Frage von Johannisbeergel, 91

Excel Kenntnisse realistisch einschätzen?

Hallo,

ich bin gerade dabei mich intensiv mit Excel zu beschäftigen. Viele schreiben ja zB in ihren Lebenslauf (gerade auch für Ausbildungen) dass sie es "gut" können, ohne überhaupt zu wissen wie sehr das in die Tiefe geht.

Ich habe mal einen Artikel gelesen in dem ein Personaler sinngemäß meinte: kennt man ab 10 Funktionen ist man Anfänger, ab 50 Funktionen Fortgeschrittener, ab 100 Funktionen Profi usw

Ist das so realistisch oder wie sollte man seine Kenntnisse messen?

Expertenantwort
von Suboptimierer, Community-Experte für Excel & Mathematik, 68

Ich würde sagen, dass einen Profi ausmacht, in der Breite sich auszukennen.

Wenn du 100 Excelfunktionen kennst, dann bist du Excelfunktionen-Profi, aber kein Excelprofi.

Excelprofis müssten meiner Meinung nach auch die Optionen (Einstellungen) von Excel kennen, sich mit Diagrammen auskennen, Im- und Exportfunktionen kennen und sogar VBA beherrschen.

Spätestens beim Letzten trennt sich die Spreu vom Weizen, denn um VBA zu beherrschen, muss man zugleich Programmierkenntnisse haben.

__________________

Ob du in einer Bewerbung "Experte" schreiben kannst, hängt auch davon ab, was überhaupt bei der Stelle verlangt wird. Wenn du einfach nur auf der Arbeit zwei oder drei Listen pflegen sollst, ist es kein Problem, wenn du schreibst, dass du sehr gute Kenntnisse hast.

Wenn du aber Excel-Schulungen durchführen sollst, hätten "sehr gute Kenntnisse" wiederum eine ganz andere Bedeutung.

Wie wichtig Excel für deinen Job ist, erkennst du daran, wo die Anforderung in der Stellenausschreibung hin geschrieben wurde. Je weiter oben es steht, desto wichtiger sind Excelkenntnisse für den Betrieb und desto höher sind dementsprechend die Anforderungen.

Antwort
von Herb3472, 44

Ich würde sagen, dass man als "gute Kenntnisse" bezeichen kann, wenn jemand die gängigsten Formatierungen, die wichtigsten Formeln und Grafiken und noch ein paar Makros dazu beherrscht.

Antwort
von newcomer, 47

schreib doch einfach in Bewerbung "Grundkenntnisse" denn das kann von Anfänger bis

Kommentar von Johannisbeergel ,

Geht leider an der Frage vorbei

Antwort
von fserenade, 50

Grundknnnisse aus meiner Sicht ist, wen man die Standard-Funktionen von Excel kennt. Also Formatierung, Zellen anpassen und einige Grundrechenoperationen. Jeder, der Excel kennt, kann z.B. Zahlenaddieren lassen.

Gut ist, wer automatische Tabellen erstellen, Zellen verknüpfen und Funktionen wie WENN kennt.

Sehr gut ist jemand, der z.B. ein vollautomatosiertes Protokoll mit Excel erstellen kann, bei dem nur einige Zellen angewählt werden können und im Hintergrund kompliziertere Funktionen laufen.

Antwort
von max32168, 43

Meiner Ansicht nach ist der beste Nachweis über etwas entweder ein Zertifikat (z.B. von einer Volkshochschule oder einer Schule). Ich finde anders lässt sich die Kenntnis über bestimmte Programme (z.B. Excel) nur sehr schwer einschätzten. Eine andere Möglichkeit wäre, wenn mehrere Personen behaupten sie hätten Kenntnis von Excel eine Arte Test zu schreiben.

Ich finde es unsinnig zu sagen, man ist ein Profi in Excel, wenn man 100+ Funktionen kennt.

Kommentar von Funfroc ,

Zertifikate sind aber leider auch nur bedingt aussagekräftig und vor allem schwer vergleichbar. Es gibt direkt Anbieter, die dafür Ganztagesschulungen machen.

Einen solchen Kurs für Fortgeschrittene habe ich abgeschlossen. Die Unterteilung war aber Anfänger sind alle, die noch nie wirklich mit Excel gearbeitet haben und Fortgeschrittener, wer schon etwas Erfahrung mit Excel hat (nicht zwangsläufig mit Formeln).

Nun habe ich, der viel mit Formeln (auch kompliziertere Matrixformeln), Pivot, Diagrammen und teilweise auch VBA arbeitet und quasi Excel-Master der Firma war den Test mit 100% bestanden. Unser Lagermitarbeiter, der im Excel nicht mehr macht, als Katalogzahlen zu erfassen, hat mit 94% bestanden.

Es wurden nämlich Tests mit Multiple-Choice Fragen gemacht. Daran sieht man, wie aussagefähig solche Zertifikate sind.

Kommentar von max32168 ,

Tja, das stimmt allerdings auch. Wenn man allerdings Leistungsüberprüfung in Excel zwischen mehreren Personen machen soll, darf man nicht nur Multiple-Choice Fragen nehmen, sondern muss konkrete Aufgaben stellen, welche mit Excel gelöst werden sollen. Dabei kommt es dann wirklich auf Wissen an.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community