Frage von xXDerErzieherXx, 38

Experimente mit Feuer im Schülerhort?

Guten Abend liebe Community,

zurzeit bin ich auf der Suche nach Experimenten mit den Elementen, die ich mit Kindern im Schülerhort durchführen kann. Die Kinder sind in der Regel zwischen 6 und 12 Jahren alt, aber ich bin nicht immer in der Lage die Angebote nach Alter aufzuspalten. Ich suche also nach Experimenten, die sowohl für jüngere als auch für ältere Kinder interessant sind ...

Das Thema ist "Feuer", aber Impulse zu anderen Elementen sind willkommen. :)

Mein Budget ist relativ flexibel, preiswerte Vorschläge sind natürlich gerne gesehen, ich kann auch mehr ausgeben, aber bspw. einen Bunsenbrenner kann ich mir für den Zweck nicht zulegen. Vom Zeitlichen her sollten die Experimente 45 Minuten gut füllen.

Vielen Dank!

Expertenantwort
von PWolff, Community-Experte für Physik, 12

Papiertüte mit Wasser drin über's Feuer - wenn man's richtig macht, kann man so Wasser kochen ohne dass die Tüte aufweicht oder Feuer fängt.

Verschiedene Methoden, Feuer zu machen

- mit Holzklotz, leicht angespitztem Holzstab, Zunder (hauptsächlich getrocknete Pilze von Baumstämmen)

- mit Feuerstein und Zunder

- mit Brennglas

- mit dem Toaster (Knäckebrot kann man leicht anzünden und es brennt von allein weiter, wenn es nicht feucht geworden ist) - oder besser nicht: Nachahmungsgefahr

- Funktionsweise eines Streichholzes, eines Benzin-, eines Gasfeuerzeugs

Entflammbarkeit eines kompakten Holzklotzes im Gegensatz zu Kleinholz / Holzwolle

Papier wird schwer entflammbar, wenn man es mit "Wasserglas" (Natriumsilicat) getränkt hat

Gefährlichkeit von Glut - auch wenn ein Lagerfeuer gelöscht aussieht, kann es doch schnell wieder aufflammen (schwer mit einfachen Mitteln zuverlässig vorführbar, besser ein Holzscheit in ein Steinzeuggefäß, etwas Spiritus/Benzin dazu und vorsichtig hineinblasen) - "Brandwache"

Vor der Erfindung von Brennspiritus, Feuerzeugen, Streichhölzern etc. hat man auf Reisen in menschenleere Gebiete Glut mitgenommen, um schneller Feuer machen zu können; Transportprobleme gelöst durch Tragegefäße wie Weihrauchkessel (die Ketten leiten die Wärme nur schlecht) u. ä. - Um die Jahreszeit vielleicht passend: "Jack O'Lantern" - ursprünglich hatte die Hauptfigur eine Rübe (als Proviant mitgenommen) ausgehöhlt, um darin Feuer zu transportieren, im heutigen Amerika durch Kürbisse ersetzt (vermutlich, weil dort häufiger als Rüben)

Es ist das Gas, das sich entzünden lässt: ohne Docht lässt sich ein Wachsklotz praktisch nicht anzünden, umgekehrt reicht es, eine Flamme in den Wachsdampf zu halten, der von einer gerade ausgeblasenen Kerze aufsteigt, um die Kerze wieder zu entzünden. (Der Dampf ist aber nicht besonders gesund.)

(Aber auch massives Wachs lässt sich anzünden, wenn es so heiß gemacht wird, dass Dampf aufsteigt; das lässt sich mit zwei Teelichten übereinander (mit Abstand dazwischen), das obere ohne Docht, oder mit drei Teelichten im Dreieck dicht aneinander und einem Vierten ohne Docht in der Mitte darauf demonstrieren. Auch hier Nachahmungsgefahr. Besondere Vorsicht beim Löschen nötig - die brennende Flüssigkeit muss da bleiben, wo sie hingehört, und Ausblasen ist schwierig)

(Segeln und Feuermachen haben eins gemeinsam: Der Bereich dazwischen, wo es Spaß macht, und wo es ernsthaft lebensgefährlich wird, ist ziemlich schmal.)

Antwort
von regex9, 20

Bastelt eine Kerze. Das ist relativ ungefährlich und kann Spaß machen. Alternativ tun es auch Laternen (aus Kürbis oder Papier), die für die nächste Zeit eh relevant werden.

Kommentar von xXDerErzieherXx ,

Du meinst mit Docht und Wachs? Klingt nach einer guten Idee. :)

Kommentar von regex9 ,

Ja. Ihr könnt aber auch Knetwachs nutzen, um bereits bestehende Kerzen nur zu verzieren.

Antwort
von zalto, 18

Mit Feuer spielt man nicht. Ich halte das für eine ganz schlechte Idee. Spätestens, wenn die Kinder anfangen, das nachzumachen, wird es kritisch. Koch doch eine scharfe Chili-Suppe, um den Kindern "Feuer" nahezubringen!

Kommentar von Hacker48 ,

Ich halte das für eine ganz gute Idee. Und von Spielen war keine Rede, sondern von angeleitetem Experimentieren. Verbote haben noch nie zu etwas Gutem geführt, offener Umgang damit hingegen schon.

Dennoch vielen Dank für deinen Impuls. :)

Kommentar von xXDerErzieherXx ,

Sehe ich ähnlich. Hast du denn einen Link zu der Suppe? Oder war das eher ironisch gemeint? Finde ich gar keine schlechte Idee ...

Antwort
von CharaKardia, 24

Du kannst z.B. ein Teelicht in einem mit Wasser gefüllten Glas anzünden. Wirfst du eine Vitamin-Sprudeltablette ins Wasser, geht die Kerze aus, da das CO2 den Sauerstoff verdrängt. Es ist ein relativ kurzes Experiment, aber zusammen mit einer didaktischen Aufbereitung kann man damit auch einige Zeit füllen und vielleicht noch ein paar andere Feuerlösch-Ideen ausprobieren (Kerze ersticken, großes Behältnis überstülpen).

Kommentar von xXDerErzieherXx ,

Merci. :)

Antwort
von Hacker48, 19

Als Ergänzung zu CharaKardia hätte ich folgende Idee:

Bastelt einen Feuerlöscher. Einfach Backpulver in ein Glas geben, Essig darüber schüttten und warten. Dann das Glas vorsichtig über die Flamme heben und kippen. Aber bitte ohne, dass die Flüssigkeit in die Flamme tropft.

Das CO2, was entstanden ist, legt sich über die Flamme und erstickt sie.

Kommentar von xXDerErzieherXx ,

Danke. :)

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