Frage von chefe1967,

Fahrerlaubnis nach 10 Jahren ohne MPU

Hallo zusammen,

mir wurde 1996 der Fs mit 1,4 Promille entzogen,da ich selbstständiger Gastwirt war,mußte ich zur Wiedererteilung eine MPU machen.2003 wurde mir der FS erneut mit 1,4 Promille entzogen.14 Monate Fahrverbot,MPU Vorbereitungsseminar,MPU. Dieses habe ich Alles gemacht,nur bin ich bei der MPU im medizinischen Teil durchgefallen,da ich zu dieser Zeit ein Medikament nahm,welches nicht im Straßenverkehr eingenommen werden darf.Daher versagte mir die Ärztin die Erteilung der positiven MUP.Daher habe ich dann meinen Antrag zurück gezogen und auch auf Grund meiner wirtschaftlichen Lage nichts mehr unternommen,da ich durch meine Gaststätte zur Risikogefährdeten Gruppe gehörte.Nach Ablauf meines Pachtvertrages vor 3 Jahren habe ich die Kneipe geschloßen und beziehe derzeit Harz4.Leider kam es 2010 zu einer Schlägerei in meiner Kneipe,in die ich mich einmischte und dann eine Anzeige wegen Körperverletzung unter Alkoholeinfluß (1,4 Promille) bekam und verurteilt wurde.2 Monate nach der Schlägerei schloß ich dann meine Kneipe und bin seither Harz4 Empfänger.Nun könnte ich einen Job bekommen im Nachbarort mit Festeinstellung,aber mit der Bedingung,daß ich den Führerschein wieder erhalte,um kleiner Fahrten für die Firma zu machen. Nun habe ich versucht mich bei der Führerscheinstelle schlau zu machen,was auf mich zu kommen würde.Vorallem in finanzieller Hinsicht.Die Antwort war:Dieses werden Sie nach Antragsstellung dann erfahren und wenden Sie sich an eine Beratungsstelle.

Wie ist das nun?Ich kann inzwischen 2 Jahre lückenlos Leberwerte nachweisen,da ich diese ständig aus einem anderen Grund überprüft bekomme.Zudem trinke ich nun seit inzwischen 3 Jahren keinen Tropfen mehr. Nun läuft demnächst meine 10 Jahresfrist vom FS Entzug ab.Kann ich nun den FS beantragen,ohne MPU machen zu müssen oder wie ist das? Ich habe einige Bekannte ,welche nach 12 - 25 Jahren FS Entzug einfach den FS wieder neu erteilt bekamen,ohne irgendwelche Auflagen. Ich möchte eben jetzt nicht einen Antrag stellen,den ich dann wieder kostenpflichtig zurück nehmen muß,weil ich die Auflagen nich finanzieren kann. Ich habe auch noch eine Familie mit zu finanzieren.

Danke für Eure Hilfe

Antwort von ginatilan,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo chefe

15 Jahre nach der letzten Verurteilung (das war 2010) kannst du deine Fahrerlaubnis wieder beantragen, und dann ohne MPU

wenn du jetzt beantragst wirst du eine MPU machen müssen.

Leberwerte werden nicht mehr anerkannt bei Abstinenzangabe, nur noch bei kontrollierten Trinken.

Ich habe einige Bekannte ,welche nach 12 - 25 Jahren FS Entzug einfach den FS wieder neu erteilt bekamen,

wenn deine Fsst so kulant ist (was ich nicht ganz glauben kann) solltest du es versuchen, evtl hast du ja auch Glück

Antwort von Crack,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Die Verjährungsfrist für eine MPU beträgt 10 Jahre, allerdings beginnt diese Frist erst nach 5 Jahren zu Laufen. In Deinem Fall muss man also ab dem Datum an dem Du den Antrag auf Neuerteilung zurück gezogen hast 15 Jahre warten um die MPU zu umgehen.

Um eine genaue Auskunft zu erhalten kannst Du nur einen Antrag auf Neuerteilung der Fahrerlaubnis stellen. Wird dann eine MPU verlangt musst Du diese auch machen, oder den Antrag erneut zurückziehen.

Sehr wahrscheinlich wird von Dir auch ein Nachweis der Fahreignung verlangt werden, das heißt Du musst die praktische Fahrerlaubnisprüfung ablegen.

Kommentar von ginatilan,

Hallo lieber Crack

ich kenne das so, wenn man seinen Antrag zurück zieht hat das keinen Einfluss auf die MPU-Tilgungsfrist

hat sich da was geändert?

das heißt Du musst die praktische Fahrerlaubnisprüfung ablegen.

und die theoretische Prüfung nicht mehr?

Kommentar von Crack,

ich kenne das so, wenn man seinen Antrag zurück zieht hat das keinen Einfluss auf die MPU-Tilgungsfrist

Damit sie nicht wieder von vorn beginnt sondern wie ursprünglich weiter läuft. Aber Du hast Du schon den Einwand gemacht das die Straftat von 2010 mit einbezogen wird. Wenn das so ist dann erübrigt sich das, denn dann ist tatsächlich bis 2025 zu Warten.

und die theoretische Prüfung nicht mehr?

Mir war immer nur von der Praktischen etwas bekannt. Muss aber bei Gelegenheit mal googlen. Oder weißt Du es genau?

Kommentar von ginatilan,

hier im verkehrsportal

http://www.verkehrsportal.de/board/index.php?showtopic=18519 (letzter Satz im Text)

ist ein Link zu einer pdf-Datei von der Homepage des Bayerischen Staatsministerium des Inneren

Kommentar von ginatilan,

und hier auch was aus dem Portal

http://www.verkehrsportal.de/board/index.php?s=&showtopic=80739&view=fin...

Auszug daraus:

Ein Verzicht auf die Prüfung ist nach der neuen Fassung des § 20 Abs. 2 FeV nur zulässig, wenn keine Tatsachen vorliegen, die die Annahme rechtfertigen, dass der Bewerber die nach § 16 Abs. 1 und § 17 Abs. 1 FeV erforderlichen (theoretischen und praktischen) Kenntnisse und Fähigkeiten nicht mehr besitzt. Nach Weisung der Regierung von Oberbayern wird dies bei Klasse A und B in der Regel nach 10 Jahren und bei den C-Klassen in der Regel nach 5 Jahren anzunehmen sein.

Kommentar von Crack,

Gut, Du hast Recht - und ich habe was gelernt... :)

Antwort von chaam,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

die 10 Jahresfrist gibt es nicht mehr.

OHNE MPU erst nach 15 Jahren !!!!!

Kommentar von Crack,

Ich wüsste nicht wann das abgeschafft wurde?

Kommentar von clemensw,

Die 10 Jahre Tilgungsfrist gelten nach wie vor. Dazu kommen aber idR noch 5 Jahre Anlaufhemmung.

In Summe macht das dann 15 Jahre.

Antwort von clemensw,

Leider habe ich schlechte Nachrichten:

5) Bei der Versagung oder Entziehung der Fahrerlaubnis wegen mangelnder Eignung, der Anordnung einer Sperre nach § 69a Abs. 1 Satz 3 des Strafgesetzbuchs oder bei einem Verzicht auf die Fahrerlaubnis beginnt die Tilgungsfrist erst mit der Erteilung oder Neuerteilung der Fahrerlaubnis, spätestens jedoch fünf Jahre nach der beschwerenden Entscheidung oder dem Tag des Zugangs der Verzichtserklärung bei der zuständigen Behörde.

  • Ohne MPU kannst Du also frühestens 2018 eine neue Fahrerlaubnis beantragen.

  • Leberwerte gelten bei der MPU nur als Indiz für "kontrolliertes Trinken", nicht aber als Abstinenznachweis. Dafür benötigst Du EtG-Screenings (entweder Urin- oder Haarproben)

Kommentar von ginatilan,

Hallo lieber clemensw

Ohne MPU kannst Du also frühestens 2018 eine neue Fahrerlaubnis beantragen.

ich rechne eher mit 2025, da 2010 eine Verurteilung mit Alkoholeinwirkung war.

(kann mich aber natürlich auch täuschen)

Kommentar von clemensw,

Also mbMn wäre die Verurteilung 2010 nur relevant, wenn ein Eintrag ins Führungszeugnis vorliegt, da kein Zusammenhang mit dem Straßenverkehr besteht.

Wäre also interessant, zu welcher Strafe der Fragesteller damals "verknackt" wurde...

Kommentar von ginatilan,

stimmt, das wäre wichtig zu wissen

Antwort von Atzea,

Ich habe keine Ahnung, aber du solltest unbedingt auch mir deinem Arbeitsberater reden, ob du aus der Ecke nicht auch finanzielle Unterstützung für das FS-Projekt bekommst...

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