Frage von cocoppaa, 108

Ex Arbeitgeber hat mir keine betriebliche Altersvorsorge angeboten. Zu welchen Höchstsatz kann ich diese nun Einklagen?

Kommt der Arbeitgeber seiner Informations-, Aufklärungs- und Fürsorgepflicht nicht nach und verschweigt die bAV oder gibt nur unzureichende oder gar falsche Informationen, hat der Arbeitnehmer unter Umständen Anspruch auf Schadensersatz.

Wie Gehe ich vor wenn ich Schadensersatz möchte ? und Zu welchen Höchstsatz kann ich diese nun Einklagen??

( Anwalt ist mir zu Teuer )

Habe noch mehr einzuklagen beim Amtsgericht. Deswwegen werde ich keinen Anwalt beaufragen.

Antwort
von RudiRatlos67, 43

Hallo Cocoppaa....
zunächst muss geklärt aus welcher Rechtsgrundlage Dein Anspruch auf Beratgung beruht.
Ein Arbeitgeber ist nicht automatisch zur Beratung seiner Mitarbeiter verpflichtet.

Umstände um die Beratungsprlicht nach § 1 BetrAVG abzuleiten sind:
1. im Betrieb existiert mindestens eine Betriebsrente, dann ist der Arbeitgeber zur persönlichen und individuellen Beratung aller Mitarbeiter verpflichtet.
2. Du hast den Arbeitgeber um eine Beratung zur Bertriebsrente gebeten, auch dann ist er zur Beratung verpflichtet allerdings bist Du in diesem Fall in der Beweispflicht. Gibt es villeicht jemanden der Dich zur Betrieblichen Altersvorsorge beraten hat und der jenige hat sich mit Deinem Arbeitgeber auch in Verbindugn gesetzt? Gibt es darüber ein Beratungsprotokoll? Das wären die Möglichkeiten um Deinen Anspruch nachzuweisen.

Der Arbeitgeber ist überigens nicht aus der Beratungspflicht entbunden wenn er Dich eine Haftungsfreistellungserklärung unterschreiben lassen hat. Die müsste falls vorhanden, die Textteile enthalten, dass Du einer Beratung wiedersprichst. Solange er das nicht von Dir unterschrieben bekommen hat, oder eine Beratungsdokumentation vorlegen kannst in der Du dich trotz persönlicher, individueller Beratung ( 1 zu 1 Gespräch bei dem Dein persönliches Gehalt und Deine persönliche Beratung im Mittelpunkt stand..... Eine Gemeinschaftsveranstaltung entspricht in keiner Weise der Beratungspflicht) gegen eine bAV entschieden hast, bist Du von Ihm wieder besseren Wissens benachteiligt worden.

Der Schadensersatz den er zu leisten hat ist in dem Fall, die entgagngenen Gewinne, sowie zuviel geszahlte Steuern und Sozialabgaben. Je nach Einkommen kann ein Richter dazu einen durschnittlichen Anlagebetrag festlegen nach dem die Gehaltsabzüge zu berechnen sind.

Ein Fachanwalt für Arbeitsrecht ist in Deinem Fall dringend anzuraten. Auch wird er bezgl der Höhe der Entschädigung möglicherweise einiges mehr für Dich herausholen als Du heute zu ahnen wagst.

Antwort
von kevin1905, 25

Wie Gehe ich vor wenn ich Schadensersatz möchte ?

Du brauchst schon einen Fachanwalt, denn die Gerichte bewerten die Thematik recht unterschiedlich. Einige gewähren Schadenersatz, andere sagen, der Arbeitnehmer ist mündig genug die Einrichtung einer bAV zu fordern.

Ohne einen Experten mit Erfahrung und der richtigen Argumentation ist das ein recht sinnloses Unterfangen.

( Anwalt ist mir zu Teuer )

Der Arbeitsrechtsschutz war wohl zu auch zu teuer? Dann kannst du einen Haken dran machen, der Fall wird schon an der Klageschrift scheitern.

Habe noch mehr einzuklagen beim Amtsgericht. Deswwegen werde ich keinen Anwalt beaufragen.

Das Amtsgericht ist nich zuständig für arbeitsrechtliche Streitigkeiten, zu denen die bAV auch gehört.

Antwort
von Dickie59, 17

Hallo,

Mittlerweile ist die von dir genannte Auffassung höchstrichterlich aufgehoben worden. Jeder Arbeitnehmer hat das Recht, betriebliche Altersvorsorge zu verlangen, letztendlich auch nur als Entgeltumwandlung und als Direktversicherung.

http://www.arbrb.de/blog/2015/07/07/informationspflichten-des-arbeitgebers-bei-b...

Daher teile ich nicht, die hier genannten Ausführungen, in welchem Umfang ein Arbeitgeber tätig werden muß, wenn bereits ein Vertrag in der Firma existiert.

Beste Grüße

Dickie59

Antwort
von Apolon, 11

 Ex Arbeitgeber hat mir keine betriebliche Altersvorsorge angeboten.

Dazu ist er auch nicht verpflichtet.

Aber der AN, kann verlangen, dass er über seinen AG eine selbst finanzierte betriebliche Altersversorgung abschließen kann.

Kontaktiere also deinen AG und teile ihm mit, dass du über Versicherung XYZ eine BAV mit einem mtl. Beitrag von 200 € abschließen willst.

Alternativ beauftrage das ausgesucht Versicherungsunternehmen (Vermittler) mit dem AG Kontakt aufzunehmen.

Bitte dabei beachten, diese BAV muss der AG als Versicherungsnehmer unterschreiben.

Gruß N.U.

Antwort
von TimmyEF, 41

Nicht jeder Arbeitgeber sichert seine Angestellten nochmal über eine betriebliche Altersvorsorge ab. Für Deine zukünftige Rente musst Du selber etwas tun. z.B. Riester Rente.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Nicht jeder Arbeitgeber sichert seine Angestellten nochmal über eine
betriebliche Altersvorsorge ab. Für Deine zukünftige Rente musst Du
selber etwas tun.

Genau das ist doch der Sinn einer bAV

z.B. Riester Rente

Eine Riester Rente lohnt sich nur für die wenigsten!!!! Außerdem fressen die Kosten der Riesterverträge die Zinsgewinne auf.

Meistens ist eine betriebliche Altersvorsoge sehr viel effektiver als eine RiesterRente. Dabei spreche ich nicht von einigen Prozenten sondern von vielen 10.000 Euro

Kommentar von kevin1905 ,

Nicht jeder Arbeitgeber sichert seine Angestellten nochmal über eine betriebliche Altersvorsorge ab.

Jeder Arbeitnehmer in Deutschland hat einen Rechtsanspruch auf betriebliche Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung (§§ 1, 1a BetrAVG) bis 4% der Beitragsbemessungsgrenze der allg. Rentenversicherung in den alten Bundesländern.

Freiwillig ist lediglich die Zuzahlung des Arbeitgebers hierzu, wenn ein Tarifvertrag, eine Betriebsvereinbarung oder ein Arbeitsvertrag eine Beteiligung nicht zwingend vorschreiben.

Antwort
von SiViHa72, 53

Da würde ich einen Fachmann fragen, es gibt immer so viele Sachen  individuell zu berücksichtigen.. da ist GF sicherlich nicht die richtige Stelle.

Antwort
von teutonix1, 65

Das würde ich mit einem Fachanwalt besprechen. Die kennen sich aus.


Antwort
von Kuestenflieger, 36

Da hat es hier Spezialisten des DGB !

Sie merkten das nicht bei der Einstellung ? Kein Betriebsrat wies darauf hin ? Erst jetzt da man sich trennt , fällt ihnen das ein ?

Kommentar von cocoppaa ,

Ich wusste davon bis bis 2 Wochen noch nichts das es sowas gibt.

Nein

Antwort
von Kuestenflieger, 41

wieso muß das ein arbeitgeber anbieten ?  vorsorge ist privatsache !

nur gute mitarbeiter bekommen leistungsprämien .


Kommentar von cocoppaa ,

Seit
Januar 2002 sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, ihren Arbeitnehmern
eine betriebliche Altersvorsorge über die Entgeltumwandlung
anzubieten

Kommentar von cocoppaa ,

Eine
Unterlassung kann, für den Arbeitgeber, böse Folgen haben. Der
Arbeitgeber hat eine Beschaffung- und Aufklärungspflicht. Das heißt,
der Arbeitgeber muss zwingend den Durchführungsweg und das Produkt
Anbieten und es dem Arbeitnehmer erklären, bzw. erklären lassen.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Seit
Januar 2002 sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, ihren Arbeitnehmern
eine betriebliche Altersvorsorge über die Entgeltumwandlung
anzubieten

Falsch, es muss heißen:
Seit
Januar 2002??? sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, ihren Arbeitnehmern
eine betriebliche Altersvorsorge über die Entgeltumwandlung
zu ermöglichen.

Zur Beratung verpflichtet ist er nur, wenn bereits eine bAV im Unternehmen eingerichtet ist. (Mindestens ein Mitarbeiter)

Kommentar von Kuestenflieger ,

und nun ?@cocoppaa

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