Frage von flipflop1710, 69

Muss ich das gelieferte Fahrrad nun bezahlen oder kann ich es zurückgeben?

Ich habe Anfang Dezember in einem Fahrradläden ein Fahrrad bestellt, da es nicht vor Ort zur Verfügung stand. Das Fahrrad wurde bestellt und geliefert ans Geschäft. Dann kam ich ins Krankenhaus, könnte es also nicht abholen. Und 2 Wochen später habe ich genau dieses Fahrrad geschenkt bekommen! 

Wie ist jetzt die Rechtslage? Muss ich das Fahrrad trotzdem kaufen? Ich habe nichts anzahlen müssen, allerdings droht mir DAS GESCHÄFT NUN, selbst wenn ich es nicht kaufe müsse ich mind. Die Hälfte des Fahrrads bezahlen (in diesem Fall 200€ ).

Für antworten bin ich euch dankbar.

Lg

Antwort
von bemerkenswert, 28

Du gibst das geschenkte Fahrrad zurück, die kriegen das Geld wieder und geben dir bar den Geldbetrag dieses Fahrrads und du kaufst dann von dem Geld das Fahrrad im Geschäft.

Kommentar von brennspiritus ,

gute Idee

Antwort
von brennspiritus, 47

Du hast es schon gekauft, indem du es im Laden geordert hast. Sie sind im Recht.

Vielleicht kannst du dich mit ihnen einigen, dass es im Laden bleibt und verkauft wird und du nur eine kleine Gebühr für deren Umstände bezahlst.

Oder mitnehmen und selber verkaufen.

Antwort
von doesanybodyknow, 25

Der Laden macht doch keinen Verlust. 

Lass dich nicht unter Druck setzen. Wenn du nichts unterschrieben hast, wird es ziemlich schwierig dich zur Zahlung zu zwingen.

Kommentar von RobertLiebling ,

Der Laden macht doch keinen Verlust.

Aber evtl. entgeht ihm Gewinn? (§ 252 BGB)

Antwort
von RobertLiebling, 26

Der Kaufvertrag über das Fahrrad wurde rechtsverbindlich abgeschlossen. Wenn Du nun Deine Pflichten aus dem Kaufvertrag (§ 433 BGB) nicht erfüllst, hat der Vertragspartner einen Schadenersatzanspruch (§§ 280, 249, 252 BGB).

Antwort
von kenibora, 23

Gekauft ist gekauft...aber Du selbst hast doch die Möglichkeit privat über Anzeigen, eines etwas günstiger wie der Kaufpreis, zu verkaufen...! Selbst das Fahrradgeschäfte könnte Dir, nach Absprache, dabei behilflich sein

Antwort
von LonelyBrain, 39

Hast du eine verbindliche Bestellung o.ä. unterschrieben? Falls nein haben sie nichts in der Hand und die Bestellung war unverbindlich. Daher bist du auch keinerlei Verpflichtung eingegangen.

So würde ich das jedenfalls - als Nichtjurist - einschätzen.

Kommentar von brennspiritus ,

Da ist nix unverbindlich - Handschlaggeschäfte sind gültige Verträge.

Kommentar von flipflop1710 ,

Ich habe nichts unterschrieben! Aber habe mir sowas schon gedacht, das mündlich ein Vertrag abgeschlossen wurde :-/

Kommentar von ghost40 ,

Tja, das schätzt du eben total falsch ein! Schon mal was von Formfreiheit gehört?

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