Facharbeitsthema Archäologie?

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2 Antworten

Hier in Deutschland wird die Archäologie in mehreren Teilbereichen an der Uni gelehrt. Am häufigsten findet sich die Klassische Archäologie (Griechen), provinzialrömische Archäologie (Römer), Ur- und Frühgeschichte (Menschheitsgeschichte) und christliche Archäologie.

In seiner Laufbahn legt sich der Archäologe meist auf einen der Teilbereiche fest. Innerhalb dieses Teilbereiches wählt er dann nochmals spezifischer. Das kann eine Epoche, ein Ort oder ein Volk sein.

Ich persönlich befinde mich im 10. Semester meines Ur- und Frühgeschichte-Masters.

Mein Fokus liegt auf dem Ende der Bronzezeit und dort insbesondere bei der Entwicklung der Beile (ein mögliches Thema).

An der Uni bin ich zudem als wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt, wo wir der Frage nachgehen, wie der Mensch von Afrika (die Wiege des Homo sapiens) nach Europa gelang (ebenfalls ein mögliches Thema).

Zu diesem Projekt gibt es sogar eine Art "Trailer" ;D

Woran hast du persönlich denn Interesse? Dann kann ich dir mehr Vorschläge machen.

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Kommentar von Cookie1896
13.10.2016, 22:57

Danke für die schnelle Rückmeldung! Ich denke ich möchte in Richtung alter Orient gehen, finde das Thema sehr interessant, auch im Hinblick auf Architektur und Kultur.

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Letztlich kannst du dir doch eine Zeit und eine Region aussuchen, dazu vielleicht noch ein Thema wie Lebenswelt, Hausbau, Ernährung, Kunst, Gefäße, Waffen usw. Der Haken ist wirklich nur der, dass du dich entscheiden musst.

Schöne Themen sind m.E. nach auch immer die, die mit der lokalen Archäologie zu tun haben, also in der Regel Vorgeschichte oder mittelalterliche Archäologie beinhalten (je nach Region auch provinzialrömisches). In deinem Bundesland gibt es sicher eine Publikationsreihe, vielleicht gibt es in deiner Heimat sogar eine Stadt- oder Kreisarchäologie, bei der du dich informieren kannst. Ansonsten kannst du dich auch an das zuständige Landesamt für Denkmalpflege (Bezeichnung variiert in verschiedenen Bundesländern) wenden. 

Der Vorteil solcher Arbeiten ist der direkte Bezug zum Thema und zur Region, sie werden auch von Lehrern gern gesehen. Ich habe schon einige solcher Arbeiten, die teilweise aus meinem eigenen Fundmaterial entstanden sind, ein Stück weit begleitet, die Schüler waren von diesen Themen immer begeistert.

Der Mehrwert für dich: Du bekommst einen sehr direkten Einblick in die praktische Archäologie, hast Kontakt zu Archäologen, kannst nach Rücksprache vielleicht auch Funde selbst ansehen. Vielleicht gibt es auch einen bekannten Fund oder Fundort in deiner Umgebung, mit dem du dich beschäftigen kannst. Ist vielleicht alles nicht so spektakulär wie Stonehenge oder die Pyramiden, dafür bist du ganz dicht dran.

Die Alternative ist in der Regel eine reine Literaturarbeit. Du liest dich dann in ein Thema ein und fasst zusammen. Einen großen Eigenanteil kannst du da kaum leisten (sehen wir´s nüchtern, der ist heutzutage schon in Bachelorarbeiten nicht allzu groß), dafür gibt es reichlich Literatur.

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