Frage von FitJali37, 72

Extreme Schmerzen im ganzen Arm nach Krafttraining oder allgemein Belastung?

Ich werde recht bald beim Arzt antreten und ihn mein Problem schildern, jedoch interessiert es mich was ihr vermutet und ob ihr bereits Erfahrungen mit sowas hattet.
Das Problem sieht wie folgt aus:
Ich betreibe Bodybuilding und spüre nach dem Krafttraining meistens sehr starke Schmerzen am linken Arm. Vom Nacken bis zum Handgelenk. Der Schmerz fühlt sich sehr komisch an und wirkt wie Schmerz and den Nerven und Gelenken (Nicht am Muskelgewebe) Ich habe diese Probleme natürlich nach und während dem Arm, Schulter, Brust und Rückentraining. Manchmal ist es so stark, dass ich meinen Arm nicht mehr naturgemäß heben kann.
Der Schmerz verschwindet teilweise nach ungefähr 1er Stunde, jedoch habe ich immer ein komisches Gefühl in diesem Arm

Antwort
von survival797, 42

Selbst wenn ich ein Arzt wäre, kann man das schlecht per Ferndiagnose sagen. 

Ich würde dir empfehlen erstmal mit dem Training aufzuhören solange sich nicht geklärt hat was das ist. Am ende schadest du dir durch das Training noch mehr und das ist nicht Sinn der Sache soll ja schließlich gesünder machen :) 

Geh auf jeden Fall so schnell es geht zum Arzt der kann dir viel besser helfen und hier zu spekulieren hilft dir auch nicht weiter. 

Hoffe es ist nichts schlimmes und dass der Arzt das Problem schnell lösen wird. Viel Glück dir noch 

Kommentar von FitJali37 ,

Danke dir💪🏽

Antwort
von Anni478, 31

Es bedarf einer gescheiten Befundung, um eine Diagnose erstellen zu können. Bildgebende Diagnostik ist dabei gar nicht zwingend notwendig, wird eh viel zu häufig unnötig angewandt.

Zu vermuten wäre in dem Zusammenhang  ein Inpingement.

Kommentar von bluebird74 ,

Das was du als  Impingement beschreibst, ist meine Beschreibung einer Bursitis. Es hängt so oder so zusammen.

Und auch das kann und muss mit Bildgebenden Massnahmen abgesichert werden. Meist mit MRT oder Röntgen.

Kommentar von Anni478 ,

Ein Inpingement geht nicht zwingend mit einer Bursitis einher.

Und nein, es muss nicht zwingend bildgebend diagnostiziert werden. Ein erfahrener Diagnostiker kann über Sicht-/Tastbefund und diverse Tests das Problem soweit eingrenzen, dass durchaus eine eine klare Diagnose auch ohne Röntgen möglich ist.

Kommentar von bluebird74 ,

Das habe ich in 25 Jahren Berufserfahrung noch nie erlebt. Aber okay, jeder hat da eine andere Meinung und das ist okay. 

Kommentar von Anni478 ,

Dann ist das aber  sehr traurig und man sollte sich fragen inwieweit Kenntnisse über die unterschiedlichen Verletzungen vorliegen, denn diese unterscheiden sich voneinander in Bezug auf die Symptomatik.

Das hat weniger etwas mit Meinung als viel eher mit Erfahrung und Fachkenntnis zu tun.

Aber mich wundert es nicht, bei dem was ich bereits alles erlebt habe.

Beispiel:

Ich habe mehrfach einen Patienten, der mir wegen Muskelspannungsstörungen zur Therapie geschickt wurde, zurück zum Orhopäden geschickt mit dem Verdacht auf BSP in der HWS. Man soll es nicht glauben aber er wurde mir zweimal zurück geschickt mit einem arroganten Hinweis, dass kein BSP vorliegen würde. Dann schickte ich ihn zu einem anderen Arzt, der die Diagnose bestätigte....es war gar ein doppelter BSP.

Sorry aber wenn ein Orthopäde nicht in der Lage ist, z.B. einen offensichtlichen Bandscheibenvorfall zu diagnostizieren, war es möglicherweise die falsche Berufswahl.

Zum Glück kenne ich aber auch ausreichend Therapeuten und Ärzte, die durchaus in der Lage sind, auch ohne bildgebende Diagnostik und die damit verbundene Belastung für den Körper + finanzielle Belastung für unsere Kassen, Diagnosen zu stellen.

Kommentar von bluebird74 ,

Erstens muss ich kurz klarstellen das ich nicht bluebird bin, sondern eine Freundin die hier ab und an auch mal schreibt.

Zweitens bin ich "nur" eine Krankenschwester auf der Anästhesiestation. Habe also nur angeeignete Kenntnisse und Erfahrungen aus 25 Jahren. Leider sind dies nicht Fachkenntnisse wie bei dir.

Drittens hast du aber recht wenn du sagst das es mehr kompetente Fachärzte geben müsste. Aber die, die sich wirklich Zeit nehmen und auch weiterbilden werden immer weniger.

Also lass uns das hier nicht ausufern. Ich habe schon Dinge erlebt, bei denen ich auch nur mit dem Kopf schütteln kann und dachte das das völlige Fehldiagnosen sind (eigene Erfahrungen).

Kommentar von Anni478 ,

Was heißt "nur" Krankenschwester. Es ist ein schwerer Beruf, der umfangreiches Wissen erfordert.
Alles gut :)

Wir sind uns ja auch einig. Mich ärgert einfach nur, dass sich heute alles nur noch um Geld dreht und nicht mehr um den Menschen, dessen Krankheiten den Profit (zumindest für Ärzte) erst möglich machen. Letztendlich zahlt die Allgemeinheit für die Unfähigkeit oder den Unwillen seitens der Ärzte, gründliche Arbeit zu leisten.

Ich wollte dich damit nicht angreifen und wünsche noch einen schönen Sonntag abend! :)

Antwort
von bluebird74, 30

Es kann sein das dein Schleimbeutel im Schultergelenk entzündet ist. Das passiert bei Überlastung. Er wird dick und drückt dann auf Nerven, Muskeln und Sehnen.

Es kann auch durchaus  sein das du dir eine Sehne gerissen hast.

Ich würde mit dem Arztbesuch nicht sehr lang warten. Beim Orthopäden herrschen eh lange Wartezeiten. Und ich würde einen Orthopäden nehmen der sich auf Schulter- und/oder Sportverletzungen spezialisiert hat. 

Aber Gewissheit kann nur ein CT oder MRT geben. 

Und schone solange deinen Arm. Also kein Krafttraining oder ähnliches mehr, sonst wird es nur schlimmer.

Kommentar von FitJali37 ,

Danke dir

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