Frage von lucsyder95, 164

Extreme Familiensituation bei meiner Freundin?

Ich bin jetzt seit 2 Monaten mit meiner Freundin (16) zusammen. In der Beziehung läuft alles perfekt. Aber seit ner Woche bekomme ich ihre Familiensituation mit. Sie hat mit 14 ihren Vater verloren. Ihr Vater war sehr krank seitdem meine Freundin klein ist. Und er ist vor 2 Jahren gestorben. Sie kommt nicht mit dem Tod ihres Vaters klar. 1 Monat nachdem ihr Vater gestorben ist, ist ihre Mutter mit einem neuen Mann zusammen. Aber das Familienverhältnis hat sich seitdem extrem verschlechtert. Meine Freundin kommt mit dem neuen Freund ihrer Mutter nicht klar und es gibt nur noch streit. Ich habe auch mit der Mutter geredet und sie sagt dass meine Freundin nie was macht im Haushalt und immer nur in ihrem Zimmer vor dem PC hockt (das stimmt). Aber meiner Meinung nach hat sie mit den Konsequenzen übertrieben. Sie zwingt jetzt meine Freundin dass sie sich selber essen kocht zb... und was ich auch total schlimm fand war als der Freund der Mutter zu meiner Freundin meinte dass sie der Teufel wäre weil sie lügen verbreite. Zu mir meinte er ich würde es eh nicht mehr als weitere 2 Wochen mit ihr aushalten. Was ich richtig krass finde ist dass meine Freundin jetzt von den beiden richtig ignoriert wird. Wenn sie was fragt ignorieren sie sie einfach.. das macht meine Freundin total kaputt und sie ist nur noch am heulen.. sie ist allgemein ein sehr schüchterner Mensch und leidet unter depressionen. Sie hat sich früher auch geritzt. Heute waren wir beim Psychologen und der meinte es geht so nicht weiter. Und dass meine Freundin ins Heim müsse weil da der Zug schon abgefahren sei. Dann hat meine Freundin angefangen zu heulen weil sie nicht ins Heim möchte. Diese ganze Situation macht mich total kaputt. Ich will ihr unbedingt helfen wieder ein normales Verhältnis zu ihrer Mutter aufzubauen. Aber ich weiß nicht was man da machen soll. Könnt ihr mir Bitte weiterhelfen :(

Antwort
von neetahcheetah, 71

Erstmal: Ich bin keine Psychologin oder Seelsorgerin! ^^

Ich würde euch empfehlen, eine professionelle Hilfe zu suchen. Ihr wart ja schon bei einem Psychologen und ich finde, das ist ein RIESEN Schritt für deine Freundin. Sag ihr das auch. Ich finde, du sollst sie aufmuntern, dass du stolz auf sie wärst (wegen dem Besuch beim Psych.) und dass du immer für sie da wärst. Das wird ihr bestimmt ein mini mini bisschen helfen. ;) Vielleicht solltet ihr auch mit Lehrern reden, sie haben auch mind. so viel Lebenserfahrung wie Eltern (oder vertraut einer beliebigen erwachsenen Person).

Dass deine Freundin nicht ins Heim will, kann ich nachvollziehen. Dennoch muss sie bedenken: Möchte sie glücklich werden oder weiter leiden? Im Leben muss man leider Kompromisse eingehen, das Leben ist kein Wunschkonzert... :(

Ich hoffe, ich konnte euch 1% zum Ziel führen. :) Viel Erfolg, Glück und alles Gute weiterhin!!! :)

Kommentar von lucsyder95 ,

Ja ich bin sehr sehr stolz auf sie. Sie meinte heute auch wenn ich nicht da wäre hätte sie sich jetzt umgebracht weil sie sonst niemand hat. (Stimmt zum teil. Sie hat leider kaum Freunde) nach dem psychologen thermin war sie aber so kaputt dass sie aufs Dach geklettert ist und soch kurz vor dem Vorsprung gestellt hat. Ich hab sie zurückgezogen und sie wieder rein geholt. Wor haben beide geheult... danach wollte sie unbedingt Wodka kaufen um sich zu besaufen. Was ich zum Glück verhindern konnte. 

Kommentar von neetahcheetah ,

Oh nein, das hört sich nicht gut an. Am besten ist es, wenn du ruhig auf sie einredest. Umarme sie und verwöhne sie ein wenig, sodass sie auf andere Gedanken schweifen kann.  Außerdem könntest du ihr eine Person aufsuchen, mit der sie wenigstens etwas zu tun hat, vielleicht ihre Verwandten, mit denen sie ein gutes Verhältnis hat. Ich finde Psychologen auch ein wenig ... ja unpersönlich. Man kennt diese Person ja nicht und dann soll sie auch noch einem helfen.

Ich bin wirklich froh, dass du immer an ihrer Seite stehst und dass du sie schützt. Respekt!!

Kommentar von lucsyder95 ,

Ja das fand ich auch. Der psychologe hat meiner Meinung nach viel um den Brei herum geredet und hat schlussendlich in einer Stunde nur ganz wenig ausgesagt... Sie hat leider keinem in der Familie. Ihre Mutter hat mir gesagt dass sie bei der Tante verkackt habe aber sie wollte mir nicht sagen warum. Ich bin leider der einzige Mensch den sie vertraut.. das hat sie mir heute auch gesagt. Ich werde morgen versuchen mit der Mutter unter 4 Augen zu reden. Aber ohne meine Freundin. Weil sonst artet das fespräch wieder aus. Ich werde die Mutter fragen was wir machen müssen um wieder Vertrauen aufbauen zu können

Kommentar von SibelAk ,

Respekt auch von mir! Alles Gute für euch.

Antwort
von BlackRose2001, 71

Am besten redet ihr alle mal ganz ruhig miteinander. Alle sowohl mit der Mutter ,als auch mit dem Freund der Mutter. Vllt sind da ja Missverständnisse die geklärt werden müssen & vllt hilft das auch deiner Freundin ,die Sicht der anderen zu sehen und sich zu bessern ( genauso wie bei dem Freund der Mutter)

Kommentar von lucsyder95 ,

Sie reden sehr oft miteinander und ich war auch 3 mal dabei. Das Problem ist dass meine Freundin immer ausrastet und anfängt zu heulen und wegrennt. Der Freund der mutter meinte zu mir das sei alles nur schauspielerei. Was ich aber nicht glauben kann

Antwort
von JaniXfX, 35

Hallo Lucsyder,

ich glaube ich habe die familiäre Situation ganz gut aus Deiner Beschreibung verstanden. Mich würde interessieren, was das genau für ein Psychologe war. Denn zwei Dinge wundern mich etwas: die Warteliste für Psychologen (Therapeuten) ist sehr lang, vor 3-6 Monaten ist dort schwierig ein Termin zu kriegen (manchmal hat man jedoch Glück). Das zweite, was mich verwunderte ist, dass er direkt in der ersten Sitzung zu einem solchen Situationswechsel rät. Dass man das Gefühl hat, er würde einem keinen "richtigen" Ratschlag geben, ist normal. Letztlich liegt die Arbeit auch bei Deiner Freundin - der Psychologe stellt nur die richtigen Fragen, um sie auf den Lösungsweg zu lenken.

Zurück zur Frage: Was war das für ein psychologe? Psychiater, Therapeut, Heilpraktiker?

Kommentar von lucsyder95 ,

Hey,

Ich weiß jetzt nicht genau welche Art von Psychologe es ist. Jedenfalls besucht meine Freundin diesen Psychologen seot ca nem halben Jahr. Jeden zweiten Mittwoch. Die Mutter meiner Freundin wollte dass sie zu nem Psychologen geht. Außerdem trifft sich meine Freundin 1 mal im Monat mit einer Trauergruppe. Jedoch schafft sie es nicht den Tod ihres Vaters zu verarbeiten. Gestern meinte sie sie würde jetzt gerne zu ihrem Vater gehen (also sterben) das hat mich so zerstört... 

Kommentar von JaniXfX ,

Hallo, das erklärt natürlich, weshalb der Therapeut auch zu konkreten Empfehlungen greift. In einem Erstgespräch wäre das sonderbar. Ich würde Euch deshalb auch raten, weiter gemeinsam mit dem Therapeuten zu arbeiten und nicht (!) auf Internet-Ratschläge hin etwas zu ändern.

Kommentar von lucsyder95 ,

Ich habe halt bei Psychologen oft das Gefühl dass sie mit Absicht nicht den einfachsten Lösungsweg zeigen um weiterhin kassieren zu können. Sie wird seit nem halben Jahr von diesem Psychologen betreut und es hat nichts gebracht... :(

Kommentar von JaniXfX ,

Ich selbst bin Psychologe (kein Therapeut) und kann sagen: eine richtige Therapie kann gut 200 Sitzungen dauern. Man geht auch nicht zum Psychologen, um sich Ratschläge zu holen und nicht der Psychologe löst das Problem. Deine Freundin muss es lösen. Der Psychologe ist derjenige, der ihr die Richtung zeigt, wie es geht. Aber er wird nie sagen, was konkret sie tun soll. Letztlich muss sie es irgendwann eh ganz alleine können... deshalb muss sie selbst eine Lösung erarbeiten...

Kommentar von JaniXfX ,

Ach so, vielleicht noch als Rat für Dich: Als Partner kann man in solchen Situationen wenig machen. Wenn sie sich suizidieren will, wird sie es auch tun, obwohl Du da bist. Darüber hinaus kannst Du als Partner wenig tun, da Du zu sehr involviert bist. Und letztlich ist das, worunter Deine Freundin leidet etwas, was sie nur selbst in den Griff kriegen kann

Antwort
von Akka2323, 55

Lasst Euch von Jugendamt helfen.

Kommentar von lucsyder95 ,

Das Jugendamt weiß bescheid.. macht aber nichts... zumindest bisher

Antwort
von FrezzerGaming, 70

Ist es nicht möglich das sie bei dir wohnt? Ich glaube deine Mutter könnte sozusagen das "Sorgerecht" bekommen und dort vieleicht wohnen. Aber bin mir nicht sicher.

Kommentar von PVTdruyas ,

Wenn seine Mutter das Sorgerecht bekommen würde wär was sie dann trieben würden nicht eine Art Inzest?

Kommentar von FrezzerGaming ,

Das habe ich jetzt nicht wirklich beachtet. Dann denk ich ma weiter ^^.

Kommentar von FrezzerGaming ,

ist nicht betreutes wohnen auch ne ganz gute Lösung? Gibt es ja an manchen Orten für jugendliche.

Kommentar von lucsyder95 ,

Was ist das?

Kommentar von lucsyder95 ,

Das geht nicht weil ich in einer anderen Stadt lebe und sie muss da zur Schule wo sie wohnt. Ich hab ihr gesagt sie kann Schule wechseln. Aber wie gesagt sie ist sehr schüchtern und ängstlich und getraut sich nicht in eine neue Klasse zu kommen :(

Kommentar von Bbglab ,

Ja, dann soll sie mal ihre Schüchternheit überwinden sonst kommt sie sowieso nicht weit.

Antwort
von Bbglab, 62

Rede wieder mit der Mutter und erzähle ihr über ihre psychischen Störungen (Depressionen), wenn es sie nicht juckt, dann ist es am Besten wenn sie in ein Heim unterkommt. Aber wahrscheinlich wird sie nicht in einem Heim unterkommen sondern sie wird bestimmt in einer WG aufgenommen.

Kommentar von lucsyder95 ,

Die Mutter weiß das. Auch dass sie sich ritzt(e) aber die Mutter hat selber psychische Probleme 

Kommentar von Bbglab ,

Dann hol deine Freundin zu dir, solange bis das Jugendamt entscheidet was zu tun ist.

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