Frage von Olli132456, 66

Fachabi abbrechen und zum Bund gehen?

Hey, ich bin momentan an einem Punkt, wo ich im Begriff bin mein Fachabi abzubrechen. Bin 18 Jahre und in der 12 Klasse. Ich habe 1 1/2 Jahre sehr wenig für die Schule gemacht, kam aber trotzdem irgendwie durch. Nun bin ich an einem Punkt, wo ich merke, dass ich verdammt viel nachholen müsste um ein akzeptables Abi zu bekommen. Ich könnte als Entschuldigung nehmen, dass ich nebenbei nachts arbeite...aber wie gesagt das wär nur eine Entschuldigung....ich bin einfach zu faul. Der Gedanke zur Bundeswehr zu gehen liegt schon länger in meinem Kopf. Die Gründe sind einfach: ein Karrierepfad, ein gutes Gehalt (was sich steigert), körperliche Betätigung, Absicherung im Alter etc. Die negativen Seiten sind mir auch bewusst: Weit weg von Zuhause, Ausland und harte erste Monate. Dennoch bin ich sowas von verunsichert und unentschlossne und hab keine Ahnung was ich tun soll. Was bringt mir ein schlechtes Abi ? Ist der Arbeitgeber Bundeswehr wirklich so toll? Ist der Verdienst vergleichsweise gut oder besser als andere Berufe im Bereich Realschulabschluss? Gibt es auch gute Bürojobs bei der Bundeswehr ?

Antwort
von Y0UD0NTSAY, 30

Also ich würde dir ans Herz legen dein Abi auf jeden Fall zu machen. Zähne zusammenbeißen und voll Reinhängen. Danach kannst du dann immer noch zum Bund und da was Studieren oder eine Ausbildung machen. Und wenn du dich jetzt Richtig reinhängst kannst du es als eine Art Vorbereitung auf die Bundeswehr sehen. Dort wirst du noch öfter deinen inneren Schweinehund überwinden müssen. Und mit Abitur hast du Alternativen. Mal angenommen du brichst jetzt ab, gehst zum Bund und merkst dann es ist doch nichts für dich. Das passiert, Soldat sein ist nicht Jedermanns Sache. Es ist anders als es man sich vorstellt. Sollte es so sein, hast du noch Abi in der Rückhand. Wie auch immer du dich entscheidest, viel Erfolg

Antwort
von nooppower15, 66

Ähm und was willst du nach der Zeit bei der Bundeswehr machen. Dann stehste da im schlimmsten fall anfang 30 und ohne zivile Ausbildung.

Letztlich gehst du "nur" mit einen Realschulabschluss zur Bundeswehr die wahrscheinlichkeit das die dich zum Berufssoldat machen ist relativ gering.

Kommentar von Olli132456 ,

Was sind da die Kriterien ?

Kommentar von nooppower15 ,

Abitur oder Realschulabschluss mit verwertbaren Beruf. Ansonsten sind deine Chancen relativ gering.

Ah und natürlich gibt es auch "gute Bürojobs bei der Bundeswehr" allerdings solltest dafür einen geeigneten Beruf erlernt haben.

Kommentar von Olli132456 ,

Naja, kann man keine Ausbildung direkt bei der Bundeswehr machen ? Wie sehen deine Erfahrungen mit der Bundeswehr aus?

Kommentar von nooppower15 ,

Soweit ich weis sind die Ausbildungsberufe direkt bei der Bundeswehr meist richtung Technik etc und man muss sich da relativ lange verpflichten. So genau weis ich das aber nicht.

Ich bin mir aber relativ sicher das "Bürojobs" meist mit welchen besetzt werden die berreits Zivil da eine Ausbildung haben und sich dannach verpflichtet haben.

Wie sehen deine Erfahrungen mit der Bundeswehr aus?

ÄHM ich habe vor vielen Jahren lediglich meinen Wehrdienst gemacht. Meine persönliche erfahrung ist das man auf persönliche erfahrungen wenig hören sollte da die Bundeswehr sehr vielfältig ist.

Grundsätzlich wäre aber mein "Rat" an dich erst dein Fachabi oder eine Ausbildung machen und dann zur Bundeswehr.

Kommentar von Olli132456 ,

Ich danke dir! Nehme jeden Rat momentan dankend an, meine Zukunftsängste sind momentan nämlich am Maximum

Kommentar von nooppower15 ,

Kann ich verstehen, allerdings geb ich dir einfach mal als "Rat" verpflichte dich nur bei der Bundeswehr wenn es wirklich dein wunsch ist und du dir das vorher gut überlegt hast und nicht weil du Temporär Zukunftsangst hast. Soetwas kann gerade bei der Armee stark nach hinten losgehen. Denn gerade zum "Soldat" dafür muss man einfach gemacht sein gerade auch weil in Deutschland praktisch nur Offiziere Berufssoldaten werden können.

Antwort
von Tenebrae0815, 33

Also jetzt mal ganz langsam. Was für eine Laufbahn willst du den beim Bund machen?

Denn selbst mit einem Hauptschulabschluss kannst du dich 1-8 Jahre als Mannschafter verpflichten, bekommst solides Gehalt, aber kaum Fortbildungen.

Wenn du einen Realschulabschluss hast kannst du dich als Unteroffizier bewerben. Dort kannst du neben bei einen Ausbildungsberuf erlernen, der auch zivil anerkannt wird.

Wenn du dich als Feldwebel verpflichten willst solltest du einen soliden Realschulabschluss oder ein Abitur vorweisen können. Dort sind dann auch deinen Chancen auf eine Stelle als Berufssoldat größer. Jedoch erfährst du das dann erst nach ca. 5-6 Jahren Verpflichtung frühstens.

Diese Job sind allerdings alle mit mehr oder wenig viel körperlicher Arbeit verbunden.

Was du dir scheinbar eher vorstellst ist ein Job als Offizier.

Hier musst du ein Abitur vorweisen oder einen Realschulabschluss mit anschließender Berufsausbildung. Dein Abitur muss jedoch nicht wirklich blendend sein. Einige werden sogar mit einem Schnitt von 3,5 eingestellt, jedoch haben diese dann bei den anderen Tests überzeugt.
Wenn du als Offizier eingestellt wirst, musst du in der Regel ein Studium absolvieren, da die Bw gerne Akademiker als Offiziere haben will. Dieses Studium ist dann aber auch zivil anerkannst . Der Harken hierbei ist, dass du dich für 13 Jahre verpflichten musst, wobei die 4 Jahre des Studiums schon dazu zählen.

Also würde ich mich an deiner Stelle zusammenreißen, mein Abitur fertig machen und mich dann in aller Ruhe bei der Bw bewerben. Nur so nebenbei als Offizier fängst du mit einem Gehalt von 1500 netto an.

Falls du noch Fragen hast besonders zum Studium kann ich dir gerne weiter helfen. Ich bin übrigens auch direkt nach dem Abitur zur Bw und mittlerweile Offizier des Deutschen Herres und das mit 21 Jahren.

LG Tenebrae

Antwort
von sinari, 35

Ich kann dir nur Eines sagen:Eine abgebrochene Schulausbildung wird dich dein Leben lang verfolgen-egal wo und wofür du dich bewirbst-und auch wann!Selbst bei der Bundeswehr könnte ein Schulabbrecher schlechtere Chancen haben.Und dann kommt noch die eigene "Wertschätzung" dazu.Die könnte für deine Psyche eine wichtige Rolle spielen.Selbst ein Ziel mit den schlechtesten Ergebnissen ist ein erreichtes Ziel.Und auch das wird dich begleiten-ein Leben lang.

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