzungen hat, die ihr selbst nicht zum derzeitigen Zeitpunkt feststellen könnt. lg Lilo


Kommentar von Apolon ,

 Gekündigt werdet ihr da nicht, aber ihr müsst - wenn ihr die Versicherung in Anspruch nehmt - künftig höhere Versicherungsbeiträge zahlen müssen.

Wie kommst du auf solch eine Idee ?

Weshalb soll der Versicherer die Versicherungsprämie erhöhen ?

Antwort
von MERCfan, 68

Ich denke ihr werdet das zahlen müssen. Da es ja heißt das man immer so fahren muss das man rechtzeitig bremsen muss bevor man dem Vordermann/frau auffährt. Wenn ihr allerdings Zeugen habt die gesehen haben das er ohne Grund gebremst hat also auch bei einem Kleintier (z.B. Hase oder Katze), hat er entweder eine Teil- oder Ganzschuld, kommt dann darauf an was die Zeugen über das Fahrverhalten Ihres Sohnes sagen. Falls es so war das ihr meint das das Auto ohne grund gebremst hat, solltet ihr auf jedenfall den Arzt aufsuchen um das zu Attestieren für eine eventuelle Schmerzensgeldklage oder einfach nur für eine Anzeige gegen den Autofahrer.

Kommentar von LiselotteHerz ,

Für Dich ist ein Tier kein Grund zu bremsen? Interessant, ich muss schon sagen.

Kommentar von martinzuhause ,

ein kleintier ist kein grund eine vollbremsung zu machen

Kommentar von MERCfan ,

Schon. Aber rein rechtlich gesehen ist ein kleintier kein Grund für eine Bremsung.

Kommentar von MERCfan ,

Kleiner Zusatz: Ich hoffe Ihr Sohn hat den Schaden mit Fotos Dokumentiert. Kann wichtig werden.

Antwort
von AssassineConno2, 59

Also zum Unfall: 1. Wenn er eine Vollbremsubg hingelegt hat, dürfte ihren Sohn keine Schuld treffen, der Autofahrer müsste dann eher ihrem Sohn Schmerzensgeld sowie Schäden am Fahrrad bezahlen (ihn trifft die Vollschuld bei einer Vollbremsung).
2. Die Polizei muss bei Unfällen über 1000€ Schaden informiert werden. Jedoch kann ich hier zur Schadenshöhe nichts sagen, da ich keine Bilder etc. habe.
3. Hoffe ich jedoch dass es Zeugen gab die die Aussage ihres Sohnes bestätigen können?

Kommentar von MERCfan ,

Naja es gilt ja der Grunsatz das man immer so fahren muss das man rechtzeitig bremsen kann bevor man dem vornedrann auffährt. Es sei denn es die Bremsung ist nicht gerechtfertigt (z.B. man bremst wegen eines Kleintieres) Von daher wäre ich mir im 1. Punkt nicht so sicher.

Kommentar von AssassineConno2 ,

Da hast du natürlich Recht. aber mit einer Urplötulichen Vollbremsung muss man denke ich nicht rechnen.

Kommentar von MERCfan ,

Ja, im prinzip kann man ja auch nicht unbedingt damit rechnen. Aber man muss ja auch vorrausschauend fahren. Gut es gibt allerdings auch genug Situationen in denen man es nicht erkennen kann wann wahrscheinlich gebremst wird und man auch langsamer und bremsbereit sein sollte. Aber dann trift auch den Fahrer keine schuld. Dann bleibt nur der Sachschaden. Es sei denn es ist jemand auf die straße gelaufen dann hat natürlich derjenige schuld, da er anscheinend nicht geguckt hat und muss in der regel für alle Schäden aufkommen.

Kommentar von MERCfan ,

... Aber in solch genauen Schuldfragen kenn ich mich nicht aus.

Kommentar von AssassineConno2 ,

solch genaue schuldfragen können wir hier auch nicht klären. Wir waren bei dem Unfall ja nicht dabei.

Antwort
von martinzuhause, 74

es wäre da sinnvoll gewesen die polizei zu holen. der eigentümer des autos findet evtl. noch schäden für 1000euro die vorher nicht da waren

Kommentar von AssassineConno2 ,

naja...dann habdelt es sich immerhin um Unfallflucht ;)

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