Frage von MassiLuigs, 156

Fahrerflucht in Probezeit. Welche Strafe?

Hallo Leute,

ich habe ein Problem. Und zwar bin ich anscheinend bei meiner Berufsschule einer Frau unwissentlich an ihr Auto gefahren. Da ich von nichts wusste bin ich natürlch nach Hause gefahren. Am nächsten Tag rief dann die Polizei bei meiner Mutter an, und es hieß laut Zeugen welche später auch vernommen wurden, das ich den Unfallbemerkt habe und aus meinem Autoausgestiegen bin, den Schadenbegutachtet habe und weggefahren bin. Das stimmt absolut nicht.

Natürlich habe ich auch meine Aussage gemacht und einen Anwalt genommen. Gestern kam dann die Vorladung zur Hauptverhandlung. In dem Schreiben geht klar hervor das ich aufgrund der 4 Zeugen anscheinend schuldig bin. Mein Anwalt hat gesagt das das leider ziemlich aussichtslos ist. Allerdings haben die Zeugen mich falsch beschrieben. Und da zu der Zeit die Ganzeberufsschule Unterrichtsschluss hatte, kann es doch auch sein das sie sich verguckt haben.

Es kann sein das ich ein Fahrzeug beschädigt habe (unwissentlich) aber ich bin danach nicht ausgestiegen und weggefahren.

Was für eine Strafe erwartet mich falls der Jugendrichter mir nicht glaubt.

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Antwort
von Deepdiver, 89

Wenn ein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort festgestellt werden sollte,
handelt es sich um eine schwerwiegende Zuwiederhandlung im Sinne von §§ 2 a StVG , 34 FeV, Anlage 12 zu § 34 der Fev.

Das hat zur Folge, daß

- ein Aufbauseminar anzuordnen ist,

- sich die Probezeit um zwei Jahre verlängert,

- bei Nichtbefolgen der behördlichen Anordnung zur Ableistung eines Aufbauseminars, die FE zu entziehen ist.

Eine Feststellung eines unerlaubten Entfernen vom Unfallort hat in der Regel zur Folge, daß die FE für mindestens sechs Monate entzogen wird. Eine neue FE ist erst dann zu erteilen, wenn das Aufbauseminar nachgewiesen wird.

Widerspruch und Anfechutngsklage gegen die AO eines Aufbauseminars haben im Übrigen keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Strafverfahrens droht, sollten denn die Voraussetzungen
von § 142 festgestellt werden, wie geschrieben, ein Mindestentzug der
FE von sechs Monaten. Wenn Voreintragungen nicht vorhanden sind, darf
mit einer Geldstrafe gerechnet werden. Eine Eintragung im BZR erfolgt
erst ab 90 Ts.

Antwort
von DKCteufel, 81

Wenn er dir nicht glaubt ist dein Lappen weg aber wie du schon sagtest hatte die ganze schule schluß und das würde ich den auch erwähnen die sollen den das auto was die gesehen haben beschreiben genauso wie das auto wo du angeblich mit deinem standst und ausgestigen bist.

Antwort
von BlackRose10897, 84

Das wird Dir Dein Anwalt doch bestimmt schon gesagt haben. Wenn nicht, dann frag ihn. Er kann Dir da am besten Auskunft darüber geben.

Antwort
von miezepussi, 109

Versuche herauszufinden wo du zum Tatzeitpunkt warst und wo Dein Auto war. Zeugen dafür finden.

Ist Dein Auto ebenfalls beschädigt? Wenn nein, Gutachter beauftragen der die Unfallfreiheit bescheinigt

Kommentar von Crack ,


Versuche herauszufinden wo du zum Tatzeitpunkt warst und wo Dein Auto war. Zeugen dafür finden.

Ich verstehe die Frage so das nicht bestritten wird zur Tatzeit am Tatort gewesen zu sein.
Worauf willst du hinaus?

Wenn das eigene Fahrzeug nicht beschädigt ist bedeutet das nicht automatisch das es keinen Unfall gab.

Kommentar von DriftMike ,

Automatisch nicht, für sowas gibt es aber Gutachter oder?

Kommentar von Crack ,

Die Frage ist:
Warum soll denn der Fragesteller ein teures Gutachten beauftragen das ihm mit hoher Wahrscheinlich keinen Nutzen bringt?

Kommentar von miezepussi ,

Ich verstehe den Fragesteller so, dass er keinen Unfall bemerkt hat. Folgedessen, hat er nicht angehalten und nachgesehen. Aber genau das behaupten die Zeugen. Das ist ein Widerspruch. Vielleicht war nur ein baugleiches Auto vor ort?

Wenn er seine nicht Anwesenheit am Unfallort beweisen kann und die Schadensfreiheit seines Autos beweisen kann, ist er doch aus dem Schneider. 

Und wie will er einen defekt mit seinen Auto an einen anderen Auto verursachen ohnen einen Kratzer am eigenen Auto zu haben? Das ist unmöglich. 

Kommentar von Crack ,

Du schreibst:

Ich verstehe den Fragesteller so, dass er keinen Unfall bemerkt hat. Folgedessen, hat er nicht angehalten und nachgesehen.

und dann:

Wenn er seine nicht Anwesenheit am Unfallort beweisen kann

Wie soll er denn seine Abwesenheit beweisen können wenn das nicht den Tatsachen entspricht?

Und wie will er einen defekt mit seinen Auto an einen anderen Auto verursachen ohnen einen Kratzer am eigenen Auto zu haben? Das ist unmöglich.

Das ist durchaus möglich.
Z.B. mit der Ecke der Stoßstange im Winkel von annähernd 45° weil es dann nur eine Stoß- aber keine Schleifwirkung gibt, oder auch mit der Anhängekupplung.

Kommentar von miezepussi ,

Er kann seine Abwesenheit vom Unfallort beweisen, wenn er beweisen kann, dass er zum Tatzeitpunkt woanders war.

Deine Unfallbeispiele kann ich nicht wiederlegen. Allerdings fällt sicherlich das mit der Anhängerkupplung weg. Ein Azubi hat im Regelfall nicht genug Geld für ein Auto mit Anhängerkupplung. Allerdings wissen wir von dem Unfall zu wenig, um über so etwas zu spekulieren. Aber der Fragesteller wird sicherlich wissen, ob er das "Wiederlegen" kann. Die Unfall-Zeugen können sicherlich sagen, mit welchen Teil des Autos das gegnerische Fahrzeug beschädigt wurde.

Kommentar von Crack ,

Er kann seine Abwesenheit vom Unfallort beweisen, wenn er beweisen kann, dass er zum Tatzeitpunkt woanders war.

Irgendwie gibt es hier ein Verständnisproblem?!

Wie kommst Du denn zu der Annahme das der Fragesteller nicht am Tatort gewesen sein will?
Hat er das irgendwo bestritten?
Wenn ja, wo steht das?

Kommentar von miezepussi ,

Ganz einfach, der Fragesteller sagt, er hätte keinen Unfall gehört und wäre auch nicht ausgestiegen. WEiterhin schreibt er, dass die Zeugen gesehen haben, wie er ausgestiegen ist.

Ich gehe davon aus, das alle die Wahrheit sagen. Folgedessen haben die Zeugen jemand anderes mit einem ähnlichen Auto gesehen. Vielleicht standen sie zu weit weg, um den Fragesteller eindeutig erkennen zu können.


Kommentar von Lkwfahrer1003 ,

haben die Zeugen jemand anderes

Das kam mir auch in den Sinn , jedoch wird seitens der Polizei nicht nach Autos gesucht sondern ein Zeuge hat sich das KFZ Kennzeichen gemerkt . Das ergibt sich daraus das die Polizisten schon am Folgetag sich bei seiner Mutter ( vermutlich Halter des Fahrzeugs ) gemeldet haben . Die haben nicht lange suchen müssen !  

Hätte man nur ein Z.B. silbernen Golf gesehen wäre das vermutlich niemals bekannt geworden. Ein seltenes Z.B. Ferrari hätte man evtl. auch schnell ermittelt , aber dann gleich zwei zur selbigen Uhrzeit am selben Ort ?

 

Kommentar von miezepussi ,

Mh ja, aber vielleicht erinnern sich die Zeugen auch nur an sein Nummernschild.....

Da sich der Fragesteller hier aber nicht mehr meldet, hab ich so langsam den Eindruck, dass er doch einen Unfall hatte....

Antwort
von DerGuteAlteBud, 71

Haha... das kommt mir allzu bekannt vor. Wenn man nicht laut Musik oder so hört, MERKT MAN, wenn man wo anders entlangschrammt!!!

Ich habe eine entfernte Bekannte, der ist was ganz Ähnliches passiert. Die ist auch ANGEBLICH jemandem ins Auto gefahren und angeblich hätten sie 3 Bauarbeiter dabei beobachtet. Sie wurde auch angezeigt. Sie hat (mir) erzählt, dass sie zu diesem Zeitpunkt keine Musik an hatte, das weiß sie noch ganz genau.

Ich persönlich bin mal mit gefühlt 1 km/h seitlich hinten an einer Mauer entlanggeschrammt und das war ein Höllenlärm im Auto. Sowas merkt man auf jeden Fall!!!!!

Ich glaube ihr wurdet da Opfer einer Betrugsmasche... aber das hilft dir auch nicht wirklich weiter...wollts nur mal sagen.

Antwort
von DougnatFile, 79

Für das erste verlierst du ganz klar deinen Führerschein und zum anderem da es ja eine Straftat ist, kann es auch sein das du in den Knast musst. 

Kommentar von AalFred2 ,

Mit Sicherheit muss da niemand in den Knast.

Kommentar von DougnatFile ,

Nicht unbedingt aber Fahrerflucht ist eine Straftat 

Kommentar von AalFred2 ,

Ja, eine Straftat ist es. In den Knast muss bei der Fallkonstellation trotzdem niemand.

Kommentar von DougnatFile ,

Die Möglichkeit besteht aber trotzdem.

Kommentar von AalFred2 ,

Nicht in der Realität.

Antwort
von FranziSchatter, 71

Hui, die Frage liest sich mehr als Interessant. Habt ihr einen Rechtschutz?

Antwort
von Katzenreiniger, 52

Fahrerflucht ist eine Straftat und hat nichts mit der Probezeit des Führerscheins zu tun.

Kommentar von Crack ,

Oh doch.
Denn nach einer Verurteilung werden auch Probezeitmaßnahmen ergriffen.

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