Frage von Sabine098, 51

Extreme Schulangst - was tun?

Hallo, meine älteste Tochter (15) leidet seit 3 Jahren an extremer (ich meine wirklich extreme) Schulangst. Sie lernt jeden Tag von um 13Uhr bis 22Uhr und kann sich einfach nichts merken. Sie weint dabei immer wieder und ist völlig fertig. Heute ist es wieder so. Sie würde gerne lernen und kann nicht, aus Angst zu versagen. Es ist wie eine Blockade in ihr. Sie will und es geht nicht. Somit schreibt sie auch nicht gerade gute Noten, außer wenn ich stundenlang bei ihr sitze und mit ihr lerne. Das geht natürlich nicht immer, da ich auch berufstätig bin. Ich bin echt ratlos, was ich noch machen könnte. So geht es nicht weiter. Sie kann nicht mehr lachen, ist ziemlich depressiv geworden und denkt nur noch an die Schule. Eigentlich ist ihre Schule klasse. Die Lehrer sind nicht zu streng und es wird "gut benotet". Überraschungstest gibt es zwar immer wieder, aber das ist ja überall so.

Hat jemand eine Idee, wie ich meiner Tochter helfen kann? Therapie kommt für uns nicht in Frage (schlechte Erfahrungen).

Ich würde mich sehr über Antworten freuen. LG

Antwort
von conelke, 46

Dazu würde mir direkt einfallen, dass sie vielleicht mit dem Stoff überfordert ist. Oder sie ist ein Mensch, der sehr ehrgeizig ist und mit Tiefschlägen nicht umgehen kann. Über eine so lange Zeit hinweg zu lernen ist absolut kontraproduktiv. Das hält keiner auf Dauer aus. Sie muss zwischendurch immer mal für Zerstreuung suchen und Dinge tun, die sie ablenken und ihr Spass machen. Wenn sie Probleme mit dem Stoff hat, wäre vielleicht eine Lerngruppe oder Nachhilfe eine Lösung. Dort lernt sie dann gezielt, ihre Schwächen in den Griff zu bekommen. Außerdem solltet Ihr über Alternativen sprechen, wenn diese Schulform nicht ihr Ding ist. Versagensängste, dass ist ein Teufelskreis, hinzu kommt dann die Angst vor der Angst. Immer wieder zu erfahren, dass Lernen doch nicht hilft, macht die Sache nicht einfacher. Vielleicht lernt sie ja auch falsch oder nimmt sich zu viel vor. Sie sollte sich einen Stundenplan für zu Hause erstellen, auf dem steht dann, wann sie was und wie lange lernt und zwischendurch immer mal Pausen - auch Freunde darf sie nicht vergessen! Ich weiß nicht, ob das unbedint therapiewürdig ist, aber wenn Ihr selbst am Rand der Verzweiflung steht, wäre es vielleicht sinnvoll sich Hilfe von außen zu holen. Manchmal ist auch der Rat eines Lehrers sinnvoll, der die Schüler ja nun mit am besten kennt. Er kann auch einschätzen, ob eine Überforderung vorliegt oder nur eine Lernblockade aufgrund der Ansprüche, die Deine Tochter selbst an sich stellt. Oft kann eine neutrale dritte Person - sei es in Form von Nachhilfe - oder die Lerntipps gibt, besser helfen, als ein Familienmitglied.

Antwort
von zippo1970, 51

Also das hört sich nicht gut an.....

Ihr braucht auf alle Fälle professionelle Hilfe. Allein wirst du damit nicht fertig.

Schulsozialarbeiter oder Vertrauenslehrer wären erste Ansprechpartner, die dich beraten könnten, welche Hilfsmöglichkeiten es gibt.

Das du eine Therapie kategorisch ausschließt, weil du schlechte Erfahrungen gemacht hast, finde ich nicht gut. Eine schlechte Erfahrung sagt doch wenig bis gar nix aus.

Such dir eine Beratung. Mit professioneller Unterstützung, könnt ihr dieses Problem sicherlich in den Griff kriegen.

LG :-)

Antwort
von GagasMonster, 44

Vielleicht nicht jeden Tag von 13-22 Uhr lernen? Sie braucht doch auch mal Freizeit, meiner Meinung nach reicht es, jeden Tag eine Stunde zu lernen und dann vor Klassenarbeiten noch einmal intensiver.Was den Druck betrifft, das kenne ich auch, ich denke jeder Schüler kennt das und man muss einfach lernen damit umzugehen, denn aufhören wird es erst, wenn die Schule vorbei ist :).

Antwort
von 19KeineAhnung98, 35

Hallo, ich bin zwar erst 17, aber ich will dir trotzdem helfen!

Eine Therapie ist wirklich das einzige, was deiner Tochter langfristig helfen kann. Habt ihr mal mit dem Klassleiter/Vertrauenslehrer/Schulpsychologen geredet?

Ich habe selbst auch schlechte Erfahrungen mit Therapie gemacht. Meine Probleme bestehen weiterhin, deswegen habe ich mich an unseren Vertrauenslehrer gewendet und werde mit seiner Unterstützung nochmals eine Therapie starten. 

Nicht alle Therapeuten sind gleich und so kann es bei euch auch nicht weitergehen!

Antwort
von Haedinator, 31

Hey,

das hört sich nach einem ernsten psychologischen Problem an.

Es kann viele Gründe haben, warum man Angst hat, in die Schule zu gehen.
Deshalbt stelle ich dir zuerst diese Fragen:

Bist du dir zu hundert Prozent sicher, dass deine Tochter Angst davor hat, zu versagen?

Könnte es eventuell sein, dass es nicht das Lernen, die Klausuren oder die Hausaufgaben sind, an denen sie verzweifelt?

Hatte sie schon einmal Probleme mit Klassenkameraden?

Ich gebe dir den Rat, unter vier Augen mit deiner Tochter zu reden. Du musst dir absolut sicher sein, dass das Problem bei dem Leistungsdruck liegt, bevor du irgendwelche weiteren Schritte einleitest.

Du musst ihr zeigen, dass sie vor dir keine Angst zu haben braucht. Zeig ihr, dass du ihr Problem verstehst und dass du trotzdem noch stolz auf sie bist, auch wenn es mit den Schulnoten nicht gerade gut läuft. Du darfst auf keinen Fall irgendwelche Komentare äußern, die ihr den Anschein geben könnten, dass du unzufrieden mit ihr und mit ihrer Leistung bist.

Ferner würde ich, an deiner Stelle, versuchen, natürlich nur, wenn sie dazu bereit ist, einen Schul- oder Kinderpsychologen zu kontaktieren, der sich in einigen Sitzungen mit ihrem Problem auseinandersetzt und ihr das Gefühl gibt, dass jemand sie versteht. Hierbei kannst du aber auch wieder einen Fehler machen! Sei nicht zu aufdringlich! Gib ihr Zeit, sich alles in Ruhe zu überlegen! Zwinge sie nicht, denn das wäre ihr Untergang!

Ich bin selber leider kein Psychologe, dewegen kann ich dir nur ein paar Tipps geben. Wichtig ist, dass du ehrlich zu deiner Tochter bist und ihr den Anschein gibst, als wärst du zufrieden mit dem, was sie tut, auch wenn du es vielleicht nicht bist.

Mit freundlichem Gruß,

Julian

Antwort
von daybreak, 39

Psychologen aufsuchen wäre denke ich das Beste weil neben der Angst auch 9 Stunden lernen täglich extrem übertrieben sind ( besonders in dem Alter) und dem Körper eher schaden als einen Nutzen haben. Durch die Überbelastung erreicht man dann eher das Gegenteil.

Antwort
von sssaaammm, 40

Kann es sein, dass die Schule zu anspruchsvoll für sie ist?? Jeder hat andere Stärken und man kann niemanden dazu zwingen, etwas zu machen, was man nicht schafft. 

Es könnte auch sein, dass sie mit den Mitschülern nicht klar kommt oder ein anderer Grund dahintersteckt, der sie indirekt beeinflusst.

Auch wenn ihr schlechte Erfahrung mit Therapien gemacht habt, versucht es trotzdem nochmal, vielleicht bei einem anderen Therapeuten oder in einer anderen Stadt . Ohne fremde Hilfe kann die Situation wirklich schlimm enden und das will sicherlich niemand. 

Kommentar von Sabine098 ,

Sie lernt eigentlich sehr schnell. Nur durch ihre Angst kann sie es nicht mehr. Und mit ihren Mitschülern kommt sie auch klar. Ich denke, es ist die "innere Angst", die sie förmlich auffrisst..

Kommentar von sssaaammm ,

Das habe ich schon verstanden, aber diese innere Angst kommt nicht von alleine. Irgendetwas muss es geben, dass deine Tochter bedrückt und genau da kann ein Therapeut helfen. Handle bitte sofort und lass es nicht zum Äußersten kommen!!!! Viel Glück.

Antwort
von Demutras, 49

Eine Therapie wäre eigentlich die sinnvollste Alternative, da diese Blockade ja psychisch bedingt sein muss. Sie muss den Grund für diese Blockade finden und versuchen diese aufzulösen oder vielleicht nach einem Trick suchen mit dem sie diese Blockade umgehen kann. Das alles funktioniert aber nunmal am Besten mit einem Psychologen.

Antwort
von robi187, 35

rede mit dem vertauenslehrer oder mit dem jugendberatungstelle.

die schulbehörde haben auch ein sozial dienst die helfen können.

Antwort
von martinax33, 34

hypnose o: ich hab zumindestens von vielen gehört, dass das echt gut funktionieren soll o:

Antwort
von atzef, 33

Fachmännischen Beistand suchen, also einen einschägig erfahrenen Therapeuten und die verpeilte Verweigerungshaltung wegen einer schlechten Erfahrung ablegen.

Antwort
von violatedsoul, 37

Schon mal mit den Lehrern gesprochen?

Kommentar von Sabine098 ,

Ja, das habe ich. Die Klassenlehrerin meinte, meine Tochter solle sich nicht so anstellen und sich nicht so fertig machen... 

Kommentar von violatedsoul ,

Hm, wenig hilfreiche Antwort einer "Pädagogin".

Wie kommt deine Tochter allgemein in der Schule mit? Kann sie da was mit dem Gehörten und Aufgeschriebenem anfangen?

Es ist wenig sinnvoll, zuhause nochmal einen "vollen Schultag" zu lernen. Das Gehirn ist da irgendwann überlastet und dann rauscht eh nur noch alles vorbei.

Hat deine Tochter Fächer, wo sie besonders viele und so gut wie keine Probleme hat?

Wie ist es mit den Hausaufgaben, hängt sie da auch ewig fest?

Habt ihr schon mal an Nachhilfe gedacht, wo den Schülern sicher auch gezeigt wird, wie sie effektiv lernen können?

Antwort
von greenstar19, 34

Zum Arzt gehen...

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