Frage von Flummy86, 26

Fahrkostenzuschuss seitens Arbeitgeber für Studenten mit Semesterticket?

Ist es legitim, dass dieser Zuschuss nur in Höhe von 50% geleistet wird? Oder kann man dagegen vorgehen? Immerhin kostet auch ein Semesterticket nicht wenig Geld und hat derjenige gravierende finanzielle Nachteile dadurch, dass er studiert - wie kann es also sein, dass ihm nur 50% gezahlt werden?

Antwort
von wilees, 20

Solange Du Dein Ticket nicht nutzt, um Fahrten für das Unternehmen zu tätigen, braucht Dir ein Arbeitgeber überhaupt keinen Fahrtkostenzuschuß zu gewähren.

Antwort
von konstanze85, 15

Es ist deine freie entscheidung zu studieren.

Und ein arbeitgeber ist nicht verpflichtet dir überhaupt einen fahrkostenzuschuss zu geben, sofern du diese fahrten nicht für ihn machen musst. das ist ein bonus von ihm. also würde ich die 50% nehmen und mich nicht beklagen.

Antwort
von Gerneso, 6

Immerhin kostet auch ein Semesterticket nicht wenig Geld

Ja und? Du hast Dir das Ticket ja nicht extra aufgrund der Arbeitsstelle gekauft sondern brauchst es als Student.

Somit hast Du ja "sowieso" ein Ticket und keine extra Kosten für den Arbeitsweg. 

Von daher ist alles was der AG Dir als Fahrtkosten gibt als großzügig anzusehen.

Oder hättest Du weniger Ausgaben wenn Du den Job nicht hättest?

Antwort
von Sonnenstern811, 17

Versuch es einfach. Dann merkst du ja was passiert. Dein Studium ist allerdings deine ganz ureigene Sache.

Wenn  deine Kollegen mehr verdienen, vermute ich, sie hatten eine Ausbildung  für die Tätigkeit. Ansonsten sprich ihn besser darauf an als auf höheren Zuschuss.

Kommentar von Flummy86 ,

Hä? Erstens, inwiefern soll es relevant sein, dass - und ich möchte betont haben, dass ich diese Denkweise zum Erbrechen finde - ein Studium meine "ureigene Sache" sei; anders gefragt, warum zum Teufel sollte mein Arbeitgeber einen Vorteil dadurch haben, dass ich studiere? oO Zweitens, die Arbeitskollegen haben KEINE dahingehende Ausbildung, die sind exakt so unausgebildet wie ich. Im Gegenteil, manche haben (deutlich) niedrigere Schulabschlüsse, worauf ich an sich definitiv nicht rumreiten möchte - aber WENN man schon nach Qualifikationen fragt, bringe ich gerne auch dieses Argument an. Und ich wurde nicht von Mami und Papi bis zum Studium gezogen.

Kommentar von SirKermit ,

"dass - und ich möchte betont haben, dass ich diese Denkweise zum Erbrechen finde - ein Studium meine "ureigene Sache" sei;"
Was ist an der Denkweise verkehrt? Gibt es einen Zwang für dich? Wenn du dich freiwillig dazu entschlossen hast, dann ist es definitiv deine ureigene Angelegenheit. So einfach ist das im harten Leben.

Aber mal anders herum gefragt: was erwartest du? Volle existentielle Absicherung während eines Studiums?

Mal davon abgesehen, ist ein Semesterticket ein von der öffentlichen Hand subventioniertes Ticket. Bezahle deine Fahrkosten als regulärer Arbeitnehmer einfach mal selber. Dann tränen dir die Augen. Wenn dein AG noch 50% dazu gibt, dann ist das doch völlig okay. Und freiwillig, das wurde bereits schon deutlich gesagt.

Kommentar von Flummy86 ,

Halt mal bitte schön den Ball flach. Der Abschluss einer begabungsgerechten Ausbildung ist nicht vollends “meine ureigene Sache”, sondern auch eine Sache im Sinne der Allgemeinheit. Du hast absolut keine
Ahnung, was in bisherigen meinem Leben abgegangen ist, daher ist ein
derartiges Pauschalurteil ziemlich anmaßend.

Während nicht wenigen Studenten ihr Hintern von Mami und/oder Papi zumindest teilfinanziert wird, muss ich trotz mehrerer mich stark
einschränkender Erkrankungen mein VOLLES GELD selbst erwirtschaften.
Und JA, in einem zivilisierten Land ERWARTE ich volle Absicherung
während des Studiums! Ich erwarte bestimmt keine 2000€ pro Monat,
aber eine Grundsicherung auf ALGII-Niveau!
Und tu nicht, als wäre ich mit dem Mindestlohn überbezahlt. Ich bin meinem Arbeitgeber nicht dankbar für meinen Lohn, zumal er ein Viertel zur Führung eines “Zeitkontos” einbehält und ich daher aktuell von 30%
weniger als ALGII lebe. 

Das Geld, das ich dort erhalte, habe ich mir verdient. Und dass der durchschnittliche Arbeitgeber verdammt viel für Bahntickets zahlen muss, ist mir durchaus bewusst - allerdings vergessen hier einige Leute, dass ich durch mein studentisches Leben auch Nachteile habe - ich DARF gar nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten! Wobei ich das in dem Job wohl auch nicht könnte, ohne psychisch zugrundezugehen. 

Und bei maximal 20 Stunden pro Woche, zwangsweiser Führung eines Zeitkontos und Mindestlohn komme ich summa summarum nun mal bei deutlich weniger als dem auf dem im Grundgesetz für jeden verankerten Recht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum basierenden ALGII aus - trotz Arbeit, trotz mehrerer Erkrankungen, trotz eines sehr widrigen Lebenslaufs.



Antwort
von Nemesis900, 21

Dagegen kann man nichts machen. ein Arbeitgeber ist nicht verpflichtet dazu überhaupt einen Zuschuss zu zahlen.

Kommentar von Flummy86 ,

Und es fällt nicht unter Diskriminierung, dass meine Kollegen das Doppelte erhalten?

Kommentar von wilees ,

Dann mache Dir bitte auch bewußt, dass diese Kollegen für deutlich geringere Nutzungsfähigkeit / Strecke wahrscheinlich wesentlich mehr  bezahlen müssen.

Antwort
von hydrahydra, 18

Kein Arbeitgeber wird gezwungen, überhaupt einen Zuschuss zu zahlen.

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