Evolutionstheorie doch nicht selbstverständlich?

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9 Antworten

An die Evolutionstheorie kann man nicht glauben, sondern man kann von ihr wissen. Du kannst auch nicht sagen, du glaubst nicht an die Gravitationstheorie und schwebst dann einfach davon. 

Das mit den Zwischenstufen taucht immer wieder als Gegenargument von Evolutionsleugnern auf. Ich frage mich, warum, denn dieses Argument ist einfach nur dumm und lässt sich in Sekundenschnelle zerpflücken: Brückentiere gibt es nämlich zu Hauf. Dies sind Tiere, die sowohl Merkmale ihrer Vorfahren als auch Merkmale einer höheren Entwicklungsstufe haben. Das Schnabeltiet hat zun Beispiel Merkmale von Reptilien und Säugern. Der Archaeopteryx ist ein fliegender Dinosaurier. Der Tiktaalik ist ein Fisch mit Beinen. Ich könnte noch viele weitere aufzählen, aber ich hoffe, diese Beispiele reichen dir erstmal.

Da die Evolution ein sehr lange andauernder Prozess ist - wir sprechen hier über Zeiträume, die mehrere Millionen Jahre umfassen und daher für das menschliche Vorstellungsvermögen nicht zu bewältigen sind und die viele tausend Generationen erfordern, bevor die genetischen Unterschiede zwischen Vorfahre und Nachfahren so groß sind, dass sich auch morphologische Unterschiede zeigen - wirst du den Übergang von einer Art zur anderen nicht direkt beobachten können. Es ist etwa so, wie wenn du einem Kind beim wachsen zusehen möchtest: von einem Tag auf den anderen wirst du kaum einen Unterschied sehen. Wenn du aber eine Sechsjährige das letzte Mal siehst und erst zehn Jahre später wieder mit ihr zusammentriffst, wirst du sie auch nur schwer wiedererkennen. 

Ich hoffe, dass ich es dir verständlich erklären konnte. Wenn nicht, frag ruhig noch einmal nach. Es gibt keinen rationalen Grund, an der Evolutionstheorie zu zweifeln.

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Kommentar von JiffNiff
14.03.2017, 17:01

Danke dir für die tolle Antwort. :-)

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Wie schon andere gesagt haben:

Es wurden durchaus schon viele Zwischenstufen gefunden.

z.B. Lucy heißt ein Skelett eines Urmenschen den man mal gefunden hat

Und es gibt einige Funde an denen man erkennen kann wie sich der affenähnliche Menschen immer weiter zu den heutigen Menschen entwickelt haben

Ud es gibt auf jeden Fall ein Tier das halb Dinosaurier halb Vogel ist, ich weiß den Namen nur leider nicht mehr, an dem man sehen kann wie die Vögel entstanden sind. Es ist quasi der Vorfahre aller Vögel.

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Kommentar von hydrahydra
25.11.2016, 03:12

Es gibt mehrere solcher Vogelsaurier, du meinst aber wohl Archaeopteryx.

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Kommentar von G1uecksfee
26.11.2016, 01:31

ja ich glaub den mein ich. danke für den Namen :)

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Die Evolutionstheorie besagt, dass sich die Individuen, die besser angepasst sind, mehr vermehren/ihren Artgenossen überlegen sind und diese aussterben. Abgesehen davon dass es viele viele Jahre dauert bis eine neue Art entstanden ist. Vieles wurde auch schon gesagt und ich glaube ich würde mich hier nur wiederholen.

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Man "glaubt" nicht an die Evolutionstheorie, sondern ist von ihr überzeugt oder nicht. Sie ist keine Religion, die man halt glaubt oder nicht.

Und die Antwort auf deine Frage wurde schon zig Mal gegeben:
1. Nur, weil man keine Fossilien von Zwischenstufen gefunden hat, heißt das nicht, dass es sie nicht gegeben hat. Die Fossilien, die man kennt, sind nur ein winziger Bruchteil der Lebewesen, die je gelebt haben, und nicht eine komplette detaillierte Übersicht all dessen, was es je an Lebensformen gegeben hat.
2. Man kennt sehr wohl Zwischenstufen. Das Tupaia z.B., oder die Urform der Darwinfinken.

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Kommentar von ThenextMeruem
25.11.2016, 01:30

Natürlich kann man an sie glauben, wenn man sie z. B einfach die plausibelste Erklärung ist, aber man dennoch skeptisch ist, glaubt man, dass sie stimmt, man ist sich da nicht sicher. "Glauben" muss nicht immer was mit Religion zu tun haben. Ich kann genauso "glauben", dass du Blond bist, oder dass es den Urknall gab oder nicht.

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Frage mal Züchter die Zwischenformen gibt es..bei Hunden, Katzen Rosen usw... durch mehrfach kreuzen entsteht erst das gewünschte Resultat.

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Klar gibt es Zwischenstufen, sogenannte Brückentiere. Und sie leben sogar noch, Schnabeltiere zum Beispiel.

Ansonsten geschieht Evolution über Millionen von Jahren. Eine Art verändert sich so unmerklich, dass uns als Laien in unserer kurzen Lebensspanne diese Veränderungen gar nicht auffallen. Aber Mutationen geschehen bei jedem Lebewesen, jedoch erweisen sich nur die wenigsten als nützlich und führen (unter anderem, nicht ausschließlich) zu einer Veränderung im Phänotyp. Am größten steht die Chance, wenn sich die Lebensumstände der Art ändern.

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Naja, an eine Theorie kann halt auch nur geglaubt werden, denn sie bildet eine Annahme ab. Von Wissen ist dieses Thema noch weit entfernt. 

Aktuell wird an Evolutionstheorie 5 weltweit gearbeitet. Daraus lässt sich schlussfolgern:

Die sogenannte Evolutionstheorie wurde bisher schon mehrfach wesentlich verändert. 

Warum wurde sie verändert? Weil es neue Erkenntnisse gab, die eine Veränderung nötig machten. 

Was den Schluss zulässt: 

So arg viel wissen wir noch gar nicht. 

Naja, kein Wunder. Wir haben erst 5% der Weltmeere erforscht. Bei den Regenwäldern sieht es auch nicht besser aus. In beiden Habitaten dürfen wir aber die meisten Lebewesen vermuten. 

Wer also Bock hat, diesem Glauben anzuhängen, dem lasse sein Vergnügen. 

Wer Bock hat, sich mit Fakten zu beschäftigen, der findet zum Thema ein interessantes lebenslanges Hobby. Als Einstieg empfehle ich gerne dradio. Da kommen immer wieder Berichte über neue Erkenntnisse zum Thema. Mit Quellenangabe. Von da aus lässt sich dann vertiefen. 

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Kommentar von Zoroastres
25.11.2016, 13:47

Zu erwähnen ist, dass die besagte Evolutionstheorie in ihren Grundsätzlichn Annahmen noch immer die gleiche geblieben ist unr eben verbessert wurde. Es ist eben ein extrem komplexer Vorgang den zu klären schon sehr viel Arbeit gekostet hat und kosten wird. Immerhin geht es um nichts weniger als die Erklärung der Enstehung des Lebens, wie wir es jetzt kennen.

Und bis jetzt konnte keiner der Evolutionstheorie das Wasser reichen.

Auf deinem Computer gibt es ja auch immer Updates, das ist doch normal, wer würde denn verlangen, dass von anfang alles fest steht?

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Gab es . Bei Pferden , Haie und Krokodile selbst bei den Menschen gab es Funde.

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Naja gibt Affen mit und ohne oppunierbaren Daumen. Wir können die Zwischenstufen aber auch schwer sehen weil wir die Endstufe oder Anfangsstufe erstmal finden müssen. 

Das sich das Leben entwickeln kann sieht man ja am haushund, das war früher mutmaßlich ein Wolf. Heute kann er Augen des Menschen erkennen und weiß wo wir hinschauen und hat sogar Enzyme entwickelt um Pflanzenzellen aufzuspalten. Ist vom Wolf aus gesehen eine recht kurze Entwicklungszeit bis zum rehpinscher der teilweise Pflanzenzellen aufschlüsseln kann. Wäre ein eindeutiger Beweis dafür das eine Art sich äußerlich und innerlich weiterentwickeln kann. 

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