Frage von klecki15, 66

Extreme Gewissensbisse, war ich im Unrecht - Alkoholsucht?

Ich bin grade wirklich fertig mit den Nerven...

Und zwar trinkt meine Mutter schon seit Jahren jedes Wochenende (Donnerstag, Freitag, Samstag, manchmal Sonntags, in den Ferien auch in der Woche) Wein. Sie trinkt immer mit meinem Stiefvater zusammen abends und der ist nur am Wochenende da.

Ich mache mir schon lange Sorgen, ob ihr Verhalten nicht der beste Weg in die Abhängigkeit ist oder ob sie vielleicht schon mittendrin ist. Ich hab schon oft versucht, sie darauf vorsichtig anzusprechen, aber das hat nie geklappt.

Immer, wenn ich nach unten gekommen bin, standen zwei Gläser Wein vor den beiden. Grade bin ich nach Hause gekommen und es war dasselbe. Ich sage häufig, dass sie weniger trinken sollten, das habe ich auch heute gemacht. Besonders hatten sie gestern Abend versprochen, weniger zu trinken. Mama hat sogar gesagt, sie würde ihren Alkoholkonsum auf Donnerstag, Freitag und Samstag beschränken, weil sie in den Sommerferien die letzten drei Wochen jeden Tag Wein getrunken haben. Ist das nicht fragwürdig?

Meine Mutter war jedenfalls nicht dabei und ich hab nur zu meinem Stiefvater so was gesagt wie: "Ich dachte, ihr wollt jetzt weniger trinken?" Und dann meinte er so: "Das ist ja möglich, aber es ist auch nicht schön, uns immer darauf hinzuweisen."

Ich hab mich dann bloß entschuldigt und bin nach oben gegangen, hab mir aber so meine Gedanken gemacht. Er war danach auch wirklich lieb, hat noch gefragt ob er mich verletzt hat und so, also alles kein Ding. Aber grade ist meine Mutter hochgekommen und da habe ich ihr halt gesagt, dass ich mir Sorgen um sie mache und finde, dass ihr Verhalten in eine Alkoholsucht führen kann oder bereits geführt haben könnte.

Sie hat natürlich total abwehrend reagiert, wer würde das nicht, und ich habe gemerkt, dass sie noch nie so darüber nachgedacht hatte. Sie hat auch Sachen gesagt wie: "Du denkst doch nicht wirklich, ich wäre alkoholsüchtig?" und lächerliche Argumente gebracht wie: "Ich bin doch erwachsen, ich kann wohl meinen Alkoholkonsum kontrollieren."

[Tut mir leid, dass das so lang wird, ich schreib mir das grad von der Seele:D]

Ich hab dann halt gesagt: "Dann trink bitte einen Monat lang keinen Alkohol, für mich. Weil ich mir Sorgen um dich mache." Sie hat aber extrem abwehrend reagiert, warum sie denn auf Alkohol verzichten solle, nächstes Wochenende sei eine Party und so weiter. Als ich gesagt habe, auf der Party könnte sie von mir aus trinken, war sie immer noch nicht damit einverstanden und meinte, sie würde keinen Grund sehen, meiner Bitte nachzukommen und ich würde ihr lächerliche Sachen unterstellen.

Jedenfalls ist sie dann irgendwann aus meinem Zimmer gegangen und ich hab gemerkt, dass sie kurz davor war zu weinen.

Dazu muss ich noch sagen, dass meine Oma, also ihre Mutter, unserer beider Meinung nach auch alkoholsüchtig ist.

Was meint ihr dazu? Denkt ihr, ich war völlig im Unrecht? Bin grad echt am Ende.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Ille1811, 21

Hallo Klecki!

Ich denke, du bist noch nicht volljährig? Dann schau mal auf die Webseite Nacoa.de.

Dort findest du Einzel- und Gruppenchats sowie eine Telefonnummer, wo du anonym anrufen kannst.

Das Verleugnen und Verharmlosen, was deine Mutter und dein Stiefvater machen, ist typisch für Menschen, die den Alkohol 'brauchen'.

Kommentar von klecki15 ,

Danke für die Antworten erstmal :) Also für alle. Ich habe jetzt nochmal mit den beiden geredet, und sie haben gesagt, wenn ich mir wirklich solche Sorgen darum machen, würden sie auf die Bitte eingehen und einen Monat nichts trinken. Ich hab halt gesagt, dass sie mir auch keine Rückmeldung zu geben brauchen, aber dass ich möchte, dass sie für sich selbst ihr Verhalten reflektieren können.

Antwort
von herakles3000, 25

Das was deiner mutter sagt sind typische ausreden weil sie nicht einsehen das sie schon längst Alkoholsüchtiegisnd zb  Selbst wen sie es schaft nur am Wochende zu trinken ändert sich dadurch so gut wie nichts außer das du wenige rmit bekomst  Umdaran was zu ändern mus deine mutter ertsmal den willen dazu aufbringen und wissen warum sie trinkt da einige das abgeblich zur entspannungtun andere um zb etwas zu vergessen .Das was du tun kanst ist zu den anionymen alkohiliker zu gehen die auch für angehöriege zuständieg sind bzw denen helfen könnten.Trinkt sie jeden tag will sie nicht wahrhaben das sie shcon längst alkoholkrnak ist und erstmal in einem Entzgug must erst wen sie das einsieht kann sie was dagegen unternehmen dein Stiefvater ist da auch kein gutes beispiel den er lügt sich selber an den Alkohol zu kontroliern könne die meisten menschen nicht .In meinem umfelfd gibt es auf keine partys harten alkohol sondern nur bier weil die wissen wie unmöglich sich dan die gäste benehmen .

Solte deine mutter sich wen sie betrunlkne sit unmöglich benehemn das nim das auf und schocke sie mit dem video oder auch nur mit der menge die sie am tag wegtrinkt vieleicht wacht sie dan auf.

Antwort
von XY123XY123, 26

Alkoholsüchtig ist man erst, wenn man nicht mehr anders kann als Alkohol zu trinken. Wenn man mehrmals die Woche was trinkt, heißt das erstmal noch gar nichts. Es kann natürlich sein, dass es ein erster Schritt in die Abhängigkeit ist. Kann aber auch gut sein, dass Deine Mutter es zur Zeit einfach angenehm findet, am Abend bei Wein gemütlich zusammenzusitzen.

Ich denke, Du machst Dir zu viel Sorgen. Also es ist natürlich voll in Ordnung, dass Du Deine Sorgen ausdrückst, aber wenn sie sagen, dass alles ok ist, sollte man es dabei auch belassen. Sind erwachsene Menschen.

Antwort
von piadina, 26

Du bist im Recht!

Leider hast Du keine andere Möglichkeit, Deine Mutter mit ihrem Alkoholkonsum zu konfrontieren. Solange sie sich nicht selbst Hilfe suchen will, kannst Du nichts weiter machen.

Allerdings hast Du die Möglichkeit, eine Angehörigengruppe der AA zu besuchen, wo Du auf Menschen triffst, die ihre Erfahrungen mit diesem Thema austauschen.

Antwort
von SaftGurke17, 33

Ich denke du bist im hast das recht dazu deine Mutter auf so etwas anzusprechen, wenn du dir sorgen machst unüblich denke, dass sie sich das alles nocheinmal überlegen wird und dass du vermutlich sogar etwas damit erreicht hast 

Antwort
von ElfeLegolas, 24

ich finde es nicht gut, das die jeden Tag was trinken. für mich hört es an: wie Gewohnheitstrinker. wenn es dich zu sehr belastet, such Dir Hilfe. wie deine Oma und das Jugendamt. wenn es gar nicht mehr geht, geh zu deine Oma. du kannst mal hier rein schauen: https://www.anonyme-alkoholiker.de/  es gibt aber auch noch andere Seiten. 

ich wünsche dir alles gute

Kommentar von klecki15 ,

Da hast du was falsch verstanden :) Meine Oma ist seit 20 jahren alkoholabhängig, aber kein Mensch, mit dem man darüber sprechen kann. Mit meiner Mutter komme ich wirklich gut aus, wir haben ein super Verhältnis, sie rastst auch nicht irgendwie aus oder sowas.

Kommentar von ElfeLegolas ,

oh sorry 

Kommentar von klecki15 ,

Kein Problem, danke trotzdem :)

Antwort
von CountDracula, 9

Hallo,

nein, ich denke nicht, dass Du im Unrecht warst. Dass sie Deine Sorgen als Vorwürfe aufgefasst hat, zeugt eher davon, dass sie nicht verstanden hat, was Süchte (und vermutlich auch psychische Erkrankungen) sind - nämlich kein Verbrechen.

Antwort
von Mucki007xyz, 23

Kannst Du Deine Mutter bitten, mit Dir zusammen zu einer Familienberatungsstelle zu gehen? oder geh mal erst alleine zu so einer Familien,-Erziehungsberatungsstelle. Dort können kostenlose Beratungsgespräche mit Sozialarbeiter/in stattfinden, die helfen könnten. Oder geh alleine zu einer Suchtberatung im Gesundheitsamt. Frage, was Du tun sollst und Deine Eltern tun könnten. Es gibt auch Selbsthilfegruppen für die Angehörigen von Alkoholikern. Al Anon. Suche sie im Internet.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community