Frage von boon999,

Fällt nach 11 Jahren noch Schenkungssteuer an?

Hallo, ich bin Schweizerin, wohne seit 5 Jahren in Deutschland. Vor 11 Jahren haben meine Eltern mir und meinen 3 Geschwistern ihr Haus in der Schweiz überschrieben mittels einem Kaufvertrag. Sie haben lebenslanges Wohnrecht, bezahlen alle Steuern und Kosten, welche durch das Haus anfallen.

Nun wollen sie in eine Wohnung ziehen und uns Kindern das Haus überlassen. Eventuell wird eine meiner Schwestern uns auszahlen und das Haus kaufen, die andere Variante ist der Fremdverkauf. Nun meine Frage: wie muss ich meinen Anteil am Verkaufserlös aus der Schweiz hier in Deutschland versteuern? Die Schenkung hat ja eigentlich vor 11 Jahren stattgefunden (Kaufvertrag Jahr 1999), damals habe ich noch in der Schweiz gewohnt.

Wäre schön, wenn jemand einen Rat geben könnte - Danke!

Hilfreichste Antwort von RautenMiro,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Der eigentliche Erwerbsvorgang hat natürlich vor 11 Jahren stattgefunden. Damals war dieser Vorgang NICHT nach § 2 ErbStG in Deutschland steuerpflichtig. So weit so gut.

Jetzt tritt aber eine Änderung der Verhältnisse ein, durch den vorzeitigen Verzicht auf das Wohnrecht tritt eine weitere Bereicherung ein, nur dieses Mal WOHNST DU JA IN DEUTSCHLAND. Die Berechnung dürfte in Deinem Fall aber nur theoretisch zu einem Erwerb führen, welcher im Inland tatsächlich zu einer zu zahlenden ErbSt/Schenkungssteuer führt.

Die Freibeträge liegen bei Dir bei 400.000, d.h. x 4 Geschwister müßte der Verzicht auf das Wohnrecht schon mehr als 1,6 Mio ausmachen.... Das halte ich für unmöglich. Weil dann der Verkehrswert der Immobilie dafür ja schon im 2 stelligen Millionenbereich liegen müßte.

Wichtig wird dieser Sachverhalt nur sofern die Eltern innerhalb der nächsten 10 Jahre versterben und eine nennenswerte Erbschaft dazu kommt, dann werden die Erwerbe nach § 14 ErbStG ja zusammengerechnet.

Also im Moment sage ich alles halb so wild

Antwort von papan1,

Der neue Vorgang - Beendigung des Wohnrechts und anteiliger Erlös unterliegtdem deutschen Steuerrecht (wohnsitz in Deutschland). Allerdings beträgtderFreibetrag zwischen Eltern und Kindern 400.000 Euro, sodass es auf die Höhe der Zahlung ankommt, ob Steuer anfällt(Steuerklasse 1 beginnt bei7v.H)

Antwort von WetWilly,

Wahrscheinlich musst Du gar nichts versteuern, da der Wert des Hauses (geteilt durch 3) unterhalb des Freibetrages liegt. Insbesondere, da vor 11 Jahren noch der sog. Einheitswert für das Haus zu Grunde gelegt wurde.

Insofern sehe ich da keinen Handlungsbedarf.

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