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Färbung Dauerhumus

Frage von NX650Dominator NX650Dominator

Fulvosäuren-Huminsäuren-Humine In dieser Reihenfolge steigt die Molekülmasse von 2000 bis über 100000 und die Farbe von gelb über braun bis schwarz. Soweit so gut. Doch warum wird der Humusbestandteil mit seiner Größe immer dunkler? Goethit als Ursache (laut AhABC.de) ist nicht möglich, da auch Hochmoortorf braun ist und wiederum tropische Schwarzwasserflüsse existieren, obwohl dort Hämatit vorliegt.

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Antworten (2)

  • 1
    Antwort von pecudis pecudis

    Uah ... wenn ich mich richtig erinnere und nicht irgendwas velwechere haben Huminsäuren & Co keine bestimmte Farbe, sondern die Farbe des Humus entsteht beim Abbau von Lignin. Je nachdem, wieviel Lignin in den abzubauenden Produkten vorhanden ist (in Pflanzenresten eben erheblich mehr als in Getier), desto .... da verlassen sie mich dann wieder, desto dunkler, glaube ich, wars.

    Außerdem bleichen Huminstoffe aus (sie nehmen Licht auf)

    Alles ohne Gewehr peng

    Kommentar von NX650Dominator NX650DominatorNX650Dominator

    Lignin ist eine von unzähligen Ausgangssubstanzen für den Dauerhumus, aber Tiere verholzen nicht, daher auch kein Lignin ;-) Die unvollständige Ligninzersetzung durch Bakterien hat Phenylpropan (Grundbaustein Lignin) als Endprodukt, dieses kann dann in den Dauerhumus eingebaut werden. Lignin hat also als solches keinen Einfluss, da es teilweise oder sogar ganz (Weißfäule, der z.B. Zunderschwamm macht das) mineralisiert wird. Um Deinen Satz zu beenden: "desto schwerer ist es zu zersetzen."

    Kommentar von pecudis pecudispecudis

    Ähm, nee, so war das nicht gemeint. Tiere enthalten halt gar kein Lignin, sondern eben nur Pflanzen in verschiedener Menge. Hab den Teil aus dem Script, das mir da irgendwo im Hirn hing inzwischen gefunden:

    Müssen Huminstoffe farbig sein? Wenn es sich um solche aus Binnengewässern und im Boden handelt: Ja. Bei diesen Huminstoffen sind Landpflanzen die wichtigsten Lieferanten. Landpflanzen ihrerseits haben Stützgewebe aus Lignin. Wenn Lignin um- oder abgebaut wird, werden Licht absorbierende Stoffe frei, die zur braunen Farbe der Huminstoffe führen. Marine Huminstoffe müssen nicht farbig sein, da hier andere Ausgangsmaterialien bei der Humifizierung eine Rolle spielen.

    Pflanze & Bodenkunde ist aber - siehe oben - auch nicht mein Lieblingsfach gewesen, das hört bei mir spätestens da auf, wo (für einen Bauern) nix mehr wächst ;)

    Kommentar von NX650Dominator NX650DominatorNX650Dominator

    Das Zitat könnte uns weiterbringen. Licht absorbierende Stoffe, Phenylpropan und der Aufbau von Humus mit Aromaten als Kerne gibt einen Sinn. Die Ringstrukturen sind vielleicht Schuld an der Färbung. Sie sind robust, daher auch vermehrt in den komplexeren Verbinungen.

    Kommentar von pecudis pecudispecudis

    ha ja neeee, anderer Ansatz: nicht "Welche Sachen machen Humus bunt", sondern "Wie sehen organische Buntmacher aus" ;) Organische Verbindungen sind farbig, wenn sie im sichtbaren Bereich absorbieren. Die wichtigste Voraussetzung für die Absorption von sichtbarem Licht ist ein großes System delokalisierter -Elektronen. Derartige Systeme treten in Aromaten, aber auch in Molekülen mit “konjugierten “ Doppelbindungen auf.

    Kommentar von pecudis pecudispecudis

    ist wirklich eine schööööne Frage - ob das auch beim Panseninhalt zutrifft - der ist auch heller, je länger die Kuh drauf rumkaut ... grübel

  • 0
    Antwort von mineralixx mineralixx

    Im Laufe der Remineralisierungsprozesse steigender C-Gehalt, gebunden in Huminsäure-Komplexen.

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