Frage von Robert7194, 61

Fälschlich abgeschlossener Vertrag - trotzdem einmalige Einrichtungskosten von 59,98€ - wer steht im Recht?

Hallo Leute,

kurz und knapp: mir wurde ein falscher Vertrag den ich so nicht abgeschlossen hatte aufgezwungen, diesen habe ich gekündigt, in unter 2 Wochen noch in der Probezeit.

Gerade meine Bankauszüge gezogen: die haben mir 59,98€ als einmalige Einrichtungskosten, wie es im Vertrag steht abgebucht.

Das habe ich direkt wieder zurück geholt. Ich sehe nicht ein, dass mir für etwas was ich nicht hätte bekommen sollen, Geld abzockt wird.

Wer steht hier jetzt im Recht? Mein Internetprovider oder ich?

Antwort
von tapri, 41

1. es gibt außer beim Arbeitsvertrag/Ausbildungsvertrag keine Probezeit. 2. Es gibt nicht bei allen Verträgen automatisch ein Rücktrittsrecht innerhalb von 2 Wochen. dir wurde etwas aufgezwungen was du nicht abgeschlossen hast? Das verstehe ich nicht. wenn man dir was aufgezwungen hat, dann hast du das auch abgeschlossen...... die Frage wäre eher ob du dir was hast aufzwingen lassen, was du nicht wolltest.....? In dem Vertrag den du unterschrieben hast (oder per Telefon abgeschlossen hast) steht genau drin, bis wann du kündigen kannst usw. Da steht auch drin, ob es Bearbeitungsgeb. kostet, wenn du kündigst, denn du hast was unterschrieben und andere haben damit Arbeit gehabt, und die muss natürlich bezahlt werden......also lies mal nach, was da steht, denn ohne weitere Information können wir hier alle nur raten....

Kommentar von Robert7194 ,

habe einen unitymedia 2play auftrag unterschrieben

im Vertrag der ankam welcher mit mir eingegangen wurde steht 3play

was dann ?

Kommentar von tapri ,

warum kündigst du dann den ganzen Vertrag? Warum schreibst du nicht, dass du 2play bestellt hast, legst eine Auftragskopie bei bestehst auf Einhaltung des Vertrages? Das ist doch einfacher.....

Kommentar von Robert7194 ,

spielt keine Rolle

fakt ist, bei denen ging was anderes ein als ich in Auftrag, dann muss ich für nichts aufkommen da Grunsätzlich ein Fehler vorliegt

Kommentar von tapri ,

es gibt so etwas wie die Möglichkeit der Nachbesserung. Ein falsches Model ist nicht immer ein Kündigungsgrund. lies doch in deiner Auftragsbestätigung nach. Evtl. hast du nur das recht auf "Nachbesserung"

Antwort
von dresanne, 39

Und wie hast Du gekündigt? Per Mail? Dann kannst Du die Kündigung nicht nachweisen. Sowas macht man per Einschreiben mit Rückschein. Es ist eine Erfahrung, dass Kündigungsmails meistens nicht ankommen.

Kommentar von Robert7194 ,

Danke darum geht es jetzt aber nicht..

Antwort
von WetWilly, 59

1. Eine "Probezeit" gibt es bei den wenigsten Verträgen.

2. Möglicherweise hast Du einen Fehler gemacht - Du hättest nicht kündigen sollen (mit der Kündigung erkennst Du an, dass ein Vertrag zu Stande gekommen ist).

3. Du hättest widersprechen sollen. Dann hätte es ggf. keine Rechtsgrundlage für eine Forderung gegeben.

Kommentar von Robert7194 ,

achso sorry, hab noch einmal im Vertrag nachgeschaut:

"Sie haben Recht, diesen Vertrag ohne Angabe von Gründen zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt ".. 

ich habe also keine Kündigung geschrieben sondern ein Widerruf

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Recht, 28

Ungerechtfertigte Abbuchungen kannst du doch einfach  zurück buchen lassen.

Wo siehst du da ein Problem?

Antwort
von franneck1989, 35

Ich sehe dich hier im Recht, siehe §357 (8) BGB. Um sicher zu gehen fehlen aber noch die Details. Wurde denn seitens des Unternehmens schon mit der Dienstleistung begonnen?

Kommentar von Robert7194 ,

Es kam ein TV Receiver an. Den habe ich auf meine Kosten zurück geschickt. 

Den hätte ich nicht bekommen dürfen, da ich einen anderen Vertrag ( 2play anstatt 3play ) mit dem Vertreter abgeschlossen habe ( habe ich schwarz auf weiß ) hier rum liegen.

Sonst nichts.

Kommentar von franneck1989 ,

Wenn dir der Vertrag aufgezwungen wurde, würde ich die Willenserklärung anfechten. Damit wärst du noch besser gestellt. Im Zweifel mal zur Verbraucherzentrale gehen

Antwort
von Biberchen, 52

eingerichtet wurde ja Etwas, also eine Leisung erbracht, die nun auch bezahlt werden muß.

Kommentar von Robert7194 ,

eine falsche Leistung die ich nicht gewollt hatte

Kommentar von Biberchen ,

die hast du doch aber in Auftrag gegeben- oder wer wenn nicht du!

Antwort
von Anonymouse6, 61

So wie du es schilderst, bist du vermutlich im Recht. Natürlich musst du beweisen können, dass derjenige, der dir den falschen Vertrag vermittelt hat daran Schuld ist.

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