Ex Arbeitgeber zahlt keine Lohn und reagiert auf nichts?

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6 Antworten

Hallo, ich kann Dir auf die schnelle nur einen aber sehr wichtigen Rat geben. Gehe sofort zum Arbeitsgericht dort kannst Du kostenlos eine Klage beantragen und der erste Gerichtstermin ist auch kostenlos.

Wie Du den Sachverhalt schilderst ist das Verhalten von dem Arbeitgeber so nicht hinnehmbar und durchaus anfechtbar. Das Abmelden von der Krankenkasse kann Dich Geld kosten, weil Du ja nicht mehr angemeldet bist um nur einen Punkt zu nennen.2 Punkt der Resturlaub muss ausgezahlt werden! 3 Das ausstehende Gehalt muss ebenso ausbezahlt werden.

Ein Anschreiben von Deiner Seite nützt auch nichts, die sitzen das einfach aus. Du hast nur 3! Wochen Zeit Ansprüche aus einem Arbeitsverhältnis nach der Kündigung zu reklamieren und das NUR über das Arbeitsgericht. Wenn das nicht passiert hast Du schlicht und einfach Pech gehabt. Allerdings denke ich, dass Du sehr gute Chancen beim Arbeitsgericht hast.

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Kommentar von cocoppaa
19.02.2016, 11:19

Versteh ich das richtig das ich nach meiner Kündigung nur 3 Wochen habe meine Klage einzureichen ?

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Kommentar von Familiengerd
19.02.2016, 17:52

@ Markus Galuschka:

Du hast nur 3! Wochen Zeit Ansprüche aus einem Arbeitsverhältnis nach der Kündigung zu reklamieren

Das ist selbstverständlich völlig falsch!

Die 3-Wochen-Frist für eine Klage gilt nur, wenn der Arbeitgeber gekündigt hat und der Arbeitnehmer Kündigungsschutzklage erheben will!


Für eine Klage gegen den Arbeitgeber, weil noch Ansprüche gegen ihn bestehen, hat der Arbeitnehmer 3 Jahre Zeit ab Ende desjenigen Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist oder fällig war (gesetzliche Verjährungsfrist).

Das Januar-Gehalt für 2016 z.B.kann also noch bis zum 31.12.2019 eingeklagt werden.


Das gilt nur dann nicht, wenn vertraglich Ausschlussfristen vereinbart wurden, nach deren Verstreichen Ansprüche verfallen sind (arbeitsvertraglich mindestens 3 Monate, tarifvertraglich mindestens Monat).


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Tja, hattte eine ähnliche Situation.Wurde auch mal fristlos gekündigt ohne ANgaben von Gründen und ohne Abmahnung.Damals gab es nach Insolvenz eine Firmenübernahme mit einem ganz üblen Chef.Wer was sagt - der fliegt!

Darunter war ich auch, mit mir noch 10 weitere Arbeitskollegen.Hatte die Kündigung ohne Abmahnung per Briefboten erhalten.Da ich auch noch einige  Tage Urlaub hatte , musste mir mein Arbeitgeber eigentlich noch zwei Arbeitslöhne überweisen.NICHTS hat er überwiesen.Keinen Cent!Und ich hatte laufende Kosten.Bin erstmal zum Arbeitsamt gegangen,von denen hatte ich keinen Cent erhalten mit der Begründung ich stünde ja noch im Arbeitsverhältnis.

Die Tatsache das  ich erklärte mein Arbeitgeber zahlt mir  aber keinen Lohn und die Sache liegt schon beim Rechtsanwalt auf dem Tisch,interessierte das Arbeitsamt nicht.Ich musste beim Integrationscenter betteln.Ich hatte einen riesen finanzielen Einbruch und ein Theater am A.......

Bin vor dem Arbeitsgericht,jhabe sofort Recht bekommen schon in der ersten Instanz,ABER gezahlt hatte mein Arbeitgeber danach immer noch nicht.

Mein Rechtanwalt musste erst den Gerichtsvollzieher losschicken, dann hatte ich mein Geld nach fast vier Monaten bekommen. Den Rechtsanwalt musste ich zum Glück nicht bezahlen , da ich zu wenig Guthaben besaß und alleine wohnte.

Es wird aber 1x im Jahr nach meinen finanzieller Lage gefragt,wenn sich die verbessert,muss man den Rechtsanwalt nachträglich bezahlen.Das war bei mir so,da ich mi meinem Freund zusammen zog.

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Kommentar von NSchuder
19.02.2016, 09:14

Wurde auch mal fristlos gekündigt ohne ANgaben von Gründen und ohne Abmahnung

Der oder die Fragesteller(in) hat aber selber gekündigt. Das ist was völlig anderes.

Alleine das zieht in der Regel schon eine Sperre von 12 Wochen beim ALG I nach sich - zumindest sofern es keine zwingenden Gründe für die Kündigung gab.

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Kommentar von cocoppaa
19.02.2016, 09:49

@envogue123   Könntest du mir sagen wie viel beihilfe bekommen hast? Ich Wohne auch alleine und vediene als Vollzeitkraft nur Mindestlohn. Musste dein Ex Arbeitgeber keinen teil der Gerichtskosten Tragen ?

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Beim Anwalt bist du eigentlich schon ganz gut aufgehoben. Wenn du die Kosten nicht tragen kannst, gibt es entsprechende Hilfen.

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Kommentar von cocoppaa
19.02.2016, 10:06

Ich habe mich infomiert aber auch mit beihilfe muss ich zahlen und das ist leider fast der gesamte betrag den ich einklagen will

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Kommentar von Marakowsky
19.02.2016, 10:13

Aber, wenn du gewinnst, kannst du diese Kosten von Beklagten einfordern.

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Kommentar von Marakowsky
19.02.2016, 11:33

Kann man sich das dann nicht zivilrechtl. Zurückholen?

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Hier stellen sich mir eine Reihe von Fragen:

1) Du hast lt. Text selber gekündigt. Wann hast Du gekündigt und zu wann hast Du gekündigt? Ist diese Kündigung schriftlich erfolgt? 

2) Du warst vom Tage des Streitgesprächs wegen der Kassendifferenz bis zum Ende der Kündigungsfrist krank geschrieben. Das "riecht" natürlich nach Arbeitsverweigerung - was der Arbeitgeber allerdings beweisen müsste.

3) Du schreibst dass der Arbeitgeber Dicht bereits während der Kündigungsfrist bei der Krankenkasse abgemeldet hat. Woher weißt Du das und sowieso ist nicht wichtig wann er Dich abgemeldet hat sondern "zu wann".

4) Du forderst das komplette Januar Gehalt, womit wieder die Frage nach dem Kündigungstermin im Raum steht...

5) Wie kommst Du auf 11 Urlaubstage? Warum soll der Arbeitgeber diesen auszahlen? Du hättest den Urlaub ja nehmen können - was Du durch die Krankmeldung selber verhindert hast.

6) Was die Kassendifferenz selber angeht... Steht dazu nichts in Deinem Vertrag oder gibt es keine "Mankoregelung", die Du unterschrieben hast? Oftmals bekommen Kassenkräfte 10-20 Cent pro Stunde zusätzlich für das Risiko die Haftung für Kassenfehlbeträge übernehmen zu müssen.

Die zweite Alternative ist es, Fehlbeträge bis zu einem gewissem Betrag, z.B. 3€ (bei 8 Stunden Kasseneinsatz) zu “tolerieren” und Beträge über diese Summe müssen aus eigener Tasche ausgeglichen werden.

https://lebensmitteleinzelhandel.wordpress.com/tag/kassendifferenz-arbeitsrecht/

7) Was die Anwaltskosten angeht, käme evtl. Prozesskostenhilfe in Frage. Ein Anwalt wäre jedenfalls sehr zu empfehlen.

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Kommentar von cocoppaa
19.02.2016, 09:36

1) Ja ich habe selbst gekündigt Per Einschreiben zum 14.02.2016

2) Mein Hauarzt hat mir dazu geraten da ich physisch nicht in der Lage war dort weiter zu Arbeiten.

3)Er hat mich am 26.01 Abgemeldet das weiß ich weil ich bei der Krankenkasse Angerufen habe und Wissen wollte ob ich am 15.01 von meine neuen Arbeitgeber angemdelt werden kann.( die Abmeldung hab ich auch Schriftlich)

4)Vom 02.01-11.01 habe ich gearbeitet dann war ich Krankgeschriben bis zum 14.01

5)Ich habe mir ja nicht selbst ausgesucht Krank zu werden hatte durch den physisch druck extreme Magenprobleme. Wäre keine Krankheit vorhanden wäre ich ja nicht Krankgeschrieben wurden.

6) Nein es gibt keine Markogeld ich habe zudem nichts schriftlich oder mündlich zugestimmt das ich bei Kassendifferenz Zahlen muss

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Kommentar von Familiengerd
19.02.2016, 18:00

@ NSchuder:

Du hättest den Urlaub ja nehmen können - was Du durch die Krankmeldung selber verhindert hast.

Das ist falsch!

Urlaub, der wegen Erkrankung bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses nicht genommen werden kann, verfällt nicht bis zum 31.03. des übernächsten auf das Anspruchsjahr folgenden Jahres.

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Ich kann dir nur raten wenn du keine Anschlußarbeit hast bei dem Arbeitsamt melden. Sonst bleibst du ganz ohne Geld. Über das andere weiß ich nichts.

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