Ich wollte mal fragen, wo drin eigentlich der Unterschied zwischen einer uni und einer fachhochschule liegt, mal abgesehen, von der auswahl der studien fächer.

Für ein Studium an einer Universität und Hochschule brauchst Du Abitur; an der Fachhochschule reicht die Fachhochschulreife (Fachabitur) aus.
Eine ausführliche ANtwort kannst du hier erhalten.http://www.ittm-berlin.de/fhuni.htm

FH ist grundsätzlich praktischer orientiert, Uni dagegen theorielastig - wenngleich die Unis mittlerweilen durch gestraffte Lehrpläne auch mehr Praxis eingebracht haben...

Eine Universität kannst du nur besuchen, wenn du ein Abitur hast, sprich bis zur 13. Klasse das Gymnasium besucht hast, während eine Fachhochschule mit einem Fach-Abitur also einem Realschulabschluß und einer abgeschlossenen Berufsausbildung besucht werden kann.
demosthenes am 5. November 2007 17:10 @comarel:
Ein Realschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung reichen nicht - dazu kommt noch ein Jahr an der FOS.

Abgesehen von den unterschiedlichen Eingangsvoraussetzungen (Abitur vs. Fachabitur) sind die FH-Studiengänge stärker praxisorientiert und es müssen während des Studiums auch verbindlich Praktika absolviert werden.
Ausserdem kann man mit einem FH-Abschluss (noch) nicht promovieren.
Die Auswahl der Studienfächer ist dagegen meist kein Kriterium, den Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik, BWL und noch einiges mehr gibt es an der FH ebenso wie an der Uni.
Ausschliesslich etwa Medizin,Jura und Psychologie gibt es ausschliesslich an der Uni.
Kaffeesatz am 5. November 2007 19:01 Das Promotionsproblem ist aber an FH und Uni gleich seit der Umstellung auf Bachelor in den meißten Studiengängen. Promotion erst nach dem Master soweit mir bekannt. Nach dem Dipl an der Uni z.B. kannst Du gleich promovieren.
Kaffeesatz am 5. November 2007 19:06 Die Praxisorientierung an der FH ist auch eher relativ. Ich kenne die Unterschiede im Fach BWL und kann sagen an der FH werden lediglich mehr Referate gehalten und angeblich wichtige Softskills gefördert. Naja und es ist weniger Mathelastig ;-) Das wars dann aber auch.
Kaffeesatz am 5. November 2007 19:08 Nochmal ich :-D
Zur Unterstützung meiner Aussage:
Erst der Masterabschluss verleiht die grundsätzliche Berechtigung, die Promotion aufzunehmen. Besonders qualifizierte Bachelor-Absolventen können auch ohne Erwerb eines Mastergrades mit einem zusätzlichen Eignungsfeststellungsverfahren unmittelbar zu Promotion zugelassen werden. Die Universitäten regeln diese Eignungsverfahren. Dies ist jedoch nur in einigen Bundesländern (beispielsweise Nordrhein-Westfalen) möglich. Auch hier gilt: die endgültige Entscheidung liegt bei der aufnehmenden Hochschule."**
demosthenes am 5. November 2007 19:44 @Kaffeesatz:
Fahchochschulen haben (bisher noch) kein Promotionsrecht.
Auch wer seinen Master gemacht hat - egal ob an FH oder Uni - der kann nur an der Uni promovieren, nicht an der FH.
Und zum Thema Praxisorientierung: FH-Studenten, etwa in E-Technik, absolvieren ein praktisches Studiensemester von 20 Wochen, an Unis exakt 0 Wochen.
Kaffeesatz am 6. November 2007 01:57 Gut, man lernt ja nie aus :-) Danke für den Hinweis. Ich habe mich in Bezug auf die Praxisorientierung auch nur auf das Beispiel BWL bezogen, da dies das Gebiet meiner geringsten Unkenntnis ist und ich das aus sicherer Quelle und Erfahrung bestätigen kann, daß dort der Unterschied marginal ist.