Frage von DBKai, 35

Existiert Liebe nur, wenn man an sie glaubt?

Wenn da zwei Familien sind... eine Familie glaubt nicht an Liebe... wie sieht deren gemeinsamer Alltag aus?

Die zweite Familie glaubt an die Liebe... wie sieht deren Alltag aus?

Kann man Liebe prüfen? Wann ist es echt und wann ist es fake? Fühlt man das?

Antwort
von Sonnenblumeee1, 21

Ich verstehe nicht so recht was du meinst mit dem nicht an liebe glauben, innerhalb einer familie. Im mehr oder weniger normalen Fall lieben sich die Eltern, die Eltern lieben ihre Kinder und die Kinder ihre Eltern.

also, wenn ich das jetzt mal so interpretieren sollte klingt das entweder so, als würden genau diese Familien in einem Roman existieren, den du in Deustch liest, oder als würdest du dich fragen, inwiefern die Liebe in deiner Familie echt ist. Und das wäre sehr traurig.
Bitte erklär dich da doch genauer, damit ich dir helfen kann. :)

Aber im allgemeinen würde ich mal sagen, dass Familien, in denen keine Liebe herrscht, auch keine vorgetäuscht wird. Wenn es gar keine Liebe giebt, dann sind die Familienmitglieder sich gegenseitig total fremd und interessieren sich nicht füreinander oder sie ist schrecklich zerstritten, schon über Jahre hinweg, schlägt und prügelt sich, kompletter Krieg.

Und sonst möchte ich noch sagen, dass lieben nicht gleich mögen heißt. Man kann sich auch streiten und ignorieren und was weiß ich alles und sich trotzdem lieben. In jedem Liebesverhältnis.

existiert lieb nur, wenn man an sie glaubt? -> um auf deine anfangsfrage zurückzukommen, ganz ohne jegliche interpretation: ich denke, es ist eher andersrum. wenn man nicht an die liebe glaubt, hat man sie noch nicht erfahren. obwohl,kommt jetzt auch wieder darauf an, was genau du mit glauben meinst. bitte sag doch genauer,was los ist! :))

liebe grüße, Sonnenblume

Kommentar von DBKai ,

Ich verstehe nicht so recht was du meinst mit dem nicht an liebe glauben, innerhalb einer familie. Im mehr oder weniger normalen Fall lieben sich die Eltern, die Eltern lieben ihre Kinder und die Kinder ihre Eltern.

Wenn es immer und überall so wäre, gebe es wohl keine Probleme... Aber es gibt auch Familien mit Sorgen und Ängsten, wo Männer ihre Frauen umbringen, wo Mütter ihre Babys in Mülltonnen aussetzen oder im Tiefkühler einfrieren... wo Geschwister einander ans Leder wollen... wo Gewalt/Angst und Unterdrückung stärker regieren als Zusammenhalt, Offenheit (Gesprächsbereitschaft) und Liebe. Die Frage ist immer: Warum ist es so weit gekommen? Wo liegt der Kern des Übels begraben? Was hätte man tun können? Hätte man etwas tun können? Kann man etwas tun, damit es zumindest in Zukunft nicht mehr, oder weniger oft passiert?

Nehmen wir die Serie "Als die Tiere den Wald verließen" - in dieser Serie gibt es eine Familie, die Lieber untereinander hat und eine Familie, die nicht sehr liebevoll miteinander umgeht... genau so geht es in diversen Filmen immer um schwarz und weiß... die Guten und die Bösen... die einen kämpfen für Liebe und Gerechtigkeit und die anderen verbreiten Angst und Schrecken, weil unter ihnen die Liebe eben fehlt...

Und sonst möchte ich noch sagen, dass lieben nicht gleich mögen heißt. Man kann sich auch streiten und ignorieren und was weiß ich alles und sich trotzdem lieben. In jedem Liebesverhältnis.

Davon bin ich auch überzeugt... es ist einem ja nicht gleichgültig was um einen herum passiert... es kommt immer darauf an, WARUM jemand so oder so handelt... wie ist er so geworden? Was fehlt ihm? Wer möchte schon ein trauriges, böses Dasein fristen? Wer möchte schon als Kind mal Mörder oder Prostituierte werden? So eine richtige Traumvorstellung von einem schönen und lebenswerten Leben ist das ja nun nicht...

ich denke, es ist eher andersrum. wenn man nicht an die liebe glaubt, hat man sie noch nicht erfahren. obwohl,kommt jetzt auch wieder darauf an, was genau du mit glauben meinst. bitte sag doch genauer,was los ist! :))

Wenn man sie noch nicht erfahren hat - woher hat der erste Mensch, der geliebt hat, die Liebe erfahren? Irgendjemand muss ja damit begonnen haben Liebe zu geben... damit sie ein anderer sie überhaupt mal erfahren kann... und wie hat er das gemacht? Liebe ist ja auch ein Gefühl? Wird ein Mensch mit diesem Gefühl geboren und der andere nicht? Einer als Absender der Liebe (eine zum Großteil weiße Figur) und der andere als Empfänger (eine zum Großteil schwarze Figur) ... daher kommen die schwarz-weiß-Kämpfe und das geht so lange weiter, bis dann die Waage in Balance ist... ????

Wenn man an Liebe glaubt, dann erkennt man das Gute, was getan wird und man nimmt die Schönheit der Natur und so ein Zeug auch wahr... man erlebt Freude... ist neugierig... offen... sieht in allem einen guten Teil - einen Funken Hoffnung... - man findet sich im Idealfall Freunde mit denen man etwas unternimmt und gemeinsame Erinnerungen teilen kann... die einen dann verbinden und an die man gerne zurück denkt...

Wenn man nicht an Liebe glaubt, dann ist alles Chemie, Instinkt - eine reine Fortpflanzungsgeschichte... man nimmt hinter absolut jeder Freundlichkeit ein schlechtes Motiv an (ev. weil man selber nur aus schlechten Motiven freundlich wäre)... wenn jemand nett ist, dann hat die Person eben erkannt, dass man selber stärker ist... sie unterwirft sich einem also... alles was getan wird, geschieht entweder wegen Sex oder Geld (was ja auch oft wirklich der Fall ist)... man hat keine richtigen Freunde - der Alltag ist eher freudlos und eintönig...es geht mehr um das Überleben als um das wirkliche Leben... man fühlt sich nicht wirklich wohl...

Kommt das hin?

Kommentar von Sonnenblumeee1 ,

Ja, ich finde was du schreibst alles schlau und richtig, du hättest die Frage so gar nicht stellen müsen :)) ^^

Ich denke die Liebe hat sich entwickelt, als sich die Menschheit entwickelt hat. Also von Menschenaffe zu Mensch. Also zunächst war Liebe (in diesem Fall eher stärkere Zuneigung,wenn überhaupt-bei den meisten Tieren) eine Funktion, die die Fortpflanzung abgesichert hat. Damit erstmal zwei zueinander finden, diese dann bis zur 'Schwangerschaft'(?) zusammenbleiben. Damit das Männchen vllt auch das Weibchen beschützt und so weiter.  Und dann, eigentlich noch wichtiger und vor Allem viel ausgeprägter, die Liebe der Mutter zum Kind. Ganz am Anfang wird es auch da nur um die Versorgung und den Schutz der Kinder gegangen sein, damit die Spezies eben fortbesteht. Aber ich denke, mit der Zeit sind 'Familienbande' (unter Tieren) immer wichtiger geworden, Rudel, die zusammenhalten und so weiter. Bei Affen ist der Familienzusammenhalt sehr stark gewesen, bei Menschen noch stärker.

Letztendlich kann ich dir aber nicht erklären, woher die Liebe kommt und ich denke das weiß keiner. Ich denke, die erste Liebe kommt von der Mutter, aber letztendlich ist Liebe in uns, egal, ob wir überhaupt eine richtige Mutter hatten oder nicht (Mutter stirbt bei der Geburt und so weiter). Menschen, die viel geliebt werden verlieben sich vielleicht niemals, sind traurige oder brutale Menschen. Menschen,die von Geburt an misshandelt wurden, lieben. Ich weiß es nicht. Liebe ist viel zu groß und kompliziert, als dass man wirklich erklären könnte, woher sie kommt. Aber macht gerade das sie nicht irgendwie so geheimnisvoll, reizvoll, besonders, magisch?

Kommentar von Sonnenblumeee1 ,

Ergänzung: Letztendlich überkommt einen die Liebe einfach und selbst dann weiß man immer noch nicht,woher sie kommt. Sie ist unglaublich groß und mächtig, mach dumm und hobbylos,verzweifelt und unendlich glücklich. Dass man verliebt ist, kann so ein starkes Gefühl sein. Man kann sie in den Augen des Partners sehen, sie sprengt einem das Herz,überflutet den Bauch,lässt sich Sinnfluten heulen. Und all das passiert auch bei Leuten, die nie zuvor an die Liebe glaubten und sie sonst auch nie vorher erfahren haben, auch nicht von der Familie.

Antwort
von Mell1990, 18

Ja es kann Liebe geben auch wenn man nicht dran glaubt. Ich nehme mich mal als Beispiel. Ich war lange Zeit der Meinung das ich nie einen Freund haben werde, mich könnte man eh nicht lieben. Ich fühle mich für die Männerwelt nicht hübsch genug. Dann lief mir im Nov 2013 jemand über den Weg der richtig um mich kämpfte und mir von ganzem Herzen zeigte das er mich liebt. Diese Liebe hat mich umgehauen und wir sind seit1,5 Jahren ein Paar.
Seitdem weiß ich das es Liebe wirklich gibt und es ist wunderschön jemanden an seiner Seite zu haben

Kommentar von DBKai ,

Du hast vorher also nicht geglaubt und dann begonnen zu glauben... weil du offenbar keine negativen Hintergedanken in dem Verhalten deines Freundes erkennen konntest/kannst. Warum hat er um dich gekämpft? War es Liebe auf den ersten Blick? Hat er sich so sehr nach einer Freundin und einer liebevollen Beziehung gesehnt? Warum glaubt er an Liebe? Hat er gute Erfahrungen machen könnten? Ist es nicht nur Geld oder/und Sex? Woher weiß man es? Ist es ein Gefühl?

Klingt positiv - ich hoffe, die Beziehung bleibt glücklich... an dem Erhalt einer Liebe muss man ja auch immer wieder arbeiten, damit sie nicht einschläft... oder wie ist das? Wobei es natürlich auch so ist, dass eine tiefe Liebe auch durch Distanz über sehr lange Zeit nicht zerstört werden kann...

Ich fühle mich für die Männerwelt nicht hübsch genug.

Es gibt auch viele Männer, die nicht bombig aussehen. Außerdem kommt es auch auf den Charakter an...

Gibt ja viele Möglichkeiten: bezaubernd hübsch aber absolut nicht nett und ausnutzend... oder sehr nett aber weniger attraktiv... weder nett noch attraktiv... attraktiv und nett....

Man muss ja nicht jeden heiraten und mit jedem Sex haben... man kann mit vielen auch eine freundschaftliche Beziehung haben...

Jedenfalls ist ein Leben gänzlich ohne Freunde sehr freudlos... es mindert die Lebensqualität enorm... wenn man nur von Feinden umgeben ist, kann ein Fortführung des Lebens auch völlig uninteressant werden... während ein Leben absolut traumhaft schön sein kann, wenn man viele freudvolle Momente mit anderen teilen kann...gemeinsame Erinnerungen hat, die einen verbinden...

Kommentar von Mell1990 ,

Warum er um mich gekämpft hat, weil er mich hübsch und vom Charakter her toll findet und in mich verliebt war/ist.

Für ihn war es liebe auf den ersten Blick, für mich nicht. Ich habe an sowas wie eine Beziehung nicht gedacht, optisch passte er auch nicht unbedingt in mein Beuteschema aber vom Charakter her umso mehr.

Nein es ist nicht nur Geld und oder Sex....

Früher dachte ich immer das die Männer nur aus dem einen Grund eine Beziehung möchten. Aber er hat mir gezeigt das das quatsch ist.
Klar habe ich keine richtigen Beweise aber es ist das Gefühl welches er vermittelt.
Das Gefühl das er mich wirklich liebt und es ihn um mich geht und nicht nur um Sex.

Ja ich denke es ist in einer Beziehung wichtig, dass man immer wieder daran arbeitet.
Ich wurde mal gefragt wie ich es schaffe über diese Distanz von 160km nicht eifersüchtig zu werden. Klar hat er auch Weibliche bekannte und Freunde mit denen er sich ab und zu trifft oder schreibt. Habe ich ja auch ( also Männliche ) aber ich vertraue ihm zu 100% und wenn er das ausnutzen würde, wäre es eh nicht der richtige Partner. In einer funktionierenden Beziehung geht keiner fremd.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community