Frage von SStilinski24, 115

Facharbeit Nahtoderfahrungen?

Hallo :) Ich schreibe im Fach Religion eine Facharbeit zum Thema Nahtoderfahrungen. Ich habe schon viele Informationen zusammen, würde aber gerne ein eigenes Interview mit einbringen. Hatte jemand von euch schon einmal eine Nahtoderfahrung und kann mir davon berichten/ein paar Fragen beantworten? Danke im Vorraus ! :)

Antwort
von pilot350, 86

Dieses Thema wurde hier schon so oft behandelt. Gehe mal ins Forum und gebe Dein Thema ein.

Kommentar von holodeck ,

Wurden dort denn auch SEINE Fragen behandelt?   
Sicherlich nicht!

Kommentar von pilot350 ,

schau doch einfach nach und frage nicht. manno

Antwort
von realsausi2, 68

Es gibt keine Nahtoderfahrungen. Wer dem Tode nahe kommt, ist kurz danach tot. Sonst wäre es ja nicht Nahtod. Die Nähe um Tod kann nur quantitativ, sprich, zeitlich, ausgedrückt werden.

Eine qualitative Nähe zum Tod gibt es nicht, da Tod und Leben absolut dual sind. Entweder 100% lebendig oder 100% tot. Es gibt keine Zwischenstufen.

Es ist insofern unsinnig, von Nahtoderfahrungen zu sprechen, da vom Tod noch keiner zurück gekommen ist, um über seine Erfahrungen zu berichten.

Andersherum heißt das, dass jemand, der etwas berichtet, eben nicht dem Tode nahe war.

Kommentar von SStilinski24 ,

Herauszufinden ob es Nahtoderfahrungen gibt oder nicht ist ja das Thema meiner Facharbeit deshalb möchte ich auch jemanden der eine Nahtoderfahrung hatte oder vorgibt eine gehabt zu haben interviewen ;)

Kommentar von realsausi2 ,

oder vorgibt eine gehabt zu haben

Das ist der Punkt...

Kommentar von Karl37 ,

Hier spricht ein Laie, denn bereits in der Antike war der Begriff Scheintod geläufig. Die Römer sagten dazu Vita reducta und beschäftigten Pollinstores, die im staatlichen Auftrag den Tod feststellen mussten.

Im 18. +19. Jh. war gerade in Europa die Angst vor dem "lebendig begraben zu werden" weit verbreitet. Auch von Alfred Nobel ist die panischen Angst vor dem Scheintod bekannt.

Heute spricht die Rechtsmedizin von klinisch Tod bei 10 minütigen Ausbleiben der EKG Linie oder beim Ausbleiben der EEG Linien.

Sichere Todesmerkmale sind die Totenflecken, die Temperaturabsenkung um mindestens 10°, die Leichenstarre und weitere.

Es gibt kein "entweder ./. oder". Das Sterben ist ein Prozess, der einige Zeit andauern kann. Der Laie kann sich das so vorstellen wie den Übergang zwischen Tag und Nacht, denn dazwischen liegt die unterschiedlich lange Dämmerung.

Kommentar von holodeck ,

Bedankt, Karl. Dein Kommentar enthebt mich einer ungeliebten Murmeltier Arbeit. Aber in diesem Fall hier prallt jedes Argument ab. Noch nicht einmal der Intensiv- und Rettungsmediziner Sam Parnia persönlich, mit seinen herausragenden Forschungsarbeiten zur Umkehrung des Sterbeprozess, könnte hier noch etwas ausrichten.       

Die Argumentation von @sausi weist durchaus einen gewissen Borderlinski Charme auf. Grau jibbet nich, schon gar nicht in Abstufungen. Nur Schwarz oder weiß können sein.

Kommentar von realsausi2 ,

Grau jibbet nich

Es gibt Fälle, in denen das so ist. Bei Leben und Tod ist das so.

Kommentar von realsausi2 ,

Du willst also ernsthaft behaupten, Leben und Tod wären nicht dual?

Das hieße, es gäbe einen Zustand 50% lebendig, 50% tot. Das ist absolut widersinnig.

Natürlich ist Sterben der Prozess, der zum Tode führt. Im Tode findet aber das Leben wie das Sterben ein Ende.

Scheintot ist nun wirklich ein Schuss ins eigene Knie. Wie der Name sagt: Scheintot.

Kommentar von Karl37 ,

Es wird hier aneinander vorbeigeredet. Du möchtest unbedingt dem Tod die Eigenschaft digital zu sein unterstellen. Ich kann dir insofern zustimmen, dass es beim Sterbeprozess einen Point of no Return gibt, also einen Punkt ab dem keine Reanimation möglich ist. Dieser Punkt scheint aber individuell zu sein, ist aber nicht das Problem NTE.

Es gibt Menschen, die haben NTE erlebt und es besteht kein Anlass diese Menschen als Spinner anzusehen.

Bekannt ist aus seriösen Untersuchungen, dass den Betroffenen gar nicht bewusst war dem Tod sehr nahe gewesen zu sein. Es laufen ähnliche Sequenzen im Hirn ab, die individuell aber Gemeinsamkeiten aufweisen.

Ein Betroffener, der zweimal dem Tod sehr nahe stand berichtet über exakt die gleiche Sequenz des bildlichen Ablauf. Er fühlte sich als Staubkorn schwebend in einem Krater. Der Kraterboden war sehr hell, er wusste oben vom Kraterrand wurde gerufen. Dadurch war er hin und hergerissen, einmal zog ihn der helle Grund an und dann die Rufe. Es war also ein auf und ab, bis mit einem Ruck der Kraterrand überwunden war und das Bewusstsein zurück kam.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community