Frage von Warre, 160

Existiert eine Religion wie diese?

Existiert eine Religion die:

  • andere Religionen annimmt wie sie sind.
  • niemanden krampfhaft versucht zu missionieren.
  • die Menschen so akzeptiert und mit ihnen lebt wie sie sind.
  • die Frauen und Männer gleichstellt genauso wie alle Sexualitäten.
  • alle Menschen als gleich wertvoll beschreibt.
  • Religion und Wissenschaft zusammen auslebt.
  • glaubt dass jeder Mensch seinen eigenen spirituellen Weg hat.

Ich habe dazu die Bahai Religion gefunden welche diesen Sachen schon recht nahe kommt. Allerdings haben bei den Bahai Homosexuelle kein Recht auf Ehe und Frauen dürfen nicht in den höchsten Rat einziehen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Geistreich82, 65

Mir ist es auch so gegangen wie dir. Und ich hab gesucht und gesucht. Mir den Buddhismus angeschaut, Zorroastrismus, das germanische Neuheidentum, Islam. Ich bin jetzt wieder beim Christentum gelandet, obwohl ich nicht mal an eine Hölle glaube und von einer Allversöhnungstheorie ausgehe. Worauf ich hinaus will, wenn du einen Glauben annimmst, ist es wichtig, dass du ihn so lebst, wie du für richtig hältst. Außerdem ist der Glaube ja nichts festes. Wenn genug Menschen im kath. Christentum der Meinung sind, dass Homosexuelle völlig gleich wie Heterosexuelle zu behandeln sind, dann ändern sich auch die Strukturen dieses Glaubens.

Such dir einen Glauben, bei dem du das Fundament ansprechend findest und den Rest kannst du so leben, wie du es für richtig hältst.

Beim Christentum (kath. Kirche) ist das für mich z. B. die Nächstenliebe zu allen Lebewesen und die Solidarität mit den Armen. Ich persönlich bin für eine Gleichstellung von Mann und Frau in der Kirche und das auch Homosexuelle respektiert und angenommen werden und normal in einer Partnerschaft leben können und da geht es auch anderen in der Kirche so, es gibt in jeder Religion ganz unterschiedliche Tendenzen.

Kommentar von Warre ,

Danke für die tolle Antwort.
Ich habe mich eigentlich bis jetzt dazu entschlossen aus allen Religionen mir das raus zu suchen was mich glücklich macht und für mich funktioniert. Allerdings finde ich es schade dass ich halt keine wirkliche Gemeinde habe mit der ich zusammen feiern kann und da habe ich mich mal informiert ob es vielleicht eine Religion gibt die ich mir mal anschauen könnte.
Deine Antwort war wirklich erbauend.

Kommentar von MaxMuller ,

Hallo Geistreich82!

1. Warum nennst du dich Christ, wenn du das Opfer von Jesus Christus leugnest, seine absolute Notwendigkeit (Joh 14,6 ) und dazu noch von einer Irrlehre ausgeht die absolut keine Grundlage in der Bibel hat (Allversöhnungstheorie) ? Wenn du der Bibel nicht folgst und dir  deine eigene "Wir haben uns alle lieb " Religion zusammen bastelst, dann bezeichne dich nicht als Christ. Such dir einen eigenen Namen und eine eigene Marke und mach deinen Laden auf, aber mit Christentum hat das nichts zutun.

2. Nein einen Glauben kann man nicht ausleben wie man will. Der  Sinn als Anhänger eines Glaubens ist,  ist das man seinen Regeln und Gesetzen folgt. Wenn man sich die Gesetze  raussucht wie man will, dann ist man auch nicht der Anhänger irgendeiner Glaubensrichtung, sondern bloß ein Indiviuum das sich sein eigenes Weltbild zurecht zimmert.

3. Gut und Richtig sind keine Majoritätsentscheidungen.  Was vor 2000 Jahren gut war ist auch heute noch gut und was damals böse war ist auch heute noch böse. Gottesmaßstäbe sind absolut. Nur weil die Menschen ihre Ansichten ändern, tut dies noch lange nicht Gott. Homosexualität wird niemals in den Augen Gottes keine Sünde sein, egal wie viele Menschen auch vom Gegenteil überzeugt sind und sich anmaßen besser über Richtig und Falsch bescheid zu wissen als Gott. Alles was ihr damit tut ist allein eine Verzerrung der Wahrheit die von Gott ausgegangen ist, sprich ihr lügt und widersprecht Gott.  Das ist Ketzerei, pure Ketzerei und Abfall von Gott. 

Welcher Irrglaube verleitet dich zu der Annahme Homosexuallität sei keine Sünde in den Augen Gottes?

Ich weiß es wären Perle vor die Säue, aber wie wäre es,wenn du  als "Christ" dich an Wort Gottes halten würdest, dass in der Bibel geschrieben steht?

MfG Müller

Kommentar von Geistreich82 ,

Die Bibel ist doch so zusammengestellt worden, wie es der Klerus damals gebraucht hat. Es gab da die unterschiedlichsten Bücher auch Evangelien, die man einfach nicht zugelassen hat und dann ist das Ganze noch irgendwann ins Deutsche übersetzt worden.

Jesus Christus hat die Bibel nicht zusammengestellt, er hat nicht mal eines der Evangelien in der Bibel geschrieben.

Du pochst da mit einem Eifer auf die Bibel, obwohl die von irgendwelchen geistlichen Würdenträgern zusammengestellt wurde. Ist dir das so heilig (die Entscheidung dieser Menschen)? Ich mein es ist eine gute Orientierungshilfe ...

Kommentar von Geistreich82 ,

Außerdem darf die Bibel eigentlich schon ausgelegt werden, ich mein ich weiß jetzt auch nicht, welcher Richtung du angehörst, aber normalerweise darf so mit dem Text umgegangen werden.

Kommentar von Geistreich82 ,
Kommentar von MaxMuller ,

Die Bibel ist das Fundament des Christentums. Auf was soll man denn sonst pochen, wenn nicht auf das von Gott eingebene Wort ?  

Natürlich ist die Bibel eine Orientierungshilfe, aber das impliziert auch das man sich an ihr orientiert und nicht  für sich einfach nur das rausnimmt was einem gefällt.

Dasselbe mit der Interpretation der heiligen Schrift, sie soll einem Helfen den Willen Gottes zu verstehen, die näheren Zusammenhänge, wie sich eines auf das andere bezieht, die Umstände in der etwas geschrieben wurde und die tiefere und auch höhere Bedeutung des Geschriebenen. Das gibt einem aber nicht gleich das Recht den Sinn des geschriebenen zu verdrehen oder gar ins Gegenteil zu verkehren. Genauso wenig hat man dadurch das Recht Dinge schlechtweg zu leugnen, wie die Hölle, die Endzeit, das Gericht Gottes, dass 1000 Jährige Reich und die Erlösung und Aufhebung unserer Sünden durch Jesus Christus. 

Entweder glaubt man als "Christ" daran das die Bibel Gottes Wort ist oder man sollte aufhören sich Christ zu nennen.

MfG Müller

Kommentar von Geistreich82 ,

Das heißt, dass du z. B. glaubst, dass es eine Flut und eine Arche Noah wirklich gab oder das Mensch früher so um die 700 Jahre alt wurden? Ich glaub irgendwo ist auch von Riesen die Rede und du glaubst auch an die Engel.

Kommentar von MaxMuller ,

Du glaubst nicht an Wunder oder? Du glaubst nicht daran das Engel existieren? Glaubst du überhaupt ein Wort das in der Bibel steht oder suchst du dir einfach das raus, was dir gefällt und leugnest den Rest?

Entweder erkennt man die Bibel an und versucht entsprechend zu leben oder man hört auf sich selbst zu verarschen, indem man sich als Christ bezeichnet.  Gott ist real, die Engel sind real, die Jungfrauengeburt ist real, Jesus Christus und die Auferstehung ist real. Wenn du denkst, dass Jesus nicht von den Toden auferstanden ist, was wohl heutzutage wissenschaftlich genauso unglaubwürdig sein dürfte wie 700 Jahre alte Menschen,  dann kannst du kein Christ sein. Das ist der zentrale Aspekt des Christentums, das ist Ostern, das wichtigste Ereigniss in der Geschichte der Menschheit für uns Christen. Die Erlösung unserer Sünden durch das Opfer das Jesus Christus in Liebe für uns brachte um uns vor  Gott reinzuwaschen. 

Christentum, Christus nachfolgen ist kein Kinderkränzchen, keine Wohlfühl fahrt. Das ist kein Spiel, es ist bitterer ernst, den man auch entsprechend behandeln sollte. Wenn du es nicht ernst nimmst, hör auf damit.

MfG Müller

Kommentar von Geistreich82 ,

Christentum, Christus nachfolgen ist kein Kinderkränzchen, keine Wohlfühl fahrt. Das ist kein Spiel, es ist bitterer ernst, den man auch entsprechend behandeln sollte. Wenn du es nicht ernst nimmst, hör auf damit.

Ich bin der Ansicht das Fundament eines jeden Glaubens sollte der tief empfundene Wunsch sein anderen Menschen zu helfen (Ohne Ausnahme). Und darauf kann dann der Rest bauen. Wenn das nicht gegeben ist, ist es völlig egal, ob man an Engel glaubt oder nicht.

 

Kommentar von Geistreich82 ,

Und  ich gebe dir als Christ noch den ersten Brief an die Korinther das Kapitel 13 mit (das du sicher kennst) und wirklich einmal verstehen solltest. Wenn du die Liebe nicht als Fundament deines Glaubens hast, ist der Rest völlig wertlos (Und das bedeutet nicht, dass man manche Menschen liebt und manche nicht!).

Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, / hätteaber die Liebe nicht, / wäre ich dröhnendes Erz oder einelärmende Pauke.

Und wenn ich prophetisch reden könnte / und alle Geheimnissewüsste / und alle Erkenntnis hätte; / wenn ich alleGlaubenskraft besäße / und Berge damit versetzen könnte, /hätte aber die Liebe nicht, / wäre ich nichts.

Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte / und wenn ich meinenLeib dem Feuer übergäbe, / hätte aber die Liebe nicht, / nütztees mir nichts.

Die Liebe ist langmütig, / die Liebe ist gütig. / Sieereifert sich nicht, / sie prahlt nicht, / sie bläht sich nichtauf.

Sie handelt nicht ungehörig, / sucht nicht ihren Vorteil, /lässt sich nicht zum Zorn reizen, / trägt das Böse nicht nach.

Sie freut sich nicht über das Unrecht, / sondern freut sich ander Wahrheit.

Sie erträgt alles, / glaubt alles, / hofft alles, / hältallem stand.

Die Liebe hört niemals auf. / Prophetisches Reden hat einEnde, / Zungenrede verstummt, / Erkenntnis vergeht.

Denn Stückwerk ist unser Erkennen, / Stückwerk unserprophetisches Reden;

wenn aber das Vollendete kommt, / vergeht alles Stückwerk.

Als ich ein Kind war, / redete ich wie ein Kind, / dachte wieein Kind / und urteilte wie ein Kind. Als ich ein Mann wurde, /legte ich ab, was Kind an mir war.

Jetzt schauen wir in einen Spiegel / und sehen nur rätselhafteUmrisse, / dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzterkenne ich unvollkommen, / dann aber werde ich durch und durcherkennen, / so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.

Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; / docham größten unter ihnen ist die Liebe.

https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/1kor13.html
 

Kommentar von Geistreich82 ,

Danke ... =)

Antwort
von JTKirk2000, 9

Ich gehöre der Kirche Jesu Christi - Der Heiligen der Letzten Tage an und antworte mal auf Deine Stichpunkte:

andere Religionen annimmt wie sie sind. [...] 
die Menschen so akzeptiert und mit ihnen lebt wie sie sind.

Im 11. der 13 Glaubensartikel der Mormonen heißt es: "Wir beanspruchen das Recht, den Allmächtigen Gott zu verehren, wie es uns das eigene Gewissen gebietet, und gestehen allen Menschen das gleiche Recht zu, mögen sie verehren, wie oder wo oder was sie wollen." (Siehe https://www.mormon.org/deu/glaubensartikel ) Aus meinen eigenen Erfahrungen im Umkreis der Bekannten innerhalb dieser Kirche kann ich schreiben, dass dies nicht nur ein Ideal ist, sondern wirklich so gelebt wird.

niemanden krampfhaft versucht zu missionieren.

Was heißt krampfhaft? In dieser Kirche gibt es Missionare und sie gehen in der Regel zwei Jahre lang ehrenamtlich auf Mission, weil sie glauben, dadurch einen Dienst aus Nächstenliebe zu tun, nämlich interessierten Menschen das Evangelium, an das sie selbst glauben, nahe bringen zu können. Sie drängen es aber niemandem auf. Sie sprechen zwar Leute an, sei es unterwegs oder sei es auch bei Tür-zu-Tür-Besuchen, aber als krampfhafte Missionierungsversuche kann man das nicht bezeichnen. Wenn jemand sagt, dass er kein Interesse hat, wird dies ebenfalls respektiert. Sollte es dann doch einmal passieren, dass man diesen Missionaren noch einmal begegnet, ist es ganz sicher keine Absicht.

die Frauen und Männer gleichstellt genauso wie alle Sexualitäten.

Dahingehend zitiere ich mal aus "Die Familie - Eine Proklamation an die Welt":

ALLE MENSCHEN – Mann und Frau – sind als Abbild Gottes erschaffen. Jeder Mensch ist ein geliebter Geistsohn oder eine geliebte Geisttochter himmlischer Eltern und hat dadurch ein göttliches Wesen und eine göttliche Bestimmung. Das Geschlecht ist ein wesentliches Merkmal der individuellen vorirdischen, irdischen und ewigen Identität und Lebensbestimmung.
[...]
DIE FAMILIE ist von Gott eingerichtet. Die Ehe zwischen Mann und Frau ist wesentlich für seinen ewigen Plan. Kinder haben ein Recht darauf, im Bund der Ehe geboren zu werden und in der Obhut eines Vaters und einer Mutter aufzuwachsen, die die Ehegelübde in völliger Treue einhalten. Ein glückliches Familienleben kann am ehesten erreicht werden, wenn die Lehren des Herrn Jesus Christus seine Grundlage sind. Erfolgreiche Ehen und Familien gründen und sichern ihren Bestand auf den Prinzipien Glaube, Gebet, Umkehr, Vergebungsbereitschaft, gegenseitige Achtung, Liebe, Mitgefühl, Arbeit und sinnvolle Freizeitgestaltung. Gott hat es so vorgesehen, dass der Vater in Liebe und Rechtschaffenheit über die Familie präsidiert und dass er die Pflicht hat, dafür zu sorgen, dass die Familie alles hat, was sie zum Leben und für ihren Schutz braucht. Die Mutter ist in erster Linie für das Umsorgen und die Erziehung der Kinder zuständig. Vater und Mutter müssen einander in diesen heiligen Aufgaben als gleichwertige Partner zur Seite stehen. Behinderung, Tod und sonstige Umstände mögen eine individuelle Anpassung erforderlich machen. Bei Bedarf leisten die Angehörigen Hilfe.

Quelle: https://www.lds.org/topics/family-proclamation?lang=deu (Hervorhebung von mir)

alle Menschen als gleich wertvoll beschreibt.

Soweit Du dies in Bezug auf das Geschlecht meinst, siehe das Zitat aus der Proklamation zur Familie, insbesondere das, was ich hervorgehoben habe.

Meinst Du das in Bezug auf andere Beispiele so mache dies bitte in einem Kommentar entsprechend deutlich und ich werde darauf, soweit es mir möglich ist, eingehen.

Religion und Wissenschaft zusammen auslebt.

Die Kirche, der ich angehöre, unterhält zumindest in den USA angesehene Universitäten, und viele Mormonen, die auch in Deutschland auf Mission gehen bzw. gingen, studieren oder studierten an diesen Universitäten unter anderem auch Naturwissenschaften. Allgemein wird in dieser Kirche eine entsprechende Bildung als wichtig dargestellt.

glaubt dass jeder Mensch seinen eigenen spirituellen Weg hat.

Wenn Du damit meinst, dass jeder Mensch von einem individuellen Punkt beginnt und daher auf einem anderen Weg zur schlussendlich gleichen Wahrheit finden kann, dann wird dies, soweit ich es verstehe, in dieser Kirche, der ich angehöre entsprechend gelehrt. In so genannten Patriarchalischen Segen erhält man zudem persönliche Verheißungen, die man erreichen kann, wenn man sein Leben entsprechend entwickelt, um sich auf diese vorzubereiten. Diese Verheißungen sind ebenfalls individuell.

Ich habe dazu die Bahai Religion gefunden welche diesen Sachen schon recht nahe kommt.

Bei der Religion der ich angehöre ist mir bisher nur eines aufgefallen, was ich als eine Einschränkung sehe, diese als wahre Religion zu verstehen: Es ist zwar Lehre dieser Kirche, die in der Bibel als geistige Gaben bezeichneten Eigenschaften zu verstehen, aber kaum jemand von den mir persönlich bekannten Mitgliedern glaubt wirklich an die Existenz dieser Gaben, das macht es enorm schwierig die Gaben zu verwirklichen, die einem selbst eventuell mitgegeben wurden.

Allerdings haben bei den Bahai Homosexuelle kein Recht auf Ehe 

Soweit mir bekannt ist, haben Mormonen kein Problem damit, wenn gleichgeschlechtliche Paare standesamtlich heiraten. Kirchlich zu heiraten geht jedoch bei Mormonen nur im Tempel, was einerseits eine entsprechende Tempelwürdigkeit erfordert und andererseits ist es, soweit mir bekannt momentan immer noch nur zwischen Mann und Frau möglich, entsprechend im Tempel zu heiraten. Ich glaube nicht, dass sich das irgendwann ändert, aber diese Tempelehe bezieht sich ohnehin mehr auf das ewige, als auf das irdische Dasein und eine standesamtliche Ehe wird ansonsten auch unter Mormonen durchaus entsprechend respektiert.

und Frauen dürfen nicht in den höchsten Rat einziehen.

Die Kirche Jesu Christi - Der Heiligen der Letzten Tage hat verschiedene Organisationen. Abgesehen davon, dass in der so genannten ersten Präsidentschaft bisher noch nie Frauen gewesen sind, gibt es auch eine Frauenhilfsvereinigung, deren Präsidentschaft in vieler Hinsicht auch der ersten Präsidentschaft ebenbürtig ist, in welcher grundsätzlich Frauen sind. 

Kommentar von Warre ,

Ich kenne einen Mormonen persönlich. Aber ich wusste nicht dass homosexualität bei euch so okay ist. Ich werde mich mal genauer erkundigen.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Was heißt okay? Sie wird nicht angepriesen und soweit ich weiß, ist es für homosexuelle Mitglieder sehr schwierig eine Tempelwürdigkeit zu bekommen - aber auch nicht schwieriger als für Leute, die Singles sind aber sexuell nicht abstinent. Immerhin ist es weniger die Einstellung oder Orientierung, die beeinflusst, ob man als Mitglied auch tempelwürdig ist, sondern eher, wie man entsprechend lebt, also ob man eher den Werten der Tempelwürdigkeit folgt, so zum Beispiel nur mit dem/r Ehepartner/in Sex zu haben oder ob es einem lieber ist, auch außerehelichen GV zu haben - letzteres ist dann eindeutig ein Zeichen von nicht vorhandener Tempelwürdigkeit, egal ob homo- oder heterosexuell.

Außerdem gibt es allein schon in der kleinen Gemeinde, der ich angehöre (sie besteht aus etwa 30 Mitgliedern), eine homosexuelle Person und niemand hat damit irgendein Problem. (Eine Person gab es mal in unserer Gemeinde, die damit wohl ein Problem hatte, aber die hatte offenbar mit allen anderen ein Problem und Schuld waren bei dieser einen Person immer nur alle anderen. Es ist gut, dass diese eine Person - nicht die homosexuelle, sondern die, die mit allen anderen immer Probleme hatte - nicht mehr Teil unserer Gemeinde und Kirche ist, denn sie hat auch einige aus der Kirche vertrieben mit ihrer unsäglichen Art und diejenigen, die für die Leitung in der Gemeinde und übergeordneten Struktur zuständig waren, hatten mit dieser - gelinde ausgedrückt - unhöflichen Person viel zu viel Geduld gehabt.)

Abgesehen davon ist Mormone nicht gleich Mormone. Es gibt verschiedene Abspaltungen von der Hauptkirche der Kirche Jesu Christi - Der Heiligen der Letzten Tage. Von daher ist es schon durchaus maßgeblich, welcher Kirche genau dieser Mormone angehört. Zum Beispiel gibt es durchaus noch Mormonen, die auch heute noch die Polygamie leben, aber soweit mir bekannt, trifft dies nur auf eine kleine Abspaltung mit einen paar hundert oder vielleicht auch ein paar tausend Mitgliedern zu, die wohl in Kanada leben, die aber eben nicht der Kirche Jesu Christi - Der Heiligen der Letzten Tage angehören. Missverständnisse, die dahingehend durch Ungenauigkeiten entstehen, führen oft zu falschen Vorurteilen.

Antwort
von matmatmat, 77

Wenn es unbedingt eine Religion sein muß, hätte ich auch Bahai vorgeschlagen.

Darf es auch eine Weltanschauung sein (also ohne Gott, aber wenn man will auch "spirituell")?

Schau Dir mal den Humanismus in seinen Ausprägungen an. Da gibt es Strömungen, wie die "Freireligiösen", auf die all das was Du oben sagst zutrifft, die sich regelmäßig treffen um gemeinsam zu singen und nen Vortrag zu hören, aber eben ohne Gott. Also quasi "Rituale haben" aber ohne Gott. Gemeinde die ich kenne:

http://freireligioese-mannheim.de/

Falls der Sonntags-wo-Treffen und "Namensgebungsfeier" Kram nichts für dich ist, gibt es genug andere Sichtweisen des Humanismus. Ich fand damals diese Broschüre sehr ansprechend, so als Kurzfassung:

https://www.giordano-bruno-stiftung.de/sites/default/files/download/wissenstattg...

Kommentar von Warre ,

Das hört sich interessant an, das schaue ich mir mal an. Danke

Kommentar von matmatmat ,

Pastafari und die Kirche vom fliegenden Spaghetti-monster gibt es da noch, das ist zum Teil satire, hat aber sehr gute grundsätze, zum Beispiel keine festen "du darfst nicht" sondern positiv formulierte "du solltest bitte" Regeln: http://www.pastafari.eu/

Kommentar von Warre ,

Ja die Pastafari kenne ich. Ich finde die cool genauso wie die Church of Bacon.

Kommentar von matmatmat ,

Laß das nicht dem unsichtbaren, pinken Einhorn zu Ohren kommen!

Kommentar von feinerle ,

Wow, die Church of Bacon ist ja nur cool. Wenn die zur "Messe" auch noch Bier ausschenken, ist das genau mein Ding.

Kommentar von matmatmat ,

Die Pastafari haben einen Biervulkan im Jenseits (und feiern den auch im hier und jetzt ;)!

Antwort
von Mianchuma, 70

global gesehen, wäre das ne richtig tolle sache, aber wenn man das in gemeinschaft 100% ausleben möchte, muss man das glaube ich selber auf den weg bringen. aber coole vorstellung

Kommentar von Warre ,

Leider wird es wohl nie den Weltfrieden geben.
Aber so ist halt das Leben, solange wir versuchen die Welt zu verbessern.
Auch danke für deine Antwort.

Kommentar von Mianchuma ,

ich denke, das wichtigste ist das jeder versucht sein bestes zu geben. auch wenn man es nicht 100% schafft, schaffen kann, dies zu resumieren, zu begradigen und das nächste mal besser zu machen. oder zu mindest zu versuchen.

Antwort
von Midnight1999, 41

Es ist zwar keine Religion in dem Sinne, aber deine Beschreibung passt zu 99% auf den LaVey'schen Satanismus.

Kommentar von Warre ,

Stimmt, daran habe ich auch schon gedacht. Ich mag den Grundgedanken und habe auch die Satanische Bibel gelesen. Doch finde ich es schade dass der Satanismus öffentlich so schlecht gemacht wird.

Kommentar von Midnight1999 ,

Tja, damit muss man leben. Mehr als die Leute aufklären, kann man da leider nicht machen.

Kommentar von Warre ,

Das stimmt. Ich freue mich jedes Mal wenn ich jemanden kennen lerne der wirklich weiß was die Lehren des Satanismus sind und sich nicht irgendwas eintrichtern lässt und dass dann blind glaubt.

Antwort
von MaxMuller, 45

Hallo Warre!

Diese Religion nennt sich "Liberalismus", falls du dich einfach irgendeiner menschen gemachten Ideologie anschließen willst die, die von dir beschriebenen Punkte umfasst. Genauso gut kannst du natürlich auch einfach die evangelische Kirche in Deutschland nehmen, die haben genau diese "uns ist alles egal- wir glauben an was aber haben irgendwie keine Regeln oder so". Da kann quasi jeder sich seinen Teil nehmen wie er will aus der Bibel.

Da gibt es auch Schwulenehe, weibliche Priester und all den anderen kram der heutzutage so "toll"  und "in "ist. Missionieren tun die auch niemanden, wie auch, wenn sie ihre eigene Religion nicht ernst nehmen?  Andere Religionen werden da auch als gleichwertig angesehen, jeder kann seinen eigenen Weg zu Gott finden bla bla bla. Alle sind in den Augen der liberalen Theologie der EKD  gleichwertig, frei nach dem Motto; macht doch was ihr wollt uns ist das egal.  

Religion und Wissenschaft nunja , aus tradioneller christlicher Sicht ist wissenschaft bloß eine Methode um die Schöpfung Gottes näher zu verstehen. Ich denke das lässt  sich  daher auch mit der  EKD irgendwie in Einglang  bringen. Siehst du, wenn du eine liberale Religion ohne jeden Anspruch und Rückgrat haben willst,wie es zwangsläufig eine sein muss wenn sie deinen Ansprüchen genügen will,  dann ab zur EKD.

Eine paar Fragen mir  zum Schluss. Warum willst du dir eine Religion suchen die von Menschen gemachten Ideen und Glaubenssätzen nachhängt?  Ist der Sinn einer Religion nicht, dass sie einem eine höhere Wahrheit der Welt vermittelt, einem Glaubenssätze und Regeln vorschreibt die sich an dieser Wahrheit orientieren?  Das ist doch die Definition und der Sinn von Religion, dass sie einem die  Wahrheit vermittelt, die über das materialistische hinaus geht, oder irre ich mich da?

Wenn das Religion ist, warum willst du dann einer Religion beitreten, die quasi nur aus materialistischen Glaubensgrundsätzen besteht, die sich die  Menschen absolut selbst ausgedacht haben und in keiner Weise von einem höheren Wesen eingegeben worden sind? 

Da kannst du  auch einfach bloß einer politischen Partei oder politischen Ideologie beitreten, ist genau das selbe, es fehlt bloß der falsche Anstrich von Spritualität und Religiosität.

Mein Tipp an dich: Orientier dich an der Wahrheit, sprich der Wirklichkeit und nicht nach den menschlichen Märchen ala Pippi Langstrump ( ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt) die du aufgezählt hast. Dann findest du auch zum rechten Glauben, sprich zu unserem Herrn und Erlöser  Jesus Christus und dem ewigen unabänderlichen Wort Gottes, die Bibel.

MfG Müller 

Kommentar von Warre ,

Danke für die Antwort.
Ich glaube ich verstehe was du mir sagen willst.
Ich wende mich an das was für mich richtig ist und was mir hilft, so werde ich es wohl auch weiterhin tun.

Kommentar von MaxMuller ,

Wie wäre es mein Freund, wenn du dich an das halten würdest, was wirklich ist und nicht an das was du  allein für richtig und real hältst?

MfG Müller

Kommentar von Warre ,

Weil ich es wohl bereuen würde und das Leben nicht genießen könnte.
Aber es freut mich dass du deinen Glauben gefunden hast und mit ihm glücklich bist.

Kommentar von MaxMuller ,

Das Leben besteht nicht nur aus Spaß haben oder glücklichsein Warren! Es geht Primär darum das Richtige zutun, nicht nur sich selbst eine schöne Zeit zu machen. Denk mal drüber nach!

MfG Müller

Kommentar von Warre ,

Ich bin davon überzeugt dass das Leben nur funktionieren kann wenn wir Probleme haben und auch unglücklich sind. Aber genauso wie es schlechte Tage gibt gibt es gute Tage. Aber die christliche Kirche kann mir auf diesen Weg nicht helfen.

Kommentar von MaxMuller ,

Wir leben weil Gott uns den freien Willen gegeben hat. Folgen oder nicht Folgen, dass ist die Wahl die wir haben. Nicht mehr und nicht weniger.  Alles Schlechte das existiert, existiert weil wir es so mit unserem freien Willen entschieden haben. Sünde existiert, weil wir als Menschen die Wahl haben ob wir Gott folgen oder nicht.

Im Grunde geht es darum ob man der Wahrheit= Gott oder der Lüge=Teufel folgt. Strebt man zu Gott, nimmt Jesus Christus an, dann werden einem die eigenen Sünden vergeben.  Gott nimmt uns in seiner ewigen Liebe und Gnade in die Arme, begnadigt uns und heißt uns an seiner Seite willkommen. Aber dafür muss man sich entscheiden, bewusst entscheiden. Für Gott muss man sich entscheiden und wenn man sich für Gott und für Jesus entscheiden hat, dann wird Gott einem beistehen.

Tag für Tag in Dunkelheit, in Leid, in Trauer aber auch in Freude, Liebe, und Geborgenheit. Gott ist immer für uns da, gibt uns trost und wacht über uns. Wir müssen es nur akzeptieren und annehmen. Mehr nicht. Wir müssen nur zurück zu unserem ewigen Vater kommen und er wird uns willkommen heißen.

Am Ende wird Gott all unsere Tränen hinfortwischen und wir werden ewig glücklich an seiner Seite verweilen. Wir müssen nur wollen.

MfG Müller

Kommentar von Warre ,

Das hört sich natürlich schön und gut an. Nur ist meine Einstellung eine andere. Ich finde es wirklich toll dass du so eins mit deinem Glauben bist. Ich fürchte diese Diskussion könnte nur ewig lange weiter gehen, von daher würde ich dies von meiner Seite aus beenden.
Danke für deine Antwort.

Kommentar von Mianchuma ,

auch wenn andere, anderer meinung sind, was sie auch dürfen, finde ich diese aussage absolut treffend warre. ich glaube an gott aber nicht an die kirche. ich habe bereits mit einem pastor und einer nonne privat angestossen, mehrmals. meine nachbarn sind bei einer glaubensgemeinschaft (nein, will ich nicht nennen). wir verstehen uns sehr gut, haben bereits miteinander gegrillt (sie veganer, wir nicht) und haben noch nie ein wort über "ihr ding" gesprochen.

sorry für die floskel.

aber.... egal an wen ich glaube....(glaube ich an viele, oder an einen)

wenn ich die hände wasche und geradeaus blicke sehe ich

....... mich!!!

Kommentar von MaxMuller ,

Schön das du dich mit gläubigen Menschen verstehst, das tut jedoch absolut nichts zur Sache. Glaube ist etwas persönliches, etwas zwischen dir und Gott.  Nur weil du dich gut mit Menschen verstehst, die sich gut mit Gott verstehen, heißt das nicht, dass du das automatisch auch tust. Nur weil sie dir sagen, dass du ein guter Mensch bist, heißt das nicht, dass du es auch in den Augen Gottes bist.

Gott ist absolut, danach werden wir gerichtet von ihm und niemand kann diesem Gericht standhalten. Entweder nimmst du die Gnade durch Jesus Christus an oder du wirst verurteilt. Punkt.

Ja du siehst dich, wenn du in den Spiegel schaust. Geniale Festellung, da wäre ich nie drauf gekommen.

Falls du damit jedoch meinst, das jeder Glaube gleich richtig ist, dann muss ich dich enttäuschen. Das ist nicht der Fall.  Ich würde auch Abstand von einem egozentrischen Weltbild nehmen. Der Einzelne ist nichts. Deine Gedanken sind ohne Bedeutung, deine Meinung ist ohne Belang. Das Einzige was zählt ist. Orientierst du dich an der Wahrheit, sprich an der Realität und an Gott und alle höheren Ideale die damit zusammenhängen oder bist du einfach nur ein Materialist der sich für das Zentrum der Welt hält und dessen Gefühle im Mittelpunkt stehen. Materialismus ist zwangsläufig verhandeln mit sich selbst, ist Kompromiss und ist damit zwangsläufig Degeneration.

Ideale sind absolut, nicht verhandelbar. Man kann nur danach trachten so zu werden, aber nie so sein. Es gibt keinen Kompromiss, nur das Streben. Das ist der rechte Pfad, alles andere ist Degeneration.

Leben und Leben lassen ist bloß ein menschlicher Kompromiss, Gott macht aber keine Kompromisse, wer Gottes Gnade ausschlägt  wird  nach eigenem Willen gnadenlos abgeurteilt. Wen dir das ein Christ verschweigt, dann lügt er oder hat keine Ahnung.

MfG Müller

Antwort
von purushajan, 9

der Veda kommt deiner Vorstellung sehr nahe. Aber das ist keine Religion, sondern eher eine ganzheitlich-wissenschaftliche Weltsicht mit Fokus darauf, dass die ganze Schöpfung aus Bewusstsein hervorkommt. Schau mal unter Sanatana Dharma.

Kommentar von Warre ,

Ich werde mich mal erkundigen, danke.

Antwort
von MaggieundSue, 50

Huna....kommt mir da in den Sinn.

Kommentar von Warre ,

Ich werde mich mal drüber informieren, danke.

Antwort
von Zoroastres, 8

Rekigionsgründungen sind immer noch nicht out. Versuchs doch selbst mal. Denn eine Religion auf die all das zutrifft, must du dir immer selbst erschaffen.

Antwort
von MaraMiez, 33

In meiner ist das alles so. Wicca.

Kommentar von DinoSauriA1984 ,

In Deiner Welt sind Männer gleichberechtigt???  ;-)

Kommentar von MaraMiez ,

Ja, wieso auch nicht?

Kommentar von Warre ,

Mit Wicca beschäftige ich mich auch. Ich mag die Naturverbundenheit sehr und die Friedlichkeit. Ich habe einige Sachen von Wicca übernommen, allerdings nicht alle.
Danke für deine Antwort.

Antwort
von NewKemroy, 8

Ich glaube das ist weniger eine Frage welcher Religion, sondern mehr eine Frage auf welchem Niveau sie ausgeübt wird. Z.B. gibt's auch in Religionen, die allgemein als eher rückständig gelten, Menschen, die deiner Liste gerecht würden. Umgekehrt findet sich bei Religionen, die als besonders entwickelt angesehen werden auch immer ein paar komische Heilige, Extremisten oder Fanatiker.

Antwort
von nowka20, 3

nein, die gibt es nicht

Antwort
von Berny96, 36

Atheismus. 

Kommentar von DinoSauriA1984 ,

Eher nicht. Atheismus ist ja keine Religion. Und auch keine einheitliche Weltanschauung. Auch Atheisten können Geschlechter diskriminieren, homophob sein, viele die ich hier auf GF kennengelernt habe versuchen auf hauen und stechen religiöse Menschen davon überzeugen, dass sie falsch liegen, Religionen werden häufig gar nicht akzeptiert...

Also nahezu alle Kriterien des Fragestellers treffen hier nicht zu.

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