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Expandiert das Universum schneller oder wird es mit der Zeit langsamer?

gefragt von elTrixielTrixi am 31.12.2006 um 10:09 Uhr

Ich habe gehört, dass das Universum immer schneller in seiner Expansion wird. Es sollen Kräfte wirken, die entgegengesetzt zu Gravitation gerichtet sind (?Vakuumkräfte). Das müsste aber doch gegen die Urknalltheorie sprechen, da sich nach der Urknalltheorie das Universum eines Tages wieder zusammenziehen und erneut explodieren müsste. Mit den ?Vakuumkräften müsste allerdings das Universum ins Unendliche expandieren. Dass wir die Lösung in diesem Rahmen nicht finden ist mir klar, aber was denkt ihr darüber?


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demosthenes
beantwortet von demosthenes am 31. Dezember 2006 15:17
4x
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Da sind sich auch die Experten nicht ganz einig.

Die Mehrheit der Wissenschaftler geht davon aus, dass das Universum seine Ausdehnung verlangsamt und irgendwann sogar umkehrt, sich also wieder zusammenzieht.

Einige wenige Forscher wollen aber in den letzten Jahre eine Beschleunugung der Ausdehnung entdeckt haben.


HirnClaudia
beantwortet von HirnClaudia am 31. Dezember 2006 11:51
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Das ist ein interessantes Thema. Leider geht das Größenverhältnis über unsere Vorstellungskraft hinaus.


anonym
beantwortet von Arrofatz am 31. Dezember 2006 10:51
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Keine Ahnung


Logonaut
beantwortet von Logonaut am 16. April 2007 04:57
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Klare Antwort: es wird schneller.
Vermutet wurde das bereits 1995 von Paul Steinhardt. Empirisch verifizieren konnte man es aber erst in den letzten Jahren durch verschiedene Untersuchungen der kosmischen Hintergrundstrahlung (laufende WMAP-Mission: NASA, GSFC, Princeton Uni, John-Hopkins-Uni) sowie v.a. durch Entfernungsmessungen über die Beobachtung der Farbverschiebung von Supernovae (interessant hierzu: geplante SNAP-Mission der NASA).
Ursache der Beschleunigung ist die sogen. "Dunkle Energie" (auch "negative Energie", "Vakuumkraft" oder "Quintessenz"), eine der Gravitation entgegenwirkende Energie, die Einstein bereits 1929 als Kosmische Konstante in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie vorausgeahnt hatte.
Als deutschsprachiger Literaturhinweis (neben unzähligen wissenschaftlichen Publkationen ) als sehr neue Quelle: Harry Nussbaumer: "Das Weltbild der Astronomie", 2007, ISBN 9783728131065, 2. erw. und akt. Auflage, vdf Hochschulverlag; außerdem auch sehr anschaulich: Toshihiro Matsumoto (Regie): "Das Schicksal des Universums". Dokumentarfilm von 2006.


Cuchulainn
beantwortet von Cuchulainn am 21. Januar 2008 15:58
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Die Urknalltheorie sagt nicht zwangsläufig, dass sich das Universum wieder zusammenziehen muss. Das kann geschehen, muss aber nicht. Man kann also verschiedene Universen beschreiben, je nach den Bedingungen, die dort herrschen. Unser Universum ist ein sogenanntes "flaches" Universum nach Einsteins Geometrie. Es dehnt sich immer weiter aus ohne auseinander zu fliegen.

Die Urknalltheorie spricht nur über die Entstehung, nicht über das Ende des Universums. Die Phönix-Theorie sagt, dass sich das Universum irgendwann wieder zusammenzieht, in einem Big Crunch vernichtet wird und anschließend in einem neuen Big Bang erneut entsteht. Diese Theorie ist allerdings widerlegt.








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