Frage von KKCrusher, 29

Fachartikel zur Zunahme von Erbkrankheiten in Ländern mit gutem Gesundheitssystem?

Ich will ein Referat halten, das sich mit dem Problem befasst, dass wir durch unser Gesundheitsystem und die Bekämpfung von Symptomen von Erbkrankheiten, bzw. allgemein dadurch, dass wir dafür sorgen, dass es schwieriger wird an Krankheiten zu sterben, die natürliche Selektion im Menschen teilweise aussetzen. Dadurch sollte in einigen Generationen die Anzahl an Trägern von Erbkrankheiten zunehmen und die Stärke des durchschnittlichen Immunsystemes abnehmen. Ich finde zu diesen Problemstellungen allerdings keinerlei Fachartikel. Es sind zwar alles Hypotethische Überlegungen, aber irgendjemand muss sich doch mal dazu Gedanken gemacht haben, selbst wenn die Aussagen letztendlich nicht zutreffen.

Ich hoffe mir kann irgendjemand weiterhelfen.

Antwort
von kindvbahnhofzoo, 17

Ich verstehe deine Frage nicht ganz.

Im Titel behauptest du, dass Erbkrankheiten zunehmen und im Text "
dass wir dafür sorgen, dass es schwieriger wird an Krankheiten zu sterben".

Ist das nicht widersprüchlich?

Das ist zwar kein Fachartikel, aber das einzige, was ich zu dem Thema gefunden habe.

https://www.schwarzes-hamburg.net/index.php/topic,8464.0/wap2.html?PHPSESSID=d75...

Such mal nach Fachartikeln zu Eugenik, auch wenn die deine These wahrscheinlich nicht unterstützen werden.

Eugenetik
bezeichnet seit 1883 die Anwendung theoretischer Konzepte auf die
Bevölkerungs- und Gesundheitspolitik mit dem Ziel, den Anteil positiv
bewerteter Erbanlagen zu vergrößern (positive Eugenik) und den negativ
bewerteter Erbanlagen zu verringern (negative Eugenik).



Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Eugenik

Antwort
von voayager, 11

Wieso sollen die Erbkrankheiten zunehmen?

1. werden nicht alle Erbkrankheiten an nachfolgende Generationen übertragen

2. ein Teil der Erbkrankheiten ist stumm, kommt erst bei äußeren Noxen zum Vorschein

3. ein Teil kann therapiert werden

4. wer sich fortpflanzen kann und will, ist nicht selten gleich daran zu Sterben, also hatte er oder sie auch früher bei Fortpflanzung die Gelegenheit gehabt und starb überhaupt vorzeitig oder nur bedingt früher

5. wer durch die Medizin eine Lebensverlängerung tatsächlich erfährt - das ist nur ein kleiner Teil der erblich Kranken - erzeugt doch deshalb nicht mehr Nachkommen, als jene, die der tod früher dahinrafft

Dein Ansinnen verstehe ich eh nicht. Ich frage dich daher, worauf willst du eigentlich hinaus?

Antwort
von PFromage, 26

Ich glaube, daß es deshalb keine Funde dazu gibt, weil die Prämissen vllt. falsch sind. Was, wenn Erbkrankheiten auf Grund besserer Aufklärung, Vorsorge etc. in entwickelten Ländern seltener sind?

Kommentar von KKCrusher ,

Wenn du damit meinst, das die Anzahl von Menschen, bei denen die Erbkrankheit ausgebrochen ist seltener ist, könntest du Recht haben. Aber mir geht es gerade um die Anzahl von Menschen, welche die "defekten" Gene welche für die Erbkrankheit verantwortlich sind homo- oder heterozygot auf ihren Chromosomen tragen. Und diese sollte zunehmen, da es heutzutage für einen Menschen mit einer Erbkrankheit unwahrscheinlicher ist das er an dieser stirbt, und er somit seine Gene weitergeben kann.

Kommentar von PFromage ,

Nein. Genau das ist gemeint.
Beispiel: Chorea Huntington (dominant) bricht etwa ab dem 40. Lebensjahr aus. Da erfolgt praktisch keine Selektion mehr. Wenn heute durch eine Stammbaumanalyse diese Krankheit vermutet werden darf (vor Ausbruch),  dann kann man entsprechend reagieren.
Durch Heterozygotentest können auch gesunde Träger einer rezessiv vererbten Krankheit (z.B. Phenylketonurie) gefunden werden. Zudem gibt es pränatale Diagnose.
Früher waren in Familien mit vielen Kindern oft auch viele belastet, früher hat man auch solche Menschen vor der Öffentlichkeit verborgen, so daß die tatsächliche Häufigkeit viel höher war. Der Aufklärungsgrad ist heute durch medizinische Beratung und andere Informationsquellen deutlich höher. Entsprechend richten sich die Menschen bei der Familienplanung darauf ein.

Ich bin immer skeptisch, wenn zu einer Hypothese gar keine verläßliche Quelle zu finden ist.

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