Extreme suizidgedanken, was tun?

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7 Antworten

Das ist für Dich aber auch eine ganz blöde Situation. Auf der einen Seite möchtest Du nichts tun, da er sonst auf dumme Gedanken kommen könnte aber auf der anderen Seite, bringt Dich Nichtstun auch nicht weiter. Ich an Deiner Stelle würde mich mal Deinen Eltern anvertrauen und sie um Hilfe bitten oder sie fragen, was sie an Deiner Stelle tun würden. Die Verantwortung kannst Du nicht alleine übernehmen. Wenn Dein Freund sich doch noch mal etwas antun sollte, dann machst Du Dir große Vorwürfe tatenlos herumgesessen zu haben. Oft wird eine Freundschaft auch auf eine harte Probe gestellt. Selbst wenn Du anderen davon erzählst, tust Du es nur, weil Du helfen willst und nicht weil Du jemanden verraten oder in den Rücken fallen willst. Dein Freund braucht dringend psychologische Unterstützung, vermutlich müsste er sogar stationär in einer Psychiatrischen Klinik untergebracht werden, aufgrund des Suizidrisikos. Sprich mit DEINEN Eltern und sage ihnen ganz genau was los ist und wie schlimm es ist. Sie werden wissen oder recherchieren, was zu tun ist.

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Auch wenn er versucht, dich durch emotionale Erpressung davon abzuhalten, wende dich umgehend an seine Eltern, ihm muss geholfen werden.

Er kann sich auch ohne, dass du das tust, umbringen und dann wäre es wiederum von erheblichem Ausmaß, wenn du nicht handelst.

Ich halte es für höchst fragwürdig, seine Freunde in eine derartige Situation zu bringen. Er droht dir mit Suizid, wenn du in seinem Sinne handelst - was soll das werden? Er tut sich jetzt bereits etwas an. Das hier würde als massive Eigengefährdung werten und von daher sehe ich hier auch Handlungsbedarf, man muss letztendlich eingreifen, auch wenn er das nicht will.

Wenn weiter Zeit vergeht, dann bringt das im besten Falle gar nichts, wahrscheinlicher ist es aber, dass es noch schlimmer wird. Inwiefern er bisher behandelt wurde, kann ich nicht sagen, aber wenn er sich jetzt weiter in die Sache reinsteigert, sich regelmäßig selbst verletzt und weiter einen Suizid beabsichtigt bzw. darüber nachdenkt und auch dich dort mit reinzieht, dann artet das Ganze unter Umständen aus. 

Und damit meine ich, dass er sein Leben langfristig nicht in den Griff bekommt. Selbst wenn er nicht umbringt, mit solchen psychischen Problemen weiterhin zurecht zu kommen, ist nahezu unmöglich. Seine genaue Situation kenne ich nicht, aber deiner Schilderung nach kann er das bereits jetzt nicht bewältigen und dass sich das von alleine bessert, glaube ich kaum.

Du solltest hier einschreiten, auch wenn er das nicht will. Er kann dich nicht gleichzeitig "mitnehmen" und dich ebenso mit den Sorgen belasten und dann auch verlangen, dann du damit dann alleine bist und dich an niemanden wenden kannst, der da ernsthaft helfen kann. Zwar kann es ihm ein Stück weit helfen, mit jemandem zu reden, aber wenn es um sein Leben geht, dann brauchst man ernsthafte und professionelle Hilfe, ob man es einsehen will, oder nicht.

EDIT: Du sagst "er hat gesagt wenn ich niemanden anrufe, bringt er sich nicht um". Das verstehe ich nicht ganz. Warum macht er seinen Suizid davon abhängig? Und er bringt sich genau dann nicht um, wenn er seine Probleme unbehandelt lässt und sich weiter damit "auffrisst"? Und warum wäre Hilfe zu bekommen der entscheidende Grund für Suizid? Das ist nicht nachvollziehbar. Und alleine schon, weil man seine Absichten diesbezüglich anscheinend kaum einschätzen kann ist er eine für Außenstehende unkalkulierbare Gefahr für sich selbst. Zumindest dann, wenn ungewiss ist, was er vorhat.

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Er braucht trotzdem professionelle Hilfe.
Brutal ausgedrückt, aber hilfreich gemeint: Er will sich ohnehin umbringen, also ist seine Drohung damit, falls du professionelle Hilfe organisierst, ja keine Verstärkung. Such dir evtl. jemandem aus seinem Umfeld, seiner Familie, mit dem du vertraulich reden kannst.

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Kommentar von lilyxo
29.05.2016, 16:28

hatte genau den selben gedanken... er hat gesagt wenn ich niemanden anrufe, bringt er sich nicht um

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Hallo :)

Ich spreche dir großen Respekt dafür aus, dass du deinem Freund helfen möchtest! Ich muss dich aber auch davor warnen, dir selbst nicht zu viel Verantwortung zu überlassen!

Ich weiß jetzt nicht, wie alt du bist, aber das ist auch so gut wie unwichtig! Es gilt immer, dass du dich selbst von deinem Freund auch abgrenzen können musst! Es ist nicht deine Verantwortung, sich um ihn zu kümmern! Das ist die Aufgabe seiner Eltern! Und diese Aufgabe müssen sie auch wahrnehmen!

Ich weiß, du willst deinen Freund nicht in Gefahr bringen und ihn schützen! Das ist ganz verständlich. Aber manchmal kommt man an einem Punkt an, an dem man nicht mehr als Einzelperson, noch dazu als Vertrauensperson, helfen kann.

Am besten du gibst deinem Freund die kostenlose Notrufnummer der Telefonseelsorge (evangelisch: Tel. 0800 111 0 111  —  katholisch: Tel. 0800 111 0 222). Du kannst ihm nur ein offenes Ohr anbieten!

Ich würde dir raten, dich mit seinen Eltern auseinanderzusetzen! Ja, ich weiß, es kann ihn in Gefahr bringen. Aber seine Eltern müssen die Gefahr auf sich nehmen und damit umgehen! Du solltest (eventuell auch zusammen mit deinen Eltern) mit ihnen ein Gespräch führen und ihnen unmissverständlich klar machen, dass ihr Sohn in Gefahr ist! Wenn sie mit der Lage nicht klarkommen, dann führt kein Weg an der Notaufnahme einer psychiatrischen Klinik vorbei! Dort MUSS er aufgenommen werden, wenn er sich oder andere gefährdet! Bitte tu deinem Freund den Gefallen und sprich mit seinen Eltern, es ist nahezu das Einzige, das für ihn tun kannst! Seine Eltern müssen ihm ja nicht direkt sagen, dass sie ihn in eine Klinik fahren, oft hilft Konfrontation. Bei weiteren Fragen empfehle ich ebenfalls die Nummer der Telefonseelsorge zu wählen und nach einem "Schlachtplan" zu fragen. Ansonsten bestehen auch die Möglichkeiten, einen Hausarzt aufzusuchen oder im Zweifelsfall direkt in die Notaufnahme zu fahren!

Ich hoffe, du nimmst dir das von mit Gesagt zu helfen!

Ich wünsche dir viel Glück dabei und bleib stark :)

Liebe Grüße,
Merlchen1607

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Ja ich habe das auch gesagt und alles
Meine Freundin wollte es dann auch nicht meinen Eltern oder den Lehrern sagen weil ich ja gesagt hab dass ich mich dann umpring
Sie hat eines Abends als es mir richtig scheyße ging einfach die Polizei gerufen die ist dann gekommen aber da hatte ich die Tabletten schon genommen
Ich kam dann ins Krankenhaus zum Magen auspumpen und so und anschließend in die Psychiatrie aber nicht nur deshalb

Ich weiß nicht ob du das machen willst aber es ist eine Lösung...
...vielleicht

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Kommentar von lilyxo
29.05.2016, 18:26

genau dieselbe situation war auch bei ihm. er nahm tabletten, sehr viele, ein freund von ihm rief die rettung, er kam ins krankenhaus und bekam dann psychiatrische hilfe.... brachte bei ihm leider nichts...  

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Kommentar von 11xxlenamaxx12
29.05.2016, 21:46

Mir auch nicht keine ahnung wer denkt dass einem sowas hilft

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Es gibt das Jugendtelefon "Nummergegenkummer". Da kannst du oder dein bester Freund völlig anonym anrufen. Die sind wirklich super, hören zu und helfen dir auch wirklich weiter. Zuständig sind die für Menschen bis 21 Jahre. Auch wenn du älter bist, werden die dich innerhalb deiner Stadt sehr gut vermitteln können.

Unten habe ich den Link zu der Seite eingefügt. Dort findest du die Telefonnummer Ich wünsche dir alles Gute.

https://www.nummergegenkummer.de/cms/website.php

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Kommentar von he1lan2
29.05.2016, 16:27

Auch eine gute Idee.

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Also erstmal Hut ab, dass Du Deinem Freund so bei stehst. Aber Du darfst nicht vergessen, dass es sein Leben ist. Wenn er keine Hilfe möchte, kannst Du sie ihm nicht aufzwingen. Versuch ihm einfach zur Seite zu stehen. Denn ER muss erkennen, dass er Hilfe braucht. Sonst nützt das nichts.

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