Frage von FileXRT, 147

Fahren ohne Fahrerlaubnis, kurz vor der Prüfung. Wie siehts aus?

Ich war mit meinem Kumpel im Kino. Er wollte danach nach Hause gehen und ich wollte noch auf die Kirchweih in der Stadt gehen. Das Auto gehört seiner Mutter mit dem ICH zum Kino gefahren bin. Ich habe ihm die Schlüssel ausgehändigt, da er meinte er hat einen Freund der ihn nach Hause fährt. Doch er wurde geblitzt und stand dazu minimal unter Alkoholeinfluss.

Werde ICH belangt weil ich ihm die Schlüssel ausgehändigt habe?

Wie siehts für IHN aus? Er hats seinen Fahrlehrer gemeldet und er meint wenn er die Prüfung vor der Anklage ablegt kriegt der nur Sozialstunden.

Wie sieht es aus wenn er nicht vorher strafauffällig geworden war?

Er wurde beim blitzen angehalten und kontrolliert. 

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Rambazamba4711, 68

Dulden den Fahrens ohne Fahrerlaubnis ist strafbar, genauso wie das Fahren ohne.
Ob das rauskommt ist die Frage, zuerst wird gefragt wer gefahren ist.

Wenn ein Fahrer benannt und die Strafe bezahlt wird, wird vermutlich nicht geprüft. ob dieser Fahrer auch auf dem Foto ist.

Nachtrag:
Ich lese gerade, dass der Fahrer angehalten wurde, da sieht es allerdings schlecht aus.

Kommentar von FileXRT ,

Krieg ich auch ne Strafe weil ich ihm die Schlüssel ausgehändigt habe und ich dachte eigentlich es fährt einer mit Fahrerlaubnis zurück?

Kommentar von Rambazamba4711 ,

Wenn Du einem den Autoschlüssel überlässt, obwohl er keinen
Führerschein hat. dann wird es problematisch zu überzeigen, dass Jemand  anders fahren sollte.

Normalerweise darfst Du den Schlüssel Niemandem geben, der keinen Schein hat, da das Risiko besteht dass er selbst fährt.

Sicher kann das Jemand genauer beurteilen, ich bin in Rechtsangelegenheiten kein Fachmann.

Antwort
von Parhalia, 53

Ja, Du kannst rechtlich auch dafür belangt werden, dass Du wissentlich jemandem ohne gültige Fahrerlaubnis den Schlüssel für ein KFZ ausgehändigt hattest, wo Dir in diesem ( von Dir geschilderten Fall ) hätte klar sein können und müssen, dass der Kumpel das FZG unberechtigterweise ( ohne gültige FE ) in Betrieb setzen kann und letztlich sogar tat.

Damit hast Du gegen Deine Sorgfalts- / und Sicherungspflichten als KFZ-Führer gegen unberechtigte Benutzung verstossen. Ein Ordnungsverfahren mit einem empfindlichen Bussgeld erwartet Dich somit in höchster Wahrscheinlichkeit.

Dein Kumpel an sich kann seine weiteren Bemühungen um seine erste Fahrerlaubnis auch für mindestens 6 Monate ( oder länger ) an den Nagel hängen, da er im kommenden Strafverfahren eine Sperrfrist zur ( Wieder-) / Ersterteilung einer Fahrerlaubnis von ( höchstwahrscheinlich ) nicht unter 6 Monaten bekommen wird. Da zudem noch Alkohol im Spiel war, so könnte die Sperrfrist auch noch für einen längeren Zeitraum als 6 Monate verhängt werden.

Im Anschluss an die Sperrfrist KÖNNTE Deinem Kumpel dann auf neuen Antrag der Erteilung einer FE eine MPU drohen.

Die Halterin des PKW ( die Mutter Deines Kumpels ) dürfte hingegen straf- / und sanktionsfrei ausgehen, wenn sie eine hinreichende Argumentation auf ihre Vertrauensvermutung in Dich bei der Fahrzeugüberlassung darlegen kann und nicht vermuten musste, dass Du den Schlüssel ihrem Sohn gibst. ( welcher dann seinerseits das FZG ohne FE in Betrieb nahm...zudem unter Alko )

Antwort
von Schokolinda, 61

ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine rolle spielt, wenn er jetzt noch schnell der führerschein macht.

er ist ohne lappen gefahren. punkt. theoretisch könnte er ja auch bei der prüfung durchfallen.

Kommentar von Parhalia ,

Mit dieser Vermutung hast Du Recht @Schokolinda. Fakt ist bei der Strafzumessung der Umstand, das der Kumpel zum ZEITPUNKT seiner Fahrt nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war.

Daran würde auch der theoretische Umstand nichts ändern, dass er die FE bald haben KÖNNTE. Um zur Prüfung zugelassen zu werden darf es weder ein rechtskräftiges Urteil geben, noch und insbesondere auch der Fahrerlaubnisbehörde noch keine Kenntnis über den Vorfall gegeben sein, bzw. keine Erteilungssperre durch diese Behörde ausgesprochen worden sein.

Kostet nur zusätzliches Geld, selbst wenn er etwas schneller mit seiner FS-Prüfung wäre und den Lappen bis zur Entziehung dann ein paar Tage in der Hand hielte. ( Behörden lassen sich solche Verwaltungsakte natürlich auch bezahlen )

Antwort
von GreenDayFan97, 79

Der Brief geht zunächst an den Fahrzeughalter, also seine Mutter. Sie muss dann bestätigen, dass nicht Sie gefahren ist und dann wird sich zeigen, wie es weiter geht. Das mit den Alkohol wird man rein von dem Bild nicht erkennen können.

Kommentar von FileXRT ,

Er wurde beim blitzen von der Polizei angehalten und sie haben kontrolle gemacht.

Kommentar von GreenDayFan97 ,

Okay, dann ist es kritisch. Ich weiß leider nicht in wie weit du davon Schaden tragen kannst. Vielleicht weiß es noch jemand anderes.

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