Angeberkind am 04.11.2008 um 21:00 Uhr
Also Darwin oder Gott?

An Evolution kann man nicht glauben, weil Wissenschaft keine Frage von Glauben ist, sondern vielmehr von Hypothese und Falsifikation. Die Evolutionstheorie ist bislang nicht falsifiziert, also gültig.
Es gibt Menschen, die an einen Gott glauben; das ist auch in Ordnung, solange sie andere nicht damit belästigen. (Ich sage ja auch nichts dagegen, wenn ein Kind an den Weichnachtsmann glaubt.)

In diesem Falle ist das kein "Glauben", sondern "Wissen"!
daddysdearest am 5. November 2008 17:52 Du warst also von Anfang an dabei?
Maienblume am 6. November 2008 13:08 Nö. Aber es heißt aus gutem Grunde "Wissenschaft" und nicht "Glaubenschaft".
ferdl am 7. November 2008 09:25 wissenschaftliche Hypothese = frei erfundener Glaube
wissenschaftliche Theorie = noch nicht widerlegter Glaube
Es ist wohl schon eine Glaubenschaft. Wirklich wissen tut man sehr sehr wenig. Und selbst das wenige Wissen lässt sich mit einfachen Mitteln in Zweifel ziehen. Auch wenn eine Theorie schon 200 Jahre gehalten hat, ich kenne eine die hält schon 2000 Jahre.
Schöpfungsglaube ist keine wissenschaftliche Theorie. Und: Eine wissenschaftliche Theorie ist kein Glaube. Mir stehen die Haare zu Berge, wenn ganz unterschiedliche Lebensbereiche einseitig verglichen werden oder der eine Bereich die Vormundschaft über den anderen beansprucht.

Schon, weil Gott erheblich vertrauenswürdiger ist als Darwin. Und weil ich mit Gott kommunizieren kann, mit Darwin aber nicht. Und weil die gesamte Schöpfung Absicht und Planung demonstriert - in welcher Form Gott das auch immer umgesetzt hat.

Ich "glaube" nicht - Ich weiss es! Die Natur ist die höchste Macht!
Vertraust Du geliebten Personen (im Sinne: ich glaube an Dich) oder weisst Du mit wissenschaftlicher Sicherheit, dass Du geliebt wirst? Es wird kalr: "Glauben an" und "wissen, dass" haben in verschieden Bereichen Ihren Platz - das eine im Bereich der zwischenmenschlichen Beziehung bzw. der Beziehung zu Gott, das andere im Bereich der Wissenschaft.
Wissenschaftlich bewiesen; was aber nicht ausschließt, dass Gott existiert
Für die Evolutionstheorie (heißt ja auch Theorie) gibt es bis jetzt keinen Beweis!!!
Das ist auch der Grund, weshalb sie in anderen Ländern sehr umstritten ist.
> Wissenschaftlich bewiesen
Die Evolutionstheorie ist nicht wissenschaftlich bewiesen!
In der Evolutionstheorie ist vieles wissenschaft ziemlich gut belegt. Und das was (vielleicht noch) nicht belegt ist, ist kein Argument dagegen. Übrigens: Keine wiss. Theorie ist abschließend beweisbar. Man kann eine Theorie nur wissenschaft widerlegen (Popper) und dann ist sie endgültig wiederlegt. Das heißt aber nicht, dass dann eine religiöse Vorstellung die Theorie ablöst. Nein das wird eine bessere wissenschaftliche Theorie tun. Für die Evolutionstheorie scheint aber keine grundlegende Ablösung in Sicht. Sehr wahrscheinlich wird es ergänzende Erkenntnisse geben, wie bei jeder Theorie. Damit ist aber der Schöpfungsglaube nicht wiederlegt.
Ich bin nicht allzu religiös - aber warum sollte Gott nicht die Evolution "geschaffen" haben ...?!
es geht ja hierbei um "gott hat die welt in 7 tagen geschaffen so wie sie heute ist"
An einen Schöpfer kann ich glauben, aber so "nah am Wort" bin ich nicht ...
Weil das Evolutionsmodell dem Schöpfungsmodell widerspricht und weil sich da schwerwiegende theologiosche Probleme auftun!
Gehen wir noch ein Stück weiter: Warum sollte Gottes Schöpfung nicht in der Evolution andauern? Wenn Gott existiert (worauf ich stark vertraue), dann existiert er auch außerhalb der Erscheinungsformen der Materie von Raum und Zeit, was allerdings nicht mehr anschaulich vorstellbar ist. Unsere Zeitmaßstäbe/Zeitvorstellungen/Zeitempfindungen sind begrenzter als die uniersell-göttlichen. "Gott hat geschaffen" schließt wohl automatisch "Gott schafft und wird weiter schaffen" ein.

Es gibt kein entweder-oder !
Was wäre denn Dein "Dritter Weg?"
mal zu fragen: welche Funktion erfüllt die Wissenschaft, welche die Religion? was beantwortet die Wissenschaft, was die Religion?
Dort wo sich Religion anmaßt, wissenschaftlich verbindlich zu lehren und dort wo sich sich Wissenschaft anmaßt, Sinnfragen zu beantworten, ist etwas faul. Wenn die entweder-oder-Frage falsch ist (das ist ist oft), liegt die Lösung im sowohl-als-auch.

is doch klar...das andere ist doch ein märchen !!!
Warum bist Du Dir da so sicher?
In Märchen steckt mitunter größere Wahrheit (z.B. das Gute siegt über das Böse) als in wissenschaftlich erforschten Naturgesetzen. Ich füge aber hinzu: Beide Wahrheiten sind verschiedenartig (wie z.B. Tier und Pflanze) und damit eigentlich nicht vergleichbar.

weder noch
Ws wüdest Du denn anbieten?

vielleicht giebt es ja im nächsten jahrtausend eine neue theorie und an die evolution glauben dann nur noch spinner und religiöse. aber so lange das nicht der fall ist klinkt die evolution für mich sehr logisch.
Danke für die redliche Antwor!
Für die Evolutionstheorie (heißt ja auch Theorie) gibt es bis jetzt keinen Beweis! Das ist auch der Grund, weshalb sie in anderen Ländern sehr umstritten ist. Wer weiß, was wir in 10 oder 20 Jahren für Erkenntnisse haben werden?
> ...klinkt die evolution für mich sehr logisch
Wenn da etwas logisch klingt, dann des Glaube an einen Schöpfer, und nicht an einen zufälligen Prozess!

Wobei es völlig offen ist, wie Gott die Welt erschaffen hat. Er kann dafür ja auch die Evolution in Gang gesetzt haben. Das muss sich also durchaus nicht widersprechen.
Doch, das widerspricht sich extrem!
Das widerspricht sich nur dann, wenn ich beide Katgorien entweder nur durch die wissenschaftliche Brille sehe oder wenn ich beide nur durch die relgiöse Brille sehe. Zuerst einmal sollte sich jeder einigermaßen klar werden, wo die prinzipiellen Grenzen von Wissenschaft und Religion liegen.

Bin streng erzogen worden Ich weißß sehr
unrealistisch will aber dran glauben

an keins von beiden.
Was bietest Du denn an?
Starbuck hat eigentlich schon alles gesagt: "Wobei es völlig offen ist, wie Gott die Welt erschaffen hat. Er kann dafür ja auch die Evolution in Gang gesetzt haben. Das muss sich also durchaus nicht widersprechen."
Doch, das widerspricht sich extrem!
Darwin hat seine "Lehre von der Entstehung der Arten" zudem bewußt als Alternative zum biblischen Schöpfungsbericht konstruiert und würde sich im Grab umdrehen!
Du hast ganz recht: Darwin hat die Evolutionstheorie konstruiert, weil er sich weigerte, an eine Schöpfung zu glauben; die Evolutionstheorie ist also nicht aus wissenschaftlichen Überlegungen enstanden sondern als Mittel zum Zweck (Ablehnung des Glaubens an Gott als Schöpfer), sozusagen aus einer Art Trotzhaltung heraus. Das ist auch der Grund, weshalb es bis heute so wenig wissenschaftlich begründbare Argumente für die Evolutionstheorie gibt, aber eine ganze Menge wissenschaftlich begündete Gegenargumente.
Eifelmensch am 15. Februar 2009 18:05 Wenn man annimmt es bedarf eines höheren Wesens um die Welt zu erschaffen, muss es auch einen Schöpfer für Gott geben. Einen Supergott. Dieser wurde dann von einem Super-Super-Gott erschaffen usw.
Ich verweise hier auf den Text von "teddylein": "Es gibt einfach Dinge, die wir begrenzt denkenden Menschen nicht verstehen können, so auch, dass Gott keinen Anfang hat und schon immer existiert."
Anders ausgedrückt: so lange Du davon ausgehst, dass es jenseits unserer Dimensionen von Raum und Zeit nichts anderes gibt, wirst Du meinen, dass Gott selber irgendeinen Ursprung außerhalb seiner selbst haben muss. Aber warum sollte es nicht eine größere, weitere, höhere Dimension jenseits unserer Denkgewohnheiten geben?

"Natürlich wird jedes Haus von jemandem errichtet, doch der, der alle Dinge errichtet hat, ist Gott." (Hebräer 3:4)
Wenn man sich nur einmal etwas damit beschäftigt hat, wie komplex allein eine winzige Zelle aufgebaut ist und funktioniert (was ja eigentlich schon im Bio-Unterricht behandelt wird), hält man eine Evolution für unmwahrscheinlich.
Ganz zu schweigen von ganzen Pflanzen, Tieren, Menschen...
Eifelmensch am 15. Februar 2009 18:06 Wenn alles einen "Erbauer" braucht, so gilt das auch für Gott. So kommt man nicht weiter!
Teddylein am 15. Februar 2009 19:41 Es gibt einfach Dinge, die wir begrenzt denkenden Menschen nicht verstehen können, so auch, dass Gott keinen Anfang hat und schon immer existiert.
Wenn Du nur deswegen nicht an Gott glaubst, finde ich das wirklich sehr schade.
Unchrist am 27. Juni 2009 19:06 Also kann Gott immer Exisiteren, aber Universum nicht? jaja
da bin ich mir sehr sicher! Bio und Physik sollten diese Frage geklärt haben
Für die Evolutionstheorie (heißt ja auch Theorie) gibt es bis jetzt keinen Beweis! Das ist auch der Grund, weshalb sie in anderen Ländern sehr umstritten ist.
Du solltest Dich eingehender damit befassen: http://www.life-is-more.at/features/buecher/amanfangwarderurknall.pdf

Empfehle "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins.
daddysdearest am 5. November 2008 17:53 Und was soll so eine Hetzschrift dann aussagen?
ferdl am 9. November 2008 03:55 Man muss natürlich wissen, dass Herr Dawkins mit der Evolutionstheorie seine Brötchen verdient. Daher kann ich seine Meinung verstehen aber nicht teilen. Würde er seine Theorien beweisen bräuchte er keine Polemik.
Marat am 15. November 2008 21:58 Hast du das Buch überhaupt gelesen? Es ist eine durchgehende Beweisführung über die Richtigkeit der Evolution. Abergläubige wollen das natürlich nicht sehen. Beim überzeugendsten Beweis würden sie immer noch behaupten, es gebe keinen Beweis.
Pfaffen verdienen ihr Geld übrigens auch mit ihren abstrusen Theorien. Das wäre also kein Maßstab.
ferdl am 6. Dezember 2008 04:16 Nun, ich verdiene kein Geld damit. Bin um Seriosität der Forschung bemüht und trete pseudowissenschaftlichen Behauptungen entschieden entgegen. Die Vokabeln Aberglaube und Gotteswahn zähle ich zur Polemik und deshalb habe ich es meiner Seriosität noch nicht zugemutet, dieses Buch zu lesen. Der Titel klingt vielleicht irreführend, als wolle ein Pseudoforscher die Existenz Gottes widerlegen. Das wäre schon aus erkenntnistheoretischer Sicht Schwachsinn und völlig unwissenschaftlich. Wenn Du sagst es könnten sich echte Beweise dahinter verbergen, die ich bisher anderweitig nicht gefunden habe, so kann ich mir das Buch ansehen. Darwin behauptet mehr als nur die "Richtigkeit der Evolution", die war in Einzelfällen lange vor ihm schon bewiesen und seit Jahrtausenden bekannt. Ich suche Beweise für die Entstehung der Arten und nicht für Zuchterfolge in der Schweinemast oder dergleichen.
Und ich empfehle Wer denkt muss glauben (ca. 0,2 MB) von Prof. Wilder-Smith
http://www.life-is-more.at/features/buecher/werdenktmuss_glauben.pdf

Ich sehe darin keinen Widerspruch. Ich halte die Evolution für wahr und glaube auch daran, dass dies eine Schöpfung Gottes ist. WARUM GIBT ES DAFÜR KEIN FELD ZUM ABSTIMMEN???
Das ist eine falsche "oder"-Frage.
Evolution = Gottes fortdauernde Schöpfung
Die Evolutionstheorie ist also gültig, weil sie noch nicht widerlegt wurde. Das gilt für den Glauben an Gott ganz genauso.
Nein, sie ist gültig weil sie belegbar ist.
Versuch Dich nicht in Wissenschaft, das steht Dir nicht. Bleib bei Deinem Märchen.
Damit die Evolutionstheorie auch nur plausibel wird, geschweige denn belegbar, müsste sie noch einen exzellenten Züchter enthalten, oder einen anderen Evolutionsbeschleuniger. Denn in der Zeit entwickelt sich so eine Welt von alleine nicht.
> [Evolution] ist gültig weil sie belegbar ist.
Die Evolutionstheorie ist nicht wissenschaftlich belegbar!