Frage von Minlix8, 260

Evolution oder Gott ?

Vor ca. einer Woche habe ich mit einem Freund sehr lange und sehr intensiv über das Thema Gott gesprochen. Da er der Meinung ist, dass es einen Gott gibt, ich hingegen nicht, hat sich daraus eine wunderbare Diskussion ergeben.

Auch danach hat mich das Thema noch sehr beschäftigt und ich habe viel darüber nachgedacht. Mittlerweile habe ich festgestellt, dass ich weder an die chemische Evolution mit der Entstehung des Lebens in einer sog. Ursuppe, noch an die Schöpfung des Lebens durch ein überirdisches Wesen glaube.

Mir geht es hierbei nicht primär um die Entstehung des Universums, sondern mehr um die Entstehung des Lebens. Ich habe mir viele wissenschaftliche Erklärungsversuche durchgeslesen, kann mich allerdings mit keinem davon wirklich anfreunden. Ohne Leben kann nunmal nicht einfach so Leben entstehen. Stattdessen könnte man das als Beweis sehen, dass das Leben von einem Gott erschaffen wurde. Wenn es also einen Gott gäbe, und der wäre tatsächlich so wie ihn die Bibel beschreibt, warum gibt es dann so viel Leid auf der Erde? Gott ist doch allmächtig. Warum gibt es dann noch andere Religionen? Gott sagt doch, du sollst keine anderen Götter anbeten. Warum unternimmt er nichts dagegen, dass sich immer mehr Meschen von ihm abwenden? Ein Wunder wie zu Jesus' Zeiten zum Beispiel. Oder wieder einen Propheten.

Was ich mir jetzt also gedacht habe ist, was wenn er einmal eine Art "Gott" gab, ein Wesen was nicht von unserer Erde stammt, das aber die Grundsteine für Leben gesetzt hat und dann irgendwann gestorben ist? In etwa stelle ich mit das so vor wie wenn Biologen in einem Labor ein paar Bakterien in eine Schale geben und schauen was sich da so entwickelt. Ich glaube jetzt allerdings auch nicht das wir ein Experiement von Außerirdischen sind, aber nur so von Prinzip. Das irgendjemand/etwas den Grundstein für das Leben auf der Erde gelegt hat und sie dann sich selbt überlassen hat und der Rest sich duch Evolution selbst entwickelt hat?

Was haltet ihr davon? Habt ihr vielleicht noch andere Ideen? Oder kann mir jemand auf vernünftige Weise erklären das es einen Gott gibt/ wie das Leben sonst entstanden ist?

Antwort
von uteausmuenchen, 101

Hallo Minlix8,

Ohne Leben kann nunmal nicht einfach so Leben entstehen.

Das ist eine Behauptung.

Und obendrein ein sogenannter "Fehlschluss aus Unwissenheit" - hier sehr schön erklärt: http://www.ratioblog.de/entry/fehlschluss-3-argument-aus-unwissenheit

Hier: "Niemand weiß wie das Leben entstanden ist, als MUSS es eine übernatürliche Ursache geben."

Und diese Schlussfolgerung ist halt falsch. Wenn wir nicht genau wissen, wie das Leben entstanden ist, dann folgt daraus für die Entstehung des Lebens überhaupt nichts.

Zu folgern, das Leben könne gar nicht natürlich entstanden sein, ist erheblich dogmatischer als einfach nur zu sagen "wir haben plausible Ansätze, in denen aber Detailfragen noch offen sind." Wer behauptet, das Leben könne gar nicht natürlich entstanden sein, der muss alle denkbaren natürlichen Wege ausschließen können - und dafür muss man erheblich mehr wissen, als ein Wissenschaftler, der auf Lücken in den Modellen hinweist.

Ja, wir wissen nicht genau, welchen Weg das Leben genommen hat. Das liegt daran, dass es nach 4 Milliarden Jahren recht schwer ist, die Randbedingungen zu rekonstruieren, die zur Entstehung des Lebens geherrscht haben. Wir wissen nicht genau, wo das Leben entstanden ist: Ob es in den Ozeanen, tief unten in der nähe der schwarzen Schlote entstanden ist. Oder in heißen Quellen. Oder in oberflächennahen Regionen. Wir wissen nicht exakt, welche Moleküle in der frühen Erdatmosphäre vorhenden waren oder wie die Temperaturen exakt waren.

Aufgrund der Unwägbarkeit der Randbedingungen ist es schwer, das eine Modell dem anderen vorzuziehen - Tatsache ist aber, dass es sehr plausible Modelle für die Entstehung des Lebens gibt.
Von den Bausteinen der Aminosäuren (deren Bildung im Experiment von Urey und Miller nachgewiesen ist) zu komplexeren Molekülketten zu RNA und DNA. Die Entstehung von Membranen ist erklärbar über unterschiedliche Affinität zu Wasser auf den verschiedenen Seiten eines Kettenmoleküls - solche Moleküle würden sich wölben, um Wasser nur an die wasseraffine Seite zu lassen. Auf diese Weise kann man Zellentstehung verstehen.

Kurz: Es gibt sehr präzise und plausible Vorstellungen für weite Teile der Entstehung des Lebens, die auch durch Laborbefunde gestützt werden. Einen recht guten Überblick über die Modelle gibt Josef Gaßner hier:

Aus dem Fehlen von Detailwissen in einem größeren Prozess zu schließen, dass der Prozess nicht stattfindet, ist ein Kategorienfehler. Aber davon gibt es im Kreationismus reichlich...

Grüße

Expertenantwort
von DiegoderAeltere, Community-Experte für Evolution, 98

Dass Leben nur aus Leben entstehen kann, ist ein induktiver Schluss und muss damit nicht zwangsläufig richtig sein. Um wirklich ausschließen zu können, dass Leben auf natürlichem Wege entstehen kann, müsste man jede einzelne Möglichkeit, wie es dazu kommen könnte, erfolglos ausprobieren. Da diese Möglichkeiten Milliarden von physikalischen Ausgangsbedingungen und sämtliche Kombinationen von chemischen Reaktionen, an denen organische Moleküle beteiligt sind, einschließen, ist dieses Ausschlussverfahren nicht praktikabel.

Deshalb liegt die Beweispflicht bei demjenigen, der behauptet, dass Leben selbständig entstehen kann, da diese Behauptung durch einmaligen Erfolg bestätigt werden kann. Die Synthese von lebenden Zellen aus abiotischer Substanz und damit ein eindeutiger Beweis der Abiogenese ist zwar noch nicht gelungen, aber dennoch gibt es einige deutliche Hinweise auf die Abiogenese.

So beruht die belebte Natur im kleinsten auf den gleichen Atomen, aus denen auch die unbelebte Natur aufgebaut ist. Deswegen liegt es nahe, dass eines aus dem anderen hervorgegangen ist oder beide aus der gleichen Quelle stammen. Es lässt sich jedenfalls keine Gesetzmäßigkeit erkennen, die die Abiogenese unmöglich machen würde.

Auch sind wir in der Lage, Schritte zu formulieren, die notwendig sind, damit Leben aus unbelebten Stoffen entsteht, und zumindest teilweise konnten diese Schritte erfolgreich im Labor nachvollzogen werden (die Ursuppe spielt heutzutage in diesem Forschungsfeld keine Rolle mehr). Das alles macht zuversichtlich, dass eines Tages die Abiogenese vollständig verstanden und im Labor reproduzierbar sein wird (vorausgesetzt, die nötigen Bedingungen lassen sich überhaupt in einem Labor erzeugen).

Und jetzt ganz konkret auf deine Überlegungen bezogen: Deine Erklärung verschiebt das Problem lediglich, anstatt es aufzulösen. Wenn das Leben auf der Erde von irgendjemandem von außen erzeugt wurde, wie kann die Frage nach dem Ursprung dieses ominösen Schöpfers beantwortet werden? 

Davon abgesehen ist mir deine Vorstellung auch viel zu hypothetisch. Warum sollte ich von einem Schöpfer ausgehen, auf den es keine Hinweise gibt und dessen Eigenschaften im Dunkeln liegen, anstatt von einem Vorgang, der in Teilen bekannt ist und der auf den altbekannten Gesetzen der Chemie beruht?

Antwort
von dadita, 142

"Ohne Leben kann nunmal nicht einfach so Leben entstehen."

Und da ist eben dein Denkfehler. Leben ist auch nur ein chemischer Prozess, der sehrwohl aus anderen chemischen Prozessen hervorgehen kann. 

Prinzipiell verstehe ich deine Denkweise und ja, bis jetzt ist unserer Verständnis der Abiogenese noch lückenhaft. Dennoch würde ich dies eher als Anreiz sehen noch mehr über diesen Prozess zu lernen anstatt einfach eine ominöse höhere Macht als Lückenfüller einzufügen. Über dieses Stadium sollten wir als Spezies langsam hinaus kommen. 

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo dadita,

Leben ist auch nur ein chemischer Prozess, der seh rwohl aus anderen chemischen Prozessen hervorgehen kann.

In diesem Zusammenhang würde mich dann interessieren: Es müsste also möglich sein, aus unbelebter Materie chemisch Leben zu erzeugen. Die Wissenschaft schafft heute die tollsten Sachen. Frage: Ist das inzwischen schon mal irgendwo geschehen und dokumentiert?

Kommentar von uteausmuenchen ,

Nadelwald,

wir "schaffen" auch keine Supernovae zu erzeugen. Das heißt aber nicht, dass es sie nicht gibt...

;-)

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo uteausmuenchen,

natürlich ist Leben aus toter Materie entstanden, über einen langen Entwicklungsprozess aus den entsprechenden Bestandteilen für die nötigen Eiweißmoleküle. Das lässt sich wissenschaftlich beschreiben.

Rein wissenschaftlich müsste sich ein gesetzmäßiger Vorgang durch wiederholten Versuch verifizieren lassen.

Und daher meine Frage: Wie lässt sich verifizieren, wenn die nötigen Bausteine vorhanden sind, dass dann das Leben aus toter Materie entsteht?

Bei einem Leichnam habe ich z.B. alle nötigen Bausteine für Leben. ........und jetzt?

Und natürlich gibt es auch Supernovae und die entsprechenden Naturgesetze, nach denen sie entstehen.  Ich kann letztlich nur feststellen, dass die Naturgesetze tatsächlich vorhanden sind. Aber worauf beruht die Entstehung der Naturgesetze?

Kommentar von dadita ,

Dieser Prozess hat beim ersten Mal 500 Millionen Jahre gedauert und hatte einen ganzen Planeten als Petrischale, also nein, noch können wir ihn nicht im Labor replizieren. 

Dies ist auch nicht nötig um zu wissen, das Leben ein chemischer Prozess ist, was eine einfache Observation desselbigen zeigt. 

Weiter konnte man ihm Labor sehrwohl die einzelnen Komponenten, Makromoleküle wie DNA und Aminosäurenketten entstehen lassen. Der Faktor der fehlt, ist Zeit. 

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo dadita,

kann ich zunächst mal so akzeptieren. Leben lässt sich als chemischer Prozess beschreiben. Aber das Problem ist eben, dass Leben etwas qualitativ anderes ist als nur chemischer Prozess. Man kann auch durchaus entsprechende Makromoleküle schaffen, aber Leben ist das eben noch lange nicht. - Auch ein Toter hat die entsprechende DNA und auch die Makromoleküle, aber er lebt nicht.

Kommentar von dadita ,

Nein es ist eben qualitativ nicht anders. Wie sollte es denn anders sein. Der Grund warum ein toter Mensch tot ist, ist das eben diese chemischen Prozesse zum erliegen gekommen sind.

Nocheinmal: Leben ist ein chemischer Prozess(!), keine Ansammlung von chemischen Verbindungen alleine.

Scheinbar besteht hier eine Verwechslung zwischen diesen Begriffen. 

Und wie gesagt: Die Entstehung chemischen Verbindungen lässt sich im Labor nachvollziehen. Der aus dem Zusammenspiel dieser Verbindungen entstehende Prozess braucht Zeit, weswegen wir ihn noch nicht replizieren konnten.

Kommentar von Karl37 ,

Der Denkfehler liegt bei dir, denn Leben bedeutet reproduzieren. Ich habe nun noch nie einen chemischen Stoff in den Händen halten können, der sich selbst reproduziert.

Die Theorie, das erste Leben habe sich aus sich selbst gebildet ist bisher nicht verifiziert worden. Die Abiogenese ist aus dem Stadium einer Hypothese noch nicht herausgekommen.
. Die Abiogenes eist au sdem Stadium eienr Hypothese ni.

Kommentar von dadita ,

Flasch. Und ebenfalls ein Denkfehler. Du kannst Leben nicht mit einer konkreten Substanz gleichsetzen, es ist eine Reaktion bei der Substanzen mitwirken und in andere Substanzen umgewandelt werden. 

Dies lässt sich sehrwohl in der Chemie beobachten:

http://cba.mit.edu/events/03.11.ASE/docs/Lee.pdf

http://www.rsc.org/chemistryworld/2015/11/self-replicating-assembly-rotaxane-dna...

Kommentar von hcdfanatic83 ,

Ich habe nun noch nie einen chemischen Stoff in den Händen halten können, der sich selbst reproduziert. 

Was aber nicht bedeutet, dass es dies nicht gibt. Siehe z.B.: https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleins%C3%A4ure#DNA-Replikation

Antwort
von Huflattich, 100

"The tree of live" ist ein toller Film der das Thema ganz gut aufnimmt .

Für mich schließen sich Evolution und "Gott" doch gar nicht gegeneinander aus.

Ist die Natur insgesamt nicht "göttlich" ? Selbst wenn sie sich durch die Evolution ständig verändert, so gibt es dennoch eine unsichtbare Macht die diese Veränderungen, die neuen Geschöpfe etc. erschafft und die Schöpfung immer weiter anstößt .

Vielleicht werden wir Menschen irgendwann einmal von einer anderen  - sich aus uns noch entwickelnden Spezies abgelöst - dennoch bleibt das, was uns ausmacht - das Bewusstsein - erhalten.

Das Leben wird in dieser wie in anderen Formen immer weitergehen selbst wenn es in Jahrmillionen vielleicht hier auf der Erde nicht mehr möglich ist...... 

Antwort
von DarkSepia, 49
Ich habe mir viele wissenschaftliche Erklärungsversuche durchgeslesen, kann mich allerdings mit keinem davon wirklich anfreunden.

Was meinst du mit "wissenschaftlich"? Wirklich wissenschaftliche Literatur wäre jene aus wissenschaftlichen Zeitrschriften, die einem hohen Standard entsprechen. Wie Nature.

Ohne Leben kann nunmal nicht einfach so Leben entstehen. Stattdessen
könnte man das als Beweis sehen, dass das Leben von einem Gott
erschaffen wurde.

Nein. Wenn ohne Leben kein Leben entstehen kann, dann kann auch kein Gott Leben ohne Leben erschaffen. Allerdings kann Leben ohne Leben entstehen. Leben ist nichts weiter, als eine spezielle Ansammlung von Atomen und physikalischem Verhalten.

Wenn es also einen Gott gäbe, und der wäre tatsächlich so wie ihn die
Bibel beschreibt, warum gibt es dann so viel Leid auf der Erde? Gott ist
doch allmächtig. Warum gibt es dann noch andere Religionen? Gott sagt
doch, du sollst keine anderen Götter anbeten. Warum unternimmt er nichts
dagegen, dass sich immer mehr Meschen von ihm abwenden? Ein Wunder wie zu Jesus' Zeiten zum Beispiel. Oder wieder einen Propheten. 

Du solltest nicht von einem Gott zum christlichen Gott springen. Probleme für Christen sind nicht zwangsläufig Probleme für Theisten.

Antwort
von Jonnymur, 59

Nach der Bibel gab Gott jedem einen freien Willen. Nur auf dieser Grundlage kann es Sanktionen geben. Leid ist immer vom Menschen oder der Natur (oder beidem) verschuldet. Ersteres ergibt sich aus dem freien Willen, Letzteres nicht. Fakt ist aber, dass in der Bibel steht, dass Menschen, die einen besonderen Platz im Jenseits erhalten sollen auch entsprechendes Leid erfahren werden. Die Gründe dafür sind hingegen schwieriger zu erfassen. Theologische Ansätze gibt es aber durchaus. Irgendwo könnte man alttestamentarisch von einem gleichwertigen Tausch sprechen, auf den sich der Mensch an sich selbst einlassen wollte.
Gehen wir einmal davon aus, der (christliche) Gott wäre allmächtig - was er nicht sein muss, da nur die Übersetzungen der Bibel von Allmacht sprechen, obwohl die Ursprungssprachen diesen Begriff nicht unbedingt kennen. Da stellt sich erstmal die Frage, was Allmacht ist. Ist das unendliche Macht oder "nur" die Macht über alles Existierende? Trifft Ersteres zu, zwingt das Allmachts-Paradoxon dazu von einer unlogischen, nicht erfassbaren Gottesmacht zu sprechen. Auch wäre zu hinterfragen, wieso ein solcher Gott Leid verhindern sollte. Ohne Leid gäbe es auch kein Glück, da der Kontrast existieren muss.

Letzteres was du da beschreibst ist Deismus.

Antwort
von Andrastor, 96

Ohne Leben kann nunmal nicht einfach so Leben entstehen.

Doch, kann es.

Unsere Körper bestehen aus verschiedenen chemischen Verbindungen. Auf die kleinsten Verbindungen zerlegt, sind wir nichts weiter als eine Anhäufung aus anorganischen Bestandteilen.

In Experimenten hat man bewiesen dass sich aus den anorganischen Stoffen der Ursuppe organische Säuren bilden können, aus welchen sich in weiterer Folge die ersten Zellen gebildet haben.

Alle Thesen bezüglich eines göttlichen Wesens, welches das Leben erschaffen haben soll, lassen eine wichtige Frage offen: "Woher kommt dieses Wesen?"

Es gibt keine Götter und hat auch nie welche gegeben. Wir sind auf völlig natürliche Weise entstanden und haben uns auf völlig natürliche Weise zu dem entwickelt was wir heute sind.

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo Andrastor,

Doch, kann es......

in diesem Zusammenhang würde mich dann interessieren: Es müsste also möglich sein, aus unbelebter Materie chemisch Leben zu erzeugen. Die Wissenschaft schafft heute die tollsten Sachen.

Frage: Ist das inzwischen schon mal irgendwo geschehen und dokumentiert?

Kommentar von Andrastor ,

ja ist es. 2015 hab ich einen Artikel gelesen, der genau diese Experimente dokumentierte.

Die Experimente stellen die Bedinungen die damals in der Ursuppe herrschten nach und es entstanden ohne Manipulation der Wissenschaftler Aminosäuren. Etwas was man bis dato für absolut unmöglich hielt

Kommentar von uteausmuenchen ,

Miller-Urey-Experiment. Hier beschrieben:

http://www.bernd-leitenberger.de/leben1.shtml

Kommentar von Franz1957 ,

Ja, das war das Miller-Urey-Experiment von 1953. Es wurde seither mit verschiedenen Kombinationen von Ausgangssubstanzen und physikalischen Bedingungen durchgeführt. Dabei bildeten sich Aminosäuren. So weit so richtig. Was die daran anknüpfende Aussage behauptet ‒

[...] aus welchen sich in weiterer Folge die ersten Zellen gebildet haben.

‒ ist bei diesen Experimenten jedoch nicht beobachtet worden. Was beobachtet wurde, ist daß Mikrosphären entstanden. Mit Zellen haben sie soviel gemeinsam: Sie haben einen Innenraum und trennen ihn von der Außenwelt. Das ist immerhin etwa auch, was eine Stahlblechschachtel mit einem PC gemeinsam hat.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mikrosph%C3%A4re

Kommentar von Andrastor ,

Der Schritt von Aminosäuren zu DNS und Einzellern ist evolutionstechnisch gesehen ein sehr kleiner. Vor allem wenn man in Betracht zieht das man bisher davon ausging, dass sich diese Stahlblechschachteln nicht von alleine hätten bilden können.

Antwort
von Fragetapir, 125

Ich finde, dass man die naturwissenschaftliche Sichtweise gar nicht unbedingt von der kirchlichen trennen muss. Viele bekannte Naturwissenschaftler sehen da schon die Möglichkeit einer "Kombination". Viele von denen sind Christen. Lies z. B. mal Stephen Hawking' s Sichtweise 

Antwort
von newcomer, 119

Gott hat viele Namen, Budha, Allah, Jesu usw. Alle meinen den einen Gott.
Die Evolution und Gott passen auch zusammen. Bei der Verschmelzung von Eizelle und Samenzelle kann Gott vorherbestimmen was sich daraus entwickelt denn obwohl es die gleichen Eltern sind sehen 10 Kinder derr gleichen Eltern verschieden aus und entwickeln unterschiedlichen Charakter.
All das plant Gott im Voraus

Kommentar von dadita ,

Das ist keine Planung sondern simple Genetik. 

Kommentar von Huflattich ,

......und wie entstand die Genetik ?

Kommentar von dadita ,

Das Leben in Folge von Abiogenese, die komplexen Mechanismen welche für sexuelle Fortpflanzung und genetische Rekombination nötig sind in Jahrmilliarden der Evolution. 

Kommentar von Huflattich ,

Wie entstand Abiogenese und die komplexen Mechanismen etc.?

Kommentar von newcomer ,

perfekt von Gott durchdacht und geplant

Kommentar von dadita ,

Jeder der sich damit beschäftigt weiß, dass diese alles andere als perfekt sind, der Prozess des Crossing Overs und der DNA-Replikation ist fehleranfällig und optimierbar. 

"Perfekt von Gott durchdacht ubd geplant" ist daran gar nichts...da es diesen Gott, wie alle anderen von Leichtgläubigen verehrten Götter der Menschheitsgesichte auch nicht gibt, ist dies nicht weiter verwunderlich.

Kommentar von dadita ,

Abiogenese: Aus dem Zusammenspiel von einer riesigen Petrischale in der alle Komponenten vorhanden waren und 500 Millionen Jahren Zeit.

Komplexe Mechanismen die wie Replikationsmaschinerie sind wie bereits angesprochen das Resultat von knapp 4 Milliarden Jahren Evolution. Eine lächerliche antike Märchengestalt wird zu keinem Zeitpunkt benötigt ^^ 

Antwort
von comhb3mpqy, 79

Also ich glaube an Gott, ich bin Christ. Ich schließe Naturwissenschaften aber nicht immer aus. Es gibt auch gläubige Naturwissenschaftler.

Ich glaube, dass diese durchdachte Welt geplant wurde, ich glaube nicht, dass die Erde "einfach so" entstanden ist. Auch gibt es die Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist.

Häufig ist es eine Bedingung, dass ein Wunder passiert sein muss, damit ein Mensch heilig gesprochen werden kann. Das wird von Ärzten überprüft. Wenn es keine wissenschaftliche Erklärung gibt, warum ein Mensch gesund wurde, dann ist ein Schritt getan, damit das Wunder auch bestätigt wird. Die Ärzte wissen auch nicht immer, dass ihre Untersuchungen für die Kirche sind.

Falls du Fragen hast kannst Du dich melden.

Antwort
von kittyro, 87

Also ich habe mal mitbekommen, dass selbst die Christen inzwischen zugegeben haben, dass die Evolution stimmen kann. 

Aber auch Wissenschaftler wissen nicht genau wie das Leben entstanden ist. Da gibt es mehrere Theorien, die auch logisch klingen. Also niemand weiß im Grunde, wie genau das Leben entstanden ist. 

Bei den Gläubischen ist es aber auch so, dass es auch nur ein Glauben ist. Also, sie wissen es nicht.

Ich selber bin aber auch Atheistin und glaube an die Evolution. :D

Kommentar von Huflattich ,

Was die Frage nicht beantwortet, wie die Evolution entstanden ist.....

Antwort
von steefi, 89

Aus diesem Grund gibt´s ja Religionen - damit sich diese Fragen die Du Dir stellst erledigen. Es existiert ein festes Bild, im Zweifel, wenn was nicht erklärbar ist, hat Gott das so gewollt/erschaffen. 

Antwort
von Ichthys1009, 10

Das Christentum hat keine Theorie oder Lehre, WIE die Welt oder die Evolution entstanden ist.

In der Bibel gibt es zwei Schöpfungsgeschichten. Die eine Geschichte
erzählt, dass Gott die Welt geschaffen hat. Die andere Geschichte
erzählt, dass Gott die Menschen geschaffen hat.

Wie genau Gott das nun angestellt hat, will die Bibel mit diesen Geschichten gar nicht sagen.

Der christliche Glaube steht nicht im Widerspruch zu den naturwissenschaftlichen Lehren.

Glaube und Vernunft sind keine Gegensätze. Alles, was wissenschaftlich erforscht wurde, findet in einem gesunden Glauben auch seinen Platz.

Die verschiedenen Evolutionstheorien, die es bis heute gibt, sind keine Gefahr für den Glauben. Ein Christ kann guten Gewissens Naturwissenschaften in der Schule lernen oder später dort weiter forschen.

Antwort
von 3plus2, 75

Gott und Evolution schießen sich nicht aus, Sterne kommen und gehen

Antwort
von 3plus2, 2

Wir sind Kinder Gottes. Gott schuf den/die Menschen nach seinem Ebenbild und hauchte ihnen seinen Odem (Geist, Verstand und Gedächtnis) ein, damit haben alle Menschen einen Pixel Gottes Gen.

Nun kannst du dich in vielen Leben von der asketischen bis zur Verschwendung >beweisen<  (ein Leben reicht da zu nicht) um aus deneinem Gottes Gen tausend zu machen, um GOTT gleich zu werden, es warten 100 Trilliarden Planeten im Universum auf einen Gott.

Antwort
von kgunther, 10

 ' Evolution oder "Gott" '

Du stellst die beiden Begriffe als Gegensatz nebeneinander.

Vielleicht gibt es beides?

Die Evolution gibt es ganz sicher, denn wenn (Altes Testament) tatsächlich alle, alle Arten von Pflanzen und Tieren am Anfang aller Zeiten zugleich und (vor allem!) unveränderlich geschaffen worden wären, dann hätte es in dieser Welt einen schönen Kuddelmuddel gegeben mit Ammoniten, Dinos, Neandertalern und Jetztzeitmenschen.

Also reduziert sich doch die Frage darauf, ob es sowas wie "Gott" gibt.

Die Antwort auf diese Frage ist nur sinnvoll möglich, wenn vorher geklärt ist, was das denn eigentlich sein soll, "Gott". Jede Religion, die den Gottesbegriff kennt, hat eine andere Definition. Etwa ist der Gottesbegriff des Judaismus (Altes Testament) und Christentum (Neues Testament) fundamental unterschiedlich!

So verschieden, daß man für "Gott" (Christentum) und "Jehova" (Judentum) eigentlich nie  dasselbe Wort verwenden dürfte.

Für den Christen ist "Gott" der "Geist" in der Welt, also der Inbegriff alles Geistigen, des Prinzips des Geistigen in der Welt. Das Christentum lehrt, daß der Mensch Anteil am Geistigen hat: Jesus ist zugleich Mensch (Ecce homo) und Gott=Geist.

Der Geist des Menschen hat die Theorie der biologischen Evolution als plausibles Erklärungsmodell für die Beobachtungen geschaffen. Die Entwicklungslehre ist also eine Äußerung des Geistes. Wie könnte sie also im Widerrspruch zur chritlichen Lehre stehen?

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